Symrise – Über 20 % Kurspotenzial für Aromen-Hersteller aus dem MDAX

Unter den – immer noch viel zu wenigen – Aktionären in Deutschland genießt der DAX eine immer noch zu große Aufmerksamkeit. Viel zu selten werden Chancen aus den Indizes der mittelgroßen und kleinen Unternehmen wahrgenommen. Die Situation ist ein bisschen vergleichbar mit dem deutschen Fußball. In der ersten Bundesliga streiten sich 17 Mannschaften um Abstieg, Klassenerhalt und internationale Plätze. Meister werden immer die Bayern. Im DAX sieht es nicht anders aus. SAP ist das Schwergewicht und hat bei der Marktkapitalisierung rund 46 Mrd. Euro Vorsprung auf den 1. Verfolger Linde. Total langweilig.

In der 2. Bundesliga war es zuletzt eigentlich immer spannender. Wer das nicht glaubt, der sollte sich mal angucken, wie eine Mannschaft, die vor zwei Jahren noch knapp der Insolvenz entging, in diesem Jahr der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelang. So eine Story wie vom SC Paderborn findet man eben nicht unter den etablierten Vereinen.

Und genauso verhält es sich auch mit den Unternehmen aus dem MDAX und SDAX. Dort wird Spannung geboten. Im MDAX, der seit dem 24. September 2018 nunmehr 60 Unternehmen umfasst (vorher: 50), finden sich viele ausgewiesene Branchenspezialisten des Mittelstands. Sie sind oft führend – nicht nur in Deutschland, sondern international. Nicht umsonst werden die Unternehmen auch oft „Hidden Champions“ genannt. Wer allerdings nie über den Tellerrand blickt, der kann solche Unternehmen nicht finden, genau wie Bayern-Fans wohl nie erfahren werden, was Spannung bedeutet (Sorry Bayern-Fans – aber das ist halt so).

Wer also mal eine Etage tiefer blickt, der könne laut Börse Online auch den Anbieter von Aromen und Düften Symrise entdecken. Der MDAX-Titel dürfe vielen Aktionäre beim Blick auf das 2020er-KGV von gut 30 zwar im ersten Moment zu teuer erscheinen, doch die Bewertung, die Anleger sonst eher bei einem Technologiewert erwarten dürfen, habe ihren Grund.

Das Geschäftsmodell von Symrise ziele auf Märkte ab, die sich ein Eigenleben gegenüber den globalen Konjunkturschwankungen aufgebaut haben. Bei großen Nahrungsmittelkonzernen und der Getränkeindustrie bestehe immer Bedarf an Aromen und Duftsoffen. Gleiches gelte für die Kosmetikbranche. Mit Zusatzstoffen für Tiernahrung habe Symrise einen weiteren Markt, der konjunkturunabhängig sei.

Seit dem Börsengang im Jahr 2017 habe der Aktienkurs um mehr als das 15-Fache zugelegt. Die Erfolgsstory sei damit aber längst nicht ausgereizt. Von Branchenexperten werde für die nächsten Jahre ein solides Marktwachstum zwischen 3 und 4 % vorausgesagt. Damit wolle sich Symrise-Chef Heinz-Jürgen Bertram allerdings nicht begnügen. Bis 2025 habe der Konzernchef ein jährliches Wachstum von bis zu 7 % in Aussicht gestellt. Berücksichtige man, dass Symrise eher zu konservative Prognose abgebe, sei dort noch Luft nach oben. Börse Online rät daher bei dem soliden Langfristinvestment aus dem MDAX, Kursrücksetzer für Einstiege zu nutzen. Das Kursziel sehen die Experten bei 107 Euro (21 % Potenzial).

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Hinweis: Im  “aktien Magazin” informieren wir unsere Leser Woche für Woche über die wichtigsten Kaufempfehlungen renommierter Analystenhäuser und Banken sowie aus Printmedien und Börsenbriefen. Unsere Leser lieben dabei unser Ranking der Top-Kursziele. Sie sehen sofort welche Aktien laut Analysten das derzeit höchste Kurspotenzial haben!


Bildherkunft: Symrise

 

Fundamental orientierte Short-Strategien (Teil 1): Bei dieser Aktie gehe ich short

Hallo liebe Trader

insbesondere in politisch unsicheren Zeiten genügt manchmal schon eine negative Meldung, um die Aktienmärkte auf Talfahrt zu schicken. Dann kann es sinnvoll für die Ge-samtperformance eines Depots sein, nicht nur Long-Positionen einzugehen, sondern auch einen Blick auf Short-Engagements zu werfen. Dabei sollte allerdings bedacht wer-den, dass das Setzen auf fallende Kurse letztlich ein größeres Risiko darstellt, als das Setzen auf steigende Kurse.

Dies hat mehrere Gründe:

– Zum einen befinden sich die meisten Indizes den Großteil ihrer Zeit im Bullenmodus. Der langfristige Trend an den Märkten weist also klar nach oben. Dies wird am Beispiel des S&P 500 gut sichtbar. Auf der unteren Abbildung ist er in einer Zeitspanne zwischen 1900 und 2016 abgebildet. Dort sehen wir deutlich, dass es zwar immer wieder heftige Einbrüche am Markt gibt. Aber wir sehen auch, dass nach jedem Einbruch früher oder später ein neues Allzeithoch folgt. Das abgebildete Poster könnt ihr übrigens kostenlos downloaden, wenn ihr euch für den  Traderfox Newsletter registriert.

– Zum anderen beträgt der Maximalverlust beim Kauf einer Aktie immer 100 %. Im Gegensatz dazu, kann der Verlust beim Leerverkauf einer Aktie mehr als 100 % betragen und so schnell eine ganzes Depot sprengen.

