Warum ich Varta genau jetzt gekauft habe?

Die Aktie vom Traditionskonzern Varta (WKN: A0TGJ5) aus Ellwangen konnte 2019 über 380 Prozent zulegen und notiert nun rund 35 Prozent unter ihrem Hoch. Der deutsche Batteriekonzern hat in diesem Jahr in der Spitze über zwei Milliarden Euro an Börsenwert verloren, nachdem ein Leerverkäufer auf mutmaßliche Probleme bei Varta hingewiesen und vor einem Kursrückgang der Varta-Aktie um 50 bis 65 Prozent gewarnt hat. Unter dem Pseudonym “Black Mamba“ hat ein anonymer Händler im israelischen Investment-Blog “Seeking Alpha“ für Aufsehen gesorgt. Die schwarze Mamba habe festgestellt, dass größere Varta Kunden wie Samsung, Sony und Jabra auch Batterien anderer Hersteller in bestimmten Geräten wie Premiumkopfhörer einsetzen, die zuvor aus dem Hause von Varta stammen. Bei den neueren Konkurrenten, die die Technik von Varta kopieren, handelt es ich um chinesische Hersteller wie Mic Power oder Eve. Varta geht gegen mutmaßliche Patentverletzungen der chinesischen Rivalen in mehreren Fällen vor. Mambas Schlussfolgerung war logisch: Der Burggraben vom deutschen Akkumulator- und Batterieproduzenten ist in Gefahr. Die Schlussfolgerung war aber nicht zu Ende gedacht. Führender Hersteller von sogenannten AirPods ist Apple und bekannterweise ist Apple auch Varta-Kunde. Laut einer Studie von Counterpoint Research drückt der Erfolg der Bluetooth-Kopfhörer auch deren Marktanteil aus. Apples AirPods hatten demnach im vierten Quartal 2018 einen Marktanteil von 60 Prozent weltweit auf dem Markt der komplett kabellosen In-Ear-Kopfhörer. Die anderen drei Hersteller kommen nur auf einen Marktanteil von 11 Prozent.

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https://www.counterpointresearch.com/global-true-wireless-hearables-market-reaches-12-5-million-units-q4-2018/

Fakt ist, dass Varta derzeit seine extrem hohe Nachfrage nicht bedienen kann. Deshalb steigert der Konzern auch seine Produktionskapazitäten stärker als gedacht. Zuerst wurden die Planungen bereits auf mehr als 150 Millionen Zellen jährlich ab 2022 angeboten. Aufgrund der extremen Nachfrage sollen die jährlichen Produktionskapazitäten bis Ende 2021 sogar auf 200 Millionen Zellen ausgebaut werden. Da wären viele Unternehmen doch froh, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Dies sind die besten Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum und die Börse eilt den Aussichten voraus.

Analystenstudie der Commerzbank belastet

Aus Sorge vor steigendem Konkurrenzdruck hat Analyst Stephan Klepp die Aktien von Varta binnen weniger Tage bereits zum zweiten Mal abgestuft. Zu Beginn hat er das Kursziel noch bei 132 Euro belassen und die Aktie von “Buy“ auf “Hold“ gesenkt. Am 22.01.2020 gab er seine Halteempfehlung auf und stufte die Aktien weiter ab auf “Reduce“ mit einem Kursziel von 82 Euro. Die Monopolstellung des Batteriekonzerns bei Micro-Hochleistungsbatterien zum Beispiel bei Wireless-Kopfhörer sei vorbei, begründete der Experte. Außerdem befürchtet der Experte eine Kapitalerhöhung ab 2021, um die Investitionen zu bewerkstelligen. Jetzt kommt der spannende Teil des Analysten. Die Commerzbank gehe von einem guten vierten Quartal 2019 aus und halte es auch für wahrscheinlich, dass das Unternehmen die für 2022 angepeilten Kapazitätsziele bereits zwei Jahre früher erreicht.

An der Ausgangslage und den fundamentalen Fakten hat sich nichts geändert. Im Gegenteil: Die Zukunftsaussichten sind so rosig wie noch nie. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein gesenktes Kursziel einen Trend brechen wird. Meistens haben solche Kursziele nur kurzfristige Auswirkungen auf den Kurs einer Aktie. Wie aber kann es sein, wenn alle Experten sich die Lage und Perspektive eines Unternehmens ansehen, dass es trotzdem immens unterschiedliche Kursziele und Einstufungen gibt? Eben weil auch diese Einschätzungen rein subjektiv sind, teilweise unterschiedlich alt und auf unterschiedlichen Daten beruhen. Zukünftige Schätzungen für die nächsten Jahre sprechen Bände.

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Auch beim Piotroski F-Score erreicht Varta einen guten Wert mit 7 von 9 Punkten. Bei dem “F-Score“ geht es um eine Kennzahl aus 9 Werten, um die finanzielle Kraft von Firmen zu bewerten. Der F-Score ist eine Art Qualitäts-Kennziffer. Im Screener von aktienRankings steht das Scoring-System als Template zur Verfügung.

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Fazit

Varta wird es trotz der erneuten und beschleunigten Produktionserweiterung kaum schaffen, alle seine Kunden mit Batteriezellen zu beliefern. Auf diesem Markt ist Platz für mehrere Wettbewerber. Argumente der “Black Mamba“ sind zu kurz gedacht. Eine Korrektur war dennoch überfällig. In diesem Tempo konnte der Anstieg nicht weitergehen. Rein charttechnisch hat der Kurs bis zur EMA 200 Tage Linie korrigiert. Bisher hält die Marke. Und wer Innovationsführer im Bereich Mikrobatterien ist und die Marktführerschaft auch für Lithium-Ionen-Batterien im Bereich Wearables und Hearables anstrebt, kann in Zukunft auch ein Wörtchen bei Lithium-Ionen Energiespeichersystemen in der Automobilindustrie mitsprechen. Ähnlich wie bei Wirecard ist Varta Opfer einer Shortattacke geworden. Im aktuellen Kurs des MDax-Konzerns ist bereits viel Negatives eingepreist. Die Hamburger Privatbank Berenberg glaubt an die Erholung und bleibt mit seinen Prognosen bei 110 Euro. Wer noch keine Anteile an Varta besitzt, kann diese Korrektur als Chance zum Einstieg nutzen. Ich gehe zunächst von einer volatilen Seitwärtsphase aus. Anschließend rechne ich mit einem Ansteuern der 100 Euro-Marke. Im weiteren Verlauf gehe ich von deutlich dreistelligen Kursen aus.

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Liebe Anleger,

ich wünsche Ihnen noch viele erfolgreiche Investments!

Bis zur nächsten spannenden Story,

Michael Seibold

Chartanalyse Walt Disney: Streaming Wars – der Medien-Gigant zieht mit Star Wars in den Kampf!

Hallo Trader und Investoren, 

heute möchte ich euch ein Update zur Aktie von Walt Disney geben. Der Medien-Gigant bringt 256 Mrd. USD auf die Börsenwaage. Auf das Unternehmen hatte ich hier auf aktien-mag bereits am 8.11.2019 kurz vor dem Start des Streaming-Dienstes Disney+ aufmerksam gemacht. 

Die Walt Disney Company ist führend im Bereich der Familienunterhaltung. In erster Linie ist Disney über seine Filmproduktionen, aber auch als Betreiber der Erlebnisparks Disneyland bekannt. Ende Oktober 2012 übernahm der Konzern die Filmgesellschaft Lucasfilm, die unter anderem das Epos “Krieg der Sterne” realisiert hat. 2019 übernahm Disney außerdem die Filmsparte des Konkurrenten 21st Century Fox.

Streaming – Disney+

Am 12.11.2019 startete Walt Disney seine eigene Streaming-Plattform Disney+. Der Medienkonzern ist zwar spät in das Streaming-Geschäft eingestiegen, kann aber mit der Qualität seines Contents bei den Kunden punkten. Hier spielt Disney+ ganz klar an der Spitze mit. 

