Stillhalter-Depot: Link für den Zoom-Call am Montag um 21 Uhr

Liebe Stillhalter,

am Montag um 21 Uhr findet der Zoom-Call mit Michel Böhmer statt.

Wir zeigen Ihnen in diesem Zoom-Call wie wir neue Transaktionen für Optionen platzieren. Wir handeln über den Broker “CapTrader: TraderFox-Edition”. Wer noch kein Depot hat, kann hier ein Depot mit den TraderFox-Vorzügen eröffnen

Hier ist der Zoom-Link:

https://us06web.zoom.us/j/85028294882

Viele Grüße
Liridona

Nebenwerte Research Blog: Die Aktie der CompuGroup sollte man sich nach dem Kurseinbruch auf die Watchlist setzen!

Liebe Nebenwerte-Investoren,

am Dienstag kam die Aktie der CompuGroup stark unter Druck, nachdem das eHealth-Unternehmen seine Ziele für Umsatz und das operatives Jahresergebnis gekappt hatte. Das Wertpapier handelt nun auf dem Kursniveau von August 2013 und ist dementsprechend auch von den Bewertungskennziffern interessanter geworden. Ein Bewertungsabschlag gegenüber der Konkurrenz ist nun gegeben.

Die Aktie brach aufgrund der gesenkten Jahresendprognose um über 30 % ein

CompuGroup ist im Kern ein Softwareanbieter, der sich auf Arztpraxen und Kliniken spezialisiert. Das Unternehmen hat am 09.07.2024 nach einem schwachen 2. Quartal 2024 seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr herabgestuft. Das Management rechnet nun damit, dass der Umsatz im Gesamtjahr um etwa 2 % sinken dürfte. Sollte es besser laufen, dann wäre zumindest der Erhalt des Vorjahresniveaus möglich. Bislang stand ein Wachstum zwischen 4 und 6 % auf der Agenda. Auch das bereinigte EBITDA für das Jahr 2024 soll nur noch zwischen 220 und 250 Mio. Euro liegen. Dies liegt ebenfalls deutlich unter den vorherigen Zielwerten von 270 bis 310 Mio. Euro zuvor.

Dabei sei auf Basis der vorläufigen Zahlen der Umsatz im 2. Quartal im Jahresvergleich deutlich um 9 % auf 277 Mio. Euro eingebrochen. Verantwortlich hierfür sei vor allem das Geschäft mit Arztpraxen, welches deutlich schwächer abschnitt und von einer schwächelnden Nachfrage geprägt ist. Hinzu kommen grundlegend schleppende Projektrealisierungen und erhöhte Kosten für Investitionen in KI sowie in die Gesamtplattform.

Das Unternehmen ist produktseitig und geographisch breit aufgestellt

CompuGroup gilt als eines der führenden eHealth-Unternehmen in Europa. Das Unternehmen hilft durch seine Software und Kommunikationslösungen Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern sowie sonstigen Leistungserbringern bei der Organisation ihres Workflows. Man bietet eine Plattform für die Vernetzung sämtlicher Beteiligten im Gesundheitswesen. Laut Unternehmensaussagen werden mit den hauseigenen Produkten die technologischen und organisatorischen Barrieren der Sektoren der Gesundheitssysteme überwunden. Zu den Produkten gehören z.B. Online-Informations-Dienste, die einen sicheren Austausch medizinischer Daten sowie vollständig internetbasierte Abrechnungs- und Bürodienste für niedergelassene Ärzte und Zahnärzte ermöglichen. Auf der Unternehmenswebsite wirbt der Konzern mit der Aussage, dass man eigene Standorte in 19 Länder haben würde. Die Produkte sollen dabei in 60 Ländern weltweit angeboten werden, womit CompuGroup das e-Health Unternehmen mit einer der größten Reichweiten unter Leistungserbringern sei.

Der Markt für digitale Gesundheitslösungen wächst stetig

Der Gesundheitsmarkt ist kontinuierlich am wachsen, da die Nachfrage nach effizienteren und kostengünstigeren Gesundheitsdienstleistungen zunimmt. Die Bevölkerung ist in vielen Teilen der Welt überaltert, was zu einem Anstieg der chronischen Krankheiten und der damit verbundenen Gesundheitskosten führt. Die CompuGroup möchte hierfür die passenden Lösungen anbieten und bei Gesundheitsdienstleistern Abhilfe schaffen. Dies ist auch notwendig, denn im Durchschnitt hat ein Arzt in Deutschland lediglich rund acht Minuten Zeit, um sich um seinen Patienten zu kümmern. Hinzu kommt ein enormer Dokumentationsaufwand. Auf jede Stunde, die Arztpraxen mit ihren Patienten verbringen, folgen rund drei bis vier Stunden mit administrativen Tätigkeiten.

CompuGroup hat keinen kein Zweifel daran, dass die Medizin der Zukunft digitaler, datengesteuerter, vernetzter und effizienter sein wird. Elektronische Rezepte und elektronische Patientenkarten sind wichtige Meilensteine ​​im deutschen Gesundheitssystem. Intelligente Datenlösungen werden Gesundheitsdienstleistern entscheidende Unterstützung bieten.

KI bietet im Gesundheitswesen enormes Potenzial

Auch CompuGroup ist vom Potenzial der KI in der Gesundheitsbranche überzeugt. KI kann große Mengen medizinischen Wissens organisieren und steuern. Dadurch können die Softwarelösungen von CompuGroup eine noch bessere Diagnoseunterstützung bieten. Das Unternehmen nutzt KI bereits, um seltene Krankheiten zu identifizieren und neue Medikamente und Behandlungen zu entwickeln. Die integrierte KI kann sowohl bei der Abrechnung als auch bei der Praxisverwaltung hilfreich sein. KI, eingebettet in die CompuGroup-Software, macht das Arbeiten einfacher und schneller. Dadurch haben Ärzte mehr Zeit für ihre Patientinnen und Patienten.

CompuGroup nutzt bspw. das speziell zugeschnittene KI-Tool „ChatCGM“. Hiermit konnte man interne Prozesse bereits weiter digitalisieren und verschlanken. Im Mittelpunkt der Bemühungen, KI gewinnbringend zu nutzen, steht die Entwicklung von Produkten und Lösungen für Gesundheitsdienstleister und deren Einsatz zum Wohle der Patienten. Dabei fokussiert man sich gezielt auf drei Säulen der KI: Optimierung der Softwareentwicklung, Softwarewartung und -support sowie administrative Prozesse.

Politische Initiativen sorgen für Branchenrückenwind

Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens, unterstützt durch Initiativen des Bundesgesundheitsministeriums, hat sich im Jahr 2023 deutlich beschleunigt. Laut Gematik wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 15 Millionen elektronische Rezepte eingeführt und bis Ende 2023 waren die meisten Apotheken und die meisten Arztpraxen in der Lage, elektronische Rezepte ausstellen bzw. entgegenzunehmen. CompoGroup kann diese Entwicklung mit seinen Softwarelösungen aktiv begleiten.

CompuGroup sieht in allen Segmenten eine wachsende Nachfrage nach Effizienz und Vernetzung, die durch die zunehmende Digitalisierung ermöglicht werden. Im Geschäftsjahr 2023 unterstützt CGM seine Kunden weiterhin bei dieser Entwicklung. So lassen sich Behandlungspläne und Notfallakten verstärkt digitalisieren, elektronische Krankenberichte erstellen, Medikamentenrisikobewertungen durchführen und die Patientenkommunikation verbessern.

CompuGroup legt durch Übernahme den Grundstein für weitere Expansion in Nordeuropa

Ende Juni gab das Unternehmen die Übernahme des norwegischen Softwareunternehmens Pridok AS bekannt. Das 2013 gegründete Unternehmen entwickelt und vertreibt das Arztinformationssystem „Pridoc EPJ“ in Norwegen. Das System ist vollständig webbasiert und orientiert sich an den tatsächlichen Arbeitsabläufen eines Arztes, wodurch ein hohes Maß an Benutzerfreundlichkeit gewährleistet ist. Diese Akquisition wird die Position von CompuGroup auf dem skandinavischen Markt stärken und den Grundstein für weiteres Wachstum in Europa legen. CompuGroup ist bereits seit 2008 mit einem medizinischen Informationssystem als einer der führenden Anbieter in Norwegen vertreten. Diese Übernahme wird die hervorragende Marktposition der CompuGroup weiter stärken. Darüber hinaus bietet die Portfolioerweiterung eine großartige Gelegenheit, im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung weitere Märkte und Fachkräfte im Gesundheitswesen durch Produktinnovationen zu unterstützen.

Die Märkte in Norwegen und Skandinavien sind im Allgemeinen stark digitalisiert und Pridok AS erfüllt die zukünftigen Anforderungen eines zunehmend modernisierten Gesundheitssystems. Mit dieser Übernahme wird CompuGroup in der Lage sein, schnell auf die wachsenden Bedürfnisse der Kunden in Norwegen zu reagieren, insbesondere im Hinblick auf Interoperabilität und Datenaustausch. Hieraus gewonnene Erkenntnisse lassen sich perspektivisch auch in anderen Ländern anwenden.

Analysten stufen Aktie herab, viel Negatives dürfte nun jedoch eingepreist sein

Zahlreiche Analysten haben die Aktie der CompuGroup nach der Prognosesenkung neu eingestuft. Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel von 32,50 auf 18 Euro gesenkt und die Einstufung auf “Hold” belassen. Nach der Kürzung des Ausblicks infolge eines schwachen zweiten Quartals kürzte der zuständige Analyst seine Schätzungen für den Softwarehersteller. Er rechnet nun mit einem Umsatzrückgang und einer Marge, die wohl eher das untere Ende des Zielkorridors erreichen wird. Allerdings sei die Bewertung der Aktie schon anspruchslos geworden, was das Kursrisiko begrenzen dürfte.

Auch die Deutsche Bank hat eine neue Einschätzung abgegeben und das Kursziel für Compugroup von 31 auf 20 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf “Hold” belassen. Der Analyst habe bereits mit einer Gewinnwarnung gerechnet, sei lediglich überrascht von deren Ausmaß.

Vergleichsweise positiv ist die Baader Bank geblieben. Sie hat die Einstufung am 10.07.2024 mit einem Kursziel von 57 Euro auf “Buy” belassen. Zwar hat die Gewinnwarnung auch hier den Analysten auf dem falschen Fuß erwischt, man sieht allerdings auch, dass die CompuGroup ein Softwareunternehmen mit höherem Margenpotenzial sei. Die Baader Bank sieht somit, ausgehend vom aktuellen Kurs (15,80 Euro/Stand 12.07.2024; 16:45 Uhr) rund 260 % Kurspotenzial.

