TUI – Tourismuskonzern zum Schnäppchenpreis und fast 30 % Kurspotenzial

Wetternachrichten sind ein schnelllebiges Geschäft. Im letzten Jahr stöhnten alle über den nicht enden wollenden Sommer. Vielen war es einfach zu heiß und vor allem zu lange zu heiß. Landwirte und Hobbygärtner klagten über die extreme Trockenheit. Alte und Kranke machten reihenweise schlapp. Die einzige Gruppe, die sich über den „Jahrhundertsommer“ freute, waren die die freihatten. Wer dann auch noch Urlaub gebucht hatte, der hatte in letzten Sommer quasi eine Schön-Wetter-Garantie, wenn man mal von einigen heftigen Unwettern und Extremen absieht.

Den Spaß am Reisen hat der letzte Sommer den Deutschen sicher nicht vermiest. Schließlich stehen Sonne, Sand und Strand immer noch hoch im Kurs. Für viele Europäer ist der Sommerurlaub ein Muss, auch wenn in der Touristikbranche eine Zunahme von Städtereisen und Kurztrips zu verzeichnen ist.

Was könnte besser sein, als das trübe Winterwetter zum Durchstöbern der Sommerreisekataloge zu nutzen? Millionen Europäer sind gerade dabei, sich die besten Deals für Frühbucher zu sichern. Genügend finanzieller Spielraum sei laut Der Aktionär in den Reisekassen der Urlauber angesichts einer weiterhin robusten Konjunktur vorhanden. Wer jedoch auf starke Schnäppchen hoffe, der dürfe enttäuscht werden. Angesichts der hohen Kaufkraft sei von weiter steigenden Preisen bei Reiseveranstaltern und Hotelbetreibern auszugehen.

Allerdings gebe es eine gute Möglichkeit den Sommerurlaub zu finanzieren. Die Korrektur an den Aktienmärkten sei auch nicht spurlos am größten europäischen Tourismuskonzern TUI vorbeigegangen. Ein Kauf der Aktie könne daher womöglich einen Teil der Reisekosten wieder einspielen, zumal der Kursrückgang der TUI-Aktie seit dem vergangenen Sommer zum Großteil auf eine Reihe von Gewinnwarnungen beim britischen Rivalen Thomas Cook zurückzuführen sei.

Laut TUI-Chef Fritz Joussen gebe es beim Branchenprimus selbst keinen Anlass zur Sorge. TUI habe im Geschäftsjahr 2018 schon wieder ein zweistelliges Gewinnwachstum realisieren können. Auch im Jahr 2019 dürfe sich diese Entwicklung fortsetzen. Ein Wachstumstreiber bleibe das boomende Kreuzfahrtgeschäft. Bei TUI gehe man von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Seereisen in den kommenden 10 Jahren aus. Bis 2026 werde daher die bestehende Flotte von 16 auf 22 Schiffe ausgebaut.

Weil die Schiffe fast immer ausgebucht seien, habe man mit dem Kreuzfahrtgeschäft eine starke Cashcow im Portfolio. Künftig erwarte Joussen auch großen Nutzen der Digitalisierung. Durch genauere Kenntnis der Kundeninteressen könne TUI bald noch besser zugeschnittene Angebote offerieren. Laut Joussen bestehe zudem noch hohes Potenzial beim Verkauf von Dienstleistung am Urlaubsort.

Fritz Joussen genieße den Ruf eines guten Gespürs für seine Vorhersagen. Daher sei auch in den kommenden Geschäftsjahren von einem Gewinnwachstum im zweistelligen Prozentbereich auszugehen. Angesichts eines 2020er-KGV von lediglich 9 mache das die Aktie zu einem Schnäppchen, zumal der Reisekonzern mit einer Dividendenrendite von aktuell 5,5 % zu überzeugen wisse. Der Aktionär rät mit einem Kursziel von 17 Euro zum Einstieg und sieht damit knapp 28 % Potenzial für den Titel.

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Hinweis: Im  “aktien-Magazin” informieren wir unsere Leser Woche für Woche über die wichtigsten Kaufempfehlungen renommierter Analystenhäuser und Banken sowie aus Printmedien und Börsenbriefen. Unsere Leser lieben dabei unser Ranking der Top-Kursziele. Sie sehen sofort welche Aktien laut Analysten das derzeit höchste Kurspotenzial haben!


Bildherkunft: TUI/TUI Cruises/TUI fly

Neo-Darvas-Aktie Glu Mobile offeriert zum heutigen Life-Style passende Produkte

Neulinge an der Börse bekommen meist eingetrichtert, gegen den Trend zu investieren. Das heißt, Aktien dann zu kaufen, wenn sie gefallen sind, weil sie dann vermeintlich günstig sind. Richtig angewandt lässt sich womöglich auch mit dieser Vorgehensweise Geld verdienen. Jedenfalls können an der Börse verschiedene Wege zum Erfolg führen.

Ein von uns erprobter Weg verfolgt aber einen konträren Ansatz. Denn diese Strategie setzt gezielt auf Unternehmern, deren Aktien zuletzt bereits stark gestiegen sind. So müssen Kandidaten für eine Aufnahme in das Neo Darvas Musterdepot mindestens eine Performance von 100 % seit dem Jahrestief sowie ein neues Jahreshoch in den vergangenen 20 Handelstagen vorweisen können.

Das Musterdepot enthält derzeit zwar keine Titel, weil beim letzten Überprüfungstermin ein unter dem 200-Tage-Durchschnitt notierender S&P 500 Index laut Regelwerk eine Neuaufnahme verhindert. Von 1999 bis 2019 hat es dieses regelbasierte Depotkonzept laut Rückberechnung aber auf ein Plus von im Schnitt 20,62 % p.a. gebracht.

Kursanstieg von fast 4000 % seit November 2008

Ohne zuletzt allgemein vorgeschobenen Riegel durch das Regelwerk hätten die Aktien von Glu Mobile Inc. (ISIN: US3798901068) derzeit gute Chancen auf eine Musterdepotaufnahme. Denn die Notiz hat hier mit 9,50 USD erst gerade am 15. Januar den höchsten Stand seit November 2007 erklommen. Außerdem ergibt sich gegenüber dem 12-Monatstief von 3,25 USD sogar fast eine Verdreifachung.

