DAX Analyse zum 15. November: Keine Entscheidung nach Berg- und Talfahrt!

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

obwohl untergeordnete Kurserholungen einzuplanen sind, bleibe ich insgesamt für die nächsten Handelstage bärisch eingestellt. Diese Ansicht vertrete ich derzeit auch für das übergeordnete Bild der Monats- und Wochenbasis.

Der DAX schien am heutigen Handelstag zunächst an seiner Abwärtsbewegung von den  Vortagen anzuknüpfen, als der Index mit einem Abwärts-Gap von rund 70 Punkten in den neuen Tag startete. Die Sorge vor einem weiter ausartenden Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU-Kommission drückte erneut auf die Kurse. Die italienische Regierung verweigerte einen abgeänderten Haushaltsplan nach Vorgaben der EU. Doch bis zum Nachmittag konnte der Verfall der Ölpreise, die Hoffnung auf eine bevorstehende Brexit-Einigung, starke Daten aus China sowie positive Signale im US-Handelsstreit mit China für eine Stabilisierung sorgen. Teilweise stieg der DAX sogar auf einen Gewinn von über einem Prozent an. Allerdings wurden bis zum Tagesschlusskurs sämtliche Kursgewinne wieder abgegeben, wodurch der Index sogar deutlich ins Minus rutschte. Letztendlich stand ein Kursverlust von ca. 0,8 Prozent auf der Anzeigetafel. Es bleibt eine wilde Achterbahnfahrt. Insgesamt überwiegen jedoch weiterhin die derzeitigen Unsicherheiten rund um den Hausshalts- & Handelsstreit sowie der Sorge vor stärker steigenden US-Zinsen.

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Trotz der stärkeren Kursausschläge am heutigen Handelstag bleibt der DAX insgesamt in der Range von Freitag. Damit vertragt der Index eine vorzeitige Entscheidung für eine bestimmte Richtung. Allerdings konnte er ebenfalls erneut das 61,8er Fibonacci-Retracement der vergangenen Erholungsbewegung verteidigen. In diesem Zuge baut sich der angestaute Verkaufsdruck in der Slow Stochastik weiter ab. Der Oszillator notiert bereits wieder unmittelbar vor dem überverkauften Bereich. Dennoch ist das derzeitige Kursverhalten bislang für einen nachhaltigen Durchbruch nach oben zu zaghaft. Konkret bullisch werde ich erst wieder sofern der mittelfristige Abwärtstrend vom letzten lokalen Hoch bei ca. 13.170 Punkten überwunden werden kann. Der nächste massive Widerstandsbereich befindet sich jedoch bereits bei 11.700 Punkten. Hier verbindet sich das aktuelle lokale Hoch mit dem letzten Jahrestief von Ende März sowie dem oberen Bollinger Band.

Das Kursverhalten der vergangenen Handelstage deutet stark auf einen bevorstehenden Ausbruch hin. Beide Bollinger Bänder verengen sich. Je geringer der Abstand beider Bänder, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Breakout. Ich halte an meiner bärischen Einstellung fest und erwarte einen Ausbruch auf der Unterseite. Das erste Kursziel befindet sich beim aktuellen Jahrestief bei ca. 11.051 Punkten. Das zweite Ziel notiert bereits bei ca. 10.831 Punkten.

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Trading-Strategie – Stundenansicht

Der DAX konnte im Zuge der kurzfristigen Aufwärtsbewegung den Abwärtstrend auf Stundenbasis nicht überwinden. Seitdem folgte die nächste Korrektur. Solange der DAX unterhalb des letzten lokalen Hochs der Stundenansicht bei ca. 11.600 Punkten notiert, gehe ich von weiter fallenden Kursen aus und suche nach weiteren Short-Einstiegen. Die ersten Gewinnmitnahmen plane ich bei ca. 11.300 Punkten. Das nächste Ziel befindet sich im Bereich von 11.051 Punkten.