Über 40 Mio. Streaming-Zuschauer nach gut 2 Monaten zeigen, wie rasant der Micky-Maus Konzern in diesem Bereich wächst. Bereits kurz nach dem Start im November 2019 gab es rund 10 Mio. Streamer. In Europa wurde der Dienst noch gar nicht gestartet – hier dürfte es ebenfalls eine große Nachfrage nach dem Film- und Serien-Angebot des Unterhaltungskonzerns geben. Mit Ende März ist der Europa-Start geplant.

Unabhängig vom Preis, wird sich auch der Kunde entsprechend fokussieren müssen. Kaum jemand hat die Zeit, all die tollen Inhalte der diversen Streaming-Dienste zu genießen. Der Entertainment-Riese bietet hoch qualitativen Content der Labels Disney, Pixar, Marvel, Star Wars und National Geographic, sowie exklusiv für Disney+ produzierte Spielfilme, Serien und Dokumentationen an. Für nur 6,99 USD pro Monat beziehungsweise 69,99 USD im Jahr, erhält man bei Disney+ diese hochwertige Programmauswahl.

Bewertung und Dividende

Das Unternehmen schüttet seit 1956 eine Dividende an seine Aktionäre aus. Diese wurde das neunte Jahr in Folge erhöht. Die durchschnittliche Ausschüttungsquote der letzten 3 Jahre liegt bei knapp 25%. Mit einem durchschnittlichen Dividendenwachstum der letzten 5 Jahre von fast 9%, kann Walt Disney durchaus bei den Anlegern punkten. Die geschätzte Dividendenrendite für 2021e liegt bei 1,35%, das geschätzte KGV für 2021e bei 24.  

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Fazit

2 Monate nach dem Start des unternehmenseigen Streaming-Dienstes kann man sagen, Disney+ ist bereits jetzt ein Hit. Disney könnte das Potential haben, in Zukunft an die Spitze der Streaming-Anbieter vorzustoßen.

Sehen wir uns nun den Tageschart von Walt Disney (DIS) an:

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Die Aktie von Walt Disney hat im November 2019 ihr Allzeithoch bei 153 USD erreicht. Nun wird diese starke Bewegung in einer Flaggenformation korrigiert. Aktuell sehen wir einen Rücksetzer in den Supportbereich der sich bei 140 bis 135 USD befindet. Hier verläuft auch die 200-Tagelinie. Wenn Walt Disney aus der Flaggenformation nach oben ausbricht, möchte ich sofort informiert werden. Dazu lege ich mir mit der Alarmfunktion einen Alarm bei ca. 143 USD direkt in den Chart. 

Das TraderFox System informiert mich zuverlässig in Echtzeit per Push Notifications am Handy oder per E-Mail, sollte die Alarmlinie nach oben durchbrochen werden.

Liebe Trader und Investoren, ich wünsche euch noch viele erfolgreiche Trades und Investments.

Bis zur nächsten spannenden Story,

Wolfgang Zussner

Verwendete Tools:

TraderFox Trading-Desk: https://www.traderfox.com

Aktien-Terminal: https://aktie.traderfox.com

Tipp: Registriert euch kostenlos auf https://www.traderfox.de für das TraderFox Trading-Desk, um Kursalarme im Chart einzurichten und diese dann per Email oder per Push-Notification zu erhalten.

Portfoliocheck: Jeremy Granthams größtes Value Investment ist jetzt… Alphabet

Jeremy Grantham ist einer der erfolgreichsten Investoren der Welt. Er ist überzeugt davon, dass Vermögensanlagen immer zu ihrem Mittelwert zurückkehren und folgerichtig ist er auf der Kaufseite, wenn sie unter ihrem Mittelwert notieren und er verkauft, wenn Assets vom Markt deutlich über dem Mittelwert bepreist werden. Das klingt sehr nach dem klassischen Muster des Value Investings und Grantham gilt daher als eine der Value Investing-Ikonen.

Die konsequente Anwendung der Rückkehr zum Mittelwert als Investmentkonzept führte Grantham auch dazu, mehrfach vor sich abzeichnenden Blasen zu warnen und rechtzeitig die nötigen Konsequenzen daraus zu ziehen. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ist ihm daher stets sicher, wenn er Prognosen zum Marktgeschehen und den aktuellen Bewertungen abgibt.

Robert Jeremy Goltho Grantham wurde am 6. Oktober 1938 im britischen Ware nahe London geboren. Seine Kindheit verbrachte er im Norden Englands nahe Sheffield, wo er sich auch zum Studium der Ökonomie einschrieb. Seinen Bachelorabschluss bekam er 1964 verliehen und absolvierte im Anschluss noch das MBA-Programm der Harvard Business School, das er 1966 erfolgreich abschloss.

1977 gründete Jeremy Grantham GMO, das für die Familiennamen der Gründer Jeremy Grantham, Richard Mayo und Eyk van Otterloo steht. Die Bostoner Vermögensverwaltung richtet sich vor allem an institutionelle Investoren und Grantham ist sowohl Chief Investment Strategist als auch einer der Directors.

Granthams zweite große Leidenschaft ist der Klimaschutz. So gründete er gleich drei Institute und eine Stiftung, die sich dem nachhaltigen Leben bzw. dem Kampf gegen den Klimawandel widmen, und unterstützt auch Greenpeace und den World Wildlife Fund (WWF).

Granthams Investmentansatz: die Rückkehr zum Mittelwert

Jeremy Grantham vertritt die Auffassung, dass Gewinnmargen und dementsprechend auch Preise langfristig immer zu ihrem Mittelwert zurückkehren. Im Kapitalismus ziehen überdurchschnittliche Gewinnmargen zwangsläufig Wettbewerber an, so dass diese Margen durch die zunehmende Konkurrenz unter Druck geraten. Sinkende Margen lassen perspektivisch die Gewinne sinken und hierdurch reduziert sich der Wert des Unternehmens in der Zukunft. Was die Bewertung des Unternehmens an der Börse und damit seinen Aktienkurs unter Druck setzt. Dieser Mechanismus funktioniert in umgekehrt auch für ehemalige Underperformer, wenn diese ihre Wettbewerbssituation verbessern und steigende Margen und Gewinne aufweisen können.

Kaum verwunderlich ist daher, dass Grantham dem Konzept des ökonomischen Burggrabens hohe Bedeutung zumisst. Denn dauerhafte und starke Wettbewerbsvorteile sich ein Garant für hohe Margen und Gewinne und je länger diese Wettbewerbsvorteile aufrechterhalten werden können, desto länger kann sich das Unternehmen über dem Mittelwert halten und der Kurs weiter steigen.

Der Prophet der Blasen

Grantham hat einen Großteil seiner Popularität dadurch gewonnen, dass er das Platzen von Blasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Häusermarkt 2007 und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007.

Vom Value zum Quality Investor

Für Aufsehen sorgte Jeremy Grantham, als er sich 2017 vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte, dem Investoren wie Seth Klarman oder Howard Marks anhängen.

Grantham erklärte, das KGV läge seit 20 Jahren signifikant oberhalb seiner langjährigen Durchschnittswerte. Anstelle der früher üblichen 14 notiere es seit mehr als 20 Jahren im Mittel bei 23. Daher sei die Zeit reif für eine Anpassung der eigenen Überlegungen getreu dem Leitsatz John Maynard Keynes, der sagte: “Wenn sich die Fakten ändern, ändere ich meine Meinung”.

Und die Hauptursache der neuen Wirklichkeit ist schnell gefunden. Neben dem schnellen technologischen Wandel ist es vor allem das dauerhaft niedrige Zinsniveau, denn es ließ und lässt die Gewinnmargen der Unternehmen dauerhaft ansteigen; sie liegt seit 1997 bei durchschnittlich sieben Prozent, während sie vorher bei fünf Prozent lag. Und ein nachhaltiges Umkehren von den niedrigen Zinsniveaus ist nicht abzusehen, so dass sich Anleger an die neue Wirklichkeit anpassen müssten, um erfolgreich zu bleiben.