Fazit:

CompuGroup gilt als einer der großen Gewinner der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Experten schätzen, dass das EPS des Unternehmens bis 2027 auf 3,50 Euro steigen könnte, wodurch das KGV27e auf lediglich 4,5 sinken würde. Damit ist die Aktie auf dem aktuellen Niveau historisch betrachtet sehr günstig, vermutlich sogar zu günstig. Ist die Anpassung der Kursziele seitens der Analysten beendet, so dürfte sich die Aktie stabilisieren und könnte sich erholen. Die Aktie sollte man näher im Blick behalten.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

David Engelhardt

American Superconductor führt supraleitende Materialien für die Zukunft der Energieübertragung an 

Liebe GROWTH-Investoren,

  • American Superconductor (AMSC) führt die Entwicklung supraleitender Materialien an, um die Energieübertragung effizienter zu gestalten und weltweit zu verbessern.  
  • AMSC zeichnet sich durch innovative Grid Solutions und Wind Solutions aus und diversifiziert erfolgreich seine Umsätze mit wegweisenden Schiffschutzsystemen für die Marine. 
  • Angesichts starker Quartalszahlen, einer Verdopplung der Bruttomarge und sinkender Zinsen präsentiert sich AMSC als spannende Turnaround-Story. 

American Superconductor (AMSC) ist ein Pionier in der Entwicklung und Kommerzialisierung von supraleitenden Materialien und Systemen, die die Effizienz und Kapazität der Stromübertragung und -verteilung verbessern. Ursprünglich hoch gehandelt zu Kursen von über 600 USD im Jahr 2000, sieht AMSC nun vor allem im Bereich smarter Stromnetze und der Windenergie vielversprechende Wachstumspotenziale. Die Aktie befindet sich seit den letzten Quartalszahlen sowie neuen Aufträgen in einer steilen Anstiegsphase. Die überraschend gesunkenen Inflationsraten in den USA am 11. Juli führten zu einem Rückgang des Marktzinses und begünstigen wachstumsstarke, zyklische Unternehmen wie AMSC. Diese Entwicklung hat zu einer Rotation an der Börse geführt, bei der AMSC zu den Top-Performern zählt. 

Mit einem Fokus auf der Bewältigung des steigenden Energiebedarfs bietet AMSC Lösungen sowohl für die Erhöhung der Erzeugungskapazität als auch für eine effizientere Energieverteilung. Der Großteil der Einnahmen, nämlich 84 %, stammt aus Grid Solutions, die Spannungen regulieren und Schäden sowie Ausfälle durch Fehlströme und Kurzschlüsse verhindern. Diese Lösungen nutzen den Hochtemperatur-Supraleiterdraht “Amperium”, der herkömmliche Aluminium- oder Kupferleiter ersetzen und bis zu zehnmal mehr Leistung übertragen kann. Einsatzgebiete sind städtische Gebiete, Rechenzentren, Halbleiterfabriken und andere industrielle Bereiche. 

Die restlichen 16 % der Einnahmen erwirtschaftet AMSC durch Wind Solutions, die elektronische Steuerungssysteme für Windturbinen umfassen. Der Bereich verzeichnete kürzlich ein Wachstum von 125 % dank eines Rekordauftragsbestands bei Inox Wind, einem führenden indischen Hersteller. Angesichts Indiens ehrgeizigem Ziel, seine Windenergiekapazitäten bis 2030 auf 140 GW zu erweitern, eröffnen sich hier beträchtliche Wachstumschancen. Anfang 2023 wurden Lösungen für 3-Megawatt-Windturbinen zertifiziert, die effizienter sind und geringere Kosten haben, nachdem AMSC seit der Einführung eines neuen Auktionsmechanismus für Windenergie zugunsten der Billiganbieter in Indien im Jahr 2017 unter Umsatzrückgängen litt. 

AMSC diversifiziert seine Umsätze zusätzlich durch Schiffschutzsysteme für die Marine, die ein Potenzial von 200 Mio. USD bieten. Bereits bei der US Navy im Einsatz zur Reduzierung der magnetischen Signatur für den Schutz vor Minen, hat AMSC auch einen bedeutenden Auftrag von Irving Shipbuilding über 75 Mio. USD für die Royal Canadian Navy erhalten. Darüber hinaus sicherte sich AMSC kürzlich fünf Aufträge für die Integration dieser Systeme in die San-Antonio-Klasse der US Navy. 

Der Markt für Marineschiffe in Nordamerika wird laut Mordor Intelligence von 19 Mrd. USD im Jahr 2023 auf 39,5 Mrd. USD im Jahr 2029 wachsen, was einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von 15,7 % entspricht. Die USA planen den Bau von 20 neuen Fregatten mit einem Schwerpunkt auf geringerer Erkennbarkeit, was AMSC durch seine enge Zusammenarbeit mit der Marine bedeutende Wachstumsmöglichkeiten eröffnet. 

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen einen steilen Aufwärtstrend mit verdoppelten Bruttogewinnen und stark reduzierten Verlusten. Das Management strebt an, die Erlöse aus 2021 zu verdoppeln und in diesem Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen. Das KUV wird für das aktuelle Geschäftsjahr auf 6,8 geschätzt. Zu beachten ist dabei, dass die Umsätze für die Schiffsschutzsysteme erst in den nächsten Jahren kommen und nur sehr wenige Analysten die Aktie aktuell beobachten. 

Fazit: AMSC präsentiert sich als spannende Turnaround-Story, die erfolgreich auf die Herausforderungen des Marktes reagiert und durch wegweisende Technologien im Bereich erneuerbarer Energien, smarter Stromnetze und Schiffsschutzsysteme unterstützt wird. 

Big-Call-Depotupdate: Musterdepotperformance dank KI-Hausse mit +94% stabil in Schlagweite zu Allzeithoch – Bei RATIONAL bietet sich der Einstieg mit einem Hebelderivat an!

Liebe Optionsscheine-Anleger,

die internationalen Leitbörsen präsentierten sich zuletzt erneut fester und setzten ihre dynamische Aufwärtsbewegung in den vergangenen Wochen weiter fort. Für Support sorgten die jüngsten Daten zur Entwicklung der US-Verbraucherpreise im Juni, wobei hier mit -0.1% sogar ein leichter Rückgang ausgewiesen wurde, womit eine Zinssenkung der US-Notenbank noch vor den anstehenden US-Präsidentschaftswahlen trotz der nach wie vor bestehenden Inflationsgefahren,immer wahrscheinlicher wird. Entsprechend freundlich präsentierte sich zuletzt auch unsere Performance im Musterdepot das mit +94% weiterhin stabil in Schlagweite zum Allzeithoch notiert. 

Überzeugen konnten zuletzt einmal mehr vor allem unsere KI-Highflyer Alphabet (+260%), Oracle (+206%) und Microsoft, die jeweils stabil auf Allzeithoch notieren. Auch Amazon (AMZN) gehört weiterhin zu den Favoriten bei den Big-Caps im Technologiesektor, wobei sich die Aktie des eCommerce-Giganten vor dem anstehenden “Prime Day” (16/17 Juli) in einer sehr bullischen Verfassung präsentiert. Da die Konsumnachfrage seit geraumer Zeit wieder deutlich anzieht, dürfte der eCommerce-Gigant beim anstehenden Online-Shopping-Event erneut Rekordumsätze einfahren. Spannende Neuigkeiten hatte Amazon zuletzt auch bei der Cloud-Sparte AWS im Gepäck. Mit Amazon App Studio offeriert man seinen Nutzern ein neues Tool, das die Entwicklung neuer Generativer KI-Applikationen für Business-Kunden deutlich vereinfachen soll. Mit dem Graviton4 präsentierte Amazon AWS außerdem einen neuen High-End-Chip, der speziell für Cloud-Applikationen ausgelegt ist. Im Vergleich zum Vorgängermodell verfügt der neue Graviton4 über dreimal mehr Rechenpower und bietet eine bis zu 30% höhere Performance. Damit eignet sich der neue High-End-Chip perfekt zur Optimierung von Cloud-Workloads und liefert damit die perfekte Ergänzung zu den ebenfalls von AWS entwickelten Inferentia und Trainium-KI-Chips. Da Amazon sowohl im eCommerce-Segment als auch in der hochprofitablen Cloud-Sparte AWS über starke Aussichten verfügt und man sich dank der Monetarisierung der Amazon Prime-Nutzerbasis (Werbung bei Prime Video) neue Erlösquellen erschließt, steht Amazon auch bei der Analystengemeinde hoch im Kurs. Zuletzt hatte sich ua. Redburn mit einem neuen Spitzenkursziel von 250 USD zu Amazon zu Wort gemeldet und die Einstufung mit “Buy” bestätigt.

Etwas deutlichere Abschläge waren zwischenzeitlich bei unserem Musterdepotwert RTX (RTX) auszumachen. Hier sorgte der schwache Ausblick beim Flugzeugbauer Airbus, der sein Auslieferungs-Ziel für 2024 von ursprünglich 800 auf 770 Passagiermaschinen nach unten revidiert hatte, zwischenzeitlich für Abschläge. Da Airbus nach wie vor auf einem Rekord-Auftragsbestand sitzt, dürfte dies kaum negative Auswirkungen für das Konsortium der RTX-Tochter Pratt&Whitney/MTU Aero Engines haben, das spritsparende Hochleistungs-Triebwerke für Megaseller wie den A320neo liefert. Aktuell wird man hier bekanntlich nach wie vor von Problemen bei der Getriebefan-Familie GTF ausgebremst. Da man bei der Behebung der durch die Verwendung eines schadhaften Metallpulvers verursachten Probleme gut vorankommt, sollte man im margenträchtigen Triebwerkssegment für Passagiermaschinen über kurz oder lang wieder durchstarten können. Vielversprechende Aussichten eröffnen sich für RTX im Kerngeschäft Defense, zumal man hier im Zuge der schwierigen geopolitischen Gemengelage (Russland/Ukraine-Konflikt, Krise im Nahen Osten) mit weiteren milliardenschweren Aufträgen vor allem bei Luftabwehr-Systemen rechnen kann. Erst kürzlich hatte RTX einen weiteren Großauftrag über die Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen für die Deutsche Bundeswehr im Gesamtvolumen von 1,2 Mrd. USD erhalten, während die US-Marine moderne Radar-Systeme vom Typ N/SPY-6(V) im Gesamtvolumen von knapp 680 Mio. USD geordert hatte. Da die US-Administration ihre Militärhilfen für die Ukraine aller Voraussicht nach weiter aufstocken wird, sollte RTX als Defense-Contractor hiervon massiv profitieren. Trotz der nach wie vor bestehenden Probleme beim GTF-Getriebefan hat RTX damit gute Chancen, sein Ergebnis nachhaltig zu verbessern. Auch fundamental kann RTX überzeugen, zumal die Bewertung auf Basis der Schätzungen für 2026 (6,90 USD/Aktie) mit einem KGV von 14,7 moderat ausfällt.