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Aus diesen Gründen ist ein striktes Moneymanagement unabdingbar. Sowieso sollte eine Aktie „nie einfach mal so“ gekauft werden. Wird eine Short-Position eingegangen, gilt das gleich doppelt. Das Verlustrisiko muss vorher klar festgelegt werden. Und: Es muss dann auch danach gehandelt werden. Wenn wir vorhaben, eine Aktie im Aufwärtstrend short zu handeln, so stellen wir uns gegen den Markt. Grundsätzlich ist das ein riskantes Unterfangen. Dennoch gibt es auch in einem steigenden Markt immer Aktien, Branchen und sogar ganze Sektoren, die nachhaltig gegen den Trend fallen.

In dem heutigen Beitrag und auch im nächsten werde ich jeweils eine Strategie vorstellen, um systematisch Aktien mit Downside-Potential zu identifizieren. Dabei konzentrieren wir uns weniger auf charttechnische Faktoren (wenngleich diese miteingebunden werden) als vielmehr auf fundamentale Faktoren.

Und so funktioniert es!

Um interessante Aktien zu identifizieren und diese dann auf ein Minimum einzuschränken ist es sinnvoll mit dem AKTIEN-SCREENER zu arbeiten. Dieses Tool ermöglicht es uns, letztlich nur jene Aktien angezeigt zu bekommen, die unseren vorgegebenen Kriterien entsprechen. Hierfür gehe ich auf www.traderfox.de und klicke dann auf das Tool  AKTIEN-SCREENER. Im Anschluss gehe ich auf das Universum und wähle dort die größten 500 US-amerikanischen Werte aus. Ich wähle absichtlich nur große Unternehmen aus, um Aktien zu finden, die auch wirklich unproblematisch short handelbar sind.

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Als nächstes gehe ich auf „Scan-Kriterien.“ Da es zahlreiche Kennzahlen gibt, um sich der fundamentalen Basis eines Unternehmens anzunähern, ist es wichtig gezielt auszuwählen. Beim Screening ist oftmals weniger mehr. So hängen bestimmte Kennzahlen oftmals miteinander zusammen. Wenn dem so ist, dann ist es nutzlos nur eine Kennzahl davon isoliert zu betrachten. Andererseits gibt es Kennzahlen, die sich ähneln und mehr oder weniger dasselbe auf andere Weise aussagen. Ich versuche, grundsätzlich nie mehr als sechs fundamentale Kriterien in den Screeningprozess einfließen zu lassen. Für das heutige Short-Screening habe ich folgende Kriterien ausgewählt, die ich im Reiter „Fundamental“ eingebe:

– Eigenkapitalquote / auf Sicht von einem Jahr / 0 % bis + 25 %

Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital wider. Eine niedrige Eigenkapitalquote lässt auf eine gewisse Abhängigkeit von Fremdkapitalgebern und auf eine eingeschränkte finanzielle Unabhängigkeit schließen. Ich halte gerne nach Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von mindestens 30 % Ausschau. So gebe ich hier maximal 25 % ein. Allerdings ist die Eigenkapitalquote auch branchenabhängig: Je höher die Anlagenintensität, desto Häher sollte die EKQ sein. Da fallende Eigenkapital-quoten immer ein Warnsignal darstellen, gebe ich als Vergleich noch eine weitere Eigen-kapitalquote ein:

– Eigenkapitalquote / auf Sicht von drei Jahren / 0 % bis + 25 %
– Geometrisches EPS-Wachstum / auf Sicht von drei Jahren / – 30 % bis + 5 %

Das geometrische EPS-Wachstum beschreibt die durchschnittliche jährliche Wachstums-rate ges Gewinns pro Aktie. Es wird berechnet indem das Jahresergebnis durch die aus-stehenden Aktien geteilt wird.

– Current Ratio TTM / auf Sicht von einem Jahr / 0 bis 1

Das Current Ratio beschreibt die Liquidität dritten Grades und gibt das Verhältnis der kurzfristigen Verbindlichkeiten zu den kurzfristigen Vermögenswerten an. Je höher das Current Ratio ist, desto besser ist es. Gleichzeitig ist ein zu hoher Liquiditätsgrad aber auch nicht gut, weil dann zu viele flüssige Mittel vorhanden sind mit denen nichts ge-schieht. Unternehmen mit einem Current Ratio unter eins meide ich. So geben wir hier maximal eins ein.

– Durchschnittliche Nettogewinnmarge / auf Sicht von drei Jahren / 0 bis 5 %

Die Effizienz eines Unternehmens lässt sich gut über die Nettogewinnmarge bestimmen. Sie sagt uns, wie viel vom Umsatz für die Produktherstellung benötigt wird. Im Gegensatz zur Bruttogewinnmarge sind hier bereits die Steuerzahlungen berücksichtigt. Je geringer die Gewinnmarge, desto problematischer ist das für das Unternehmen.

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Da ich Aktien im Abwärtstrend haben will, gebe ich beim Reiter „Technisch“ als einziges Kriterium einen Abstand unterhalb des GD 200 von 0 bis -100 % an.

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Nun wird mir die Liste mit den verbleibenden Unternehmen angezeigt. Und es wundert mich ein wenig: Denn es sind von den 500 Unternehmen nur noch vier Unternehmen übrig geblieben. Interessant ist zu sehen, dass die ersten drei Werte aus dem konjunkturabhängigen Konsumgütersektor stammen. Auf Platz eins befindet sich General Motors. Dieses Unternehmen analysiere ich nun.

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General Motors (GM) ist mit einer Marktkapitalisierung von 50,58 Mrd. US-$ einer der weltweit größten Automobilhersteller. Das US-Unternehmen entwirft, baut und verkauft Autos, Lastwagen, Frequenzweichen und Autoteile in 30 Ländern der Welt. General Mo-tors vertreibt seine Fahrzeuge hauptsächlich unter den Markennamen Buick, Cadillac, Chevrolet, GMC, Holden, Baojun, Jiefang und Wuling. Darüber hinaus bietet es vernetzte Sicherheits- und Mobilitätslösungen für Einzelhandels- und Flottenkunden, einschließlich automatischer Crash-Reaktion und Diebstahlschutz. Der größte Absatzmarkt des Unter-nehmens ist China, gefolgt von den Vereinigten Staaten, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Kanada und Italien.