Jeremy Grantham vertritt daher die Auffassung, auch Value Investoren sollten nicht sklavisch nach KGVs im niedrigen zweistelligen oder gar einstelligen Bereich suchen, sondern auch höhere KGVs bis 20 in Kauf nehmen. Er zielt vielmehr auf dominierende Geschäftsmodelle ab, auf die marktbeherrschende Stellung der Unternehmen im Wettbewerb, auf ihren ökonomischen Burggraben (“Moat”). Marktdominanz bietet die Aussicht auf steigende Gewinnmargen und daher sollten Anleger auch bereit sein, diesen Unternehmen höhere Bewertungen zuzugestehen.

„Du wirst nicht dafür belohnt, Risiken einzugehen. Du wirst dafür belohnt, günstige Vermögenswerte einzukaufen.“
(Jeremy Grantham)

Hier schließt sich der Kreis und es wird klar, dass Grantham sich nicht etwa vom Value Investing verabschiedet hat, sondern er sich im Grunde “nur” zu einem weiteren Anhänger des Quality Investings entwickelt hat, wie vor ihm auch schon Warren Buffett, Charlie Munger oder Tom Russo.

Jeremy Granthams Käufe und Verkäufe im dritten Quartal 2019

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Im dritten Quartal stockte Grantham am stärksten beim kursseitig zurückgebliebenen chinesischen Internetgiganten Alibaba auf, während Worldpay nach nur kurzem Gastspiel wieder das Feld räumen musste. Allerdings war dieses Investment für Grantham bewusst kurzfristig gehalten, denn Worldpay war vom US-Finanzdienstleister FIS für rund 10,6 Milliarden Dollar übernommen worden und diese Übernahme wurde im dritten Quartal abgeschlossen.

Stark zugekauft hat Grantham bei Philip Morris und auch beim Gesundheitskonzern United Health stockte er seine Position nochmals auf. Ganz neu an Bord sind Genese & Wyoming und Medidata Solutions.

Massiv reduziert hat Grantham bei Fiat Chrysler um 62 Prozent, GlaxoSmithKline um 63 Prozent, PepsiCo um 72 Prozent und beim Iphone-Konzern Apple immerhin um 10 Prozent, nachdem er zuvor bereits gut ein Viertel der Aktien abgegeben hatte. Vollständig getrennt hat er sich von FirstData und Anadarko Petroleum.

Jeremy Granthams Portfolio zum Ende des dritten Quartals 2019
Der Wert der von Jeremy Grantham bei GMO verwalteten Kundenportfolios liegt bei 14,4 Milliarden Dollar und verteilt sich auf 718 Einzelwerte. Dem entsprechend ist ein fokussierter Anlagestil kaum möglich; es lassen sich dennoch klare Schwerpunkte ernennen.

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Auffällig ist, dass Grantham vor allem auf große US-Wachstumswerte mit starkem Burggraben und noch stärkeren Cashflows setzt. So sind Microsoft mit 4,1 Prozent, Apple mit 3,4 Prozent und Oracle mit 3,2 Prozent seine drei größten Positionen und mit Accenture (2,2 Prozent) und Alibaba (2,1 Prozent) auf den Plätzen sieben und zehn belegen zwei weitere Technologiewerte Spitzenpositionen. Hinzu kommt noch die vom zehnten auf den sechsten Rang vorgerückte Google-Mutter Alphabet, deren Klasse-A-Aktien es auf 2,34 Prozent Depotanteil bringen, wo noch die Klasse-C-Aktien hinzu gerechnet werden müssen, die mit weiteren 1,77 Prozent auf dem sechszehnten Platz rangieren. In Summe kommt Alphabet damit auf 4,11 Prozent Depotanteil und liegt damit sogar noch vor Microsoft auf Platz 1.

Daneben ist Grantham mit Medtronic, UnitedHealth und Merck & Co. stark im Gesundheitssektor engagiert und mit Wells Fargo, U.S. Bancorp. und American Express setzt er ebenfalls massiv auf den Finanzsektor.

Aktie im Fokus: Alphabet

Ursprung und Kern von Alphabet ist die Suchmaschine Google. Nachdem in den vergangenen Jahren jedoch immer mehr kostspielige Randaktivitäten hinzukamen, entschied man sich, das Unternehmen als Holding zu konstruieren. Dabei steht der Name Alphabet nicht nur für das ABC, sondern im Englischen auch für „die erste Wette“. Und das war Google, der Erfolgsgarant. Alle weiteren Aktivitäten sind „andere Wetten“ und eine ganze Reihe von ihnen wird inzwischen auch im Geschäftsbericht unter dem Segment „Other Bets“ zusammengefasst.

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Ursprünglich agierte Google unter der Maxime „Don’t be evil“, was so viel heißt wie sei nicht böse. Als dominierende Suchmaschine, die nicht nur das Internet katalogisiert und Inhalte auffindbar macht, sondern im Gegenzug auch für Zensur missbraucht werden kann, indem sie gezielt Inhalte nicht in ihren Suchergebnissen anzeigt, ist ein solches Leitbild durchaus sinnstiftend. Nachdem die Gründer Larry Page und Sergey Brin vor vielen Jahren die Geschäftsführung an den Manager Eric Schmidt abgegeben hatten, wurde Google zunehmend monetarisiert und zu einer Gelddruckmaschine ausgebaut. Dabei kam es immer öfter zu Konflikten mit dem alten Motto und am Ende musste das Motto weichen, während das Business ungehindert seinen Fortgang findet. Heute kann man wohl sagen, dass Alphabet zu einer ganz normalen Firma geworden ist, wenn auch zu einer äußerst erfolgreichen.

Alphabet ist also eine Holdinggesellschaft und in dieser Form gibt es das Unternehmen erst gute fünf Jahre und aus Google wurde eine Sparte von Alphabet. Um den Einfluss der Gründer zu sichern schuf man unterschiedliche Aktienkategorien mit einfachem und mehrfachem Stimmrecht. Inzwischen ist Eric Schmidt als CEO Geschichte und die beiden Gründer haben sich in den Verwaltungsrat verabschiedet. CEO ist nun der vormalige Leiter von Google Sundar Pichai; dessen Wahl zeigt nicht nur die hohe Bedeutung von Google für den Konzern, sondern auch das Bestreben, die „Other Bets“ nicht mehr nur als kostspielige Randaktivitäten mitzuschleppen, sondern sie mittelfristig enger mit Google und deren Aktivitäten zu verknüpfen und sie ebenso zu Cash-Maschinen zu entwickeln.

Zu diesen sonstigen Aktivitäten gehren zum Beispiel Waymo, das wohl führende Unternehmen im Bereich des autonomen Fahrens oder „Deep Mind“ (künstliche Intelligenz) und CapitalG (Wachstumskapital). Access ist die Alphabet-Tochter von Google Fiber, die über Glasfaserkabel Hochgeschwindigkeits-Breitbandzugang zu neuen Städten bietet. Access bietet Google Fiber inzwischen in zwölf Ballungsräumen in den USA an und seinen drahtlosen Webpass-Dienst in weiteren acht US-Metropolen. Des Weiteren möchte man entlegene Gegenden der Welt via Satelliten und Drohnen mit schnellem Internet versorgen. Nest stellt eine Reihe von Smart-Home-Geräten her, mit denen das Haus und zu einer vernetzten Einheit werden soll. Nest bietet Thermostate an, Video-Türklingeln, Outdoor-Überwachungskameras Nest Cam IQ und Alarmsysteme. Verily entwickelt Tools zum Sammeln und Organisieren von Gesundheitsdaten, um diese für ein ganzheitlicheres Pflege-Management-System zu nutzen.

Der rote Faden, der alle diese unterschiedlichen Aktivitäten miteinander verbindet, sind die Daten. Genauer gesagt die Datenströme und das Vernetzen der Daten miteinander, um hieraus neue Erkenntnisse zu gewinnen, mit denen man den Kunden dann mehr Lebensqualität bieten kann.