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Nach dem Börsengang im März 2007, der zu einem Ausgabepreis von 11,50 USD erfolgte, konnte sich der Titel zunächst bis Juni auf ein Rekordhoch von 14,67 USD schrauben. Doch anschließend folgte im Zuge der Kreditkrise ein Absturz, der den Wert bis November 2008 auf ein Rekordtief von 0,23 USD zurückwarf. Wer damals zugegriffen und als Aktionär bis heute durchgehalten hat, darf sich bei einem aktuellen Schlussstand vom Mittwoch von 9,42 USD über ein sagenhaftes Plus von fast 4000 % freuen.

Mobile Spiele für Smartphone- und Tablet-Geräte

Besonders eindrucksvoll an dieser Vorstellung ist, dass es auch im Vorjahr zu mehr als einer Kursverdoppelung reichte, obwohl der US-Aktienmarkt allgemein etwas ins Trudeln geraten ist. Wobei auch noch zu berücksichtigen ist, dass es auch für die Aktien von Videospiel-Produzenten an der Börse längst nicht mehr allgemein so gut lief, wie das noch in den Jahren zuvor der Fall gewesen ist.

Doch bevor wir zu den Hintergründen dafür kommen, zunächst einige Erläuterungen dazu, was Glu Mobile macht. Und zwar handelt es sich bei der 2001 in San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien unter dem Namen Sorrent gegründete Gesellschaft (Namensänderung im Mai 2005) um einen Entwickler und Herausgeber von mobilen Spielen für Smartphone- und Tablet-Geräte.

Angeboten werden Produkte für verschiedene Plattformen an, darunter iOS, Android, Amazon, Windows Phone und Google Chrome. Laut den Verantwortlichen ist die Firmenkultur darauf ausgerichtet, intelligente Risiken einzugehen und die Kreativität zu fördern, um den Spielern interaktive Erlebnisse von Weltklasse zu bieten.

Die offerierten Spielgenres umfassen Action, Prominenz, Sport und Simulation. Zum vielfältigen Portfolio von Glu gehören dabei preisgekrönte originale und lizenzierte IP-Titel wie Cooking DASH, Covet Fashion, Deer Hunter, Design Home, MLB Tap Sports Baseball und Kim Kardashian: Hollywood, das weltweit auf verschiedenen Plattformen wie dem App Store und Google Play erhältlich ist.

Die Wachstumstitel Design Home, Tap Sports Baseball Franchise und Covet Fashion machten zuletzt 79 % der Buchungen aus. Zugänglich sind die angebotenen Spiele über digitale Direktverkaufsflächen wie den Apple App Store, den Google Play Store und den Amazon App Store.

Gute Geschäftsentwicklung

Das Geschäftskonzept sieht vor, die entwickelten Spiele zunächst kostenfrei anzubieten. Doch es gibt kostenpflichtige Zusatzinhalte, mit denen sich umso mehr Geld verdienen lässt, je besser die entwickelten Spiele bei den Gamern ankommen.

In den vergangenen Quartalen lief es in dieser Hinsicht sehr gut. Wie der Grafik zur Umsatzentwicklung auf GAAP-Rechnungslegungsbasis zu entnehmen ist, kam der Umsatz seit dem zweiten Quartal 2017 bis zum dritten Quartal 2018 von 68,7 Mio. auf 99,3 Mio. USD voran.

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Quelle: Glu Mobile

Für das dritte Quartal meldete das Unternehmen außerdem Rekordbuchungen von100,7 Mio. USD, was gegenüber dem Vorjahr einer Zuwachsrate von 17,5 % entsprach. Zudem erhöhte die Gesellschaft die Prognose für die Buchungen im Gesamtjahr 2018 auf eine Spanne von 380,7 bis 382,7 Mio. USD. Und von Analysten angestellte Marktuntersuchungen sprechen dafür, dass diese Vorgabe auch erreicht worden sein dürfte.

Viel versprechende Pipeline

Beim Versuch die Geschäfte auszubauen, ist es sicherlich hilfreich, dass man sich auf Angebote für Smartphones spezialisiert hat. Schließlich sind Smartphones heutzutage ein sehr wichtiger Begleiter im Alltagsleben für viele Menschen und ihre Nutzung dient längst nicht mehr nur zum Telefonieren, sondern unter anderem dazu, um sich mit Spielen die Zeit zu vertreiben.

Für 2019 hat sich der Vorstand vorgenommen, die Skalierung des Geschäfts auf eine neue Stufe zu hieven, die Buchungen zu steigern, die Margen zu verbessern, den freien Cash Flow sowie allgemein die Profitabilität zu erhöhen. Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es natürlich einem Spieleangebot, das bei den Kunden gut ankommt.

Mut in dieser Hinsicht macht, die Pipeline. Denn diese sieht in diesem Jahr die Markteinführungen von WWE: Universe, Diner Dash Town sowie eines Lizenztitels von Walt Disney’s Pixar vor. Wobei daran erinnert sei, dass das Spiel Covet Fashion bereits von der Beliebtheit der Marke Disney profitierte. Damit scheint man gut positioniert zu sein, um weiter zu wachsen.

Produkte und Pipeline

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Quelle: Glu Mobile

Analysten beim Ergebnis zuversichtlich

Die Verantwortlichen in dem Unternehmen halten es längerfristig jedenfalls für machbar, bei der bereinigten EBITDA-Margen folgende Werte zu erreichen: Bei Buchungen im Wert von 500 Mio. USD 15 % bis 20 % und bei Buchungen im Wert von 750 Mio. USD sei sogar noch größere Margen drin.

Positiv ist in dieser Hinsicht auch, dass es Glu Mobile im abgelaufenen Jahr gelungen sein dürfte, in die Gewinnzone vorzustoßen. Der Analystenkonsens rechnet jedenfalls mit einem Gewinn je Aktie von 0,26 USD, nachdem 2017 noch ein Verlust von 0,28 USD angefallen war. Für 2019 und 2020 sehen die Prognosen zudem weitere Verbesserungen auf 0,35 USD bzw. auf 0,50 USD vor. Auf letztgenannter Basis würde sich das geschätzte KGV somit gemessen an den Wachstumsraten als relativ vertretbar erweisen. Jedenfalls erklären die skizzierten Ergebnisschätzungen, warum der Titel derzeit an der Börse so gut unterwegs ist.