Am 30.4.2019 berichtete General Motors die Zahlen zum ersten Quartal. Zwar erzielte das Unternehmen im ersten Quartal einen über den Erwartungen liegenden Gewinn von 1,41 US-$ je Aktie (Konsens: 1,10 US-$) im Gegensatz zum Vorjahresquartal von 1,11 US-$ je Aktie. Doch sowohl das operative Ergebnis (Rückgang um 11 % zum Vorjahres-quartal), als auch der Umsatz (Rückgang um 3 % zum Vorjahresquartal) und der Ge-samtmarktanteil (Rückgang von 17 % auf 16,1 %) fielen enttäuschend aus.

Momentan gibt es wohl kaum eine Branche die sich in so einer starken Umbruchsituation befindet wie die Automobilbranche. Dies hat mehrere Gründe:
– Neue innovative Unternehmen wie Tesla und BYD mischen den Markt auf
– Eine Veränderung der Antriebsformen macht sich bemerkbar
– Strengere Umweltvorschriften werden durchgesetzt
– Eine sich verändernde Nachfrage ist zu beobachten

Wie CEO Mary Barra auf der letzten Analystenkonferenz mitteilte, sei General Motors bereits dabei, sich den neuen Marktanforderungen anzupassen. So wurden unproduktive Fabriken geschlossen und der Fokus soll nun auf selbstfahrende und elektrifizierte Fahr-zeuge gelegt werden. Das alles erfordert aber massive Investitionen. So hat General Mo-tors beispielsweise in 2016 Cruise, eine Firma die selbstfahrende Autos entwickelt, für etwa 1 Mrd. US-$ übernommen. Weiterhin wurden kürzlich 300 Mio. US-$ zur Verfügung gestellt um einen vollelektrischen Chevrolet zu entwicklen. Dieses Geld ist Teil eines größeren EV-Investitionsprogramms das eine Summe von 1,8 Mrd. US-$ umfasst. GM ver-sucht also durchaus auf die sich abzeichnenden Veränderungen zu reagieren.

Doch die Probleme sind offensichtlich. Barra sprach diese aber bei der Vorstellung des Quartalsberichtes nur zum Teil an: GM bemerke deutlich eine sinkende bzw. veränderte Nachfrage. Insbesondere in China, dem größten Automarkt der Welt, belastete das Er-gebnis. So gingen die Einnahmen im ersten Quartal in China gegenüber dem Vorjahres-zeitraum um 37% auf 376 Mio. USD zurück.

Ein Haupttreiber der Geschäfte bei GM sind vor allem die schweren SUV´s und Pickup-Trucks. Allerdings brauchen die besonders viel Sprit. Die sich verschärfenden Umwelt-schutzvorschriften passen so gar nicht zu diesem Geschäft. Zwar hat GM erst kürzlich, wie Bloomberg mitteilte, von Tesla US-Verschmutzungsrechte gekauft, um sich für die zukünftigen regulatorischen Unsicherheiten zu wappnen. Doch diese Maßnahmen sind nur Tropfen auf heiße Steine. Auch hier dürfte das Unternehmen noch weit mehr Geld in die Hand nehmen müssen, als bereits geschehen. Worüber sich Barra zudem überhaupt nicht äußerste war der Handelsstreit. Die bereits verhängten Zölle auf Stahl- und Alumini-umimporte, schaden der Automobilindustrie bereits jetzt. Sollte es zu keiner Einigung mit Mexiko und China kommen, dürfte dies GM mit aller Härte treffen. Es sollte sich gefragt werden, wie bei einem globalen Abschwung GM die weiterhin hohen Investitionskosten, die getätigt werden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, stemmen will.

Nun schaue ich mir noch die Kursentwicklung an:
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Der Kurs der General Motors Aktie befindet sich unter dem GD 200 und läuft leicht ab-wärts geneigt nach unten. Als Einstieg in eine Shortposition kann ich mir zwei Szenarien vorstellen:

– Ich verkaufe die Aktie wenn der Kurs an die obere Trendlinie heranläuft und dann  von ihr abprallt (aus heutiger Sicht gesehen bei etwas 39 US-$). Das Risiko kann  sehr überschaubar gehalten werden. Ich würde den Stop somit bei circa 3 % über  der Trendlinie setzen.
– Ich warte bis der Kurs die untere Trendlinie durchbricht (cirka 33,70 US-$). Der  Stop kann dann bei etwa 3 % oberhalb der Trendlinie erfolgen. Als Ziel auf Sicht von mehreren Monaten kann die wichtige Unterstüt-zungszone bei circa 27 $ angesehen werden, wodurch sich ein potentieller Gewinn von 20 % ergibt.

Auf dem AKTIEN-TERMINAL von TraderFox.de werfe ich noch einen Blick auf die Geschäftsentwicklung. Während das EPS und der Gewinn in den letzten Jahren leicht gestiegen sind, ist der Umsatz rückläufig.

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Betrachte ich zum Schluss noch den „Alle Aktien Qualitätsscore“ von J. Neuscheler der u.a. geringe Risiken und nachhaltiges Wachstum in den Vordergrund stellt, sehe ich, dass General Motors nach diesem Scoring-System auf den untersten Rängen rangiert.

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Tipp: Der AAQS-Score kann hier auf aktien-mag.de zu jeder Aktie abgerufen werden. Nutzt einfach das obige Suchfeld.

In meinem Videobeitrag zeige ich euch noch einmal den Auswahlprozess Schritt für Schritt.

Tipp: Wenn ihr keine Webinaraufzeichnungen und Videos mehr verpassen wollt, dann abonniert jetzt unseren Youtube-Kanal!