So will man im Bereich Smart Home mittels Nest ein vernetztes Heim schaffen, in dem Mensch und Geräte miteinander interagieren. Am besten über Sprachsteuerung, wie sie Alphabet durch sein Google Home-System anbietet. Lässt man sich auf diesen Gedanken ein und spinnt ihn etwas weiter, kann man dahinter durchaus ähnliche Strukturen erkennen, wie sie Markenprodukten, Spirituosen oder Zigaretten vorherrschen. Wer sich einmal festgelegt hat, wechselt eher selten wieder. Da muss schon etwas Gravierendes geschehen. Wer sein Haus vernetzt über Google Home und die Produkte von Nest, wird nicht auf Geräte von Apple oder Amazon zurückgreifen, wenn er weitere Services andocken will. Google versucht hier, ein eigenes Ökosystem zu schaffen, wie es Apple mit Iphone, Ipad, Itunes und Apple Watch usw. bereits gelungen ist. Und auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten wird man kaum darauf verzichten, sein vernetztes Haussystem zu nutzen und die Servicegebühren dafür nicht mehr zu bezahlen. Eher schiebt man den Kauf neuer Möbel auf.

Des Weiteren verbindet diese Aktivitäten, dass sie fast alle Ansatzpunkte für ein verbindendes Zukunftsthema bieten, nämlich Künstliche Intelligenz. Hier gehört Alphabet zu den führenden Unternehmen und steht im Wettstreit auch mit den großen Konkurrenten Microsoft, Apple und Amazon.

Und man darf auch eine weitere, noch junge Entwicklung nicht übersehen: Stadia. Dies ist ein Online-Gamingdienst, mit dem Google die Spielekonsolen X-Box von Microsoft und die Play Station von Sony überflüssig machen und sich so eine starke Marktposition im Zukunftsmarkt Online-Gaming sichern will. Stadia ist ein Google-Projekt, das über den Chrome-Browser läuft und daher keine eigene „Other Bet“. Bisher konnte Stadia die selbst geschürten hohen Erwartungen aber nicht erfüllen und wie man sich gegen die Wettbewerber Microsoft und Sony, aber auch Nintendo, behaupten kann, wird sich erst mit der Zeit zeigen.

Im Fokus der Value Investoren

So zukunftsträchtig diese Aktivitäten auch sein mögen, zurzeit spielen sie noch keine maßgebliche Rolle im Alphabet-Ensemble. Auch wenn Waymo als eigenständiges Unternehmen seitens Analysten eine Bewertung von bis zu 175 Milliarden Dollar zugetraut wird, dominiert doch momentan die Suchmaschine Google alles. Vor allem das Zahlenwerk. Und gerade der Blick auf die Zahlen kann erklären, weshalb sich zunehmend auch Value Investoren für Alphabet interessieren.

Neben dem enormen Burggraben von Google, der dominanten Stellung von YouTube und vor allem des Betriebssystems Android und der Anwendungen Google Earth und Google Maps ist es natürlich der enorme Cashflow, den das Unternehmen zu bieten hat. Und mit dem bisher relativ wenig angefangen wurde. So wenig, dass Alphabet inzwischen mit 121 Milliarden Dollar an Nash-Reserven sogar Ex-Champion Apple hinter sich gelassen hat und auf dem dritten Rang hinter Spitzenreiter Microsoft mit 137 Milliarden und Warren Buffetts Berkshire Hathaway mit 128 Milliarden Dollar rangiert.

Mit der Ernennung von Sundar Pichai haben sich auch die Spielregeln bei und für Alphabet geändert. Denn der Erfolg des neuen CEO wird auch an der Entwicklung des Aktienkurses gemessen und seine Vergütung ist ebenfalls hiervon abhängig. Es ist daher kaum verwunderlich, dass Alphabet umgehend damit begonnen hat, sein bisher eher magersüchtiges Aktienrückkaufprogramm massiv hochzufahren. Und neben der hervorragenden operativen Entwicklung tragen auch die Aktienrückkäufe dazu bei, dass Alphabet sich kürzlich in den noch relativ exklusiven Club der Marktkapitalisierungsbillionäre einreichen konnte, dem bisher nur Amazon, Apple, Microsoft und Saudi Aramco angehörten. Und während Apple in den letzten Jahren seine hohen Cash-Reserven für Aktienrückkäufe weitgehend aufgebraucht hat, steht Alphabet hier noch ganz am Anfang. Dabei generiert die Suchmaschine Google weiterhin so viel Cash, dass das Unternehmen dieses viele Geld gar nicht sinnvoll investieren kann, da es für sein Business vergleichsweise wenig Geld benötigt und die Verluste der Other Bets zwar in Milliardenhöhe einlaufen, aber ebenfalls kaum ins Gewicht fallen verglichen mit den Gewinnen von Google.

Es gibt aber noch einen anderen Blickwinkel, der Alphabet für Value Investoren interessant macht. Seit einem Jahr gibt es fortgesetzte Diskussionen um die dominante Stellung einiger amerikanischer Technologiekonzerne, wie Apple, Amazon, Facebook und auch Alphabet. Dabei werden aus unterschiedlichen Gründen immer wieder auch Konzernaufspaltungen in die Diskussion eingespielt, die die Unternehmen unterschiedlich hart treffen würden. Bei Alphabet mit seinen unterschiedlichen Segmenten und Töchtern erscheint diese Aussicht nicht unbedingt als tragisch, denn einerseits kosten die Other Bets noch richtig viel Geld, andererseits stellt aber zum Beispiel Waymo einen ganz eigenen enormen Wert dar, der im Konglomerat bisher kaum zur Geltung kommt. Hier würde eine Trennung oder zumindest ein separates Listung an der Börse vermutlich enorme Werte heben können, die dann wiederum den Alphabet-Aktionären zu Gute kämen.

Darüber hinaus bietet die Cloud-Sparte großes Potenzial. Hier hatte Google die Entwicklung etwas verschlafen, hat aber inzwischen aggressiv auf Angriffsmodus gegen die Platzhirsche Amazon (AWS) und Microsoft (Azure) geschaltet. Und gerade bei Amazon mit dem global führenden Cloud-Anbieter AWS gibt es ebenfalls Gedankenspiele, diese Sparte separat an die Börse zu bringen, um so dreistellige Milliardenpotenziale freizusetzen. Die Google Cloud rückt damit auch als Asset stärker in den Fokus und zeigt, dass Alphabet inzwischen so viel mehr ist als nur die Suchmaschine Google.

Neben Jeremy Grantham setzen daher auch immer mehr andere Value Investoren auf die versteckten und offensichtlichen Werte von Alphabet, wie Chris Davis, Bill Nygren, Primecap Management, Tom Russo und Frank Sands. Und damit ist es offiziell: Alphabet ist sowohl ein Wachstumsunternehmen als auch ein Value Investment. Das hätte auch Börsenlegende Philip A. Fisher gefallen…

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Tägliche DAX-Analyse zum 24.01.2020: Zwischenkorrektur vor Abschluss

Liebe DAX-Trader,

hier ist die DAX-Analyse zum 24.01.2020 vor Handelsbeginn (Aktueller Punktestand des DAX um 7:45 Uhr ist 13.505 Punkte). Unsere Einschätzung:

  • Zwischenkorrektur nach dem Rücksetzer vom Allzeithoch vor Abschluss
  • Neue Kursrally in Richtung Rekordhoch im Entstehen
  • Long mit zweiter Zielzone bei 13.639 Punkten (Widerstand 2)
  • Vorschlag für ein LONG-Derivat: DZ Bank Endlos Turbo Long (WKN DF7W6G)

DAX-Analyse zum 24. Januar 2020 per Video

Tipp: DAX-ECHTGELD-TRADING 25.000€-DEPOT, ECHTE TRADES, BÖRSENTÄGLICH LIVE!

Am gestrigen Handelstag sorgten erneut Befürchtungen über eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus und entsprechend negative Vorgaben der asiatischen Leitbörsen für Abschläge beim DAX. Nachdem das anfängliche Gap-Down im weiteren Verlauf zunächst mit Käufen beantwortet wurde, musste der Deutsche Leitindex angesichts schwacher US-Vorgaben am Nachmittag auf Tagestief aus dem Handel gehen. Aussagen der EZB-Chefin Lagarde im Rahmen der turnusmäßigen EZB-Sitzung, wonach die Europäische Zentralbank trotz der jüngsten Stabilisierungstendenzen in der Wirtschaft bis auf Weiteres an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten wird, sorgten dabei für keine positiven Impulse.