DAX Analyse zum 17. Januar 2019: Anleger zeigen sich von Ablehnung des Brexit-Abkommens unbeeindruckt – DAX bereitet nächsten Kurssprung vor!

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich gehe für die nächsten Handelstage insgesamt weiterhin von einer Korrektur im DAX aus. Die Chancen für einen Breakout auf der Oberseite nehmen allerdings zu. Auf Sicht von mehreren Wochen bleibe ich bullisch eingestellt.

Während des gestrigen außerbörslichen Handels fand die Abstimmung im britischen Parlament statt. Eine deutliche Ablehnung des Brexit-Abkommens mit 432 zu 202 Stimmen brachte die Anleger jedoch nicht aus der Ruhe. Dadurch wird entweder der Eindruck erweckt, dass die Sorge vor einem No-Deal Brexit bereits eingepreist ist oder dass Investoren auf irgendeine Form der Einigung in letzter Minute hoffen. Die britische Premierministerin hat jetzt jedenfalls lediglich bis Montag Zeit, einen Gegenvorschlag mit der EU auszuarbeiten. Wenn auch dieser abgelehnt wird, wird es laut derzeitigem Stand kein Brexit-Abkommen geben. Ein ungeregelter Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union wäre die Folge. Zudem wurde ein Misstrauensvotum gegen Theresa May gestellt.

Die gestrige Rede des EZB-Präsidenten Mario Draghis brachte wenig Neuerungen. Die EZB bleibt beim bisherigen Kurs der lockeren Geldpolitik. Zwar deuten die Konjunkturdaten bereits erste Erholungstendenzen an, doch sei die derzeitige Geldpolitik weiterhin notwendig. Der Leitzins wurde bei 0,0 Prozent belassen.  Letztendlich legte der Index bis zum Tagesschlusskurs um ca. 0,3 Prozent zu. Für den morgigen Handelstag steht die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex VPI um 11:00 Uhr auf der Agenda. Erwartet wird eine Zunahme von 1,6 Prozent.

Wichtige Kursmarken:

Unterstützungen: 10.587 & 10.387 Punkte

Widerstände: 11.010 & 11.570 Punkte

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Der DAX bewegt sich innerhalb der vergangenen Handelstage unmittelbar vor meiner Widerstandsmarke von 11.010 Punkten. Diese touchierte er zwar bereits, konnte diese bislang jedoch nicht nachhaltig nach oben überwinden. Grundsätzlich bin ich davon ausgegangen, dass der Index deutlich schneller und stärker an diesem Widerstandsbereich nach unten reagiert. Selbst den schlechten Nachrichten aus Großbritannien und dem Verkaufssignal im überkauften Bereich in der Slow Stochastik schenkt er keine Beachtung. Dies ist bislang ein deutliches Zeichen von Stärke. Zusätzlich generierte der DAX am heutigen Handelstag eine bullische Hammerkerze, welche einen Ausbruch nach oben andeutet. Mittlerweile öffnet sich ebenfalls leicht das obere Bollinger Band und würde damit allmählich den Weg nach oben ermöglichen. Gelingt es dem Index einen Tagesschlusskurs über dem Widerstandsbereich zu generieren, ist das Breakout-Szenario intakt.

Solange dieser Tagesschlusskurs oberhalb von 11.010 Punkten nicht generiert werden kann, gehe ich nochmals von einem Pullback zum Unterstützungsbereich von 10.587 Punkten aus. Hier befindet sich das letzte lokale Tief von Dezember 2018. Erst wenn der DAX unter 10.387 Punkte fällt, ist das Aufwärtsszenario für die nächsten Wochen inaktiv. Auf Wochenbasis gehe ich von einem Erreichen von 11.570 Punkten aus. Dort notiert das letzte lokale Hoch sowie die Unterkante des mittelfristigen Abwärtstrend.

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Trading-Strategie – 4Stundenansicht

In der 4Stundenansicht ist mein Einstiegsszenario nochmals beschrieben. Im Einstiegsbereich von 10.587 Punkten notiert ebenfalls das 50er Fibonacci-Retracement der laufenden Erholungsbewegung. Bricht der DAX direkt über 10.990 Punkte aus, gehe ich von einer sofortigen Trendfortsetzung aus.

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Trader Race Jahresauftakt 2019 von TraderFox: Warum nehmen unsere Mitspieler am Trader Race teil?

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Neues Spiel, neues Glück. Die Karten werden im Trader Race Börsenspiel Jahresauftakt 2019 wieder neu gemischt. Weil ja zu Beginn einer neuen Runde im Börsenspiel alle Teilnehmer wieder bei NULL anfangen, eignet sich dieser Wettstreit ja für jeden Neueinsteiger, der sich für die Börse beginnt zu interessieren. Doch was ist eigentlich die Motivation unserer Teilnehmer, am Trader Race teilzunehmen. Wir haben gefragt und das sind die Antworten von unseren Mitspielern Corny, piefke, micky2 und Dreamer:

 

TraderFox: Was ist deine Motivation, um am Trader Race teilzunehmen?

Corny: Es sind mehrere Motivationen. Einmal kann man Aktie/Derivate „risikolos“ ausprobieren, die man so im Real-Depot nie aufnehmen würde. Persönlich würde ich mich auch freuen, wenn ich unter den Top 10 lande und die Börse Stuttgart live sehen darf.

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Depot von Corny am 16. Januar 2019 – aktuell auf Platz 16 im Trader Race Jahresauftakt 2019

[Anmerk. d. Red.: Ein Plus von 26 % in noch nicht einmal 3 Wochen ist eine saubere Leistung. Dranbleiben und wir führen noch ein Interview mit einem Top-Platzierten!!!]

piefke: Eigene Strategie entwickeln und testen ohne Echtgeld in die Hand nehmen zu müssen.

Das TraderFox-Tradingdesk besser kennenlernen, welche Funktionen kann ich für mein privates Trading noch aus der Plattform ziehen, um mir einen Vorteil zu verschaffen.

Ein weiterer und wichtiger Punkt: der direkte Vergleich mit meinem Kollegen, der auch am Trader Race teilnimmt.
micky2: Meine Motivation zur Teilnahme ist, dass ich dort Hebel handeln kann, die ich bei meinen eigenen Geschäften nicht mehr wählen würde. Im Spiel muss man ja, um im Ranking gut platziert zu sein, möglichst den 10er-Hebel nutzen. Privat eher 3-4er-Hebel.

