Trader Race Frühjahr 2019: Teufelszeug – Interview mit dem Zweitplatzierten im Trader Race Jahresauftakt winTHIS

trader-race-fruhjahr-2019-teufelszeug-interview-mit-dem-zweitplatzierten-im-trader-race-jahresauftakt-winthisFür viele Menschen sind Hebelprodukte wie Turbos und Optionsscheine reines Teufelszeug. Doch wer im Trader Race einen er vorderen Plätze belegen will, der kommt nicht um diese Möglichkeiten des Handelns an der Börse herum. Virtuos war Mitspieler winTHIS in der abgeschlossenen Runde des Trader Race Jahresauftakt 2019 im Gebrauch des „Teufelszeug“. Mit einer Gesamtperformance in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 von 155 % kam winTHIS auf Platz 2 im Wettstreit mit den anderen Teilnehmern.

Dass die Börse aber keine Einbahnstraße ist und eine gute Performance in der Vergangenheit auch eine gute Performance in der Gegenwart garantiert, erlebt winTHIS derzeit in der aktuellen Runde des Trader Race Börsenspiel Frühjahr 2019. Man muss schon ganz ordentlich durch die Ranglisten blättern, um winTHIS in dieser Runde dann auf Platz 392 zu entdecken.  Durch die Bank sind alle Positionen derzeit im Minus. Die Spekulationen auf die Deutsche Bank, Commerzbank, Borussia Dortmund, HelloFresh, Wirecard und Zalando sind nicht aufgegangen. Wir wollen hoffen, dass da das Wort „bislang“ eingefügt werden muss, denn momentan hat winTHIS 37,5 % des Trading-Kapitals in den Sand gesetzt. Aber dass winTHIS es besser kann, hat er ja bewiesen. Wir sind gespannt, wo sich der Mitspieler zum Ende der aktuellen Spielrunde platziert.

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Depot von winTHIS am 18. April 2019

 

 TraderFox: Seit wann bist du an der Börse aktiv?

winTHIS: Seit ca. 3 Jahren beschäftige ich mich mit Trading. Zuerst eignete ich mir Grundlagenwissen (z. B. zu Charttechnik) an, dann ging ich immer mehr dazu über, dieses auch auszuprobieren und zu praktizieren.

Kannst du uns kurz erklären, welche Strategie/n du verfolgst?

Ich lege viel Wert darauf, dass Chance und Risiko stimmen müssen und kombiniere dies mit charttechnischen Gesichtspunkten. Wichtig ist mir auch, immer am Puls der Zeit zu sein und die Nachrichtenlage bezüglich der neuesten Unternehmensentwicklungen zu verfolgen.

Womit warst du zuletzt nicht zufrieden bei Depotentwicklung/Trading/etc.?

Verbessern möchte ich die Genauigkeit und Treffsicherheit meiner Ein- aber vor allem auch Ausstiegspunkte. Auch möchte ich die Handelsfrequenz noch steigern, um so eine noch bessere Gesamtperformance erzielen zu können.

Hast du eine tägliche Routine, wie sieht diese aus?

Wenn es mein Tagesablauf erlaubt, versuche ich zur Eröffnungszeit der Börse in Deutschland und USA die Kurse zu verfolgen und ggf. Anpassungen vorzunehmen. Hierbei nutze ich die sehr guten Möglichkeiten, die die TraderFox-Seite bietet, Nachrichten zu einzelnen Aktien abzurufen bzw. wichtige News angezeigt zu bekommen.

Setzt du dein Vorgehen auch in der Realität um?

Leider tue ich dies noch viel zu wenig. Auch probiere ich beim Börsenspiel einfach gerne mal neues aus.

Stell dir vor, du würdest mit der Börse nochmal von vorn anfangen und du könntest dir selbst einen Rat mit auf den Weg geben. Welchen Fehler würdest du nicht mehr machen oder welchen Rat würdest du dir selbst geben?

Wenn ich nochmals mit der Börse beginnen würde, hätte ich die Stopps konsequenter platziert.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg im weiteren Verlauf des TraderFox Trader Race Frühjahr 2019!

 

Die neue Runde hat gerade erst begonnen – jetzt noch anmelden!

Wer sich selbst mit seinen Strategien und Ideen an der Börse versuchen möchte, der sollte sich jetzt für die neue Runde im Trader Race Frühjahr 2019 anmelden. Die Depots der anderen Spieler könnt ihr dabei in Echtzeit verfolgen. Gewinnt ein Apple iPad, eine Apple Watch oder eines von zahlreichen Börsenbüchern.

> Kostenlos Anmelden beim Trader Race Börsenspiel Frühjahr 2019

Wenn du bereits angemeldet bist, kannst du auf www.traderfox.com über Börsenspiele direkt auf die Trader Race Handelsoberfläche zugreifen.

Natürlich kannst du auch mit der TraderFox-App am Börsenspiel teilnehmen und handeln. > Download: iOS | Android


Bildherkunft: Photo by Annette Batista Day on Unsplash

DAX-Studie zeigt: Wer nicht dauernd investiert ist, verliert die Hälfte der Rendite

Viele Anleger fragen sich immer wieder, ob es nicht besser ist, für eine Weile aus dem Aktienmarkt auszusteigen oder doch gescheiter, langfristig und ohne Unterbrechung am Ball zu bleiben. Insbesondere quält man sich mit dieser Frage besonders intensiv dann herum, wenn die Kurse gerade eine ausgeprägte Schwächephase haben. Dabei stellt sich laut einem scheuklappenfreien Blick zurück in die Börsengeschichte diese Frage im Grunde genommen gar nicht. Denn wie Studien zeigen, droht bei einem schlechten Timing viel an Performance verloren zu gehen.