Ich wünsche euch einen profitablen Handelstag

Bis zum nächsten Mal
Andreas Haslinger

Verwendete Tools:

TraderFox Trading-Desk: https://www.traderfox.de
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DAX-Analyse zum 20.06.2019: Kursstabilisierung als Basis für Anschlusskäufe

Liebe DAX-Trader,

hier ist die DAX-Analyse zum 20.06.2019 vor Handelsbeginn (Aktueller Punktestand des DAX um 7:45 Uhr ist 12.364 Punkte). Unsere Einschätzung:

  • Inside-Day am Mittwoch vor FED-Sitzung
  • Bullischer Impuls durch die FED
  • Ein Long mit Zielzone 12.433 Punkten bietet sich an
  • Vorschlag für ein Long-Derivat: DZ Bank Endlos Turbo Long (WKN DF1TSS)

DAX-Analyse zum 20. Juni 2019 per Video

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Jahreshoch bei 12.433 Punkten im Fokus
Am gestrigen Handelstag hat sich der DAX in einer engen Handelsspanne von nur rund 60 Punkten bewegt und einen Inside-Day geformt. Damit haben die Marktteilnehmer den kraftvollen Aufwärtsimpuls vom Dienstag kurzfristig verarbeitet. Auf Tagesbasis hat sich ein Kursrückgang um -0,4% ergeben, welcher auch mit dem schwachen Erzeugerpreisindex für Deutschland begründet wurde. So lag der ökonomische Indikator mit einem Rückgang um -0,1% unter dem prognostizierten Anstieg von +0,2%. Zugleich signalisierte der Inside-Day die abwartende Haltung vor der FED-Sitzung, welche am Abend um 20 Uhr stattfand. Dort wurde auf die Unsicherheit für den wirtschaftlichen Ausblick verwiesen. Als Reaktion darauf bekräftigte die Notenbank ihre Bereitschaft, angemessen zu handeln. Am heutigen Donnerstag dürfte sich die Volatilität im DAX erneut in Grenzen halten, weil in sechs deutschen Bundesländern Fronleichnam gefeiert wird. Einige Marktteilnehmer könnten außerdem den Freitag als Brückentag nutzen, weswegen das Handelsvolumen am deutschen Markt kurzfristig sinken sollte. Wir gehen mittelfristig von weiter steigenden Kursen aus, solange der DAX sich nachhaltig über dem Tief vom Dienstag bei 11.986 Punkten (Unterstützung 2) stabilisieren kann. Das erste Kursziel befindet sich am Jahreshoch bei 12.433 Punkten (Widerstand 1). Sollte diese charttechnische Hürde mittelfristig durchstoßen werden, befindet sich die nächste markante Distributionszone bei 12.598 Punkten (Widerstand 2). Vorbörslich wird der DAX mit einem Kursanstieg von +0,6% getaxt. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig unter die Marke von 11.986 Punkten (Unterstützung 2) fällt.dax

Präferiertes Szenario: Korrektur als Vorbereitung für neue Aufwärtswelle

Nach dem dynamischen Kursanstieg von über +2% am Dienstag hat der DAX am Mittwoch erste Anzeichen einer untergeordneten technischen Gegenreaktion gezeigt. Der Kursrücksetzer dürfte noch in der aktuellen Kalenderwoche beendet werden und in einem neuen Aufwärtsschub münden. Als Bestätigung für diese Einschätzung kann das intakte Kaufsignal der Slow Stochastik angesehen werden. Es ist solange aktiv, wie sich die grüne Signallinie oberhalb von der roten Linie halten kann.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Doji“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 58%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursanstieg von 2% zu rechnen.

Nachdem die Bullen ihre Verschnaufpause beendet haben, kann die Aufwärtsbewegung in Richtung des bei 12.433 Punkten (Widerstand 1) liegenden Jahreshochs wieder aufgenommen werden. Das lokale Maximum wurde zuletzt am 03. Mai berührt, bevor das Börsenbarometer in eine mehrwöchige Korrekturbewegung überging. Sobald die Distributionszone auf Tagesschlusskursbasis überwunden wurde, kann mittelfristig das Hoch vom 28. August 2018 bei 12.598 Punkten (Widerstand 2) anvisiert werden. Diese Kursmarke lokalisiert ein wichtiges Verlaufshoch in der stufenförmigen Abwärtsbewegung des letzten Jahres. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO LONG 10.757,16 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF1TSS)* mit einem Basispreis von 10.757,16 Punkten. Der Hebel liegt am 20.06.2019 um 07:15 Uhr bei 7,80. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX die Unterstützung bei 11.986 Punkten nachhaltig unterschreitet. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

Gegenszenario: Oberes Bollinger Band stoppt Erholungsbewegung
Am Mittwoch ist den Bullen am oberen Bollinger Band die Puste ausgegangen. Es ist ihnen nicht gelungen, das Vortageshoch zu überschreiten und die Rallybewegung fortzuführen. Dies könnte ein erster Hinweis auf eine bevorstehende technische Gegenreaktion gewesen sein. Sie wird bestätigt, sobald der DAX heute unter das Tagestief von Mittwoch fällt. Eine Divergenz wird momentan allerdings noch durch die Slow Stochastik angezeigt. Der Oszillator bewegt sich zwar im stark überkauften Bereich mit Werten über 80, doch die grüne Signallinie befindet sich noch über der roten Linie. Somit ist das Kaufsignal des Oszillators noch aktiv.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Doji“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 42%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursrückgang von 2% zu rechnen.

Wenn der Verkaufsdruck stark genug wird, befindet sich der erste Anlaufbereich am GD 50. Dieser gleitende Durchschnitt notiert momentan bei 12.100 Punkten (Unterstützung 1). Zuletzt konnte der DAX über fünf Tage lang an dem Support-Niveau stabilisieren. Ein nachhaltiges Unterschreiten wäre dementsprechend bearisch zu bewerten und könnte zu Anschlussverkäufen bis zum Verlaufstief bei 11.986 Punkten (Unterstützung 2) führen. Dieses Kurslevel markiert das Tagestief von Dienstag und somit zugleich den Ausgangspunkt für die Rallybewegung. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO SHORT 13.900,06 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF1TTZ)* mit einem Basispreis von 13.900,06 Punkten. Der Hebel liegt am 20.06.2019 um 07:15 Uhr bei 7,74. Das Short-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig über 12.433 Punkte steigt. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.produkte

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Chartanalyse Boeing: Ausbruch aus dem Abwärtstrend durch Riesenauftrag!