Grund ist, dass ich mir dort auch schon mal die „Finger verbrannt habe“. Gerade bei volatilen Aktien kann man da mal schnell ausgeknockt werden. Aktuelle Beispiele wären hier:  Call auf Apple oder Put auf Netflix, wo man über Nacht oder innerhalb eines Tages ausgeknockt worden wäre. Ein StoppLoss hätte in diesen Fällen auch kaum geholfen. Bei einem kleineren Hebel hat man bei so volatilen Märkten, wie wir sie aktuell haben, die Chance Verluste wieder aufzuholen.

Der Vergleich mit anderen Teilnehmern. Welche Strategien, welche Werte könnten auch für mich interessant sein und zuletzt, wenn man ehrlich ist, auch die attraktiven Preise.

Dreamer: Meine Motivation ist, Erfahrung zu sammeln, ab und dann Tradingstrategien zu testen. Klar einen Preis würde ich natürlich gerne entgegennehmen.

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Depot von dreamer am 16. Januar 2019 – aktuell auf Platz 279 im Trader Race Jahresauftakt 2019

[Anmerk. d. Red.: Um Strategien zu testen, muss man auch mitmachen! Auf geht’s – nutz das Börsenspiel und mach wirklich mit!]

 

Wie viel Börsenerfahrung bringst du schon mit?

Corny: An der Börse bin ich seit ca. 3 Jahren tätig und eher mit Aktien auf einer „Buy and Hold“ Strategie unterwegs.

piefke: Ich bin mittlerweile 15 Jahre an der Börse tätig. Hauptsächlich im Bereich Aktien, Knock Outs, gelegentlich Optionsscheinen und relativ viel CFD-Handel.

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Depot von piefke am 16. Januar 2019 – aktuell auf Platz 421 im Trader Race Jahresauftakt 2019

[Anmerk. d. Red.: Wie heißt es doch so schön: wer nicht wagt, der … Doch manchmal passt das Timing einfach nicht. Die Märkte sind im Abwärtstrend, doch der Einstieg in die Short-Positionen will gut überdacht und zum richtigen Zeitpunkt ausgeführt worden sein. Aber hey: Dafür ist ein Börsenspiel ja da.]

Dreamer: An der Börse bin ich seit 2 Jahren intensiver, insgesamt bereits seit längerem am Verfolgen und also alles in allem seit ca. 5 Jahren interessiert.

 

Welche Entwicklung erwartest du an den Märkten in den nächsten 3 Monaten?

Corny: Ich erwarte für die nächsten 3 Monaten eher einen bärischen Markt, wobei bestimmte Unternehmen natürlich eine Outperformance schaffen können. Kurzfristig sehe ich den Brexit und den Handelskrieg als Dämpfer für die Märkte, aber für das Gesamtjahr sehe ich die Märkte in einem positiven Licht.

piefke: Den Markt sehe ich in den nächsten Monaten eher kritisch und rechne mit weiter fallenden Kursen. Die Themen (Brexit, Handelsstreit und ggf. weiter steigende Zinsen in USA) die uns das letzte Jahr verhagelt haben, sind aus meiner Sicht weiterhin offen. Aber schauen wir mal, wie die großen Player die Lage einschätzen und was noch so passiert.

Wünsche allen, außer meinem Kollegen, viel Erfolg beim Trader Race und freue mich auf ein spannendes Börsenjahr.
micky2: Für die nächsten 3 Monate erwarte ich sehr volatile Märkte. Stark abhängig davon, was die Politik und die Notenbank so machen und natürlich auch die Unternehmensergebnisse. Gerade aktuell führen positive Überraschungen zu starken Anstiegen und negative, wie z. B. bei Apple, zu starken Kursrückgängen. Mittelfristig bin ich eher positiv gestimmt, da die Börsen doch einiges Negatives vorweggenommen haben.

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Depot von micky2 am 16. Januar 2019 – aktuell auf Platz 401 im Trader Race Jahresauftakt 2019

[Anmerk. d. Red.: Dass es micky2 besser kann, hat er schon bewiesen. In der vorangegangen Spielrunde hat micky2 den 3. Platz belegt.]

 

Dreamer: In den nächsten Monaten, Grundsätzlich kann man das ja nicht voraussehen, ich rechne damit, dass die Kurse Anfang 2019 noch steigen. Wobei es auf die nächsten Handlungen drauf ankommt, wie entwickelt sich der Wirtschaftskrieg, wie wird der Brexit.

Es wird wie eh und je interessant an der Börse!

 Vielen Dank für die Interviews und viel Erfolg im weiteren Verlauf des TraderFox Trader Race Jahresauftakts 2019!

 

Die neue Runde hat gerade erst begonnen – jetzt noch anmelden!

Wer sich selbst mit seinen Strategien und Ideen an der Börse versuchen möchte, der sollte sich jetzt für die neue Runde im Trader Race Jahresauftakt 2019 anmelden. Die Depots der anderen Spieler könnt ihr dabei in Echtzeit verfolgen. Gewinnt ein Apple iPad, eine Apple Watch oder eines von zahlreichen Börsenbüchern.

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Wenn du bereits angemeldet bist, kannst du auf www.traderfox.com über Börsenspiele direkt auf die Trader Race Handelsoberfläche zugreifen.

Natürlich kannst du auch mit der TraderFox-App am Börsenspiel teilnehmen und handeln. > Download: iOS | Android


Bildherkunft: Photo by Fab Lentz on Unsplash

Merck – Pharma- und Chemiekonzern glänzt mit relativer Stärke in volatilem Markt

Aktien, die nach den letzten turbulenten Monaten mit heftigen Kursrückschlägen noch über dem Gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage liegen sind rar geworden. In den USA sind inzwischen auch fast 77 % aller Aktien unter diese markante Durchschnittslinie gerutscht. Wenn man also eine Aktie findet, die dem Marktumfeld bislang getrotzt und sich im Kurs behauptet hat, dann scheint es dort einfach keinen Abgabedruck zu geben. Niemand will – trotz Korrektur und zeitweiser Panik – seine Aktien auf den Markt werfen. Die Anleger glauben an das künftige Potenzial des Titels. Wer solche Papiere identifizieren kann, der ist gut beraten, sich diese Titel für mögliche Käufe einmal genauer anzusehen.