Zu diesem Schluss kommt auch eine aktuelle Ausarbeitung der Hamburger Sutor Bank. Dem Ergebnis zufolge können ein Ausstieg zu einem ungünstigen Zeitpunkt und ein dadurch bedingtes mögliches Verpassen von Tagen mit hohen Kursgewinnen schwerwiegende Konsequenzen für die Rendite haben. Konkret hat man laut Lutz Neumann, Leiter der Sutor Vermögensverwaltung, in einer Auswertung für verschiedene Länder-Indizes analysiert, in welchem Ausmaß das Verpassen von nur wenigen Tagen mit hohen Kursgewinnen auf die Rendite durchschlägt. Der Analysezeitraum wurde mit 31 Jahren (1.1.1988 bis 31.12.2018) möglichst langfristig gewählt.

DAX: 31 Jahre investiert = 7,2 % pro Jahr; ohne 13 beste Tage = Rendite halbiert

Dabei zeigte sich, dass der DAX Anlegern seit der Gründung am 31.12.1987 im Durchschnitt Jahr für Jahr eine Rendite von 7,2 % eingebracht hat – wenn man alle gut 8.000 Tage durchgängig investiert war. Selbst zwischenzeitliche Einbrüche im Zuge von Krisensituationen wie dem Platzen der Dot.com-Blase, Lehman, Fukushima oder Griechenland sind dabei bereits berücksichtigt.

„Die Börsenhistorie lehrt: In 6 von 10 Fällen folgten die besten Börsentage innerhalb von zwei Wochen nach den schlechtesten. Das ist zwar auffällig, aber wiederum keine Regel, sonst könnte man ja darauf wetten“, erklärt Neumann. „Kritisch wird es, wenn man aus Angst vor einem Börsentiefschlag verkauft, anschließend nicht rechtzeitig wieder in den Markt geht, und dann die besten Börsentage verpasst. Denn das hat dramatische Auswirkungen.“

Grafik 1: DAX (alle Tage investiert) vs. DAX ohne beste 10 / 20 / 30 / 40 / 50 / 60 Tage

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Quelle: Sutor Bank; Betrachtungszeitraum: 1.1.1988-31.12.2018

Die Analyse der Sutor Bank ergab jedenfalls folgendes: Bei einem Anleger, der im DAX zwischen 1988 und 2018 die besten 13 Tage versäumt hat, schrumpft die Rendite auf die Hälfte. Verpasst er die besten 33 Tage, hätte er sogar Geld verloren. Noch zugespitzter ausgedrückt: Wer nur 0,4125 % der entscheidenden Börsentage im Betrachtungszeitraum von 31 Jahren nicht investiert war, hat eine negative Rendite eingefahren.

Grafik 2: DAX im Detail: Anlagerendite, wenn man die besten Börsentage verpasst hat
Zeitraum: 1988-2018

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Quelle: Sutor Bank

Länder-Vergleich: In Großbritannien reichen 5 verpasste Tage, um Rendite zu halbieren

Die länderübergreifende Analyse der Sutor Bank hat zudem ergeben, dass es bei anderen Börsen der Welt ganz ähnlich aussieht. Die Auswertung ist auf EUR-Basis, in Landeswährung sind die Ergebnisse ähnlich. Beim Schweizer SMI reichte es demnach, zwischen 1988 und 2018 die besten 17 Tage verpasst zu haben, um seine Rendite zu halbieren. Beim amerikanischen S&P 500 sind es ebenfalls 17 Tage, beim MSCI World 12 Tage – beim Hang Seng-Index reichten nur 9 Tage, beim französischen CAC40 nur 6 Tage, und beim britischen FTSE 100 sogar nur die 5 besten verpassten Börsentage, um die Hälfte der Rendite einzubüßen.

Noch gravierender: Beim FTSE 100 musste man beispielsweise nur die besten 14 Börsentage auf Sicht von 31 Jahren verpasst haben, um sogar eine negative jährliche Rendite einzufahren. Beim Schweizer SMI brauchte man dafür immerhin 47 Tage.

Tabelle: Anzahl verpasste beste Börsentage und Auswirkungen auf die Rendite – nach Länderindizes (Zeitraum: 31 Jahre; 1988-2018; in EUR)

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Alle Angaben bezogen auf EUR; Währungseffekte haben Auswirkungen auf die Rendite; keine Angaben für Japan/Nikkei, da hier der Markt insgesamt negativ war; Betrachtungszeitraum: 1.1.1988-31.12.2018, Quelle: Sutor Bank.

Empfehlung: investiert bleiben!

Die Auswertung zeigt laut Neumann, dass sprunghaftes Kaufen und Verkaufen an den Aktienmärkten ein hohes Risiko bedeuten. Insbesondere Anleger, die einen langfristigen Vermögensaufbau etwa für den Ruhestand zum Ziel haben, sollten den Rat des Börsenexperten André Kostolany berücksichtigen und sein Aktiendepot möglichst lange nicht anschauen. „Wer sein Geld vermehren und dabei ruhig schlafen möchte, macht alles richtig, indem er investiert bleibt. Denn dadurch läuft er nicht Gefahr, die besten Tage zu verpassen“, so Neumann.

Grafik 3: Länder-Vergleich Anlagerendite, wenn man die besten Börsentage verpasst hat
(jeweils 0 / 10 / 20 / 30 / 40 / 50 / 60 verpasste beste Börsentage)

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Quelle: Sutor Bank

Neo Darvas-Aktie Invitae verspricht sich von Gentechnik das große Geschäft

Die Kaufkriterien beim „normalen“ regelbasierten Depotkonzept Neo Darvas sind einfach. Denn damit ein Titel aus einem Auswahluniversum mit den größten 1.800 US-Unternehmen bei der monatlich anstehenden Umschichtung für eine Aufnahme in das Musterdepot in Frage kommt, muss so ein Wert bei einem Ranking nach Trendstabilität einen vorderen Platz einnehmen. Die konkreten Kaufkriterien lauten dann mindestens ein täglicher Handelsumsatz von 1 Mio. USD, mindestens eins Performance seit dem 12-Monatstief von 100 % sowie ein neues Jahreshoch in den vergangenen 20 Handelstagen.