Nachdem der DAX am Mittwoch nach dem Aufwärtsimpuls auf ein neues Allzeithoch bei 13.639 Punkten (Widerstand 2) am oberen Bollinger-Band abgeprallt war und auf Tagestief geschlossen hatte, setzte sich die Konsolidierung damit am gestrigen Handelstag plangemäß weiter fort. Dabei konnte jedoch der bei 13.384 Punkten verlaufende GD20 (Unterstützung 1) auf Schlusskursbasis verteidigt werden, was übergeordnet bullisch zu werten ist. Nach Abschluss der Korrekturbewegung, mit der die überkaufte Situation im DAX abgebaut wird, könnte eine mögliche Kursstabilisierung mit höheren Verlaufstiefs sodann die Basis für einen neuen Aufwärtsimpuls bilden.

Nach deren Abschluss könnte eine neue Aufwärtsbewegung zunächst einen Angriff auf das gestern bei 13.488 Punkten markierte Tageshoch (Widerstand 1) einleiten. Gelingt es dem DAX, auch diese Hürde dynamisch zu überwinden, sollte der Deutsche Leitindex in der Folge das bei 13.639 Punkten (Widerstand 2) verlaufende Allzeithoch ansteuern. Vorbörslich wird der DAX mit einem Kursanstieg von +0,8% getaxt. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig unter die Kursmarke von 13.272 Punkte (Unterstützung 2) fällt.

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Präferiertes Szenario: Zwischenkorrektur setzt sich zunächst fort

Nachdem der Deutsche Aktienindex am vergangenen Mittwoch bei 13.639 Punkten (Widerstand 2) ein neues Allzeithoch am oberen Bollinger-Band markiert hatte, setzte im weiteren Verlauf eine Zwischenkorrektur ein, die sich auch gestern weiter fortsetzte. Übergeordnet bleibt das Chartbild jedoch weiter bullisch, zumal die Notierungen weiterhin oberhalb des aktuell bei 13,384 Punkten verlaufenden GD20 (Unterstützung 1) behaupten konnten. Durch die laufende Zwischenkorrektur vom Allzeithoch sollte die kurzfristig überkaufte Situation im DAX abgebaut und damit der Grundstein für einen neuen Aufwärtsimpuls gelegt werden. Unser präferiertes Szenario, das nach dem Abschluss der Zwischenkorrektur eine Kursstabilisierung mit höheren Verlaufstiefs vorsieht, bleibt daher weiterhin bestehen.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Gap Up“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 57%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursanstieg von 2% zu rechnen.

Entsteht nach Abschluss der Zwischenkorrektur neues Kaufinteresse, muss der DAX im Anschluss zunächst das gestern bei 13.488 Punkten markierte Tageshoch (Widerstand 1) überschreiten. Wird auch diese Marke dynamisch überwunden, sollte der DAX erneut das Allzeithoch bei 13.639 Zählern (Widerstand 2) ins Visier nehmen. Spätestens hier ist mit einer erhöhten Abgabebereitschaft zu rechnen. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO LONG 12.003,06 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF7W6G)* mit einem Basispreis von 12.003,06 Punkten. Der Hebel liegt am 24.01.2020 um 07:15 Uhr bei 9,03. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX die Unterstützung bei 13.272 Punkten nachhaltig unterschreitet. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

Gegenszenario: Bären gewinnen die Oberhand

Nachdem der DAX am vergangenen Mittwoch am oberen Bollinger-Band ein neues Allzeithoch markiert hatte, kamen die Kurse im weiteren Verlauf unter Druck. Da sich die Korrekturbewegung am gestrigen Handelstag weiter fortgesetzt hat, dürften zumindest kurzfristig die Bären weiter am Drücker bleiben. Das mittlerweile getriggerte Verkaufssignal in der Slow Stochastik unterstützt diese These.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Gap Up“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 42%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursrückgang von 2% zu rechnen.

Gelingt es den Bären, im weiteren Verlauf, die Notierungen unter den bei 13.382 Punkten notierenden GD20 (Unterstützung 1) zu drücken, dürfte die Abgabebereitschaft weiter zunehmen. Dieser Gleitende Durchschnitt wird von vielen institutionellen Anlegern bei ihren Anlageentscheidungen verstärkt berücksichtigt, wobei sich der GD20 in den vergangenen Monaten wiederholt als wichtiger Support für den DAX erwiesen hatte. Wird auch dieser Gleitende Durchschnitt nach unten durchbrochen, dürfte der DAX seine Abwärtsbewegung bis in den Bereich des bei 13.272 Zählern verlaufenden GD50 (Unterstützung 2) ausdehnen. Spätestens hier sollten sich neue Käufer einfinden und die Abwärtsbewegung im DAX stoppen. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO SHORT 15.118,10 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF1TT2)* mit einem Basispreis von 15.118,10 Punkten. Der Hebel liegt am 24.01.2020 um 07:15 Uhr bei 8,23. Das Short-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig über die Barriere bei 12.639 Punkten steigt. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

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Tipp: DAX-ECHTGELD-TRADING 25.000€-DEPOT, ECHTE TRADES, BÖRSENTÄGLICH LIVE!

Hinweis: Dies ist ein Werbebeitrag!

Chartanalyse Wirecard: Der innovative Zahlungsdienstleister beteiligt sich am Megatrend E-Mobility !

Hallo Trader, 

heute möchte ich euch auf die Aktie von Wirecard aufmerksam machen. Wirecard ist einer der führenden internationalen Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen. Weltweit unterstützt Wirecard über 20.000 Kunden aus unterschiedlichen Branchen bei der Automatisierung ihrer Zahlungsprozesse und der Minimierung von Forderungsausfällen. Das Unternehmen hat einen Börsenwert von knapp 16 Mrd. EUR.

Beschuss durch die Medien

2019 gab es medial laufend negative Meldungen zu Wirecard. Durch die Anschuldigungen der Financial Times bezüglich einer möglichen Bilanz-Manipulation hat der Zahlungsdienstleister turbulente Zeiten erlebt. Inzwischen hat sich in diesem Zusammenhang einiges getan. Ein neuer Aufsichtsratchef wurde berufen und es dürfte eine Vergrößerung sowohl des Vorstands als auch des Aufsichtsrats bevorstehen. Die Vorwürfe der Bilanz-Manipulation werden von externen Prüfern der KPMG analysiert. Der Bericht soll noch im ersten Quartal veröffentlicht werden. Der Vertrag von Konzernchef und Großaktionär Markus Braun dürfte ebenso verlängert werden. Danach sollte man sich noch professioneller dem Daily-Business widmen können. 

Neue Partnerschaft im Megatrend E-Mobility

Trotz des medialen Wirbels geht Wirecard laufend neue, spannende Partnerschaften ein. Dieses Mal wurde die Partnerschaft mit UZE Mobility angekündigt. Das Unternehmen ist eine Innvovationsplattform für Elektro-Mobilitätsdienste, ein Megatrend. 

Seit 2019 stellt das Unternehmen elektrische Liefer- und Transportfahrzeuge für Carsharing-Zwecke zur Verfügung. Die Fahrzeuge erfassen aber auch Geolokalisierungsdaten. Ziel ist es, das „Internet der Straßen“ aufzubauen. Über intelligente Sensoren werden Fahrt-, Fahrzeug- und Umweltdaten gesammelt. Diese können dann zur Erstellung von elektronischen Stadtplänen genutzt werden.

2020 erweitert das Unternehmen sein Angebot um sogenannte „Digital Kits“. Dabei handelt es sich um digitale Werbedisplays, die an jedem Fahrzeugtyp platziert und über die UZE Mobility-Plattform verwaltet werden können. So kann ein Einzelhändler die Eröffnung einer neuen Filiale mit einem Fahrzeug bewerben, das in der jeweiligen Region unterwegs ist. Wirecard wird der Zahlungspartner bei den Werbeschaltungen und für die Transaktionen auf dem UZE-Marktplatz.