Laut Börse Online zählt die Aktie des Pharma- und Chemiekonzerns Merck zu diesen starken Werten. Der Titel notiert weiterhin als eine Ausnahmeerscheinung im DAX über der 200-Tage-Linie und daran dürfe sich auch im Börsenjahr 2019 nicht so schnell etwas ändern. Merck warte mit einer Sonderstory auf. Hier halte die Spekulation auf die Zulassung eines neuen Medikaments die Aktie oben. Ende Dezember habe die US-Gesundheitsbehörde FDA das Präparat „M7824“ als „Orphan Drug“ eingestuft. M7824 komme bei seltenen und aggressiven Tumoren des Magen-Darm-Trakts zum Einsatz. Merck könne sich nun große Hoffnungen auf eine rasche Zulassung in Europa machen.

Außerdem habe Merck eine vielversprechende Kooperation mit der US-Biotechfirma Intrexon zur Entwicklung von Krebstherapien geschlossen. Es gehe hier um die Forschung nach T-Zell-Therapien auf Basis chimärer Antigenrezeptoren. Laut dem Analysten David Evans von Kepler Cheuvreaux könne „die Produktentwicklung, vor allem im Segment Immunonkologie … den Darmstädtern nach 2020 das sektorweit beste Wachstum bescheren“. Der Titel sei auf der Liste der „German Top Picks“ enthalten und Kepler Cheuvreux habe ein Kursziel von 108 Euro für den DAX-Titel (19 % Potenzial).

Ohne Risiko sei die Wirkstoffentwicklung allerdings nicht, wie Börse Online anmerkt. Zum Jahresende 2018 habe Merck die Forschung zum Hoffnungsträger Bavencio eingestellt, nachdem eine Studie nicht die gewünschten Ergebnisse zur Therapie von Eierstockkrebs gebracht hatten. Doch trotz des Fehlschlags sehe der Analystenkonsens immer noch einen Gewinnanstieg von 16 % im laufenden Geschäftsjahr bei dem DAX-Konzern vor. Börse Online rät mit einem Kursziel von 115 Euro zum Kauf (27 % Potenzial).

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Hinweis: Im  “aktien-Magazin” informieren wir unsere Leser Woche für Woche über die wichtigsten Kaufempfehlungen renommierter Analystenhäuser und Banken sowie aus Printmedien und Börsenbriefen. Unsere Leser lieben dabei unser Ranking der Top-Kursziele. Sie sehen sofort welche Aktien laut Analysten das derzeit höchste Kurspotenzial haben!


Bildherkunft: Merck

Sind Fluglinien wieder Schnäppchen?

Die Investmentfirma Primecap Management setzt derzeit auf vor allem US-Fluglinien. Was genau dahinter steckt und welche Transaktionen der Hedgefonds im letzten Quartal sonst noch getätigt hat, schauen wir uns nun wieder genauer an.

Bereits im Jahr 1983 gründeten die Männer Howard B. Schow, Mitchell J. Milias und Theo A. Kolokotrones die Primecap Management Company. Auch heute sind sie noch aktive Geschäftsführer. Bei ihren Käufen achten diese in erster Linie eine gründliche fundamentale Analyse des Unternehmens. Diese sollen, soweit alles planmäßig verläuft, für mindestens 3 – 5 Jahre im Depot liegen bleiben. Im Endeffekt läuft es dann darauf hinaus, dass die Divergenz zwischen dem inneren Wert des Unternehmens und dem aktuellen Marktpreis beurteilt wird. Wenn hier ein vermeintliches Schnäppchen identifiziert werden kann, das zum Schema passt, schlagen die Männer meist zu.

Primecap Management
Die Performance in der Vergangenheit ist absolut beeindruckend. In den letzten 30 Jahren konnte eine durchschnittliche jährliche Rendite von 13,43 % erzielt werden. Der S&P 500-Index schaffte es in diesem Zeitraum auf 10,60 %. In den letzten 5 Jahren zündeten die Männer nochmals den Turbo. Hier betrug die Rendite im Schnitt sogar 19,51 %. Derzeit verwaltet die Firma ein Gesamt-
vermögen von 148,14 Mrd. USD. Mit 296 verschiedenen Unternehmens-
beteiligungen ist der Fonds breit aufgestellt. Im letzten Vierteljahr wurden 10 neue Werte hinzugefügt. Dazu zählen bspw. die Biotechunternehmen BeiGene und Arena Pharmaceuticals, aber auch Softwareanbieter wie Arlo Technologies, etc. Mit 34,64 % wird besonders auf den Technologiesektor gesetzt. Diesem folgen mit 26,32 % der HealthCare-Sektor und mit 18,89 % die Industrie-
vertreter. Die größte Position bleiben unverändert Eli Lilly and Company, Adobe und Biogen. Doch auf dem 4. Platz folgt bereits die erste Fluglinie. Neben Soutwest Airlines befinden sich noch United Continental Holdings und American Airlines innerhalb der 11 größten Positionen. Diese drei Beteiligungen wurden auch im letzten Quartal wieder geringfügig ausgebaut. Die Bewertungen sind attraktiver geworden.

Neuer Aufwind nach der Flaute
In den letzten Monaten sind die US-Fluglinien ordentlich unter die Räder gekommen. Das beunruhigte die Hedgefonds-Manager nicht. Sie halten ihre Aktien nach wie vor und legen nun nach. Bei Southwest Airlines ist die Beteiligung mit 3,12 % des Depots bzw. mit einem Wert von 4,62 Mrd. USD am höchsten. Auch andere Gurus wie Leon Cooperman haben erkannt, dass hier wieder Potenzial vorhanden ist und bauen ihre Beteiligungen bei den Fluggesellschaften aus. Southwest Airlines weist derzeit eine Markt-
kapitalisierung von 29,74 Mrd. USD auf. Somit zählt diese zu den größten Air-Linern in den Vereinigten Staaten. Zusammen mit der seiner Tochter-
gesellschaft AirTran werden hauptsächlich Kurzstreckenflüge durchgeführt. Der Gedanke dabei ist, dass die Kosten so möglichst geringgehalten werden sollen, wodurch wiederum auch günstigere Flugpreise für die Passagiere angeboten werden können. Die Flugzeugflotte beinhaltet größtenteils Modelle des weitverbreiteten Typs Boeing 737-800. Im letzten Quartal wurden 5 weitere Luftfahrzeuge dieser Reihe bestellt. Außerdem wurden 7 neuwertige 737 MAX 8-Modelle erworben. Diese können u. a. weitere Vorteile im Bereich des Treibstoffverbrauchs mit sich bringen. Nun umfasst der Bestand insgesamt bereits über 750 Stück.