Von 1999 bis 2019 hat diese Vorgehensweise ein Plus von im Schnitt 20,14 % vorzuweisen, so dass es an dieser Bilanz wirklich nichts auszusetzen gibt. Zumal auch der in der genannten Zeitspanne verbuchte maximale Drawdown mit 34,91 % deutlich geringer ausgefallen ist als die -55,25 % bei dem als Vergleichsmaßstab dienenden S&P 500 Total Return Index.

Platz auf dem Podium in der Rangliste

Dank einem 3. Platz in der zugehörigen Rangliste haben die Aktien der Invitae Corp. (ISIN: US46185L1035) derzeit eine gute Chance auf einen Musterdepot-Aufstieg. Wenngleich der Titel in den vergangenen Handelstagen wieder etwas deutlich auf zuletzt 22,57 USD zurückgefallen ist, so fällt die Performance insgesamt in der jüngeren Vergangenheit in der Tat nach wie vor blitzsauber aus. Denn am 10. April reichte es mit 26,27 USD zu einem Rekordhoch – ein Niveau, das sich um 386,5 % über dem 12-Monatstief von 5,40 USD vom 3. Mai bewegte.

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Das bisherige Rekordtief wurde nur wenig vor dem 12-Monatstief markiert und zwar am 29. März 2018 mit 4,69 USD. Durch die seitdem eingefahrenen starken Kursgewinne hat es der Wert geschafft, sich auch deutlich über den Ausgabepreis beim Gang an die Börse zu schieben. Denn dieser war beim IPO am 12. Februar 2015 auf 16,00 USD festgelegt worden.

Gentest-Spezialist

Bei Invitae geht es um einen Anbieter mit Fokus auf die Durchführung von Gentests und Analysen rund um den Bereich der personalisierten Medizin. Es handelt sich somit um ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von technologischen Testverfahren spezialisiert hat, die zur Untersuchung von DNA benutzt werden. Das Genmaterial wird dabei auf Anomalien und erbbedingte Krankheiten wie Krebs, neurologische Störungen, pädiatrische Erkrankungen sowie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselstörungen untersucht.

Die Gesellschaft bezeichnet sich selbst als eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen für genetische Informationen. Die eigene Mission sieht man darin, umfassende genetische Informationen in die gängige medizinische Praxis zu bringen, um die Qualität der Gesundheitsversorgung für Milliarden von Menschen zu verbessern. Das Motto lautet: Genetische Erkenntnisse machen den Unterschied – Invitae macht sie erschwinglich und zugänglich. Konkret ist man auf die genetische Diagnostik in klinischen Bereichen über alle Lebensphasen hinweg fokussiert und man versucht, die Gentests in Richtung einer einzigen Dienstleistung mit besserer Qualität, schnellerer Bearbeitungszeit und niedrigeren Preisen zu entwickeln.

Dabei nutzt Invitae nutzt ein integriertes Portfolio von Laborprozessen, Softwarewerkzeugen und Informatikfunktionen, um DNA-haltige Proben zu verarbeiten, Informationen über patientenspezifische genetische Variationen zu analysieren und Testberichte für Ärzte und deren Patienten zu erstellen. Angeboten werden eine Vielzahl von diagnostischen Tests mit klinischem Nutzen , etwa bei der Präimplantation und Trägerscreening auf Erbkrankheiten, bei der Analyse von Fehlgeburten, bei pädiatrischen und entwicklungsbedingten Störungen, bei neurologische Störungen, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Stoffwechselerkrankungen und bei Erbkrankheiten.

Das Unternehmen betreibt auch AltaVoice, eine Plattform zum Sammeln, Kuratieren, Koordinieren und Liefern von Daten von Patienten und Klinikern, sowie CancerGene Connect, eine End-to-End-Plattform zum Sammeln und Verwalten genetischer Familiengeschichten, um personalisierte genetische Risikoinformationen zu liefern. Invitae firmierte früher als Locus Development Inc. und änderte den Namen im Jahr 2012 in Invitae Corporation. Gründungsjahr war 2010 und der Hauptsitz befindet sich in San Francisco, Kalifornien.

Starkes Wachstum

Es ist der Gesellschaft gelungen, den Umsatz seit 2012 bis zum Ende des Vorjahres von Null auf 147,70 USD in die Höhe zu schrauben. Allerdings war der freie Cashflow in dieser Zeit stets negativ und auch beim Ergebnis je Aktie standen bisher immer nur Verluste zu Buche. Die Aktie hat zuletzt trotzdem den Dreh nach oben geschafft, weil die zuletzt vorgelegten Geschäftszahlen von den Marktteilnehmern zumeist sehr positiv aufgenommen haben.

Auf ein positives Echo stießen beispielsweise die für das vierte Quartal 2018 vorgelegten Zahlen. Konkret stieg der Umsatz da um 78,6 % auf 44,55 Mio. USD, was deutlich über dem Analystenkonsens von 40,78 Mio. USD lag. Auch der Verlust je Aktie war mit 0,40 USD niedriger als das im Schnitt prognostizierte Minus von 0,45 USD. Erwähnenswert war auch die im gesamten Vorjahr um 102 % auf 303.000 gestiegene Zahl der DNA-Tests. Wobei der Vorstand im laufenden Jahr zuletzt von einer weiteren Zunahme auf rund 500.000 DANN-Tests ausging und für 2020 hat man den letzten Angaben zufolge sogar die Marke von 1 Mio. im Visier.