Hallo Trader,

heute möchte ich euch auf den mit rund 200 Mrd. USD kapitalisierten Luftfahrtkonzern Boeing aufmerksam machen. Boeing stürzte durch den Absturz zweier Mittelstrecken-Flugzeuge der Baureihe 737-Max in eine schwere Krise. Für diesen Flugzeugtyp gilt aktuell ein weltweites Flugverbot. Nun könnte man meinen, Airbus sollte es dadurch auf der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget nicht schwer fallen, Boeing Aufträge abzujagen. Da die Produktion der Konkurrenzmodelle zu Boeings Max-Reihe, wie der Airbus A320neo auf Jahre hin ausgebucht ist, ist es fraglich, ob Airbus hier wirklich profitieren wird. Bei Airbus gingen bis gestern, 82 Bestellungen und Vorverträge für Passagierflugzeuge ein. Der US-Flugzeughersteller Boeing meldete gestern dann überraschend einen Riesenauftrag. IAG, der Mutterkonzern von British Airways und Iberia, will 200 Flugzeuge des Typs 737-Max bestellen (Listenpreis 24 Mrd. USD). IAG-Chef Willie Walsh erklärte: “Wir haben jegliches Vertrauen in Boeing und erwarten, dass das Flugzeug in den kommenden Monaten zurück in den Liniendienst geht, wenn die Aufsichtsbehörden zugestimmt haben.”  Auch Korean Air bestellte 20 Boeing 787 Dreamliner (Listenpreis 6,3 Mrd. USD). Boeing hat auch einen Auftrag für die Ersatzteilversorgung, Reparaturen und technische Unterstützung der US-Luftwaffe erhalten. Der bestehende Vertrag wurde um 5 Jahre verlängert und das Volumen von 6,5 Mrd. USD auf 10 Mrd. USD erhöht. Boeing hatte in seiner über 100-jährigen Geschichte immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen. Mittel- bis langfristig ist davon auszugehen, dass auch diese Krise bald nur mehr ein kleiner Rücksetzer in einer langjährigen Erfolgsgeschichte des weltweit größten Luftfahrt-Unternehmen sein wird.

Sehen wir uns nun den Wochenchart von Boeing an:
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Die Boeing Aktie konnte aus dem Abwärtstrend nach oben ausbrechen und notiert rund 15% unter ihrem Allzeithoch am Widerstand bei ca. 374,- USD. Hier könnte die Aktie noch etwas korrigieren, bevor sie Ihren Weg nach oben weiter fortsetzt. Die nächsten Ziele sind der Widerstand bei rund 400,- USD und danach das Allzeithoch bei ca. 446,- USD. Damit ich den Ausbruch nach oben nicht verpasse, lege ich mir bei rund 375,- USD einen Alarm in den Chart. Das Traderfox System informiert mich in Echtzeit per Push Notifications am Handy oder per E-Mail, sollte die Alarmlinie durchbrochen werden.

Liebe Trader, ich wünsche euch noch viele erfolgreiche Trades.

Bis zur nächsten spannenden Story,

Wolfgang Zussner

Tipp: Registriert euch kostenlos auf https://www.traderfox.de für das TraderFox Trading-Desk, um Kursalarme im Chart einzurichten und diese dann per Email oder per Push-Notification zu erhalten.

Ewiges Aktien-Börsenspiel von TraderFox: Au Backe! – wieder mal das Thema Finanztransaktionssteuer

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Immer wieder kann man lesen, dass Deutschland in Sachen Aktienkultur eine Diaspora ist. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland bei der Zahl der Aktionäre und Fondssparer/-anleger deutlich hinterher. Nicht umsonst haben wir das ewige Aktien-Börsenspiel im letzten Jahr ins Leben gerufen, um unseren Beitrag zu leisten, diesem Umstand entgegenzuwirken. Was eignet sich besser als ein realistisches Börsenspiel, um die Hemmschwelle vor der Börse zu senken! Und damit hier nicht nur die Zocker zu Werke gehen, haben wir die Möglichkeit des Handelns bewusst auf Aktien beschränkt. Hebelprodukte und sonstige spekulative Derivate sind ausgeschlossen.

Gerade Derivate, deren Konstrukt und Funktionsweise von vielen Anlegern kaum zu durchschauen sind, waren ja der Grund für die große Finanzkrise 2008/2009. Sie galten und gelten seitdem als Teufelszeug. Und vor 10 Jahren wurden schnell Forderungen seitens der Politik gestellt, die Emittenten dieser Produkte mittels einer Transaktionssteuer an der Behebung der groben finanziellen Verwerfungen, die durch die Finanzkrise ausgelöst wurden, zu beteiligen.

Dazu ist es nicht gekommen – bislang muss man anmerken. Denn zuletzt hat Olaf Scholz, aktuell Vizekanzler und Finanzmister der Bundesrepublik Deutschland, diesen angestaubten Vorschlag wieder aus dem Hut gezaubert. Und seit dem Wochenende ist das Un-Wort: Finanztransaktionssteuer wieder ein Thema. Das Un-Ding an der Sache ist aber, dass der jüngste Vorschlag zum Thema Finanztransaktionssteuer – mal wieder – in erster Linie auf Privatanleger abzielt. Denn wirken soll diese neue Zwangssteuer auf den Handel von Aktien.