Der kommerzielle Flugverkehr nimmt jährlich zu
Die Entwicklung des weltweiten Passagierflugverkehrs steigt jährlich an. Diese Dynamik soll sich in den kommenden Jahren noch weiter beschleunigen. Im Jahr 2017 betrugen die weltweit zurückgelegten Personenkilometer 7.635 Mrd. Diese Zahl wird im Jahr 2037 bereits bei 18.972 Mrd. Kilometer vermutet (Quelle: statista.com). Auch Southwest Airlines konnte im letzten Quartal davon profitieren und die Umsätze um 5,1 % auf 5,58 Mrd. USD steigern (Konsens: 5,57 Mrd. USD). Der Gewinn je Aktie stieg von 0,88 USD auf 1,08 USD an und lag ebenfalls leicht über den prognostizierten 1,06 USD. Es konnte ein Rekordnettoeinkommen von 615 Mio. USD erwirtschaftet werden. CEO Gary C. Kelly ist begeistert, da trotz zuletzt stark steigender Treibstoffpreise die Nettomargen weiter gesteigert werden konnten. Die jüngste Kursschwäche wurde genutzt, um Aktienrückkäufe in der Höhe von 591 Mio. USD zu tätigen.

United Continental überrascht bereits
United Continental konnte die Erwartungen der Analysten im letzten Quartal bereits übertreffen. Besonders die Gewinnerwartungen von 1,98 USD je Aktie wurden mit 2,41 USD pulverisiert. Dort beträgt das KGV18e knapp 10. Auch Southwest Airlines möchte durch die Einführung eines neuen Reservierungs-
systems für Sitzplätzte, die Ausnutzung der verfügbaren Kapazitäten weiter optimieren. Nun soll auch nach und nach die bestehende Flotte modernisiert werden und das bestehende Streckennetzwerk ausgebaut werden. Derzeit fliegt die Airline etwa 99 Flughäfen innerhalb der USA, Puerto Rico und in sechs weiteren Ländern an. Der Expansionsfokus wird nun auf Hawaii gerichtet. Nun könnte sich der jüngst eingebrochene Ölpreis positiv auf das Geschäft auswirken. Die Analysten rechnen im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 21,93 Mrd. USD und einem EPS von 4,14 USD je Aktie. 2020 sollen es bereits 25,05 Mrd. USD bzw. 5,20 USD je Aktie sein. Das KGV18e ist mittlerweile auf etwa 12 gesunken.

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Die Aktie litt besonders stark unter der jüngsten Gesamtmarktschwäche. Nun steht diese kurz davor, den mittelfristigen Abwärtstrend zu durchbrechen.

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Verantwortlicher Redakteur: Andreas Zehetner, Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte. Der Autor dieses Artikels besitzt derzeit keine Aktien, die im Artikel erwähnt werden. Sollte der Autor in den nächsten 24 Stunden eine Position in der Aktie aufbauen, gilt ab dem Zeitpunkt der Positionseröffnung folgende Haltefrist: Keine.

Ewiges Aktien-Börsenspiel von TraderFox: Gewinnbenachrichtigungen sind kein Spam – Interview mit Fabian L.

Ewiges Aktien-Börsenspiel von TraderFox Gewinnbenachrichtigungen sind kein Spam

Also wirklich! Wir müssen uns schon wundern. Immer wieder hören wir, dass unsere Gewinnbenachrichtigungen oder Interview-Anfragen für Spam gehalten werden. Wir wollen gar nicht wissen, wie viele unserer Emails einfach so ungelesen gelöscht werden, wie lästige Werbung, die den Briefkasten vollstopft. Wir können das nicht oft genug betonen: Ohne eurer Feedback können wir keine Preise rausschicken, so gern wir das auch tun würden. Woher sollen wir wissen, wohin mit einem Buch oder Sachpreis, wenn wir eure Adresse nicht bestätigt bekommen?

Auch Fabian L. hatte schon den Finger auf der „Delete-Taste“ als er unsere Email in seinem Postfach sah. Er hatte es im letzten Quartal 2018 unter die Top 20 Performer des Quartals geschafft und in diesem Ranking Platz 9 belegt. Mit wie wenig Aufwand ihm diese Leistung im ewigen Aktien-Börsenspiel gelungen ist, lest ihr selbst in unserem Gewinner-Interview:

 

TraderFox: Seit wann bist du an der Börse aktiv/Wie bist du zur Börse gekommen?

Fabian L: Ich bin seit ungefähr Januar 2016 dabei. Damals habe ich meine Ausbildung abgeschlossen und mich gefragt, was ich mit meinem Extra-Geld anstellen bzw. wie ich dieses vermehren kann.

Ich habe mich im Internet über diverse Produkte informiert, wo ich mein Geld hätte anlegen können, ob Bausparvertrag, Sparkonto oder ähnliches, zu guter Letzt bin ich aber auf den YouTube Kanal von KOLJA BARGHOORN aufmerksam geworden und ab da habe ich mich intensiver mit dem Thema Börse/Aktien beschäftigt.

Kannst du uns kurz erklären, welche Strategie/n du verfolgst?

Zu der Zeit, wo das Börsenspiel eröffnet wurde, habe ich mir ein paar Aktien rausgesucht, wo ich für mich einen negativen Trend ausgemacht habe, und diese leerverkauft.  Auch wenn es einige Zeit gegen mich lief, habe ich die Positionen nicht geschlossen. Ich würde die Postionen auch noch weiter halten. Ich glaube, es geht kurzfristig noch tiefer.

Um ehrlich zu sein, habe ich mich schon länger nicht mehr in mein Börsenspiel-Depot eingeloggt und/oder nachgeschaut wie es aussieht. Ich habe meine Strategie also nicht geändert oder angepasst in der letzten Zeit.

Womit warst du zuletzt nicht zufrieden bei Depotentwicklung/Trading/etc.?