Die einer Präsentation des Unternehmens entnommene nachfolgende Grafik zeigt, wie sich von 2014 bis 2018 die Zahl der DANN-Tests, die Umsätze und die Kosten je Test entwickelt haben:

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Quelle: Invitae

Den Umsatz sieht der Vorstand in diesem Jahr bei 220 Mio. USD. Der Analystenkonsens kalkuliert derzeit sogar mit 223,54 Mio. USD. Wobei deren Schätzungen bis 2023 von einem weiteren Anstieg bis auf 584,70 Mio. USD ausgehen.

Zahlreiche Wetten auf fallende Kurse

Allerdings ist zu beachten, dass dem bereits ein Börsenwert von aktuell rund 1,9 Mrd. USD gegenübersteht. Außerdem rechnen Analysten beim Ergebnis je Aktie auch in den kommenden Jahren nicht mit schwarzen Zahlen. Im Hinterkopf zu behalten ist darüber hinaus, dass sich die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2018 zwar auf 131,9 Mio. USD beliefen. Im gesamten Vorjahr verbrannte man aber auch noch 97,6 Mio. USD, wobei der Cash-Burn im vierten Quartal 17,0 Mio. USD betrug.

Die zuletzt gemachten Angaben erklären, warum es laut Angaben vom US-Finanzdienstleister Morningstar gemessen an den frei handelbaren Anteilsscheinen mit einer Quote von 14,52 % relativ viele Leerverkäufe auf Invitae-Aktien gibt. Denn den Chancen stehen auch einige Risiken gegenüber. Wobei die Börse, zumindest dem seit gut einem Jahr demonstrierten positiven Kursverhalten nach zu urteilen, derzeit aber insgesamt eher darauf zu setzen scheint, dass es dem Unternehmen gelingt, in einem zweifellos sehr zukunftsträchtigen Bereich langfristig eine führende Rolle zu spielen.

Damit die Rechnung aufgeht, muss das betriebene Geschäft deutlich über reine Gentests hinaus verbreitert werden. Wohin die Reise nach dem Willen des Vorstandes künftig beim Ausbau des Netzwerkes gehen soll, zeigt abschließend die nachfolgende Grafik.

Abseits von Gentests geht es um den Aufbau eines robusten Netzwerkes

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Quelle: Invitae

SAP: Wolkige Aussichten

Cloud Computing und Big Data gehören weiterhin zu den heißesten Börsenthemen. Kein Wunder, dass SAP unter den DAX-Konzernen die mit Abstand höchste Marktkapitalisierung vorzuweisen hat.

Unsere Welt wird immer digitaler. Mit der Verbreitung von Social Media oder E-Commerce entsteht eine gigantische Datenflut. Dank 5G oder dem Internet der Dinge wird diese in Zukunft weiter zunehmen. Entsprechend riesig sind die Anforderungen an die Speicherung, Absicherung und die Verarbeitung dieser Datenmengen. Gleichzeitig müssen sich Privatpersonen und Unternehmen nicht mehr teure Software auf ihre Computer laden. Auch die Software gibt inzwischen immer häufiger aus der Wolke. Entsprechend gehören Cloud Computing und Big Data seit geraumer Zeit zu den interessantesten Börsenthemen.

Die Liste der beteiligten Unternehmen ist lang. Amazon hilft seinen Kunden nicht nur, große Datenmengen zu speichern, sondern diese auch intelligent auszuwerten, um beispielsweise besser auf das Kundenverhalten regieren zu können. In den vergangenen Jahren ist Amazon mit seiner Sparte Amazon Web Services (AWS) zu einem wahren Riesen im Cloud-Geschäft aufgestiegen. Auch Microsoft mischt mit. Andere Konzerne konzentrieren sich auf Themen wie das Unternehmenssoftwareangebot aus dem Internet. Dazu gehört allen voran Europas größter Softwarekonzern, SAP. Dieser hat es allerdings auch nicht einfach. Die Konkurrenz ist hart. Besonders schwer machen es den Walldorfern die US-Branchengrößen Salesforce.com und Oracle sowie Emporkömmlinge wie ServiceNow.

In den vergangenen Jahren legte SAP einen rasanten Wachstumskurs hin. Vor allem dank des Bereichs Cloud Computing. Der Anteil der Cloud-Umsätze an den konzernweiten Umsatzerlösen nimmt immer weiter zu. Dabei setzte SAP in den vergangenen Jahren auch auf milliardenschwere Übernahmen. Im Vorjahr griff man für 8 Mrd. US-Dollar bei Qualtrics, einem Unternehmen aus dem Software-Bereich Experience Management (XM), zu. Allerdings müssen die teuren Übernahmen erst gestemmt werden. Die Integration verläuft nicht immer reibungslos und sorgt für hohe Kosten. Ein Grund, warum SAP zuletzt in Sachen Profitabilität nicht besonders häufig überzeugen konnte. Allerdings verspricht das Management immer wieder, dass sich mit dem Wachstum positive Skaleneffekte ergeben werden.

Wer sich jedoch nicht entscheiden kann, mithilfe welcher Unternehmen er auf den möglichen Erfolg von Cloud Computing und Big Data setzten möchte, kann einen Blick auf den Solactive Cloud and Big Data 20 Index werfen. Dieser bildet die Kursentwicklung von 20 internationalen Unternehmen ab, die einen hohen Anteil ihrer Umsätze im Bereich Cloud Computing und Big Data erzielen. Neben SAP gehören derzeit Unternehmen wie der Finanzdienstleister Workday, ServiceNow oder Salesforce.com zu den Indexvertretern. Mit dem passenden Open End Index-Zertifikat (WKN DC8CLD) hat Deutsche Bank X-markets den Index für Anleger investierbar gemacht.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der SAP-Aktie erwarten, jedoch lediglich den DAX-Konzern im Blick haben, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DC2TT4) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,46, die Barriere bei 81,00 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DS7LN7, aktueller Hebel 4,48, Barriere bei 115,80 Euro) auf fallende Kurse der SAP-Aktie setzen.