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Investieren wie Kostolany und Buffett und Top-Ranking im ewigen Aktien-Börsenspiel erzielen – Interview mit Spieler #8875

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Viele erfolgreiche Börsenlegenden haben es vorgemacht: Man kauft Aktien, nachdem man sein gründliches Research über die Zukunftsperspektiven des zugrundeliegenden Unternehmens gemacht hat und dann bringt man eine gehörige Portion Geduld mit und lässt den Titeln Zeit sich zu entwickeln. Und dann ist man plötzlich berühmt wie Warren Buffett oder André Kostolany, der Börsianern geraten haben soll: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“

Viele Jahre ist es nun nicht her, dass das ewige Aktien-Börsenspiel von TraderFox ins Leben gerufen wurde. Doch für manchen Mitspieler mag der Beginn im März 2018 auch schon wieder eine kleine Ewigkeit sein. Mitspielerin #8875 hatte unsere Anfrage nach einem Interview erst einmal für einen Scherz gehalten, weil sie vergessen hatte, dass sie ein Depot im ewigen Aktien-Börsenspiel angelegt hatte. Und plötzlich liegt das Depot von Spieler #8875 auf Platz 12 mit einem Plus von 24,3 % und wir wollen wissen, wie sie das gemacht hat.

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Depot von Teilnehmerin #8875 am 13. November

Die Aktmeister der Börse wären sicherlich begeistert – sowohl über die Strategie als auch über die Aktienauswahl: grundsolide Wert, nicht verrücktes – Aktien von Unternehmen, deren Geschäftsmodell man auch als Nicht-Experte verstehen kann. Und obwohl die Aktienmärkte viele Depots in den letzten Wochen kräftig durcheinander gewirbelt haben, sind alle 6 Positionen in diesem Depot noch immer zweistellig im Plus – Qualitätsaktien! Wie es zu dieser starken Performance gekommen ist, lest ihr im Interview mit unserer Mitspielerin #8875:

 TraderFox: Seit wann bist du an der Börse aktiv/Wie bist du zur Börse gekommen? 

Spieler #8875: Bekannte hatten im letzten und vorletzten Börsencrash Ersparnisse verloren. Das war mir Ansporn, mich damit zu beschäftigen.

Kannst du uns kurz erklären, welche Strategie/n du verfolgst? 

Long-term Value-Investing. Ich bin eine der Verrückten, die tatsächlich Warren Buffetts „annual shareholder letters“ aus den letzten 20 Jahren gelesen haben und davon träumen, ihn auch einmal kennenzulernen [Anm. d. Red.: Die jährlichen Briefe Buffetts an seine Aktionäre kann man unter dem angegebenen Link immer noch zurück bis ins Jahr 1977 einsehen.].

Hast du eine tägliche Routine? Wie sieht diese aus?

Nein, ich habe keinerlei Routine, ich habe mein Depot im ewigen Börsenspiel mit viel Nachdenken und Recherche (zum Beispiel bei Morningstar) angelegt und es dann schlicht liegengelassen.

Setzt du dein Vorgehen auch in der Realität um? 

An ein Börsenspiel gehe ich eher spielerisch heran und setze nicht gleichzeitig privat in einem Depot echtes Kapital mit hohen Summen auf dieselben Werte.

Dennoch habe ich ein kleines Depot mit Einzeltiteln, dessen Performance sich nicht verstecken muss, selbst wenn sich der Gewinn in absoluten Zahlen – wegen des geringen Kapitaleinsatzes – im Bereich von Kaffeekassenbeträgen beläuft.

Immer wenn ich es erübrigen kann, setze ich in meinem privaten Depot gezielt auf einzelne Aktien, die sich in den letzten Jahren auch gut entwickelt haben.

Kannst du dich mit Familie, Freunden oder Bekannten über Aktien unterhalten?

Meinen Mann kann ich mit einzelnen Fragen behelligen, sonst interessiert sich niemand in meinem Umfeld für Aktieninvestments.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg im weiteren Verlauf des ewigen Aktien-Börsenspiels!