Ich mich glücklich schätzen, wenn ich bei so vielen Mitspielern im ewigen Aktien-Börsenspiel so weit vorne mitspielen kann mit so wenig Erfahrung. Ich kann nicht klagen.

Hast du eine tägliche Routine? Wie sieht diese aus?

Nein, ich habe keine tägliche Routine. Ich habe zu Beginn des Spiels meine Postionen eröffnet und diese bis heute nicht geschlossen. Ich habe keine kurzfristigen Trades machen müssen und somit auch keine tägliche Routine.

Setzt du dein Vorgehen auch in der Realität um?

Nein, in der Realität habe ich ein Depot bei der Comdirect wo ich monatlich Aktien kaufe, wie Fresenius, BASF, Nike oder Hormel Foods. Ich bin dort sehr diversifiziert aufgestellt und fühle mich damit sicher. Zudem kann ich ruhig schlafen.

Ich glaube daran, dass es langfristig an den Märkten aufwärts geht. Deshalb bin ich dort Dauer-Long. Im Börsenspiel aber kurzfristig Short positioniert.

Wäre mein Echtgeld-Depot ähnlich aufgestellt, wie das beim Börsenspiel, könnte ich nachts bestimmt kein Auge zu machen.

Ich weiß gar nicht, ob es möglich ist bei der Comdirect einen Leerverkauf zu tätigen?  Ich würde mich damit schwertun.

Kannst du dich mit Familie, Freunden oder Bekannten über Aktien unterhalten?

Leider ist es nicht möglich mit meiner Familie über Aktien zu sprechen. Für die ist das Teufelszeug oder anders ausgedrückt, ich verbrenne ja nur mein Geld oder werfe es zum Fenster raus.  Deswegen spreche ich mit meiner Familie über Geldanlage oder Aktien an sich so gut wie gar nicht, auch wenn ich das sehr traurig finde.

Für mich sind Aktien eine Altersvorsorge – besser als sie mir der Staat je geben könnte. Mein Depot wächst monatlich. Es gibt Dividenden und ich kann mich an super Unternehmen beteiligen, deren Produkte ich vielleicht noch täglich nutze. Das finde ich sensationell.

Was gibt es schöneres, als sich von der Dividende von Nike einmal im Jahr neue Sneakers zu kaufen?

Ich habe nur einen Kumpel, mit dem ich darüber reden kann, dieser hat auch vor einiger Zeit ein Depot eröffnet, informiert sich über das Thema und probiert einige Sachen aus.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg im weiteren Verlauf des ewigen Aktien-Börsenspiels!

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Depot von Fabian L. Mitte Januar 2019

Fabian L. ist im Börsenspiel, wie er bereits selbst gesagt hat, nur Short positioniert. Alle Positionen wurden Anfang März zu Beginn des ewigen Aktien-Börsenspiels eröffnet – und seitdem nicht mehr angepackt. Wie wir schon im Beitrag zu den Top 20 Performern des letzten Quartals berichtet hatten, konnte auch Fabian L. von den massiven Korrekturen an den Märkten seit dem Sommer 2018 profitieren. Auch wenn jetzt alle Positionen (bis auf Mowi (zuvor: Marine Harvest) – merke: Niemals gegen einen starken Trend-Sektor stellen.) im Plus sind, dürfte das noch im August und September ganz anders ausgesehen haben. Momentan liegt Fabian L. mit seinem Depot auf Platz 23.

 

Mach selbst mit:

Das nächste Quartal hat gerade erst begonnen, die Karten werden nun wieder neu gemischt und somit erhalten auch neue Spieler im  ewigen Aktien-Börsenspiel oder Spieler, die in den letzten drei Monaten Rückschläge einstecken mussten, eine frische Chance auf einen Quartalsgewinn.

 TIPP:
Zeige dein Talent für erfolgreichen Aktienhandel. In unserer ewigen Aktien-Rangliste werden deine langfristigen Leistungen dokumentiert. In den Quartals- und Jahresrankings kannst du tolle Preise gewinnen.

>Das ewige Aktien-Börsenspiel ist ein absolut realistisches Börsenspiel!


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US-Qualitätsaktie T. Rowe Price profitiert von einem breiten wirtschaftlichen Schutzgraben

Den Status einer Qualitätsaktie erlangt ein Unternehmen nicht von heute auf morgen. Denn damit ein Titel diese Einstufung verdient, bedarf es eines langfristig überzeugenden Erfolgsausweises. Außerdem ist dafür die Existenz wirtschaftlicher Schutzgräben erforderlich, die erst einmal aufgebaut sein wollen.

Hat eine Gesellschaft die Qualifikation aber erst einmal geschafft, dann geht der Status als Qualitätswert in der Regel nicht so schnell wieder verloren. Das bestätigen auch Rangliste und Musterdepot unseres regelbasierten Depotkonzepts High Quality Stocks USA, denn die Fluktuation ist hier jeweils relativ gering.

Um eine Aufnahme in das Musterdepot zu schaffen, müssen Unternehmen laut Qualifikationskriterien in Sachen stabile Umsatz- und Gewinnzuwächse seit vielen Jahren, hohen Kapitalrenditen und hohen Nettogewinnmargen, gesunde Bilanz und geringer Kursvolatilität besonders gut abschneiden.

Die Langfrist-Performance stimmt weiterhin

Schon seit Mai 2015 im Musterdepot enthalten ist mit 132 Aktien die T. Rowe Price Group Inc. (ISIN: US74144T1088). Mit einem Plus von 31,96 % ist der Titel derzeit das zweitbeste Pferd im Stall, wobei es in der dazugehörigen Rangliste derzeit nur noch zum 23. Platz reicht.

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Was die erwähnte Performance angeht, ist aber anzumerken, dass es hier zeitweise schon sehr viel besser aussah. Denn während der Wert derzeit bei 92,75 USD notiert, waren es am 12. Juni 2018 in der Spitze schon 126,24 USD. Das Plus gegenüber dem Tief von 10,73 USD von Oktober 2002 war damals sehr eindrucksvoll ausgefallen, während zuletzt im Zuge der allgemeinen Marktkorrektur der langfristige Aufwärtstrend einem Test unterzogen wurde.