Dabei waren doch Derivate das Teufelszeug, dass die Finanzkrise auslösten und die Weltwirtschaft ins Wanken brachte. Niemand hat behauptet, dass Politiker von den Themen, über die sie reden, auch Ahnung haben müssen. Wer gestern noch für Arbeit und Soziales zuständig war, der kann doch sicher heute auch über Finanzen schwadronieren. Im Prinzip ja, denn da gibt es ja lauter Mitarbeiter im Hintergrund, die die schönen Reden und Ideen produzieren (sollten).

Warum Olaf Scholz jetzt aber 10 Jahre nach der Finanzkrise mit dem Thema wieder daherkommt, dürfte sein Geheimnis bleiben (Vielleicht ist das schon ein Vorbote fürs Sommerloch, denn warm genug ist es ja momentan). Warum und weswegen der jüngste Vorschlag auf eine Abgabe auf Aktien abzielt, ist hingegen schnell erklärt. Weil man halt selbst im Finanzministerium keinen Plan zu dem Thema hat (ist ja auch zu warm, um logisch zu denken), will man einfach die in Frankreich praktizierte Handhabung übernehmen.

In unserem Nachbarland wird seit 2012 der Erwerb von Wertpapieren von börsennotierten Unternehmen mit Hauptsitz in Frankreich besteuert, wenn diese Unternehmen eine Marktkapitalisierung von über einer Milliarde Euro haben.

Und zum Thema Teufelszeug Derivate muss man sagen. Nach der Finanzkrise wurde den Banken deswegen so sehr auf die Finger gehauen, dass die traditionellen Bankhäuser mehr oder weniger den Bach runtergehen. Man muss nur auf den Chart der Deutschen Bank blicken, um das zu verstehen.

 

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Kursentwicklung Deutsche Bank seit 2007

 

Die deutschen Privatanleger wird das nach Abschaffung der Spekulationsfrist und Einführung der Abgeltungssteuer mal wieder am meisten treffen. Die Ironie oder ist das eher Bosheit an der Sache ist aber: Dieser Vorschlag kommt von unseren gewählten Vertrauenspersonen, die uns eigentlich dazu ermutigen wollen, die private Vorsorge fürs Alter zu steigern. Aber wahrscheinlich ist das Thema Vermögensaufbau einfach zu weit entfernt von Politikern, die monatlich zwischen 9.327 Euro (Bundestagsabgeordneter), 13,430,70 Euro (Staatssekretär) oder 15.311 Euro (Minister) überwiesen bekommen?

 

Mach selbst mit:

Das nächste Quartal beginnt am 1. Juli, die Karten werden dann wieder neu gemischt und somit erhalten auch neue Spieler im  ewigen Aktien-Börsenspiel oder Spieler, die in den letzten drei Monaten Rückschläge einstecken mussten, eine frische Chance auf einen Quartalsgewinn.

 

TIPP:
Zeige dein Talent für erfolgreichen Aktienhandel. In unserer ewigen Aktien-Rangliste werden deine langfristigen Leistungen dokumentiert. In den Quartals- und Jahresrankings kannst du tolle Preise gewinnen.

>Das ewige Aktien-Börsenspiel ist ein absolut realistisches Börsenspiel!


Bildherkunft: © Herrndorff – stock.adobe.com

Aktienrückkäufe bringen St. Joe in die Top-20 in der Dividendenaktien USA-Rangliste

Fehlender offizieller Inflationsdruck, neuerdings wieder geldpolitisch expansive argumentierende Notenbanken und Bedenken bezüglich der Aussichten für die Weltwirtschaft haben die Renditen festverzinslicher Anleihen zuletzt deutlich nach unten getrieben. Der

Bestand an weltweit negativ rentierenden Anlagen ist dadurch jüngst sogar auf ein neues Rekordhoch von 10,8 Billionen USD gestiegen. Damit wird der bisherige Höchststand vom dritten Quartal 2016 von 10,5 Billionen USD übertroffen. Optisch bringt diese Entwicklung die nachfolgende Grafik aus einer Studie der BofA Merrill Lynch Global Research gut rüber.

Neue Rekordsumme bei den Assets mit negativer Verzinsung

joegraph1Quellen: BofA Merrill Lynch Global Research, ICE Data Indices, LLC.

Die Analysten bei der US-Investmentbank betrachten die Negativverzinsung als eine Art Steuer auf sichere Anlagen und sei glauben auch, dass dies den Durst der Anleger nach Rendite an den Märkten hoch halten wird. Auch für Dividendenaktien sollte dieses Umfeld alles andere als negativ sein, schließlich will das global reichlich vorhandene Kapital irgendwo möglichst lukrativ angelegt sei. Unserem regelbasierten Depotkonzept Dividendenaktien USA sollte dieses Umfeld folglich ebenfalls zu Gute kommen. Langfristig betrachtet stimmt die Wertentwicklung hier sowieso, wie ein durchschnittliches Plus von 14,61 % p.a. laut Rückberechnung für 1999 bis 2019 zeigt.

Platz 18 in der Rangliste

Die zu dem Konzept gehörige Rangliste (welches als Hauptkriterien die Gewinnrendite (Dividende plus Aktienrückkäufe minus Kapitalerhöhungen) und die 1- und 3-Jahresvolatilität berücksichtigt) ist ziemlich stabil und die meisten der Top-20-Vertreter haben wir an dieser Stelle bereits besprochen. Neu in der Spitzengruppe ist auf Platz 18 derzeit mit The St. Joe Company. (JOE) aber ein Wert enthalten, den wir noch nicht vorgestellt haben.

Anzumerken ist allerdings, dass die Herzen von Charttechnikern beim Blick auf diesem Wert nicht gerade höher schlagen dürften. Denn nach einer Hausse von Oktober 1999 bis Juli 2005 ist die Notiz gegenüber dem damals markierten Rekordhoch von 84,73 USD markant zurückgefallen. Als Folge daraus ergibt sich ein langfristiger Abwärtstrend. Aber immerhin kann mit etwas Wohlwollen davon gesprochen werden, dass sich der Titel inzwischen an einer Bodenbildung versucht.