 

Wie sieht unsere weitere Strategie im Musterdepot aus?

Mit +94% befindet sich unsere Depotperformance aktuell stabil in Schlagweite zum Allzeithoch.

Angesichts der anlaufenden Quartalsberichts-Saison bleiben wir aktuell an der Seitenlinie und werden uns zunächst mit Neuengagements zurückhalten. Da wir unsere Cash-Quote nach der Wiederaufnahme von Microsoft (Hier hatten wir die Positionsgröße bei der Neuaufnahme deutlich reduziert) auf knapp 52% nach oben gefahren haben, befinden wir uns aktuell in einer recht komfortablen Ausgangssituation. Denn dank der erhöhten Cash-Quote verfügen wir über genügend Spielraum, um bei chancenreichen Langfrist-Storys, beispielsweise bei Pivotal-Points nach starken Quartalszahlen, zuzuschlagen!

Gesamtüberblick: Diese Champions-Aktien stürmen auf neue Hochs!

Im Rahmen unseres Depotkonzepts führen wir eine Watchlist, die wir systematisch pflegen und mit neuen interessanten Kandidaten erweitern, von denen wir ausgehen, dass sie früher oder später auf neue Allzeithochs auszubrechen. Anhand des Screenings der Auswahlrangliste, die nach dem Abstand zum 52-Wochenhoch sortiert sind, lassen sich passende Kandidaten herausfiltern, die sich gerade jetzt für einen Einstieg mit einem Hebelderivat anbieten. Wir haben das hier das Screening etwas angepasst, um Qualitätswerte, die unterhalb ihres GD200 herausfiltern zu können, was die Suche nach passenden Aktien, die sich für einen antizyklischen Long-Einstieg mit einem Hebelderivat anbieten, erleichtert.

Sie finden diese Kursliste auf https://desk.traderfox.com unter “Listen” und dann auf “The Big Call” klicken.

Rational – Profiküchenspezialist überzeugt mit starker Marktposition und chancenreichen Wachstumsaussichten!

Der Profiküchenhersteller RATIONAL gehört zu unseren Favoriten auf der Auswahlrangliste von “The Big Call”. Dank moderner Kombi-Geräte wie iVario und iCombi dominiert der Landsberger Traditionskonzern den Markt für Profiküchen-Equipment. Aktuell kann RATIONAL bekanntlich massiv von steigenden Investitionen der Systemgastronomie vor allem in den Auslandsmärkten profitieren. Frische Impulse verspricht bei RATIONAL vor allem die neue Kombi-Serie “iHexagon”, mit der man sich vor allem im Fast-Food-Segment stärker positionieren will.

RATIONAL will mit iHexagon voll durchstarten 
Frische Impulse verspricht bei RATIONAL die neue Kombi-Serie “iHexagon”, mit der man sich vor allem im Fast-Food-Segment stärker positionieren will. Dank seiner Kombination aus Dampf, Heißluft und Mikrowellen-Technologie lassen sich nicht nur unterschiedliche Speisen und Gerichte, dank der intelligenten iClimateBoost-Technologie, die dafür sorgt, dass Dampf, Heißluft und Mikrowelle intelligent auf das jeweilige Lebensmittel abgestimmt werden, simultan zubereiten. Auch die Zubereitungszeit lässt sich gegenüber anderen Kombi-Geräten um bis zu 30% verkürzen. Damit ist die neue “iHexagon”-Serie perfekt für Schnellrestaurants, Raststätten, Imbissstuben und vor allem für die Fast-Food-Industrie bestens geeignet, zumal der “iHexagon” dank deutlich verkürzter Zubereitungszeiten und integrierter Selbstreinigungs-Funktion (iCareSystem AutoDose) nicht nur für mehr Effizienz sorgt, sondern sich auch positiv auf der Kostenseite bemerkbar macht. Da Branchengrößen wie McDonald´s, Burger King oder Wendy´s derzeit unter steigenden Lohnkosten leiden, dürfte die Nachfrage aus der Fast-Food-Branche nach dem neuen Kombi-Gerät entsprechend hoch ausfallen. Da RATIONAL in diesem Segment keine Konkurrenz fürchten muss, dürfte sich der aktuell laufende Rollout des “iHexagon”, der seit Ende Februar in Deutschland, Großbritannien und USA verfügbar ist, auch positiv beim Ergebnis niederschlagen, zumal die neue Kombi-Geräte-Klasse mit dem Vernehmen nach mit Preisen ab >20.000 Euro angeboten wird.

RATIONAL will mit neuer Kombigeräte-Serie in China Marktanteile gewinnen!

Eine ähnliche Erfolgsstory erhofft sich RATIONAL in China. Hier will RATIONAL ab 2025 mit speziell für den chinesischen Markt konzipierten Produktlinien mit abgespecktem Funktionsumfang und vergleichsweise günstigen Einstiegs-Preisen Marktanteile gewinnen. Anfang des kommenden Jahres ist in China die Einführung einer neuen Combi-Dämpfer-Version geplant, wobei man seine Produktpalette weiter ausbauen will. Da die Nachfrage nach Profiküchen-Equipment im Reich der Mitte dank der sich abzeichnenden Belebung der Binnenkonjunktur seit geraumer Zeit wieder anzieht, dürfte sich diese Strategie für RATIONAL bezahlt machen. Zuletzt konnte RATIONAL in Asien bekanntlich dank der Absatzbelebung in China wieder mit deutlich zweistelligen Zuwächsen aufwarten. Nach einem Umsatzplus von 24% in Q4 2023 überzeugte man auch im ersten Quartal des neuen Fiskaljahres mit einem deutlichen Umsatzplus von 18%.auf diesem wichtigen Absatzmarkt.

RATIONAL sollte Umsatz und Ergebnis nachhaltig verbessern
Zuletzt hatte RATIONAL vor allem dank der starken Absatzentwicklung in den Auslandsmärkten (Nordamerika: 13%) und Asien (+18%) mit einem sehr starkem Jahresauftakt überrascht. Da sich der Kostendruck weiter abschwächt und man bei der Abarbeitung des nach wie vor hohen Auftragsbestands besser vorankommt, konnte man beim operativen Ergebnis mit 71,1 Mio. Euro (Vorjahr: 65,5 Mio. Euro) stärker als erwartet zulegen, wobei die operative Gewinnmarge mit 24,8% (Vorjahr: 23,5%) ebenfalls stark ausgefallen war. Da die Nachfrage bei klassischen Kombi-Geräteserien wie “ICombi” oder “IVario” vor allem im Auslandsgeschäft weiter anzieht dürfte der “iHexagon” über ein neues, margenstarkes Produkt verfügt, hat RATIONAL gute Chancen, im laufenden Fiskaljahr positiv zu überraschen. Angesichts hoher Investitionen in den Ausbau der Fertigungskapazitäten und dem Ausbau des Vertriebsnetzwerks (vor allem in Asien und Nordamerika) rechnet RATIONAL für das laufende Fiskaljahr lediglich mit einer operativen Gewinnmarge im Bereich des Vorjahresniveaus (24,6). Auch bei den Umsatzerlösen rechnet RATIONAL angesichts des nach wie vor herausfordernden Marktumfelds lediglich mit einem organischen Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.


Nachdem zuletzt Rücksetzer im Bereich der Marke von 750 Euro mit Käufen beantwortet wurden, kann man bei RATIONAL mit einem Hebelderivat auf eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung spielen. Hier würden wir ein Endlos Turbo-Long-Zertifikat von Morgan Stanley (ME2487) wählen. Aktuell weist dieses Derivat einen theoretischen Hebel von 3,23 auf, wobei die Aktie derzeit 30,27% über der Knock-Out-Schwelle von 535,908 Euro, bei der das Derivat wertlos verfällt, notiert.

RWE – Energieversorger profitiert von margenstarkem Ökostromsegment!

Etwas schwächer präsentierte sich zuletzt die Aktie des Energieversorgers RWE. Im Musterdepot hatten wir uns zuletzt bei RWE positioniert, da der Essener Energieversorger vor allem aufgrund des KI-Booms von der rasant steigenden Nachfrage bei Ökostrom massiv profitieren wird. Auch fundamental kann RWE überzeugen, zumal die Aktie mit einem KGV 26e von 14,8 vergleichsweise moderat bewertet ist.

Langlaufende PPA-Verträge mit Industriekunden und Hyperscalern versprechen neue Dynamik!

Aktuell wird RWE vor allem im Europa-Geschäft durch die zuletzt deutlich gesunkenen Großhandelspreise ausbremst. Diese konnten sich zuletzt zwar seit Jahresbeginn wieder etwas erholen, eine nachhaltige Trendwende ist hier jedoch vor allem aufgrund der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen jedoch nach wie vor nicht in Sicht. Ökostromanbieter profitieren aktuell dennoch von deutlich höheren Absätzen, zumal viele Unternehmenskunden, sowohl aufgrund schärferer Umweltauflagen als auch aufgrund steigender CO2-Abgaben auf Solar- und Windenergie setzen. Hier ist RWE mit seinem gut ausgebauten Okostromportfolio mit einer Gesamtkapazität von mehr als 35,5 GW bestens aufgestellt um bei langlaufenden PPA-Verträgen zum Zug zu kommen. Zuletzt konnte RWE hier mit der DHL Group, Ensinger, Evonik, Infraserv Höchst, thyssenkrupp Steel Europe und Vodafone mehrere hochkarätige Neukunden präsentieren. Ab 2026 wird man diese Kunden mit Ökostrom des RWE-Offshore-Windparks Kaskasi, der sich vor der Küste Helgolands befindet, beliefern, wobei man Ende Februar dieses Jahres entsprechende langlaufende PPA-Verträge mit einem Gesamtvolumen von kumuliert 1.000 Gigawattstunden pro Jahr unterzeichnet hatte.

US-Geschäft profitiert massiv von Con Edison-Übernahme! 