Stand: 16.04.2019

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Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

Ewiges Aktien-Börsenspiel von TraderFox: Interview mit dem „Wiederholungstäter“ Tyler Durden

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„Oops, he did it again“. Bereits zum dritten Mal hat unser Mitspieler Tyler Durden eine Top-Performance in einem Quartal des ewigen Aktien-Börsenspiels abgeliefert. Das muss man erst einmal hinkriegen, als einer der sowieso im Börsenspiel-Ranking top platzierten Teilnehmer in einem Quartal noch einmal fast 33 % Depot-Performance zu erzielen. Tyler Durden liegt momentan mit einem Depot-Plus von 59,8 % auf dem 5. Rang der Gesamtwertung.

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Das Depot ist Tech-lastig mit Titeln wie Zendesk, The Trade Desk, und Wirecard. Highflyer der letzten Monate am US-Markt wie Planet Fitness sind ebenfalls enthalten. Mit Canada Goose scheint Tyler Durden darauf zu spekulieren, dass der Highflyer des Jahres 2018 die Korrektur des Frühjahrs abschließen und an die großartige Performance des Vorjahres anschließen kann.

 

TraderFox: Seit wann bist du an der Börse aktiv/Wie bist du zur Börse gekommen?

Tyler Durden: Ich arbeite seit 2008 bei einer großen Online-Bank und bin dadurch das erste Mal mit der Thematik „Aktien“ in Berührung gekommen. Vorher hatte ich nicht den Gedanken, dass auch normale Privatpersonen wirklich aktiv und erfolgreich an der Börse mitwirken können. Ich dachte, das wäre nur ein Spiel für die Leute auf dem Börsenparkett bzw. die Schlippsträger in der Managementebene, die das große Geld bewegen. Das erste Mal aktiv war ich 2009. Meine ersten Trades waren u. a. Commerzbank, Deutsche Bank, Adidas, Bertrandt, Conergy, Sunways, Sabina Gold+Silver etc. Ich war eher Börsenblatt-getrieben, als das ich wirklich eine Strategie hatte.

Kannst du uns kurz erklären, welche Strategie/n du verfolgst?

Da ich mich größtenteils für Aktien interessiere, die auf ein neues Allzeithoch ausbrechen bzw. die sich auf einem 52 Wochenhoch befinden, versuche ich mich auf Aktien zu konzentrieren, die in einer stabilen langjährigen Trendbewegung nach oben sind. Diese Aktien versuche ich herauszufiltern und zu beobachten. Außerdem fokussiere ich mich darauf Aktien zu finden, die durch bestimmte News auf neue Hochs springen, um dann auf den Zug aufzuspringen. Die Berichtsaison ist hier natürlich eine wichtige Zeit und muss täglich beobachtet werden.

Womit warst du zuletzt nicht zufrieden bei Depotentwicklung/Trading/etc.?
Worüber ich mich mächtig geärgert habe, war das ich die wichtige dpa-Meldung von Rajah & Tann um 13:59 Uhr nicht live mitbekommen habe, die Wirecard entlastet haben. Ich bin bereits investiert, aber das wäre eine Trading-Gelegenheit (Big-Money-Trade) gewesen, die mit einer 25-%-Bewegung nach oben belohnt worden wäre.

Nicht zufrieden war ich mit der Entwicklung von Canada Goose und Genomic Health. Sehr zufrieden mit The Trade Desk, Planet Fitness, PayPal, Amazon und Autodesk. Die Werte halte ich noch alle.

Leider hat es mich aus Werten wir Five Below, Carvana, iRobot zu früh rausgeworfen, bzw. aktiv verkauft. Wo man im Nachhinein denen eine Träne nachweint. Aber so ist das halt – aber es kommt immer der nächste Zug.

Hast du eine tägliche Routine? Wie sieht diese aus?

Ich informiere mich jeden Morgen, ob interessante Buy-Ratings eingetrudelt sind. Berichtssaison verfolgen. Des Weiteren schaut man in der traderfox.com-Software unter der TraderFox-Communication-Plattform und der TraderFox-Cloud vorbei, ob interessante Settings vorgestellt werden. Und ein Pflichtbesuch ist natürlich die mastertrader.de-Seite, vor allem das Forum „MasterTraders Just Trading 2019: Trading-Ideen und Trading-Inspirationen!“ und viele weitere Unter-Foren in der Seite, wo die Trader ihre persönlichen Börsen-Tagebücher schreiben und man sich hier und da einige Impulse abgucken kann. Außerdem bin ich auch regelmäßig auf der Seite aktien-mag.de unterwegs. Bei den genannten Seiten stößt man unweigerlich auf zahlreiche interessante Unternehmen, wie Momo, The Trade Desk, Sodastream (inzw. aufgekauft von PepsiCo), Hortonworks (inzw. fusioniert mit Cloudera), Grubhub, Proto Labs, Planet Fitness, Match Group u.v.m. auf die man sonst nicht gestoßen wäre und vorher auch nicht kannte.

Setzt du dein Vorgehen auch in der Realität um?

Das Spieldepot ähnelt dem Realgeld-Depot. Wo ich mich noch mit schwertue, ist in Unternehmen zu investieren, die ich nicht kenne bzw. in die ich mich vorher nicht genug reingelesen habe.

Kannst du dich mit Familie, Freunden oder Bekannten über Aktien unterhalten?

Es gibt ein paar Freunde, mit denen ich darüber sprechen kann. Aktuell führen wir eine WhatsApp-Gruppe, in der wir unsere Ideen und Trades bekannt machen. Und na ja, für Bekannte und Familie gleicht der Aktienmarkt eher Sportwetten, bei denen man sein ganzes Geld verliert, wenn ein Tipp falsch war.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg im weiteren Verlauf des ewigen Aktien-Börsenspiels!