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Immobilien-Investment-Gesellschaft in Florida

Bei der St. Joe Company handelt es sich um einen in Florida ansässigen Immobilienentwickler und Asset Manager. Das Unternehmen besitzt Grundstücke, die sich hauptsächlich im Nordwesten Floridas (zum 31. Dezember 2018 besaß man dort rund 115.000 Hektar) befinden, und verfügt über bedeutende Wohn- und Gewerbeflächen sowie Nutzungsrechte. Das Unternehmen besitzt auch diverse Gewerbe-, Resort- und Club-Immobilien. Die St. Joe Company wurde 1936 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Watersound, Florida.

Wie die Verantwortlichen selbst schreiben, entwickelt St. Joe Resort- und Wohngemeinden für diejenigen, die in der Nähe der weißen Sandstrände der Region leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen wollen. Dank kommerzieller und industrieller Ansiedlungen gehe es wirtschaftlich betrachtet aufwärts mit der Region. Darüber hinaus verwaltet das Unternehmen Holzbetriebe auf Tausenden von Hektar und bietet bestimmte landwirtschaftliche Flächen zum Verkauf an.

4 Geschäftssegmente

Noch etwas konkreter beschrieben gibt es 4 Geschäftssegmente: Wohnimmobilien, Gastgewerbe, gewerbliche Vermietung und Verkauf sowie Forstwirtschaft. Das Segment Wohnimmobilien plant und entwickelt Wohnanlagen unterschiedlicher Größe. Man verkauft vor allem bebaute Grundstücke und Grundstücke mit Anspruch auf unbebautes Land. Das Hospitality Segment besitzt und betreibt das WaterColor Inn Hotel, Unterkunftseinrichtungen, Restaurants, drei Golfplätze, einen Strandclub, zwei Marinas sowie andere Resorteinrichtungen; und verwaltet das Pearl Hotel.

Das Segment gewerbliches Leasing und Vertrieb vermietet Einzelhandels-, Büro- und Gewerbeimmobilien sowie Mobilfunkmasten und andere Vermögenswerte. Darüber hinaus plant, entwickelt, berechtigt, verwaltet und verkauft man gewerbliche Liegenschaften für Einzelhandel, Büro, Hotel, betreutes Wohnen, Mehrfamilienhäuser und Industrie. Das Segment Forstwirtschaft wächst und verkauft Zellstoff, Sägeholz und andere Forstprodukte.

Beitrag zum operativen Umsatz aufgeschlüsselt nach Geschäftssegmentjoegraph2Quelle: St. Joe

Die Geschäftsentwicklung war seit 2009 nicht unbedingt konstant, was beim Blick auf den schwachen Kursverlauf der Aktie wenig verwunderlich ist. Wobei die Kursverluste natürlich ganz einfach damit zu tun haben, dass beim tobenden Kampf zwischen den Bullen und Bären Letztere ganz offensichtlich die Oberhand hatten. Die Bullen gehen dabei davon aus, dass der Immobilien- und vor allem der Landbesitz wertvoller ist als ausgewiesen. Die Bären befürchten dagegen, dass der Klimawandel dazu führen könnte, dass zumindest ein Teil der Grundstücke bis zum Ende des Jahrhunderts unter Wasser stehen könnte. Das erklärt vermutlich auch mit, warum es bei einem Anteil von mehr als 21 % der ausstehenden Aktien Wetten auf fallende Kurse gibt.

Losgelöst davon gab St. Joe Anfang Mai aber bekannt, dass der Nettogewinn im ersten Quartal 2019 von 0,07 Mio. auf 2,0 Mio. USD gestiegen ist und umgerechnet je Aktie 0,03 USD nach 0,01 USD im ersten Quartal 2018 herausgesprungen sind. Das Unternehmen verfügte außerdem zum 31. März 2019 über liquide Mittel und Investments in Höhe von 238,8 Mio. USD. Dem steht übrigens ein Börsenwert von rund 964 Mio. USD gegenüber. In der Pipeline befinden sich zahlreiche neue Projekte, die sowohl gewerbliche Objekte als auch Wohnimmobilien bis hin zu Hotelimmobilien umfassen.

Die Projekt-Pipeline im Überblickjoegraph3Quelle: St. Joe

Im aktuellen Geschäftsbericht gibt sich der Vorstandchef auch angesichts dieser Projekt-Pipeline zuversichtlich mit Blick auf die Zukunft, zumal der Nordwesten Floridas auch allgemeine wachse. Man sei so positioniert, dass man die kurz-, mittel- und langfristige Nachfrage über einen breiten Querschnitt von Projekten und demographischen Daten abdecken könne. Diese Konstellation sollte es auch ermöglichen, einen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen.

Zahl der Aktien seit 2009 um mehr als ein Drittel gesunken

Die zuletzt registrierten 989 Aktionäre erhielten für die Jahre 2017 und 2018 keine Dividendenzahlungen. So gesehen ist es etwas irreführend von einer Dividendenaktie zu sprechen. Aber laut unserem Dividendenkonzept-Regelwerk gehören dazu auch Aktienrückkäufe. Und in den 3 Monaten bis zum 31. März 2019 sowie im Jahr 2018 hat die Gesellschaft 471.500 bzw. 764.825 eigene Aktien zurückgekauft. Zum 31. März 2019 verfügte das Unternehmen noch über eine Gesamtvollmacht zum Rückkauf von Aktien im Volumen von 35,8 Mio. USD. Insgesamt ist die Zahl der ausstehenden Aktien von 2009 bis heute nach Angaben des US-Finanzdienstleisters Morningstar von 91,41 Mio. auf 60,32 Mio. gesunken.