Eine hohe Dynamik verspricht auch das US-Geschäft, zumal RWE hier dank der Übernahme von Con Edison mit einer installierten Gesamtkapazität von mittlerweile 9,3 GW eine kritische Größe erreicht hat und über eine Entwicklungspipeline mit Solar-und Windkraftprojekten mit einer Gesamtleistung von 24 GW verfügt. Damit hat sich RWE in eine gute Ausgangsposition manövriert, um bei langlaufenden Power-Purchase-Agreements mit Schwergewichten aus dem Technologiesektor zum Zug zu kommen. Hier konnte man zuletzt mit Microsoft einen weiteren hochkarätigen Kunden gewinnen, den man im Rahmen eines PPA-Abkommens im Bundesstaat Texas mit kommenden 15 Jahren mit Ökostrom aus zwei Onshore-Windparks versorgt. Auch mittelfristig dürfte das Momentum in diesem Segment weiter hoch bleiben, da Hyperscaler wie Microsoft, Alphabet, Meta oder IBM bei der Stromversorgung ihrer Rechenzentren ausschließlich auf CO2-neutrale Energiequellen setzen, wobei Preisaufschläge von bis zu 50% gegenüber dem Terminmarktpreis nicht unüblich sind.

Marktumfeld hellt sich weiter auf – Ökostrom-Segment sollte Ergebnis mittelfristig beflügeln!

Da man vor allem im US-Geschäft von einer deutlich höheren Dynamik profitieren dürfte und sich auch die Stromnachfrage in Europa langsam wieder erholt, sieht Goldman Sachs bei RWE zurecht deutlich Luft nach oben, wobei die Einstufung mit “Buy” und einem Kursziel von 49 Euro bestätigt wurden. Dabei erwarten die Analysten im weiteren Jahresverlauf vor allem aufgrund der sich aufhellenden Rahmenbedingungen mit einer Prognoseanhebung bei RWE. Diese Einschätzung deckt sich mit den Aussagen von CFO Michael Müller, der im jüngsten Conference-Call dank der Stabilisierung der Großhandelspreise für Strom und positiven Impulsen beim Strom-Handelsgeschäft von einer Belebung im operativen Kerngeschäft ausgeht. RWE hatte zuletzt für das laufende Fiskaljahr aufgrund der schwachen Entwicklung der Großhandelspreise lediglich ein bereinigtes operatives Ergebnis am unteren Ende der Prognosespanne von 5,2 bis 5,8 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Auch mittelfristig bleiben die Aussichten für RWE im operativen Kerngeschäft weiter vielversprechend, wobei vor allem das margenstarke Ökostromsegment für steigende Ergebnisse sorgen dürfte. Bekanntlich hatte RWE sein Ausbauziel bei den Wind- und Solarkapazitäten bis zum Dekadenende auf 65 GW erhöht. Dadurch ist man in einer guten Ausgangssituation, um hier bei margenstarken PPA-Lieferverträgen zum Zug zu kommen. Auch fundamental ist RWE attraktiv bewertet, zumal das KGV auf Basis der Schätzungen für 2026 (2,29 Euro/Aktie) bei 14,8 liegt.

Nachdem größere Rücksetzer im Bereich oberhalb der Marke von 30 Euro mit Käufen beantwortet wurden kann man bei RWE mit einem Hebelderivat folgen. Hier würden wir ein Endlos-Turbo-Long-Zertifikat von Morgan Stanley (ME3WUA) wählen. Aktuell weist dieses Derivat einen theoretischen Hebel von 3,76 auf, wobei die Aktie derzeit 26,10% über der Knock-Out-Schwelle von 25,03 Euro, bei der das Derivat wertlos verfällt, notiert.

Deutsche Telekom – Branchenprimus überzeugt mit moderater Bewertung und starken Aussichten im Kerngeschäft!

Einen sehr bullischen Eindruck macht die Deutsche Telekom. Der führende Mobilfunk, Festnetz und Breitband-Anbieter profitiert aktuell nicht nur von der dynamischen Entwicklung seiner US-Mobilfunktochter T-Mobile. Auch im eigentlichen Kerngeschäft verzeichnet man dank des gut ausgebauten 5G-Netzwerks seit geraumer Zeit ein dynamisches Neukundenwachstum im hochmargigen Vertragskundensegment. Auch fundamental kann die Deutsche Telekom überzeugen, zumal die Aktie mit einem KGV 26e von 10,3 auch im Branchenvergleich moderat bewertet ist.

Bundle-Angebote dürften dynamisches Neukundenwachstum weiter ankurbeln!
Markante Zuwächse hatte die Deutsche Telekom zuletzt vor allem im Mobilfunk-Segment zu verzeichnen. In Deutschland stieg die Zahl der Vertragskunden hier in Q1 um 281.000, während man in Europa ebenfalls ein deutliches Plus von 184.000 Neukunden vorzuweisen hatte. Neben der überlegenen 5G-Mobilfunknetzabdeckung, mit der die Deutsche Telekom einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz vorzuweisen hat, dürfte das starke Neukundenwachstum vor allem der cleveren Vermarktungsstrategie geschuldet sein. Dank vergünstigter Tarife für Kombi-Angebote im Bereich Festnetz, Internet und Mobilfunk sowie Streaming- und TV-Angebote (Magenta TV) kann die Deutsche Telekom in allen Segmenten Marktanteile gewinnen. Markant ist hier vor allem Magenta-TV, wobei man hier zuletzt in Deutschland in Q1 mit einem deutlichen Plus von 73.000 Neukunden aufwarten konnte. Da Magenta TV Live-Übertragungen zur Fußball-EM anbietet, dürfte sich das starke Neukundenwachstum auch in Q2 weiter fortgesetzt haben.

T-Mobile US sollte Ergebnis weiter anschieben – Deutsche Telekom überzeugt mit attraktiver Bewertung!

Eigentlicher Wachstumstreiber dürfte bei der Deutschen Telekom mittelfristig die hochprofitable US-Mobilfunktochter bleiben. Da T-Mobile-US in den USA über eine fast 100%ige 5G-Netzabdeckung verfügt und sich dank der jüngsten Zukäufe wie der Übernahme des Discount-Carriers Mint Mobile und dem Erwerb der Mobilfunksparte von U.S Cellular weiter verstärkt hat, sollte sich das dynamische Neukundenwachstum weiter fortsetzen. Dank hoher Synergien aus der Sprint-Übernahme und konsequent umgesetzter Kostensenkungsmaßnahmen rechnet der Analystenkonsens bei T-Mobile US zurecht für die kommenden Jahre mit einer nachhaltigen Verbesserung beim Konzernergebnis. Aktuell liegen die Konsenserwartungen für 2025 bei einem EPS von 11,10 USD, während der Gewinn je Aktie in 2026 bereits bei 13,10 USD erwartet wird. Da die Deutsche Telekom ihre Beteiligung an T-Mobile US zuletzt durch die Übernahme des T-Mobile-Großaktionärs Softbank auf über 50% erhöht hat, sollte sich dies auch nachhaltig positiv beim Konzernergebnis der Konzernmutter niederschlagen. So rechnet der Analystenkonsens für 2025 bereits mit einem EPS von 2,03 Euro, während der Gewinn je Aktie in 2026 bei 2,27 Euro erwartet wird. Damit sinkt das KGV auf Basis der Schätzungen für 2026 auf 10,6. Auch die Aktionäre werden von den starken Aussichten im operativen Kerngeschäft in Form von steigenden Dividenden und weiterer Aktienrückkäufe profitieren. Aufgrund der starken Free-Cash-Flow-Entwicklung rechnet der Analystenkonsens für 2024 bereits mit einer Dividendenausschüttung von 85 Cent/Aktie, während für 2025 eine Dividende von 94 Cent/Aktie erwartet wird, womit die Dividendenrendite bei knapp 4% liegen würde. 

Mit einem Open-End-Turbo-Long-Zertifikat von Morgan Stanley (MD3RJA) kann man bei der Deutschen Telekom prozyklisch folgen. Aktuell weist dieses Derivat einen theoretischen Hebel von 3,77 auf, wobei die Aktie derzeit 26,31% über der Knock-Out-Schwelle von 17,627 Euro, bei der das Derivat wertlos verfällt, notiert.

Münchener Rück – Branchenprimus überzeugt mit starker Marktposition und moderater Bewertung!

Zu den Top-Bullen auf dem Parkett gehören weiterhin Schwergewichte aus dem Rückversicherungssegment. Da die Preise im Schaden- und Unfallsegment angesichts der steigenden Großschadensrisiken im Zuge des Klimawandels weiter anziehen bieten sich für Schwergewichte wie Branchenprimus Münchener Rück weiterhin exzellente Aussichten im operativen Kerngeschäft.

Prognoseanhebung nach starkem Auftaktquartal mehr als wahrscheinlich!

Der nach Prämieneinnahmen weltweit führende Rückversicherer hatte im ersten Quartal bekanntlich dank geringerer Groß-Schadensbelastungen und einem sehr starken Abschneiden bei der Erstversicherungstochter ERGO sowie beim Kapitalanlageergebnis mit einem Nettogewinn von 2,1 Mrd. Euro deutlich über den Konsenserwartungen der Analysten gelegen. Daher gehen viele Analysten zurecht davon aus, dass die Münchener Rück ihre Jahresprognose, die für 2024 einen Nettogewinn von mehr als 5 Mrd. Euro vorsieht, wohl in den kommenden Quartalen anheben dürfte. Das Konzernmanagement hatte im Conference-Call durchblicken lassen, dass man das Jahresziel bequem erreichen, bzw. leicht übertreffen wird, vorausgesetzt, dass man im Rahmen der US-Hurricane-Saison von größeren Großschadensereignissen verschont bleibt.

Steigende Preise und höhere Prämeineinnahmen sollten Ergebnis weiter anschieben!

Operativ bleiben die Aussichten trotz der steigenden Großschadens-Risiken im Zuge des Klimawandels für die Münchener Rück weiterhin vielversprechend. Nachdem man bei den jüngsten Erneuerungsrunden auf bereinigter Basis ein bei den Preisen für Neuverträge leichtes Plus von 0,6% erzielen konnte, sind für die kommenden Quartale angesichts der jüngsten Überschwemmungen und Hochwasserkatastrophen in Europa weiter steigende Preisen vor allem im Elementarschadenssegment mehr als wahrscheinlich. Gleiches gilt für die Prämieneinnahmen, wobei man hier bei den jüngsten Vertragserneuerungsrunden mit +6,1% sehr deutliche Zuwächse verzeichnet hatte. Da die Münchener Rück ihr Exposure im margenstarken Schaden- und Unfallsegment zuletzt weiter ausgebaut hat und auch im Megamarkt für die Absicherung von Cyber-Risiken für Unternehmenskunden ganz vorne mitspielt, hat man gute Chancen, seine dynamische Ergebnisentwicklung weiter fortschreiben zu können.Auch fundamental kann die Münchener Rück überzeugen, wobei die Aktie auf Basis der Schätzungen für 2025 (45,94 Euro/Aktie) ein KGV von knapp 10 aufweist.