 

Mach selbst mit:

Das nächste Quartal hat gerade erst begonnen, die Karten werden nun wieder neu gemischt und somit erhalten auch neue Spieler im  ewigen Aktien-Börsenspiel oder Spieler, die in den letzten drei Monaten Rückschläge einstecken mussten, eine frische Chance auf einen Quartalsgewinn.

 

TIPP:
Zeige dein Talent für erfolgreichen Aktienhandel. In unserer ewigen Aktien-Rangliste werden deine langfristigen Leistungen dokumentiert. In den Quartals- und Jahresrankings kannst du tolle Preise gewinnen.

>Das ewige Aktien-Börsenspiel ist ein absolut realistisches Börsenspiel!


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Satellitenkommunikation wird immer wichtiger!

Eigentlich setzt unser Wall-Street Guru David Einhorn hauptsächlich auf Konsumgüterhersteller. Mit EchoStar Corp. hat er sich nun jedoch auch für einen Kommunikationsdienstleister entschieden, der in den kommenden Jahren vor einem neuen Aufschwung stehen könnte. Werfen wir einen kurzen Blick in sein Depot und schauen wir uns an welche Transaktionen der Investor zuletzt getätigt hat.

Nachdem David Einhorn im Jahr 1996 seinen Hedgefonds Greenlight Capital gegründet hatte, konnte dieser bis zum Jahr 2012 eine durchschnittliche jährliche Rendite von über 20 % erzielen. Den Markt hat er in diesem Zeitraum regelmäßig geschlagen. Auch die Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008 – 2009 konnte ihn nur bedingt bremsen. Gerade in diesen Zeiten konnte er seine eigentliche Strategie voll und ganz ausspielen. Mit einem Short auf die zugrunde gehende Investmentbank Lehman Brothers konnte er beträchtliche Gewinne generieren. Da er dies auch bereits im Vorhinein öffentlich kundmachte, konnte er sich bis heute den Respekt vieler Börsianer sichern.

Transaktionen im vergangenen Quartal
Insgesamt verwaltet David Einhorn ein Vermögen von 1,38 Mrd. USD. Offene Short-Positionen befinden sich derzeit nicht in seinem Portfolio. Dafür setzt er auf 20 verschiedene Aktien, wovon 6 neue Titel erst in den vergangenen Monaten hinzugekommen sind. Neben seinen Neuerwerben Hilton Grand Vacations, Shutterfly, Dillard’s, The Chemours und CONSOL Energy setzt er auch auf EchoStar Corp. Hier kauft er Unternehmensanteile im Wert von 22 Mio. USD. Mit ganzen 39,81 % seines Depots setzt er besonders stark auf die zyklischen Konsumgüterhersteller. Dahinter kommen mit 12,64 % die Immobilienwerte und mit etwa 11 % die Industrievertreter. Am stärksten reduziert Einhorn seine Beteiligungen bei den Finanzdienstleistern. Hier fällt die Gewichtung um ganze 17,57 % auf 10,32 %.

Ist EchoStar schon bald der neue Stern am Himmel?
Das US-Unternehmen EchoStar ist mit einem Börsenwert von 3,84 Mrd. USD kapitalisiert. Dieses gilt als einer der führenden Anbieter von satelliten-
basierten Kommunikations- und Internetdiensten in den Vereinigten Staaten. Gemeinsam mit einigen Tochtergesellschaften bekommen Privatkunden und Unternehmen weltweiten Zugriff auf Breitband-Internetdienste. Die bedeutendste Tochter ist Hughes. Diese stellt mit dem HughesNet ein Satellitennetzwerk zur Verfügung, das von Medien- und Rundfunk-
organisationen, Pay-TV-Betreibern, Unternehmenskunden, u. v. m. eingesetzt wird. Mit einer Flotte von 24 Satelliten verfügt der Konzern über die 4. größte Staffel der Welt. Diese soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und mit Falcon 9 Raketen des privaten Weltraumunternehmens Space X ins All gebracht werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei das eigene JUPITER System. Diese NextGen-VSAT-Plattform (Very Small Aperture Terminal) ist eine fortschrittliche IPoS-Technologie, mit der die Breitbandeffizienz gesteigert werden kann. Die Datenübertragungsraten konnten bis auf 200 Mbit/s erhöht werden und eröffnen in vielen Bereichen neue Möglichkeiten. Mit der Tochtergesellschaft EchoStar Mobile Limited wird außerdem in Kooperation mit der EU ein zuverlässiges Mobilfunknetz in Europa angeboten.

IoT-Trend erhöht die Nachfrage
Gerade wenn es um die Vernetzung von Geräten geht, werden die Technologien von EchoStar immer bedeutender. Immer mehr Devices werden den eigenen vier Wänden oder im Büro miteinander verbunden. Hughes vertreibt diverse Hardwareprodukte, die für die Einrichtung einer entsprechenden Infrastruktur benötigt werden. Über 5 Mio. Terminals, die für Trackingdienste, Kommu-
nikationslösungen, etc. benötigt werden, wurden bis heute ausgeliefert. Um Multi-Service-Operations durchführen zu können, sind zuverlässige Satellitensysteme ebenfalls unerlässlich. Besonders wenn es darum geht den Luft- und Seeverkehr zu überwachen, werden diese Lösungen benötigt. Der weltweite Passagierverkehr nimmt jedes Jahr weiter zu. Daher ist auch in diesem Bereich von einer steigenden Nachfrage auszugehen. Nur die Kommunikation per Satellit erlaubt einen einwandfreien Austausch, der nicht durch Wetter-, Standort- oder Geländefaktoren beeinflusst wird. Daher ist es kaum verwunderlich, dass auch mehrere Militärs auf diese Dienste zurückgreifen. Nun beteiligt sich Hughes an einem Next-Generation-SATCOM-System, das von der US Airforce entwickelt wird. Dieses 383 Mio. USD teure Projekt soll ein effizienteres Missionsmanagement ermöglichen. Die Digitalisierung der Militärs ist ein großer Wachstumsmarkt. Unbemannte Luftfahrzeuge in Form von Drohnen werden immer häufiger eingesetzt und benötigen hochwertige Steuerungseinheiten.