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Quelle: https://uze-mobility.com

Bewertung und Wachstum

Das geschätzte KGV für 2021e für das Papier des Zahlungsdienstleisters liegt basierend auf den Analysteneinschätzungen von Factset, bei 17,2 (aktueller Kurs 133,85 EUR). Es wird mit weiteren hohen Wachstumsraten gerechnet.

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Das durchschnittliche Umsatz- und EPS-Wachstum der vergangenen 5 Jahre lag über 30%. Das Dividendenwachstum über 10%. 

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Qualität-Scoring AAQS

Wirecard erhält 10 von 10 möglichen Punkten nach dem AAQS-Scoring-System. Jeder Aktie wird bei diesem Scoring-System eine Punktzahl von 0 bis 10 Punkten zugewiesen. Insgesamt wird jede Aktie in 4 wichtigen Kategorien geprüft. Die Kategorien sind nachhaltiges Wachstum, geringe Risiken, eine hohe Kapitalrendite und eine günstige Bewertung. Je höher der Punktestand ist, den eine Aktie im AAQS erzielt hat, desto besser ist die Aktie für eine langfristige Investition geeignet. 

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Bis zum Allzeithoch aus 2018 hat die Wirecard-Aktie noch rund 50% Kurspotential. Trader sollten sich dabei aber den möglichen, extrem volatilen, Kursschwankungen bewusst sein.

Sehen wir uns nun den Tageschart von Wirecard (WDI) an:

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Die Wirecard-Aktie ist an der 200-Tagelinie angekommen. Wenn diese nachhaltig überschritten wird, dürfte als nächstes das GAP geschlossen werden. Wenn die Aktie danach weiter Stärke zeigt, könnte der Bereich bei 160 EUR wieder angelaufen werden. Damit ich sofort informiert werde, wenn Wirecard weiter nach oben will, lege ich mir über der 200-Tagelinie einen Alarm direkt in den Chart.

Das TraderFox System informiert mich zuverlässig in Echtzeit per Push Notifications am Handy oder per E-Mail, sollte die Alarmlinie nach oben durchbrochen werden.

Liebe Trader, ich wünsche euch noch viele erfolgreiche Trades.

Bis zur nächsten spannenden Story,

Wolfgang Zussner

Verwendete Tools:

TraderFox Trading-Desk: https://www.traderfox.com

Aktien-Terminal: https://aktie.traderfox.com

Tipp: Registriert euch kostenlos auf https://www.traderfox.de für das TraderFox Trading-Desk, um Kursalarme im Chart einzurichten und diese dann per Email oder per Push-Notification zu erhalten.

Grüne Aktien werden durch die Decke gehen: Steico steht vor massiven Marktanteilsgewinnen!

Liebe Tenbagger-Investoren,

lesen Sie bitte zunächst meinen Ausblick auf das neue Jahrzehnt bis 2030.
Unter anderem gehe ich davon aus, dass grüne Aktien durch die Decke gehen werden. Warum?

Erstens, weil die Bevölkerung Parteien wählen wird, die drastische Maßnahmen zum Umweltschutz und zur CO2-Ersparnis ergreifen werden

Zweitens, weil das neue Klimabewusstsein und der gesellschaftliche Druck, umweltfreundlich zu leben, Anbieter mit ökologischen Produkten bevorzugt.

Steico ist der Marktführer für ökologische Dämmstoffe und dürfte nun vor massiven Marktanteilsgewinnen stehen

Über die Auswirkungen des Klimawandels wird in letzter Zeit sehr viel diskutiert, und selbst wenn es oftmals nicht einfach ist, die wirklichen Probleme von den populistischen Spekulationen abzugrenzen, gibt es einige Fakten die nicht geleugnet werden können. Dazu zählt auch, dass sich die Erde seit dem Ende des 19. Jahrhunderts kontinuierlich erwärmt und dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre seit der industriellen Revolution immer weiter angestiegen ist. Um den Co2-Gehalt bzw. die CO2-Emissionen einzudämmen, bedarf es großer Investitionen in u.a. umweltfreundliche Infrastruktur, was inzwischen bei vielen Politikern angekommen ist.

So will beispielsweise die Bundesregierung mit dem Klimapaket einen Beitrag leisten, um die Treibhausgase nachhaltig zu reduzieren, und um die Klimaschutzziele bis 2030 zu erreichen. Dies soll u.a. durch eine Bepreisung von CO2, sowie verschiedener Fördermaßnahmen hinsichtlich von Innovationen und Investitionen möglich werden. Dazu zählt auch die Möglichkeit, energetische Gebäudesanierungen steuerlich abzuschreiben. Zu einem klimafreundlichen Wohnen gehört es die Gebäude möglichst gut zu dämmen, um den Energieverbrauch und damit den CO2-Ausstoß zu verringern. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa werden die Sommer, verursacht durch den Klimawandel, deutlich wärmer und zunehmend wird mehr Energie zur Kühlung von Gebäuden benötigt. Deswegen ist es sinnvoll, die Effizienz einer Gebäudedämmung nicht nur daran zu messen, wie sie im Winter Energieverluste vermeidet, sondern auch daran, wie sie im Sommer den Wärmeeintrag verhindert.

Somit sind wir auch schon bei Steico, unserem ersten Musterdepotkandidaten angelangt, der langfristig vor allem vom Megatrend Klimawandel, aber auch vom Trend der Urbanisierung, auf den wir morgen eingehen werden, profitieren dürfte.

Steico fokussiert sich auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb ökologischer Bauprodukte. Hierzu zählen Dämmstoffe aus natürlichen Holz- und Hanffasern, Stegträger als Konstruktionselemente (Balkenprodukte) sowie Natural Fibre Boards (Hartfaserplatten). Durch die Kombination von Holz- und Hanffaser-Dämmstoffen mit darauf abgestimmten Stegträgern hat sich das Unternehmen als Systemanbieter etabliert und wandelt sich nun zum Komponentenpartner. Steicos europaweiter Kundenstamm umfasst Käufer aus den Bereichen Holz- und Baustoffhandel, Holzbaubetriebe, Fertighausindustrie, Laminatbodenhersteller sowie Baumärkte. In der unteren Abbildung sind die Vorteile der Steico-Produkte aufgelistet.

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Laut eigenen Angaben ist Steico bei Holzfaserdämmstoffen in ­Europa inzwischen der führende Hersteller. Dabei bieten die Dämmstoffe von Steico bei einer sehr geringen Wärmeleitfähigkeit eine sehr hohe Wärmespeicherfähigkeit, was nicht nur höchste Energieeffizienz zur Folge hat, sondern auch ein gutes Raumklima.

Werfen wir einen Blick auf die aktuellen Zahlen der letzten neun Monate, dann ist zu sehen, dass die Nachfrage insgesamt bei Steico hoch ist und das Wachstum mit neuen Rekordwerten vorgeführt werden konnte. Der Umsatz der ersten neun Monate konnte um 14,7% auf 215,3 Mio. € gesteigert werden. Auch bei den Ergebnissen können neue Bestwerte ausgewiesen werden. So stieg das EBIT um 36,9% auf 26,8 Mio. €. Der Periodenüberschuss konnte um 45,2% auf 19,6 Mio. € zulegen. Das Neunmonats-Ergebnis ist zwar durch einen positiven Sondereffekt geprägt, da im dritten Quartal die polnische Produktionsgesellschaft eine Gutschrift von rund 2,4 Mio. € als Ausgleich für stark gestiegene Strompreise erhalten hat, seitens der polnischen Regierung; aber auch ohne diesen Effekt laufen die Geschäfte von Steico ausgezeichnet und das Unternehmen konnte seine Profitabilität weiter steigern und rechnet auch in 2020 mit einer guten Entwicklung sowohl beim Wachstum als auch der Profitabilität und dies trotz des konjunkturellen Abschwungs.

Wo liegen nun Steicos Chancen?