Mit einem Open-End-Turbo-Long-Zertifikat von Morgan Stanley (MB97B5) kann man bei der Münchener Rück prozyklisch folgen. Aktuell weist dieses Derivat einen theoretischen Hebel von 3,84 auf, wobei die Aktie derzeit 25,96% über der Knock-Out-Schwelle von 342,666 Euro, bei der das Derivat wertlos verfällt, notiert.

Eigenpositionen: Amazon

Delta kündigt 50%ige Erhöhung der vierteljährlichen Dividende an

Liebe GROWTH-Investoren,

Delta Air Lines (DAL) ist die Favoritenaktie unseres Redakteurs Björn Meschkat. Die Growth-Redakteure behalten ihren Favoriten immer im Auge und informieren fortlaufend über Neuigkeiten. Die Bekanntgabe der Ergebnisse für das 2. Quartal am 11.07.2024 hat er daher für uns wie folgt zusammengefasst:

Delta meldete einen Gewinn von 2,36 USD pro Aktie, verglichen mit 2,68 USD im Vorjahr. Die Betriebseinnahmen für das am 30. Juni beendete Quartal betrugen 16,66 Mrd. USD und übertrafen damit die Erwartungen der Analysten, die bei 15,70 Mrd. USD lagen. Für das 3. Quartal rechnet Delta mit einem Gewinn je Aktie von 1,70 bis 2 USD, während die Analysten 2,06 USD prognostizierten. Das Unternehmen erwartet zudem ein Umsatzwachstum von 2 bis 4 %. Delta bekräftigte seine Jahresprognose für 2024 mit einem EPS von 6 bis 7 USD. Die Fluggesellschaft kündigte eine 50%ige Erhöhung der vierteljährlichen Dividende ab dem Septemberquartal an. Trotz dieser positiven Entwicklungen fielen die Aktien von Delta Air Lines im vorbörslichen Handel um mehr als 7 %.

Die KI-Branche muss jährlich 600 Mrd. USD verdienen, um die enormen Hardwareausgaben zu decken – die Angst vor einer KI-Blase wächst nach dem jüngsten Bericht von Sequoia!

Trotz erheblicher Investitionen in die KI-Infrastruktur durch führende Technologieunternehmen hat das Umsatzwachstum durch KI noch nicht eingesetzt. Dies deutet auf eine beträchtliche Lücke im Wert des Ökosystems für Endnutzer hin. David Cahn, Partner bei Sequoia Capital, schätzt, dass KI-Unternehmen etwa 600 Mrd. USD pro Jahr erwirtschaften müssen, um ihre KI-Infrastruktur, einschließlich Rechenzentren, zu finanzieren. Nvidia (NVDA) erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 47,5 Mrd. USD mit Rechenzentrumshardware, hauptsächlich mit GPUs für KI- und HPC-Anwendungen. Unternehmen wie AWS, Google, Meta, Microsoft und viele andere haben im Jahr 2023 massiv in ihre KI-Infrastruktur investiert, um Anwendungen wie ChatGPT von OpenAI zu unterstützen. Ob sich diese Investitionen auszahlen werden, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Ich persönlich denke, dass der KI-Boom zumindest so lange andauern wird, bis die KI-Rechenzentren gebaut sind. Erst dann wird es sich entscheiden, ob zukünftige KI-Softwareanwendungen tatsächlich so viel Mehrwert und v.a. Gewinn bringen werden!

Eigenheimbauer Century Communities profitiert von Spezialanfertigungen – Aktie nimmt Allzeithoch ins Visier!

Die Hausbauer in den USA befinden sich seit vielen Wochen in einem geschlossen starken Aufwärtstrend. Eine Aktie aus diesem Bereich, die etwas unbekannter, aber durchaus interessant ist, ist Century Communities. Das Unternehmen entwickelt, baut und verkauft Ein- und Zweifamilienhäuser in den USA. Mit einer Marktkapitalisierung von 2,8 Mrd. USD zählt es zu den kleineren Immobilienentwicklern.

Mir gefällt, dass sich das Unternehmen auf maßgeschneiderte Immobilien zu attraktiven Preisen konzentriert, was es ermöglicht, kürzere Bauzeiten als der Branchendurchschnitt zu erreichen. Individuell angefertigte Häuser (Century Complete) sind in der Regel sofort bezugsfertig und werden nur geringfügig angepasst. Dadurch hat das Unternehmen einen besseren Überblick darüber, wie viel Rohmaterial benötigt wird, wie viel Arbeit erforderlich ist und wie viel Bauzeit benötigt wird.

Das bedeutet, dass das Unternehmen in der Lage ist, große Mengen an Rohstoffen auf einmal zu kaufen und so die Verhandlungsmacht seiner Abnehmer voll auszuschöpfen. Diese Kosteneinsparungen können teilweise an die Verbraucher weitergegeben werden, um sicherzustellen, dass die eigenen Produkte erschwinglich bleiben. Die Strategie macht sich bezahlt: Im Q1 stiegen die Aufträge für Century Complete um 35 %. Die Aktie konnte am 11. Juli aus der aktuell laufenden Konsolidierung nach oben ausbrechen und könnte zeitnah das Allzeithoch bei 99 USD anlaufen. (CCS)

Portfoliocheck: Warren Buffett setzt auf Cash – und OXY

Warren Buffetts Erfolgsbilanz ist atemberaubend und gilt zu Recht als der beste Investor der Welt. Nachdem er verschiedene Methoden ausprobiert hatte, sogar Charttechnik, öffnete ihm das Buch „The Intelligent Investor“ von Benjamin Graham die Augen. Seitdem ist Buffett überzeugter Value Investor und Fundamentaldaten die Basis seiner Investmententscheidungen. Graham war selbst Investor und hatte mit seinem Werk „Security Analysis“, das er gemeinsam mit David Dodd verfasst hatte, beim jungen Warren bleibenden Eindruck hinterlassen. In diesem Standardwerk legte Graham seine Erkenntnisse aus dem Börsencrash von 1929 und der folgenden Weltwirtschaftskrise dar, die als „die große Depression“ in die Geschichtsbücher einging.  Zudem lehrte Graham an der Columbia Universität und Buffett setzte alles daran, bei ihm studieren zu können. Sie beeindruckten sich gegenseitig und so nahm Buffett nach dem erfolgreichen Abschluss seines Studiums eine Tätigkeit in Grahams Investmentfirma auf.

Charlie Munger: Der Architekt von Berkshire Hathaway

Zu einem weiteren entscheidenden Wendepunkt in Buffetts Investorenleben führte seine Bekanntschaft mit dem Rechtsanwalt und Investor Charlie Munger. Dieser lenkte Buffetts Blick auf die Qualität der Unternehmen und auf ihre Alleinstellungsmerkmale im Wettbewerb. In der Folgezeit wurde der Moat, der ökonomische Burggraben, zum Schlüsselfaktor für Buffetts Anlageentscheidungen und seinen außergewöhnlichen Erfolg. Nachdem er Berkshire Hathaway übernommen hatte, machte er aus dem  siechenden Textilunternehmen seine persönliche Vermögensverwaltung, indem er alle seine Aktieninvestments in die Firma einbrachte. Anschließend formte er aus Berkshire die heute legendäre Heimat vieler Ausnahmeunternehmen und setzte dabei zunehmend auf die Prinzipien Charlie Mungers – den er 1978 auch als Partner bei Berkshire gewann.

Gemeinsam schufen die beiden eine unvergleichliche „Compounding-Maschine“, deren Wert sich immer weiter erhöhte. Über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren hinweg liegt der Wertzuwachs bei beeindruckenden 20 % und dabei konnte das „Orakel von Omaha“, wie Buffett von seinen Fans auch genannt wird, in der Einzelbetrachtung den S&P 500 in den meisten Jahren schlagen. Der Aktienkurs ihrer Investmentholding Berkshire Hathaway folgte den Erfolgen von 12 USD, die Buffett 1964 dafür bezahlt hatte, bis auf das bisherige Allzeithoch bei knapp 635.000 USD, das die A-Aktie Anfang März 2024 markierte. Die Billionengrenze bei der Marktkapitalisierung ist damit in Reichweite.

Im Dezember 2023 und kurz vor seinem 100. Geburtstag verstarb Charlie Munger und hinterlässt eine gewaltige Lücke. Buffett würdigte die prägende Rolle seines Freunds, Mentors und Kollegen Charlie Munger auf ihn, Warren Buffett, seinen Investmentprozess und für den herausragenden Erfolg von Berkshire Hathaway als Unternehmen und Investment. Buffett bezeichnete Munger als den „Architekten von Berkshire Hathaway“ und versicherte den Aktionären, Berkshire sei „für die Ewigkeit gebaut“ und könne selbst einer beispiellosen finanziellen Katastrophe standhalten.

Buffetts Investmentprinzipien

Buffett setzt auf Qualitätsunternehmen mit starker Marktstellung und Preissetzungsmacht, deren Gewinne absehbar noch möglichst lange steigen. Für diese Unternehmen ist er bereit, höhere Preise zu bezahlen; aber nicht zu hoch. Denn jedes noch so starke Unternehmen kann sich in ein lausiges Investment verwandeln, wenn man zu viel dafür bezahlt, warnt Buffett. Doch wenn er das richtige Unternehmen gefunden hat, bleibt er „möglichst für immer“ investiert. Und so finden sich unter seinen Top-Werten viele, die er schon seit Jahrzehnten im Depot hat.

Starke Geschäftszahlen

Der Erfolg gibt ihm nach wie vor Recht. Im 1. Quartal 2024 erzielte Berkshire mit 87,87 Mrd. USD 5,2 % mehr an Gesamteinnahmen als im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis stieg sogar um 39,1 % auf 11,22 Mrd. USD, während der Nettogewinn um 64,2 % auf 12,7 Mrd. USD einbrach. In diesen fließen auch die nicht realisierten Bewertungsunterschiede aus Kursschwankungen ein, so dass die Kennzahl leider kaum noch eine Bedeutung für Berkshire hat. Zum Vergleich: im 2023er- Schlussquartal hatte der Nettogewinn rekordverdächtige 39,5 Mrd. USD erreicht – ebenfalls überwiegend aus nicht realisierten Kursgewinnen. Buffett selbst rät Anlegern daher, auf den Cashflow und das operative Ergebnis von Berkshire zu achten.