Das Wachstum soll sich nun beschleunigen
Im vergangenen Quartal konnte der Umsatz von 506 auf 531 Mio. USD gesteigert werden (Konsens: 546,55 Mio. USD). Der Gewinn je Aktie geht von 0,08 auf – 0,01 USD je Aktie zurück und liegt unterhalb der Prognosen von 0,07 USD je Aktie. Der Ausbau des Satellitennetzwerkes ist ein kostspieliges Unterfangen. In den kommenden Jahren soll sich das Wachstum jedoch beschleunigen. Für 2019 prognostizieren die Analysten einen Umsatz von 2,17 Mrd. USD und einen Gewinn von 0,84 USD je Aktie. 2020 sollen es bereits 2,32 Mrd. USD bzw. 1,14 USD je Aktie sein. Derzeit sorgen neue Übernahmegerüchte für weitere Wachstumsfantasie. Seit vergangenem Juli ist EchoStar am britischen Mitbewerber Inmarsat interessiert. Ein Angebot von 3,2 Mrd. USD hat zuletzt jedoch nicht ausgereicht. Nun sollen die Gespräche wieder aufgenommen werden. Das KGV19e ist mit knapp 48 allerdings teuer.

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Die Aktie befindet sich noch in einem übergeordneten Abwärtstrend, kann sich jedoch wieder der Trendlinie nähern.

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Verantwortlicher Redakteur: Andreas Zehetner, Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte. Der Autor dieses Artikels besitzt derzeit keine Aktien, die im Artikel erwähnt werden. Sollte der Autor in den nächsten 24 Stunden eine Position in der Aktie aufbauen, gilt ab dem Zeitpunkt der Positionseröffnung folgende Haltefrist: Keine.

Neo-Darvas-mit-Pivotal-News-Points-Aktie Lattice Semiconductor hat in 10 Jahren um 1.100 % zugelegt

Das Kursgeschehen an der Börse ist nicht unbedingt immer rational zu erklären. Das ist ein Grund, warum gerade viele Deutsche ganz die Finger von Aktien lassen. Doch es gibt im Grunde genommen ganz einfache Anlagestrategien, die langfristig erwiesenermaßen Erfolg bringen. So ein Beispiel ist unser regelbasiertes Depotkonzept Neo-Darvas-mit-Pivotal-News-Points. Denn laut Rückberechnung sprang mit der hierbei verfolgten Vorgehensweise von 1999 bis 2019 im Schnitt ein Plus von 25,40 % p.a. heraus. Und auch seit dem Start im Magazin am 20.04.2018 ergibt sich mit einem Zuwachs von 24,60 % eine Outperformance von 13,54 %-punkten gegenüber dem als Vergleichsmaßstab dienenden S&P 500 Total Return Index.

Bei dieser Strategie ist es so, dass aus einem Auswahluniversum mit den größten 1.800 US-Unternehmen zunächst ein Ranking nach Trendstabilität erfolgt. Als Kaufkriterien kommen dann ein täglicher Handelsumsatz von mindestens 1 Mio. USD zum Einsatz, eine Performance von mindestens 100 % seit dem Jahrestief, ein neues Jahreshoch in den vergangenen 20 Handelstagen sowie ein Up-Gap von mindestens 6 % in den vergangenen 20 Handelstagen.

Platz 9 in der Rangliste

Als Anfang März eine turnusmäßige Überprüfung des zugehörigen Musterdepots anstand, erfüllten die Aktien von Lattice Semiconductor Corp. (ISIN: US5184151042) alle genannten Auswahlfaktoren. Zur Belohnung erfolgte eine Aufnahme in die Auswahlliste mit 8.630 Anteilsscheinen (im Musterdepot des „normalen“ Neo Darvos ist der Wert seitdem übrigens ebenfalls enthalten). Am Dienstag ging der Titel, der in der entsprechenden Rangliste derzeit den 9. Platz belegt, mit einem Schlusskurs von 13,05 USD aus dem US-Handel. Ein Niveau, das fast deckungsgleich ist mit dem bisherigen Jahresschlusshoch von 13,21 USD vom 10. April, was gleichzeitig dem höchsten Stand seit April 2002 entsprach.

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Bei der aktuellen Notiz ergibt sich außerdem gegenüber dem 12-Monatstief von 5,16 USD vom 24. April 2018 ein Plus von 156 %. Noch viel besser fällt die Bilanz verglichen mit dem Zwischentief von 1,10 USD vom März 2009 aus. Denn daraus errechnet sich ein Anstieg von gut 1.100 %. Nicht verschwiegen werden sollte allerdings die Tatsache, dass der Wert im Juni 2000 in der Spitze auch schon mal bei 41,34 USD handelte. Diese Aktie hat in Sachen Kursentwicklung somit schon einige Höhen und Tiefen erlebt.

Anbieter von intelligenten Konnektivitätslösungen

Die 1983 gegründete Lattice Semiconductor mit Hauptsitz in Portland im US-Bundesstaat Oregon bezeichnet sich selbst als weltweit führender Anbieter von intelligenten Konnektivitäts-Lösungen, der marktführendes geistiges Eigentum und stromsparende, kleine Formfaktorgeräte anbietet, die es mehr als 8.000 Kunden weltweit ermöglichen, innovative sowie kosten- und energieeffiziente Produkte schnell zu liefern. Das breite Engagement des Unternehmens am Endmarkt erstreckt sich von der Unterhaltungselektronik über Industrieausrüstung und Kommunikationsinfrastruktur bis hin zu Lizenzen. Im Vergleich zu seinen Wettbewerbern ist das Unternehmen relativ neu auf dem Markt für programmierbare Gate-Arrays (FPGAs) aktiv, nachdem es 2002 mit der Übernahme von Agere Systems Inc. in diesen Geschäftsbereich eingetreten ist. Die Produkte von Lattice werden weltweit angeboten, der Großteil des Umsatzes stammt jedoch von Kunden in Asien.