  • Durch das Klimapaket werden zusätzlich zu den Neubauten vermehrt Altbausanierungen das Geschäft weiter antreiben. Da auch auf europäischer Ebene die Anforderungen an die Gebäude-Energieeffizienz laufend verschärft werden, dürfte sich dies mittelfristig nicht nur in Deutschland bemerkbar machen.
  • Die Energiepreisentwicklung ist bislang bei Steico ein starker Kostentreiber. Das Unternehmen setzt aber zukünftig auf Biomasse als Energieträger an den polnischen Produktionsstandorten Czarna Woda und Czarnakow, wodurch der Erwerb von CO2-Zertifikaten zukünftig reduziert werden kann, was sich künftig positiv in den Margen niederschlagen dürfte. Ziel ist es, langfristig komplett unabhängig von fossiler Energie zu werden. In 2018 betrug der Einsatz von Biomasse 21%, was eine Steigerung gegenüber 2016 von 79% darstellt.
  • In den letzten Jahren gab es eine starke Konsolidierung in der Branche. Die meisten direkten Mitbewerber sind inzwischen vom Markt verschwunden, was zukünftig ebenfalls für eine Margenausweitung sprechen dürfte.
  • Der Markt für Dämmstoffe wächst beständig. Laut des Marktforschungsinstituts Ceresana wird bis zum Jahr 2025 ein Verbrauch an Dämmstoffen von über 578 Millionen Kubikmetern erwartet, was einen Markt von geschätzt 22 – 25 Mrd. Euro darstellt. Glaswolle und Steinwolle decken momentan rund 52 Prozent der Nachfrage ab. Der Marktanteil an Polystyrol-Dämmstoffen ist momentan ebenso noch sehr hoch. Holzfaserdämmstoffe machen dabei bislang nur einen Bruchteil aus, doch wächst die Nachfrage danach stetig. Allerdings erschweren Bau-Vorschriften und Normen derzeit oft noch die Anwendung; sollte diesbezüglich eine Änderung in Europa eintreten, dürfte die Nachfrage nach ökologischen Dämmstoffen erst richtig anziehen und Steico könnte sich ein größeres Stück vom Kuchen herausschneiden.
  • Internationalisierung: Wenngleich kurzfristig Deutschland, Frankreich und die USA Wachstumschancen für Steico bieten, so sind langfristige die osteuropäischen Länder ein sehr attraktiver Markt für Steico, denn mit dem geplanten Auf- und Ausbau der Vertriebswege und den erweiterten Produktionskapazitäten in Osteuropa können so immer neue Wachstumspotenziale erschlossen werden.
  • Produkterweiterung: Am Standort Czarnków wurde eine hochautomatisierte Elementfertigung errichtet, um die Kunden von Steico mit einem neuen Angebot zu bedienen: der Herstellung von Dach-, Wand- und Deckenelementen nach individuellen Plänen der Kunden. Insbesondre auf dem osteuropäischen Markt ist der Wunsch nach einem umfassenden Systemangebot besonders ausgeprägt. Sollte diese Produkterweiterung fruchten, könnte sich Steico immer stärker vom Systemlieferanten zum Komponentenpartner wandeln.

Fazit: Aufgrund der Klimaschutzdebatte werden ökologische Dämmstoffe immer stärker nachgefragt; ernstzunehmende direkte Wettbewerber sind für Steico kaum mehr vorhanden. Sicherlich machen Ökodämmstoffe bisher nur einen geringen Marktanteil aus, doch sollten sich hier in nächster Zeit Änderungen bei den Bauvorschriften ergeben, dürfte der Bedarf an Holzdämmstoffen weiter zunehmen und dem Unternehmen zusätzlich in die Hände spielen. Außerdem ist das Unternehmen bislang nur mit 450 Mio. € kapitalisiert, bei einem Umsatz von nicht einmal 300 Mio. € und einem geschätzten Gesamt-Dämmstoffmarkt von über 20 Mrd. € ist hier noch reichlich Potential vorhanden.

Weil wir glauben, dass der Marktanteil von ökologischen Dämmstoffen rasant zunehmen wird, ist Steico ein ganz heißer Kandidat für unser Tenbagger-Musterdepot!

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Ewiges Aktien-Börsenspiel von TraderFox: Interview mit lilo7 – Platz 3 im 4. Quartal 2019

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Eine klare Strategie, die konsequent umgesetzt wird, ist wie beim realen Börsenhandel auch beim Ewigen Aktien-Börsenspiel der Schlüssel zum Erfolg. Weil so klare Strategien oft genug erst einmal auf Leib und Nieren geprüft werden sollten, gibt es das Ewige Aktien-Börsenspiel, dass „Papertrading“ mit ein bisschen Wettstreit kombiniert. Schließlich gibt es nicht nur Erkenntnisse, sondern auch wertvolle Sachpreise zu gewinnen.

Unsere Mitspielerin lilo7 erzielte im 4. Quartal 2019 beim Börsenspiel eine Performance von 23 % und eroberte damit Platz 3 im Quartalsranking. Das Jahr 2019 schloss lilo7 auf Position 244 ab. Dass die gute Performance in den Monaten Oktober bis Dezember nicht die Ausnahme gewesen sein dürfte, kann man in der aktuellen Rangliste sehen. Das Depot von lilo7 hat bereits 64 Plätze gutgemacht und sich auf Platz 180 etabliert mit einer Gesamtperformance aktuell von 37,7 % – da können Sparbuch- und Tagesgeldanleger nur mit den Ohren schlackern.

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Depot von lilo7 am 23. Januar 2020

 

TraderFox: Was war dein bester Trade in letzter Zeit?

Lilo7: Mein bester Trade in letzter Zeit war Varta.

Was war dein größter Gewinn- oder Verlust-Trade im realen Börsenhandel? UND Was ging schief? Was hat den Trade zum Gewinner gemacht?

Meine größten Gewinne machte ich bislang mit Apple (+512 %) und Nvidia (+503 %).

Meine größten Verluste machte ich mit Banken wie Deutsche Bank und Commerzbank.

Welche 3 Aktien würdest du für die nächsten 10 bis 15 Jahre kaufen – und warum?

Microsoft, weil das Unternehmen genug Power hat, am Puls der Zeit zu sein.

Nvidia, weil die Produkte des Unternehmens die Grundlage für viele innovative Technologien bilden.

Teladoc Health, weil es das Warten in überfüllten Wartezimmern erspart und bei vielen Krankheiten keinen Qualitätsverlust in der Behandlung darstellt.

Kannst du dich noch an deine allererste Aktie erinnern? Warum hast du sie gekauft?

Nein, an die erste Aktie kann ich mich nicht mehr erinnern.

Warum nimmst du am Ewigen Aktienbörsenspiel teil?

Am Ewigen Aktienspiel nehme ich teil, weil man hier Aktien über einen längeren Zeitraum beobachten kann, aber leider fehlt mir die Zeit, das Portfolio immer wieder zu optimieren.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg im weiteren Verlauf des Ewigen Aktien-Börsenspiels!

 

Mach selbst mit:

Einsteigen lohnt sich zu jedem Zeitpunkt. Jedes Quartal werden die Karten neu gemischt und somit erhalten auch neue Spieler im  Ewigen Aktien-Börsenspiel oder Spieler, die in den letzten drei Monaten Rückschläge einstecken mussten, eine frische Chance auf einen Quartalsgewinn.

TIPP:
Zeige dein Talent für erfolgreichen Aktienhandel. In unserer ewigen Aktien-Rangliste werden deine langfristigen Leistungen dokumentiert. In den Quartals- und Jahresrankings kannst du tolle Preise gewinnen.

>Das ewige Aktien-Börsenspiel ist ein absolut realistisches Börsenspiel!


Bildherkunft: © freshidea – stock.adobe.com

Kauf 50 Teladoc (WKN A14VPK) mit Limit 100 USD an der NYSE

Liebe Tenbagger-Investoren,

ich bin der Überzeugung, dass grüne Aktien in den kommenden Jahren regelrecht durch die Decke gehen werden. Der Wähler fühlt sich zu Parteien hingezogen, die drastische Maßnahmen zur CO2-Reduktion verabschieden wollen. Andreas Haslinger bereitet gerade einen Artikel über zwei grüne Aktien vor, die von einem neuen Ökobewusstsein enorm profitieren dürften. Der Artikel kommt dann heute Nachmittag.