DAX-Analyse zum 19.06.2019: Breakout auf neues Jahreshoch in Vorbereitung

Liebe DAX-Trader,

hier ist die DAX-Analyse zum 19.06.2019 vor Handelsbeginn (Aktueller Punktestand des DAX um 7:45 Uhr ist 12.338 Punkte). Unsere Einschätzung:

  • Dynamischer charttechnischer Breakout wurde vollzogen
  • Jahreshoch markiert im überkauften Bereich die nächste Zielzone
  • Ein Long mit Zielzone 12.433 Punkten bietet sich an
  • Vorschlag für Long-Derivat: DZ Bank Endlos Turbo Long (WKN DF1TSQ)

DAX-Analyse zum 19. Juni 2019 per Video

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Bullen starten dynamische Kursrally
Der deutsche Leitindex ist am Dienstag in eine dynamische Aufwärtsbewegung übergegangen, nachdem Mario Draghi potenzielle Zinssenkungen in Aussicht gestellt hatte. So sei gemäß der EZB durchaus der Einsatz eines zusätzlichen Stimulus für die Märkte denkbar, wenn der Ausblick sich nicht bessern würde. Am späten Nachmittag folgten dann noch positive Nachrichten im Handelskrieg zwischen der USA und China. So gaben Donald Trump und Chinas Präsident Xi bekannt, dass sie auf dem G20-Gipfel Ende Juni ein längeres Gespräch führen werden. Die Investoren fassten diese Nachricht sehr bullisch auf, weil der Handelskrieg in den letzten Monaten zunehmend eskalierte und eine Annäherung in weite Ferne rückte. Für den DAX gehen wir mittelfristig von weiteren Kursanstiegen aus, wenngleich die gestrige Aufwärtsdynamik heute wohl nachlassen dürfte. Dies liegt vor allem an der überkauften charttechnischen Ausgangssituation, welche durch die Slow Stochastik und das obere Bollinger Band angezeigt wird. Der erste Zielbereich für die Bullen befindet sich am bisherigen Jahreshoch bei 12.433 Punkten (Widerstand 1). Wenn diese charttechnische Barriere nachhaltig durchstoßen wird, könnten mittelfristig weitere Kursanstiege bis zum Hoch vom 28. August bei 12.598 Punkten (Widerstand 2) eingeleitet werden. Vorbörslich wird der DAX mit einem Kursanstieg von +0,1% getaxt. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig unter die Marke von 11.986 Punkten (Unterstützung 2) fällt.dax

Präferiertes Szenario: Slow Stochastik triggert Kaufsignal

Wie vermutet hat der am Montag ausgebildete Doji die Ausgangsbasis für eine neue Aufwärtsbewegung gelegt. Dabei ist es den Marktteilnehmern gelungen, den GD 50 bei 12.094 nachhaltig zu verteidigen und sich im gestrigen Tagesverlauf von dem gleitenden Durchschnitt loszulösen. Der starke Kursanstieg führte dazu, dass der DAX innerhalb von nur einem Handelstag bis in den überkauften Bereich oberhalb vom Bollinger Band vorgedrungen ist. Zugleich wurde in der Slow Stochastik ein neues Kaufsignal generiert, als die grüne Signallinie über die rote Linie gestiegen ist.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Doji“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 58%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursanstieg von 2% zu rechnen.

Mittelfristig dürfte die Aufwärtsbewegung den DAX wieder in die Kursregion des bisherigen Jahreshochs vom 03. Mai bei 12.433 Punkten (Widerstand 1) führen. Es ist aufgrund der überkauften Situation durchaus vorstellbar, dass das Börsenbarometer nach einer ersten Berührung von der Distributionszone nach unten abprallt. Anschließend sollte sich die Kursentwicklung allerdings innerhalb von wenigen Handelstagen wieder in der Kursregion des GD 50 bei derzeit 12.094 Punkten stabilisieren, bevor eine weitere Aufwärtswelle eingeleitet werden könnte. Diese dürfte in einem Ausbruch auf neue Hochs münden und den Index bis zur charttechnischen Hürde bei 12.598 Punkte (Widerstand 2) führen. Diese Kursmarke wurde zuletzt am 28. August 2018 berührt. Sie markiert zugleich ein ehemaliges lokales Maximum im damaligen Abwärtstrend. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO LONG 10.553,18 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF1TSQ)* mit einem Basispreis von 10.553,18 Punkten. Der Hebel liegt am 19.06.2019 um 07:15 Uhr bei 6,88. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX die Unterstützung bei 11.986 Punkten nachhaltig unterschreitet. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

Gegenszenario: Topbildung im überkauften Bereich
Die dynamische Aufwärtsbewegung hat den DAX bis in eine überkaufte Situation geführt. Diese wird zum einen durch den Kursanstieg über das obere Bollinger Band und zum anderen durch die Signallinien der Slow Stochastik angezeigt. Letztere weisen momentan Werte von über 80 aus, was auf eine überkaufte Marktlage hinweist, wenngleich derzeit noch ein Kaufsignal durch den Oszillator ausgewiesen wird. Dieses wandelt sich erst zu einem Verkaufssignal, wenn die grüne Signallinie unter die rote Linie fällt.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Doji“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 42%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursrückgang von 2% zu rechnen.

Die Bären könnten antizyklisch vorgehen und die überkaufte Marktlage in der Nähe von charttechnischen Barrieren für einen Short-Einstieg nutzen. Sollte es zu einer lokalen Topbildung kommen, könnte die Distribution den DAX wieder bis zum GD 50 bei 12.094 Punkten (Unterstützung 1) führen. Wenn es den Bullen an diesem Haltebereich nicht gelingen sollte, eine Kehrtwende einzuleiten, wären Anschlussverkäufe bis zur Kursmarke von 11.986 Punkten (Unterstützung 2) vorstellbar. Dieses Kursniveau markiert das gestrige Tagestief. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO SHORT 13.901,17 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF1TTZ)* mit einem Basispreis von 13.901,17 Punkten. Der Hebel liegt am 19.06.2019 um 07:15 Uhr bei 7,85. Das Short-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig über 12.433 Punkte steigt. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.daxprodukte

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