Der Cashbestand hat Ende März 2024 mit 189,0 Mrd. USD gegenüber 167,64 Mrd. zum 31. Dezember 2023 einen neuen Rekord erzielt und dürfte in absehbarer Zeit die Marke von 200 Mrd. USD übersteigen. Buffett findet keine geeigneten Investments, die einerseits groß genug sind, um für Berkshire einen Unterschied zu machen, und andererseits attraktiv genug bewertet sind. Trotz der Rekordsumme hält sich der Cashanteil am Gesamtvermögen von Berkshire seit Jahren ziemlich konstant, denn auch der Wert der Vermögensanlagen ist ebenfalls gestiegen. Genau genommen liegt Buffetts Cashquote mit knapp über 14 % auf dem Niveau der letzten 25 Jahre und sogar unter dem von 2016 bis 2021. Mit diesem Cashberg stellt Buffett sicher, dass Berkshire und seine Tochterunternehmen niemals von externen Kapitalgebern abhängig sein werden, wie er bereits in der Globalen Finanzkrise 2008/09 unter Beweis stellte oder während der Coronapandemie. In solchen Phasen kann Berkshire vielmehr antizyklisch Ausverkaufschancen wahrnehmen. Sorgen müssen sich die Anleger wegen des hohen Cashbergs nicht machen, denn Berkshires Bonität ermöglicht es Buffett, sich US-Anleihen mit höheren Zinssätzen zu erwerben, als Berkshire für Schuldzinsen bezahlen muss. Die Zinsdifferenz deckt annähernd den Inflationsverlust aus und so kann Buffett beruhigt auf die besten Investitionsgelegenheiten warten.

Top-Transaktionen im 1. Quartal 2024

Aber danach sehen die Börsen momentan nicht aus und so hielt sich Buffett im letzten Quartal mit Transaktionen erneut sehr zurück; seine Turnoverrate liegt erneut bei lediglich 1 %.

Auffällig ist, dass Buffett seine größte Position Apple um knapp 13 % abgebaut hat. Buffett führte hierzu aus: “Solange nichts dramatisches passiert, das die Kapitalallokation und die Strategie wirklich ändert, wird Apple unsere größte Investition sein. Aber unter den derzeitigen Bedingungen macht es mir überhaupt nichts aus, eine Cashposition aufzubauen. Ich denke, wenn ich mir die Alternativen auf den Aktienmärkten ansehe, und wenn ich mir anschaue, was in der Welt vor sich geht, dann finden wir das ziemlich attraktiv.” Zudem verwies er darauf, dass die gewaltige Zunahme bei der US-Verschuldung zwangsläufig in höhere Steuersätze münden werde. Da Berkshire auf sehr hohen Buchgewinnen bei seinem Apple-Engagement sitze, realisiere man heute einen Teil dieser Gewinne, um dies nicht später bei erwartet höheren Steuersätzen tun zu müssen. Und zum Thema Steuern sagte Buffett, er werde bei Berkshire jede rechtlich zulässige Möglichkeit nutzen, um Steuern zu sparen, denn es handele sich um das Geld seiner Aktionäre.

Bei Paramount Global erfolgte inzwischen der Komplettverkauf und Buffett realisierte hiermit einen Kursverlust von annähernd zwei Drittel. Der Medien- und Streamingriese leidet unter seiner Schuldenlast und anhaltender Erfolglosigkeit. Zudem tobte ein Übernahmekampf mit wechselnden Spielern, bei der sich Mehrheitseigentümerin Shari Redstone mehrfach ziemlich dumm angestellt hat. Nun wird Paramount mit der Produktionsfirma Skydance Media von David Ellison fusionieren, dem Sohn von Oracle-Gründer Larry Ellison. Skydance und seine Partner bezahlen für die Übernahme von Paramount inkl. Schulden mehr als 8 Mrd. USD. Eine Lösung für die gewaltigen operativen Probleme erkennt die Börse hierin allerdings bisher nicht.

Bei HP hat Buffett seine minimale Restposition inzwischen abgestoßen und beim Energieriesen Chevron seinen Anteil zur Abwechslung mal wieder um 2,5 % etwas reduziert. Mit knapp 6,5 % etwas stärker fiel der Teilverkauf bei Lousiana-Pacific Corp aus, einem Produzenten und Vermarkter von Bauprodukten, die hauptsächlich für den Neubau, die Reparatur und den Umbau von Häusern sowie für Außenanlagen bestimmt sind.

Hinter der Liberty Sirius XM Group steckt Medienmogul John Malone. Dieser ordnet sein Firmenkonglomerat neu und Buffett hatte sich kräftig bei den Tracking Stocks der Radiotochter eingedeckt, die nun in Aktien der neuen Gesellschaft umgewandelt wurden. Hinter Buffetts Transaktion verbarg sich eines seiner geliebten Arbitragegeschäfte und er ist auf diese Weise günstiger an die Aktien gekommen, als wenn er sie auf normalem Weg über die Börse gekauft hätte.

Und dann hat sich der Vorhang um ein Geheimnis gelüftet:  Buffett hatte bei der US-Börsenaufsicht eine Ausnahmegenehmigung erwirkt, um Aktien einer großen US-Gesellschaft kaufen zu können, ohne die Transaktionen öffentlich machen zu müssen. Das lief bereits seit dem 3. Quartal 2023, wo er hierfür 1,7 Mrd. USD investierte und im 4. Quartal folgten weitere 3,6 Mrd. USD. Nun musste er seine Beteiligung offenlegen und es handelt sich um Chubb Ltd, einen Sach- und Unfallversicherer, der ursprünglich schon 1882 in den USA gegründet worden war. Seit 2016 ist der Versicherungskonzern jedoch in Schweizer Händen, als ihn ACE Limited übernahm. Buffett hält nun bereits 6,4 % der Anteile und der Grund weshalb Berkshire neun Monate brauchte, um diesen Anteil aufzubauen, liegt darin, dass an der Börse nur etwa 1 Mio. Aktien pro Tag umgehen und dass Berkshire täglich bis zu 15 % dieser Aktien aufgekauft hat. Um den Preis von Chubb nicht in die Höhe zu treiben, weil Buffett als Käufer bekannt würde, bekam er von der Börsenaufsicht die Ausnahmegenehmigung, den Namen des Zielobjekts nicht nennen zu müssen. Das Versicherungssegment ist traditionell stark bei Berkshire und Chubb fügt sich hier hervorragend ein. Es würde nicht überraschen, wenn Berkshire seinen Bestand bei Gelegenheit weiter aufstocken würde.

Wenig spektakulär sieht Buffetts Aufstocken beim Explorer Occidental Petroleum aus; hier kauft er schon seit vielen Quartalen bei Schwäche immer wieder zu. So auch im 1. Quartal und darüber hinaus. Zuletzt gab Buffett Mitte Juni einen Kauf von weitere 2,9 Mio. Anteilen bekannt und hält nun beinahe 29 % an dem Ölproduzenten. Daneben besitzt Buffett auch noch für rund 10 Mrd. USD OXY-Vorzugsaktien mit einer Dividende von 8 % sowie Optionsscheine zum Kauf weiterer Stammaktien, mit der Occidental 2019 die teure Übernahme des Wettbewerbers Anadarko Petroleum finanziert hatte. Charlie Munger erklärte Berkshires Engagement Mitte 2023 so: „Es liegt auf der Hand, dass das Permian Basin unser Ölvorkommen Nr. 1 ist und wir kein anderes haben. Deshalb haben wir OXY natürlich bei der Finanzierung der Übernahme von Anadarko geholfen“.

Quelle: Qualitäts-Check TraderFox

Nun übernimmt der Ölexplorer seinen nicht-börsennotierten Wettbewerber CrownRock für mehr als 10 Mrd. USD inkl. Schulden. Buffett unterstützt den Expansionskurs des Unternehmens ausdrücklich und finanziert ihn mit. Dass der Aktienkurs von Occidental seit seinem Einstieg nicht wirklich vom Fleck gekommen ist, stört Buffett überhaupt nicht. Er erklärte dies einmal so: „Die Leute haben diese falsche Vorstellung, dass wir wollen, dass eine Aktie steigt, wenn wir sie kaufen. Das ist das Letzte, was wir wollen“. Buffett will noch mehr Anteile kaufen und das möglichst günstig. Zudem schaut er nicht auf den Aktienkurs als Maßstab für den Erfolg seiner Investments, sondern auf den Unternehmenswert. Und mit dessen Entwicklung ist er hoch zufrieden. Auch deshalb hat Buffett die behördliche Erlaubnis erwirkt, seinen Anteil an Occidental Petroleum auf insgesamt bis zu 50 % aufzustocken; eine Komplettübernahme schloss er hingegen mehrfach ausdrücklich aus.

Was Buffetts 13F-Formular nicht zeigt, ist seine Beteiligung am chinesischen Elektroautohersteller BYD. Diese Aktien werden über die Berkshire-Tochter BH Energy gehalten; der 20%ige Anteil wurde 2008 für 230 Mio. USD gekauft und legte in der Spitze im Juni 2022 auf 9,5 Mrd. USD zu. Hier hatte Berkshire eine jährliche Rendite von 30 % erzielt und seitdem reduziert man seinen Anteil kontinuierlich auf inzwischen unter 6 %; zuletzt Mitte Juni.

Seit Mitte Januar 2024 gehört auch Pilot Travel Centres, der mit 750 Standorten in den USA und Kanada führende Betreiber von Autohöfen in Nordamerika, vollständig zu Berkshire. Buffett übernahm die restlichen 20 %, nachdem er die ersten 40 % in 2017 und weitere 40 % Anfang 2023 übernommen hatte.

Zudem war Buffett im Sommer 2020 und damit mitten im Corona-Absturz bei den fünf großen japanischen Handelshäusern Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo mit jeweils rund 6 % eingestiegen und im 1. Quartal 2023 die Positionen auf jeweils rund 7,4 % Anteil aufgestockt. Die Wetten haben sich bisher für ihn ausgezahlt und Buffett äußerte sich derart, dass er – in Absprache mit den Unternehmenslenkern – seinen Bestand durchaus auch auf bis zu 9,9 % ausbauen würde. Japanische Unternehmen seien “immer eine Überlegung wert”, meinte er und die fünf Handelshäuser stellen einen breiten Querschnitt durch die gesamte japanische Wirtschaft dar.