Zunächst aber legen wir folgende Kauforder in den Markt:
– Kauf 50 Teladoc (WKN A14VPK) mit Limit 100 USD an der NYSE

Mir wäre lieber gewesen, dass die US-Märkte während der Aufbau-Phase unseres Tenbagger-Depots etwas schwächer sind. Dieses ungehemmte Nach-Oben-Laufen wird irgendwann eine Gegenreaktion auslösen. Wir kaufen daher bei Teladoc nun eine halbe Positionsgröße in der Erwartung, dass die Volatilität hoch bleiben wird.

Teladoc ist ein risikobehaftetes Investment. Die Firma ist noch defizitär, wächst dafür aber mit fast 30 % beim Umsatz sehr schnell und hat das Potenzial den Gesundheitsmarkt zu revolutionieren. In diese Art von Firmen werden mir mit maximal 20 % Depotanteil investieren. Die Übernahme von Intouch Health untermauert die Marktführerschaft: https://intouchhealth.com/

Auf der Website ist ein Image-Video, das Anwendungsbeispiele für Telemedizin zeigt. Gut gefällt mir, dass sich InTouch Health vor allem auch auf die nachgelagerte Behandlung nach Arztbesuchen oder Krankenhausaufhalten konzentriert. Der Patient muss dann nicht zu jede Kontrolltermin ins Krankenhaus, sondern kann einfach per Webcam mit dem Arzt kurz die Daten besprechen.

Viele Grüße
Simon Betschinger

 

Tägliche DAX-Analyse zum 23.01.2020: Aufwärtstrend markiert neues Allzeithoch

Liebe DAX-Trader,

hier ist die DAX-Analyse zum 23.01.2020 vor Handelsbeginn (Aktueller Punktestand des DAX um 7:45 Uhr ist 13.448 Punkte). Unsere Einschätzung:

  • Breakout mit Gap Up auf Allzeithoch am Mittwoch
  • Untergeordnete technische Gegenreaktion nach neuem Allzeithoch
  • Weitere Kursverluste möglich vor nächster Kursrally in Richtung Rekordhoch
  • Long mit zweiter Zielzone bei 13.639 Punkten (Widerstand 1)
  • Vorschlag für ein LONG-Derivat: DZ Bank Endlos Turbo Long (WKN DF7W6G)

DAX-Analyse zum 23. Januar 2020 per Video

Tipp: DAX-ECHTGELD-TRADING 25.000€-DEPOT, ECHTE TRADES, BÖRSENTÄGLICH LIVE!

Barriere bei 13.605 Punkten lokalisiert
Eine leichte Erholung an den asiatischen Börsen hat dem DAX am Mittwoch zum Breakout auf ein neues Allzeithoch verholfen. Bereits zur Handelseröffnung ist der Index mit einem Gap Up um rund +0,4% auf neuen Höchstständen gestartet. Anschlusskäufe führten die Kursentwicklung bis an das obere Bollinger Band heran. Ausgehend von dem neuen Allzeithoch bei 13.639 Punkten (Widerstand 1) wurde eine untergeordnete technische Gegenreaktion eingeleitet. Sie hat im Tagesverlauf zu einem Gap Closing und ersten Abbau der überkauften Marktlage beigetragen. Heute könnten temporär weitere Kursverluste entstehen, bevor eine Kursstabilisierung mit höherem Verlaufstief die Ausgangsbasis für die nächste Kursrally in Richtung des Allzeithochs einleiten dürfte. Nachdem diese Kursmarke nachhaltig durchbrochen wurde, könnte die Aufwärtswelle auf die Distributionszone bei 13.900 Punkten (Widerstand 2) zusteuern. Dieses Kurslevel wurde noch nie berührt, könnte aber aus psychologischer Sicht einer glatten hunderter Marke und der Nähe zur 14.000 Punkte Kursregion eine Korrekturbewegung einleiten. Der wichtigste Impulsgeber des Tages dürfte heute durch die Zinsentscheidung der EZB am frühen Nachmittag ausgehen. Sie könnte die Kursentwicklung der kommenden Tage maßgeblich beeinflussen. Vorbörslich wird der DAX mit einem Kursrückgang von -0,5% getaxt. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig unter die Kursmarke von 13.375 Punkte (Unterstützung 1) fällt.

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Präferiertes Szenario: Bullen bereiten nächsten Trendschub vor

Der langfristige Aufwärtstrend des deutschen Börsenbarometers konnte am Mittwoch ein neues Allzeithoch markieren. Ausgehend von diesem neuen lokalen Maximum wurde eine Distribution gestartet, welche in den kommenden drei Handelstagen wieder aufgefangen werden dürfte. Sie kann die überkaufte Marktsituation abmildern, wodurch das obere Bollinger Band sich ausdehnen kann. Die Kursstabilisierung könnte dann wiederum die Trendstruktur mit einem höheren Verlaufstief festigen und zugleich die Basis für die nächste Aufwärtswelle legen.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Gap Up“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 57%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursanstieg von 2% zu rechnen.

Sobald neues Kaufinteresse entstanden ist, dürfte die Kursentwicklung wieder in Richtung des neuen Allzeithochs bei 13.639 Punkten (Widerstand 1) tendieren. Dieses Kurslevel wurde erst gestern im Chartbild am oberen Bollinger Band etabliert. Ein nachhaltiger Breakout über dieses Kursniveau könnte die Aufwärtsbewegung bis zur Kursmarke von 13.900 Punkte (Widerstand 2) leiten. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO LONG 12.002,37 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF7W6G)* mit einem Basispreis von 12.002,37 Punkten. Der Hebel liegt am 23.01.2020 um 07:15 Uhr bei 9,00. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX die Unterstützung bei 13.375 Punkten nachhaltig unterschreitet. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

Gegenszenario: Berührung des oberen Bollinger Bandes löst Distribution aus

Am Mittwoch ist der DAX mit einem Gap Up in den Handel gestartet, welches kurzfristige Anschlusskäufe zur Folge hatte. Mit der Berührung des oberen Bollinger Bandes setzte allerdings Verkaufsdruck ein, welcher den Index bis zum Handelsende auf das Vortagesniveau gedrückt hat. Diese lokale Topbildung könnte in den kommenden Handelstagen Anschlussverkäufe zur Folge haben. Eine Bestätigung für das Short-Szenario könnte durch ein Verkaufssignal in der Slow Stochastik ausgelöst werden. Die Signallinien des Oszillators notieren momentan im überkauften Bereich mit Werten von weit über 80. Noch wird allerdings kein Verkaufssignal ausgewiesen, weil die grüne Signallinie sich über der roten Linie befindet. Sollten die Linien sich kreuzen, könnte der Abwärtsdruck zunehmen.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Gap Up“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 42%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursrückgang von 2% zu rechnen.

Die lokale Topbildung könnte den Index in den kommenden Tagen in Richtung des GD 20 bei derzeit 13.375 Punkte (Unterstützung 1) befördern. Eine erste Berührung des gleitenden Durchschnitts könnte eine untergeordnete Erholungsbewegung auslösen. Sobald die Bären anschließend wieder das Zepter in die Hand nehmen, könnte ein nachhaltiger Breakdown vollzogen werden. Der zweite Anlaufbereich würde sich anschließend am GD 50 bei derzeit 13.269 Punkten (Unterstützung 2) befinden. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO SHORT 15.119,33 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF1TT2)* mit einem Basispreis von 15.119,33 Punkten. Der Hebel liegt am 23.01.2020 um 07:15 Uhr bei 8,23. Das Short-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig über die Barriere bei 13.900 Punkten steigt. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

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Tipp: DAX-ECHTGELD-TRADING 25.000€-DEPOT, ECHTE TRADES, BÖRSENTÄGLICH LIVE!

Hinweis: Dies ist ein Werbebeitrag!