Gründung bereits im Jahr 1937

Hinter dem Namen T. Rowe Price Group steckt eine US-Investmentgesellschaft, die verschiedene Finanzdienstleistungsbereiche abdeckt und auch in Deutschland (die Eröffnung der Niederlassung erfolgte 2014) aktiv ist. Das betreute Kundenvermögen bezifferte die Gesellschaft vorläufigen Angaben zufolge für Ende 2018 auf 962 Mrd. USD, wobei zum Ende des dritten Quartals des Vorjahres noch 1.084 Mrd. USD waren. Ende September 2018 gab es außerdem 16 Niederlassungen und man beschäftigte 336 Aktienexperten, 197 Anleiheexperten sowie 274 Research-Experten.

Das Unternehmen bietet eine breite Palette von Investmentfonds, Subadvisory-Dienstleistungen und separates Konten-Management für private und institutionelle Anleger, Altersvorsorgeeinrichtungen und Finanzintermediäre an. Das Unternehmen offeriert auch eine Vielzahl von Tools für die Anlageplanung und -steuerung. Den verfolgten Investmentstil beschreibt man selbst als diszipliniert und risikobewusst, wobei man sich auf Diversifikation, Stilsicherheit und Grundlagenforschung konzentriert.

Wie es erläuternd zum Anlageansatz heißt, lautet die einfache Mission, den Kunden auf der ganzen Welt bei der Erreichung ihrer langfristigen Anlageziele zu helfen. Dabei vertraut man seit der Gründung 1937 auf so genannte strategische Investments. Diese Vorgehensweise bestimme seitdem die Art und Weise, wie man Geschäft betreibt, wobei man Wert legt auf unabhängiges Denken und intensiver Forschung. Laut den Verantwortlichen bedeuten strategische Investments jedenfalls nicht, dass man an der Oberflächenanalyse stehen bleibt. Stattdessen gehe man bei der Analyse über die reinen Zahlen hinaus. So reisen die Anlageexperten um die Welt und besuchen die von ihnen beobachteten Unternehmen vor Ort. Wie es laut Selbsteinschätzung heißt, habe auch das langfristig dabei geholfen, gute Anlageentscheidungen zu treffen und ein umsichtiges Risikomanagement zu ermöglichen.

Umsätze und Ergebnis je Aktie seit 2009 klar im Aufwind

Für ein börsennotiertes Unternehmen gibt die T. Rowe Price Group nach dem Urteil des Autors dieser Zeilen zu wenige Daten über sich selbst preis. Insbesondere aussagekräftige Grafiken zur Geschäftsentwicklung sind Mangelware und auch eine taugliche Firmenpräsentation haben zumindest wir nicht gefunden.

Das ist auch deshalb etwas blamabel, weil die Investmentprofis von T. Rowe Price Group bei jenen Unternehmen mit Sicherheit auf tiefergehende Informationen pochen, in die sie investieren. Aber vielleicht wird das schon am 26. Februar besser. Denn da lädt die Gesellschaft zu einem Investorentag ein und möglicherweise gibt es anschließend auch eine allgemein zugängliche Präsentation.

Wie den Angaben des US-Finanzdienstleisters Morningstar zu entnehmen ist, stiegen die Umsätze von 2009 bis 2017 von 1,87 Mrd. USD auf 4,79 Mrd. USD. Mit dem Gewinn je Aktie ging es gleichzeitig von 1,65 USD auf 5,97 USD nach oben.

Gute Positionierung im Branchenvergleich

Die Analysten von Morningstar vertreten außerdem die Einschätzung, dass T. Rowe Price in einem Umfeld, in dem aktive Fondsmanager wegen schlechter relativer Performance und hoher Gebühren unter Beschuss geraten sind, dank einer breiten Aufstellung über die beste Positionierung unter den abgedeckten aktiven Vermögensverwaltern mit Sitz in den USA hat.

Die größten Unterscheidungsmerkmale zugunsten des Unternehmens seien die Größe und der Umfang der betriebenen Geschäftstätigkeiten. Hinzu kämen die Stärke des Markennamens, die vergleichsweise gute Performance der aktiv gemanagten Fonds sowie eine angemessene Gebührenstruktur.

T. Rowe Price habe in der Vergangenheit im Branchenvergleich auch über relativ treue Kunden verfügt, wobei das auch damit zu tun haben dürfte, dass zwei Drittel des verwalteten Vermögens auf Konten basieren, die der Rentenabdeckung dienen. Ende September 2018 schnitten 70 %, 81 % und 79 % der Fonds des Unternehmens in Sachen Performance auf Drei-, Fünf- und Zehnjahresbasis besser ab als die Konkurrenz, wobei 62 % der Fonds in den vergangenen 5 Jahren von Morningstar beim hauseigenen 5-Sterne-System mit 4 oder 5 Sternen bewertet wurden. Das war ein besseres Ergebnis als bei jedem anderen in den USA ansässige Vermögensverwalter. Wie es heißt, trage alles das zu einem breiten wirtschaftlichen Schutzgraben bei, der beim Kampf um Marktanteile mit den Wettbewerbern hilft.

Dividende steigt regelmäßig seit 1987

Der Analystenkonsens sieht den Gewinn je Aktie von 2017 bis 2021 von 6,25 USD auf 8,22 USD steigen. Auf letztgenannter Basis ergibt sich damit ein geschätztes KGV von 11,3. Das ist optisch betrachtet moderat, abzuwarten bleibt aber wie sich die Gewinne bei der Konstellation entwickeln, dass der Wind an den Finanzmärkten dauerhaft rauer werden sollte. Der Rückgang der verwalteten Mittel in dem für die Weltbörsen schwierigen vierten Quartal dokumentiert, wie schwierig dann das Geschäfte machen werden kann.

Bei der Dividende rechnen Analyten für 2019 mit einer Zahlung von 3,06 USD je Aktie und für 2020 mit 3,28 USD. Daraus errechnen sich Dividendenrenditen von 3,3 % bzw. 3,54 %. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang noch, dass T. Rowe Price seit 1987 jedes Jahr die Zahlungen erhöht hat. Es handelt sich somit um einen Dividenden-Aristokraten, wovon bei Erhöhungen 25 Jahre in Folge die Rede ist. Als Rückkäufer eigener Aktien ist man ebenfalls aktiv. In den ersten 9 Monaten 2018 gab man dafür 574,8 Mio. USD aus, was 5,4 Mio. Aktien oder umgerechnet 2,2 % aller Aktien entsprach.