Top-Positionen zum Ende des 1. Quartals 2024

Ende des Quartals hatte Buffett unverändert 41 Aktienpositionen im Depot. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios fiel im Quartal von 352 auf 332 Mrd. USD. Technologieunternehmen dominieren mit 41,8 % (Q3: 51,5) vor Finanzwerten mit 31,2 % (Q4: 24,3), defensiven Konsumwerten mit 11,9 % (Q4: 10,9), dem Energiesektor mit 10,7 % (Q4: 9,6), Kommunikationsdiensten mit 1,9 % (Q4: 1,9) und dem Gesundheitssektor mit 1,5 % (Q4: 1,1).

Allerdings steht das US-Aktienportfolio zusammen mit dem Cashbestand lediglich für etwa die Hälfte der Vermögenswerte von Berkshire Hathaway. Hinzu kommen noch die vielen nicht börsennotierten Tochterunternehmen sowie einige Anleihen und ausländische Aktienbeteiligungen, die nicht in seinen 13F-Formularen auftauchen.

Buffetts Depot ist stark fokussiert: Die fünf Top-Aktien stehen für knapp 75 % des Gesamtwerts. Alter und neuer Depotspitzenreiter ist Apple. Der iPhone-Konzern steht allerdings „nur“ noch für rund 40 % statt zuvor 50 % von Berkshires Aktienportfolio. Durch den Teilverkauf hat sich Buffetts Depotwert verringert und der Anteil der anderen Depotwerte relativ gesehen erhöht, selbst wenn Buffett hier keine Transaktionen vorgenommen hat.

Die Bank of America bringt 12 % auf die Waage und die drittplatzierte American Express 10,4 %. An dem Kreditkartenpionier hält Buffett knapp 21 % und mit 29 Jahren Zugehörigkeit ist es Buffetts zweitälteste Position im Depot.

Mit inzwischen 35 Jahren Zugehörigkeit ist die mit 6,8 % viertplatzierte Beteiligung an Coca-Cola Buffetts älteste noch im Portfolio vorhandene Position. Buffett hat für seine 400 Mio. Anteile insgesamt rund 1,29 Mrd. USD investiert und bekommt dafür inzwischen 736 Mio. USD an Dividenden – pro Jahr! Dies entspricht ungefähr 2,155 Mio. USD an Dividendeneinnahmen pro Tag, 89.805 USD pro Stunde, 1.497 USD pro Minute oder fast 24,95 USD in jeder einzelnen Sekunde. Die jährliche Dividendenausschüttung ergibt eine Kostenrendite (Yield on Cost) von 59,7 %. Berkshire erhält also seine ursprüngliche Investition jedes zweite Jahr allein in Form von Dividenden zurück.

Mit solchen imposanten Werten kann Chevron nicht mithalten. Mit 5,9 % Gewichtung liegt der Energieriese souverän auf dem fünften Rang – trotz der leichten Anteilsreduzierung. Die sechstplatzierte Occidental Petroleum verringert den Abstand dank der fortgesetzten Zukäufe und bringt es inzwischen auf 4,9 % Depotgewicht.

Es folgt Kraft Heinz vor der Ratingagentur Moody’s, die mit 24 Jahren Buffetts drittälteste Position ist. Dahinter liegt nun Buffets Neuerwerbung Chubb Ltd vor Dialysespezialist DaVita, an dem Buffett schon länger fast 40 % der Anteile hält. Das bisherige Schlusslicht in der Top 10 war die sich im Turnaround befindliche US-Großbank Citigroup, doch die ist aufgrund des Aufstiegs von Chubb aus der Top 10 gefallen.

 Insgesamt hat sich in Buffetts Depot also gar nicht so viel getan; er folgt weiterhin seinen Buy & Hold-Ansatz, der ihm zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht hat. Dass er mit 121,5 Mrd. USD „nur“ noch auf dem zehnten Rang liegt, geht vor allem darauf zurück, dass er bereits mehr als die Hälfte seines Vermögens für wohltätige Zwecke gespendet hat. Ansonsten würde er die Liste anführen, noch vor dem aktuell erstplatzierten Tesla-Macher Elon Musk mit 226 Mrd. USD. Aber ob nun erster oder zehnter, Buffetts Investmentstil funktioniert: er wurde mit Geduld reich und zwar weniger durch die Auswahl der besten Aktien, sondern vielmehr durch das Vermeiden der schlimmsten Fehler. Oder wie Börsenlegende Peter Lynch es ausdrückte: „Du musst wissen, was du besitzt und du musst wissen, warum du es besitzt“. Buffett weiß es und auch deshalb lohnt sich ein Blick in sein Depot…

 

 

Eigene Positionen: Berkshire Hathaway

Depotübersicht und Kommentar: Tesla verschiebt Robotaxi-Präsentation auf Oktober – Neue Gesetzgebung in Maryland gibt RadNet Rückenwind!

Liebe Tenbagger-Investoren

Während in der letzten Woche sowohl der Nasdaq als auch der S&P 500 auf ein neues Allzeithoch kletterte, hatten es die Small Caps weiterhin schwer. Der Russell 2000 Index befindet sich in einer Seitwärtsphase, die bereits seit zwei Jahren anhält.

Doch durch die gestrigen US-Inflationszahlen, die niedriger als erwartet ausfielen und erneut die Erwartungen auf baldige Zinssenkungen durch die Fed befeuerten, kam es zu einer Rotation in den US-Aktien. Der CPI-Verbraucherpreisindex ging überraschenderweise month over month um 0,1 % zurück, was den ersten derartigen Rückgang seit Dezember 2022 darstellt. Darüber hinaus erreichte die Kerninflationsrate den niedrigsten Stand seit August 2021. 

Während die Rendite der Staatsanleihen ebenso wie die Big Techs, die mit ihren starken Bilanzen für Sicherheit stehen, unter Druck geriet, rotierte das Geld in die Small- und Mid Caps. Der Russel 2000 Index ist nun endlich dabei, die lange Seitwärtsphase aufzubrechen, nachdem er gestern um mehr als 3,5 % zulegen konnte. Entscheidend wird sein, ob er es nachhaltig schafft, die Marke von 2100 Punkten zu überwinden.

Möglich scheint dies zu sein, wenn sich zeigt, dass die Inflation nicht erneut ansteigt und die Zinssenkungen noch in diesem Jahr, eher früh als später, beginnen. Wichtig wird in diesem Zusammenhang allerdings auch die nun beginnende Berichtssaison werden, die heute mit den Großbanken beginnt. 

Tenbagger-Depot

Die starke Rotation, raus aus den Big Techs, konnten wir gestern auch in unserem Depot beobachten. Während die Schwergewichte NVIDIA und Meta, die in den letzten Monaten unser Depot nach vorne gebracht hatten, kräftig unter Druck gerieten, zogen die kleineren Werte wie Extreme Networks, RadNet oder Tennant sehr schön an. Das hielt unser Depot auch in dieser Woche stabil. Die Performance liegt aktuell wie in der Vorwoche bei 120 % (Depotwert + aktueller Saldo).

Nach dem starken Lauf kam gestern auch Tesla unter die Räder. Neben der Kapitalrotation hin zu den Small- und Midcaps gab es bei Tesla auch negative unternehmensinterne Nachrichten. So wurde gestern bekannt, dass das Unternehmen seine Präsentation des Robotertaxis verschieben wird. Dem Team, das aktuell an dem Projekt arbeitet, soll damit mehr Zeit für den Bau weiterer Fahrzeugprototypen gegeben werden. Da unter anderem auch die Hoffnung auf das neue Robotertaxi zuletzt den Kurs der Aktie angetrieben hatte, ist es nicht verwunderlich, dass die Aktie gestern ziemlich Federn lassen musste. 

Bereits letzte Woche hatte ich darauf aufmerksam gemacht, dass nach dem starken Lauf bei der Aktie auch mal eine stärkere Konsolidierung einsetzen könnte. Ein Rücksetzer in den Bereich 200 bis 210 USD würde mich nicht überraschen und würde all jenen die Chance für einen Einstieg geben, die den Anstieg verpasst haben. Allerdings sei noch einmal darauf hingewiesen, dass am 23. Juli die Zahlen für das 2. Quartal anstehen, weshalb ich glaube, dass die Aktie weiter sehr volatil bleiben wird.  

Und hier sind schon mal die Termine für die Quartalszahlen unserer Unternehmen:

-Tesla am 23. Juli

-Leidos am 30. Juli 

-Emerson Electric am 30. Juli (unbestätigt)

-Meta am 31. Juli

-ExlService am 1. August

-Tennant am 2. August  (unbestätigt)

-Extreme Networks am 7. August

-RadNet am 8. August (unbestätigt)

-Stride am 9. August (unbestätigt)

-Adesso am 14. August

-Nvidia am 21. August (unbestätigt)

Hier sind weitere Neuigkeiten zu unseren Aktien

RadNet [RDNT | WKN A0LFMZ | ISIN US7504911022]

Ausgesprochen gut gefällt mir auf dem aktuellen Niveau die Aktie von Radnet. So prallte die Aktie in dieser Woche am EMA 50 nach oben ab und notiert nur 7 % unter ihrem Allzeithoch. In den letzten Monaten hat das Unternehmen mit dem Kauf von sechs Bildgebungszentren im Großraum Houston die Anzahl seiner Screening-Zentren weiter ausgebaut. 

Damit ist RadNet mit aktuell 375 Standorten der größte Eigentümer und Betreiber von stationären Zentren für diagnostische Bildgebung in den USA. RadNet führt jährlich gut 9 Mio. ambulanten Bildgebungsverfahren durch. Doch die Zahl der diagnostischen Untersuchungen liegt in den USA bei 730 Mio. Untersuchungen, was das immense Potenzial aufzeigt. Der Bildgebungsmarkt ist stark fragmentiert, wobei es in den USA 6.816 Bildgebungszentren gibt. Das ermöglicht in den kommenden Jahren weitere Wachstumsmöglichkeiten.

Zu Ende des 1. Quartals hat das Unternehmen ein neues Joint Venture im San Fernando Valley bei Los Angeles mit Providence Health System angekündigt, um das Wachstum in diesem Bereich weiter anzutreiben. Zum Quartalsende befanden sich 137 der 375 Bildgebungszentren in Partnerschaft mit führenden Gesundheitssystemen. 