Daten zu Lattice Semiconductor im Überblick

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Quelle: Lattice Semiconductor

Erwähnenswert ist, dass Anfang November 2016 mit Canyon Bridge Capital Partners eine damals neu gegründete Private-Equity-Gesellschaft mit Sitz in Palo Alto ein Übernahmeangebot für 8,30 USD je Aktie in bar oder in Höhe eines Gesamttransaktionswertes von 1,3 Mrd. USD inklusive Nettoverschuldung abgab. Am 14. September 2017 sagte Lattice das Vorhaben jedoch ab, nachdem US-Präsident Trump die geplante Transaktion abgelehnt hatte, was wiederum vor dem Hintergrund zu sehen ist, dass die Transaktion von chinesischen Investoren finanziert wurde. Dazu muss man wissen, dass die programmierbaren Chips von Lattice in vielen hochsensiblen Geräten der US-Regierung und des Militärs eingesetzt werden.

Umsatz 2018 niedriger als im Jahr 2015

Die Umsätze sind zyklischen Schwankungen ausgesetzt und entwickeln sich im Allgemeinen mit der Gesamtwirtschaft und mit der Halbleiterindustrie. Der Umsatz ist ebenfalls saisonal geprägt, wobei die Nachfrage im ersten Halbjahr in der Regel höher ausfällt als in der zweiten Jahreshälfte. Der Geschäftsverlauf von Lattice in den vergangenen Jahren ist auch vor dem Hintergrund der geringeren Größe im Vergleich zu den führenden Halbleiterunternehmen zu sehen sowie dem gestiegenen Wettbewerb. Im Vorjahr bewegte sich der Umsatz mit 398,80 Mio. USD jedenfalls unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2015 von 405,97 Mio. USD. Die mit neuen Produkten erzielten Erlöse sind jedoch stark gewachsen und trugen dazu bei, die Rückgänge bei älteren Produkten weitgehend auszugleichen.

Die Bruttomargen konnten in den Vorjahren in der Regel im mittleren bis hohen 50 %-Bereich gehalten werden. Die negativen Auswirkungen sinkender durchschnittlicher Verkaufspreise, Renditeprobleme und verschiedener Abschreibungen konnten durch einen günstigeren Produktmix sowie Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen ausgeglichen wurden, wie die Analysten beim US-Finanzdienstleister CFRA erklären. Der Vorstand geht davon aus, die Bruttomargen langfristig im mittleren bis hohen 50-%-Bereich halten zu können.

Um sich am Markt behaupten zu können, fließt auch viel Geld in die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte. In diesem Zusammenhang mit steigenden Kosten und anhaltend harter Konkurrenz gerechnet werde. Die Analysten bei der US-Investmentbank Jefferies rechnen aber dennoch sogar mit einer Margenausweitung. Zur Begründung für diese Annahme verweist man darauf, dass sich das Management auf Preisdisziplin, Kostenstrukturverbesserungen, gezielte Forschung & Entwicklungs-Anstrengungen in Produkte mit besseren Gewinnspannen und einem längeren Lebenszyklusfokussiert sowie auf die Senkung der Vertriebsgemeinkosten.

Die langfristige Verschuldungsquote lag Ende Dezember 2018 bei 50 % und damit unter den 58 % im Jahr 2017 und den 55 % im Jahr 2016. Das Verhältnis von Gesamtverschuldung zu EBITDA betrug Ende Dezember das 3,8-fache, verglichen mit dem 6,1-fachen im Jahr 2017 und dem 5,7-fachen im Jahr 2016.

Potenzieller Nutznießer des Wandels im Bereich Computing

Auf die Mitte Februar vorgelegten Geschäftszahlen reagierte die Aktie mit einem Kurssprung. Das hatte mit passablen Ergebnisse für das vierte Quartal 2018 zu tun sowie mit einem am Markt positiven aufgenommenen Ausblick auf das erste Quartal. Konkret stellte das Management für die ersten 3 Monate einen Umsatz in einer Spanne von 94-98 Mio. USD in Aussicht. Analysten waren hier bis dahin im Schnitt von 93,7 Mio. USD ausgegangen. Bei der Bruttomarge sieht die Zielvorgabe für das erste Quartal 2019 auf Non-GAAP-Basis 57,5 % (plus oder minus 2 %) vor, nach 57,2 % im Vorjahr. Die Verantwortlichen sprachen zudem von mehreren Katalysatoren, die das Geschäft beflügeln dürften. Erwähnung fanden das Wachstum in den Bereichen Datenverarbeitung, Industrie und Automobil sowie beim globalen 5G-Aufbau.

Die derzeitigen Schätzungen zum Gewinn je Aktie sehen für 2019 einen Wert von 0,43 USD vor und für 2020 von 0,57 USD, nach 0,33 USD im Vorjahr. Für das kommende Jahr ergibt sich ein geschätztes KGV von 23,2. Wie das zuletzt demonstrierte Kurs-Momentum nahe legt, scheint der Markt ähnliches zu erwarten wie die Analysten von Jefferies. Denn diese stufen Lattice als einen Nutznießer des 4. tektonischen Wandels im Bereich Computing ein, der von einem Wandel hin zu Parallelverarbeitungs- und Internet of Things-Anwendungen gekennzeichnet sei. Diese Annahme erklärt man damit, dass die Gesellschaft Produkte anbieten kann, die mit einem niedrigen Stromverbrauch, niedrigen Kosten und kleinem Formfaktor die erforderlichen spezifischen Anforderungen erfüllten.