Diese Partnerschaften ermöglichen es RadNet im lokalen Gesundheitswesen eine immer stärkere Rolle zu spielen, da das Unternehmen den Zugang für alle Patienten erleichtert und zudem aufgrund der neuen Technologien die Patientenversorgung verbessert. Laut Management könnte die Anzahl der Joint Ventures in den kommenden Jahren auf über 50 % ansteigen, 

Neue Gesetzgebung in Maryland verabschiedet 

Am 20. Juni gab das Unternehmen bekannt, dass der US-Bundesstaat Maryland die von RadNet unterstützte Gesetzgebung zur Erweiterung des Zugangs zu Brust- und Lungenscreening verabschiedet hat. Für Versicherte bedeutet dies, dass es ab dem kommenden Jahr keine Selbstbeteiligung mehr für bildgebende Untersuchungen zur Lungenkrebsvorsorge geben wird. Darüber hinaus darf die Kostenübernahme für bildgebende Verfahren zur Lungenkrebsvorsorge nach dem neuen Gesetz nicht von einer vorherigen Genehmigung abhängig gemacht werden.

Die neue Gesetzgebung hat zudem die Zulassungsanforderungen für Personen, die Röntgenuntersuchungen in Arztpraxen durchführen, verschärft. Das dürfte dazu führen, dass zukünftig solche Untersuchungen nur noch von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden, was für RadNet natürlich sehr positiv ist. Dabei muss man wissen, dass Maryland mit 68 Bildgebunszentren zu den drei wichtigsten Bundesstaaten für RadNet zählt. 

Gesundheitsministerium entwickelt Aufklärungskampagne  

Das  Gesundheitsministerium von Maryland wird darüber hinaus eine Aufklärungskampagne zur Prävention von Prostata-, Lungen- und Brustkrebs entwickeln und durchführen, die sich an Gemeinden richtet, die von diesen Krebsarten unverhältnismäßig stark betroffen sind. 

Früherkennung hat einen großen Einfluss auf die Überlebensraten bei Krebs, und RadNet begrüßt die Gesetzgebung, zumal RadNet massgeblich an der Umsetzung des Gesetzes beteiligt war. Die Abgeordnete Tiffany Alston aus Maryland sagte: „Als Abgeordnete und als Patientin von RadNet freue ich mich, dass ich an der Verabschiedung dieser Gesetze mitgewirkt habe. Mit der Unterschrift des Gouverneurs haben wir Maßnahmen ergriffen, die den Zugang zu einer erschwinglichen Gesundheitsversorgung für wichtige und potenziell lebensrettende diagnostische Untersuchungen verbessern.“

Aussichten bleiben stark

RadNet geht davon aus, dass die Nachfrage nach diagnostischer Bildgebung auch im Jahr 2024 robust bleiben wird. Der CEO sagte im letzten Conference Call: „Wir glauben, dass das starke Wachstum nachhaltig ist, da wir weiterhin verschiedene Initiativen durchführen. Als Reaktion auf die hohe Nachfrage und den Patientenrückstau in vielen der lokalen Märkte von RadNet haben wir vor über einem Jahr ein Programm zur Kapazitätserweiterung durch die Entwicklung und den Bau neuer Bildgebungszentren gestartet.“ 

Dabei geht das Unternehmen davon aus, dass man bis Ende des Jahres 2024 etwa ein Dutzend neue Zentren eröffnen wird. Daneben wird der Bereich Digital Health weiter ausgebaut, indem unter anderem neue KI-Programme für die Bereiche Lungen- und Prostatakrebs eingeführt werden sollen. Die Technologieplattform DeepHealth OS wird ab dem 3. Quartal dieses Jahres bei RadNet selbst und ab dem 1. Quartal 2025 bei externen Kunden implementiert werden, wobei man ganz neue generative KI-Funktionen integrieren wird. Inzwischen hat RadNet auf seiner Website den Bereich Artificial Intelligence als eigenständigen Reiter auf seiner Website etabliert, was die zunehmende Relevanz dieses Bereichs zusätzlich verdeutlicht. 

Abschließende Überlegung 

Angesichts der einzigartigen Positionierung von RadNet auf einem Wachstumsmarkt, der durch die Einführung von KI große Chancen birgt, dürfte RadNet in den kommenden Jahren weiter solide wachsen können. Die neue Gesetzgebung in Maryland dürfte das Geschäft im Bereich der Bildgebungszentren weiter stützen. Die Aktie befindet sich in einem soliden Aufwärtstrend und prallte in dieser Woche am EMA 50 nach oben ab. Hier könnte es nun zeitnah zum Ausbruch auf ein neues Allzeithoch kommen.

 

Watchlist:

Keine entfernten Aktien. 

Allen Kunden des Tenbagger-Magazins steht die Watchlist auf dem TraderFox Trading-Desk zur Verfügung. Sie finden die Liste folgendermaßen: Sie gehen oben auf den Reiter Listen, dann unter Börsendienste auf Tenbagger-Magazin. Hier finden Sie die von mir wöchentlich aktualisierte Liste, die Sie unten sehen.

Hier sehen Sie die aktualisierte Watchlist: 

 

Hier ist die aktuelle Depotübersicht:

  

Und hier sehen Sie den verfügbaren Cashbestand und die Umsätze:

 

 

Eigenpositionen der angesprochenen Aktien: Verantwortlicher Redakteur: Andreas Haslinger: Meta, Tesla, Adesso

Zealand Pharma: Vielversprechende Studiendaten zu innovativem Adipositas-Medikament 

Liebe GROWTH-Investoren,

  • Nach vielversprechenden Studiendaten zu einem neuen Adipositas-Medikament konnte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung über 1 Mrd. USD erfolgreich abschließen.  
  • Das neue Medikament sorgt erst nach dem Essen für ein Gefühl der Sättigung, anstatt den Appetit von vornherein zu unterdrücken. 
  • Die Aktie zeigt eine beeindruckende Stärke und spiegelt das große Interesse an der innovativen Entwicklungspipeline wider. 

Das dänische Biopharmaunternehmen Zealand Pharma zieht derzeit erhebliche Aufmerksamkeit von Investoren auf sich. Nach der Veröffentlichung vielversprechender Studiendaten zu einem neuartigen potenziellen Adipositas-Medikament konnte die Gesellschaft eine Kapitalerhöhung problemlos abschließen und dabei 1 Mrd. USD einnehmen. Die Stärke der Aktie, insbesondere nach der Kapitalerhöhung, ist beeindruckend und spiegelt das immense Interesse an der Entwicklungspipeline von Zealand Pharma wider. 

Zealand Pharma hebt sich durch mehrere innovative Ansätze ab. Zealand forscht an einem Präparat basierend auf einem Hormon namens Amylin. Letzteres soll erst nach dem Essen für ein Gefühl der Sättigung sorgen, anstatt den Appetit von vornherein zu unterdrücken. Erste Versuche führen zu ähnlichen Gewichtsverlusten bei weniger unangenehmen Nebenwirkungen, so CEO Steensberg. CEO Adam Steensberg erklärt: “Sie kommen ans Büfett und sagen, sie können nichts essen. Das ist nicht die angenehmste Erfahrung.” Diese neue Herangehensweise könnte zu einer besseren Patiententreue führen und stellt eine vielversprechende Alternative zu bestehenden Therapien dar. 

Petrelintide fördert den Gewichtsverlust bei gleichzeitiger Erhaltung der Muskelmasse und weist ein günstiges Sicherheitsprofil auf, da es weniger schwerwiegende Nebenwirkungen und eine verbesserte gastrointestinale Verträglichkeit im Vergleich zu GLP-1-Medikamenten hat. Im Juni 2024 veröffentlichte Daten aus einer Phase-1b-16-Wochen-Studie zeigten, dass Patienten, die die höchste Dosis von Petrelintide einnahmen, eine durchschnittliche Gewichtsabnahme von 8,6 % erreichten, verglichen mit nur 1,7 % unter Placebo. 

Die vollständige detaillierte Datenpräsentationen, endgültige Ergebnisse der Phase-1b-Studie und der Beginn einer Phase-2-Studie sollen noch in diesem Jahr folgen. Diese Entwicklungen könnten das Potenzial von Petrelintide als wirksame Alternative zu GLP-1-basierten Therapien weiter untermauern. 

Ein vielversprechendes Medikament von Zealand Pharma, entwickelt zusammen mit Boehringer Ingelheim, ist Survodutide. Es wird sowohl gegen Übergewicht als auch gegen MASH (eine Lebererkrankung) getestet. Studien zeigen, dass Survodutide nicht nur das Körperfett reduziert, sondern auch die Lebergesundheit verbessert – wichtig für MASH-Patienten. Das Medikament ist aktuell in Phase-3-Studien. Der Markt für MASH-Medikamente wird bis 2028 auf 14,53 Mrd. USD geschätzt.  

Boehringer finanziert sämtliche Aktivitäten zur Entwicklung und Vermarktung des Medikaments, während Zealand Meilensteinzahlungen sowie prozentual einstellige bis niedrige zweistellige Lizenzgebühren auf Nettoumsätze erhält. 

Ein weiteres Projekt ist Dapiglutide, das GLP-1- und GLP-2-Rezeptor-Agonisten kombiniert. Dieser duale Ansatz zielt darauf ab, nicht nur das Gewicht zu reduzieren, sondern auch Entzündungen im Darm zu verringern. Diese Kombination könnte besonders vorteilhaft für Patienten sein, die an Adipositas und damit verbundenen entzündlichen Darmerkrankungen leiden. Dapiglutide befindet sich derzeit in Phase-2-Studien, und die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend, was das Potenzial des Medikaments zur Behandlung dieser komplexen Patientengruppe unterstreicht. 

Analystin Suzanne van Voorthuizen von Van Lanschot Kempen hebt hervor, dass Zealand wahrscheinlich der einzige Small-/Mid-Cap-Investment-Case in Europa ist, wenn man in die Fettleibigkeit einsteigen will. Nach der Kapitalerhöhung dürfte die Finanzierung der nächsten Jahre gesichert sein. In den letzten 2,5 Jahren hat sich die Marktkapitalisierung auf knapp 9 Mrd. Euro (67 Mrd. DKK) bereits verzehnfacht. 

Fazit: Zealand Pharma überzeugt durch innovative Medikamente und strategische Partnerschaften. Die Aktie ist spekulativ, bietet jedoch eine vielversprechende Möglichkeit, vom wachsenden Trend der Abnehmmedikamente zu profitieren.