 

TIPP:
Zeige dein Talent für erfolgreichen Aktienhandel. In unserer ewigen Aktien-Rangliste werden deine langfristigen Leistungen dokumentiert. In den Quartals- und Jahresrankings kannst du tolle Preise gewinnen.

>Das ewige Aktien-Börsenspiel ist ein absolut realistisches Börsenspiel!


Bildherkunft: Fotolia: #192301024 | Urheber: Robert Kneschke

Neo Darvas-Aktie Evertec hat die negativen Folgen von Hurrican Irma abgeschüttelt

Bei unserem regelbasierten Depotkonzept Neo Darvas machen wir es uns relativ einfach, Denn inspiriert vom Vorgehen des ungarischen Tänzers und Traders Nicolas Darvas setzen wir unter den größten 1.800 US-Unternehmen auf Aktien die gegenüber dem Jahrestief um mindestens 100 % zugelegt und in den vergangenen 20 Handelstagen ein neues Jahreshoch markiert haben.

Laut Rückberechnung schaffte es diese Vorgehensweise von 1999 bis 2018 ein durchschnittliches Plus von 20,83 % p,a, einzufahren. Zuletzt gab es mit Blick auf das Musterdepot einen Kaufstopp, weil der S&P 500 Index unter den gleitenden 200-Tages-Durchschnitt gefallen war, was automatisch Neukäufe ausschließt.

Podestplatz in der Neo-Darvas-Rangliste

Ansonsten hätten es vielleicht für die Aktien von Evertec Inc. (ISIN: PR30040P1032) zu einer Aufnahme in die Favoritenliste gereicht. Denn der Anbieter von Payment- und Transaktions-Abwicklungen für Kreditinstitute, Unternehmen und Regierungsbehörden ist in der zugehörigen Rangliste auf Platz 3 vorgestoßen.

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Zu verdanken ist das einer zuletzt exzellenten Performance. So hat der Titel gegenüber dem vor einem Jahr gültigen Stand von 13,35 USD bei einem aktuellen Kurs von 27,28 USD um gut 104 % zugelegt. Und dank des jüngsten Zwischenspurts wurden zuletzt nicht nur neue Jahreshochs sondern auch gleich neue Rekordhochs markiert.

Bei Evertec handelt es sich um ein Technologie- und Elektronik-Transaktionsunternehmen mit Sitz in San Juan, Puerto Rico. Das Unternehmen ist geschäftlich in 26 Ländern Lateinamerikas und der Karibik vertreten. Eine operative Präsenz besteht in 11 Ländern, wobei es 6 Rechenzentren in Puerto Rico (2), Kolumbien, Chile, Costa Rica und Dominikanische Republik gibt. Angeboten werden Dienstleistungen in den Bereichen: Merchant Acquiring, Zahlungsabwicklung und Business Solutions. Eigenen Angaben zufolge ist man auch Eigentümer und Betreiber des größten Debit-Netzwerks in der Karibik.

Die Geschäftsaktivitäten von Evertec im Überblick

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Quelle: Evertec

Breite Dienstleistungspalette

Die Gesellschaft verfügt über mehr als 28 Jahre Erfahrung und agiert mit mehr als 2.100 Mitarbeitern. Jährlich wickelt man rund 2 Mrd. Transaktionen ab. Ein Vorteil ist das Angebot integrierter Lösungen, denn Evertec ist in der Lage, eine breite Palette von Dienstleistungen anzubieten, wodurch die Notwendigkeit der Einstellung verschiedener Lieferanten von anderen Unternehmen entfällt. Vielmehr bietet man selbst den Kunden mit unterschiedlichen Geschäftsaktivitäten in verschiedenen geografischen Gebieten eine integrierte Technologielösung an. Das Unternehmen erzielt Einnahmen aus Transaktions- oder Diskontspesen oder Gebühren, basierend auf der Anzahl der hinterlegten Konten.

Im Vorjahr musste die Gesellschaft eine große Bewährungsprobe bestehen. Denn Hurrikan Irma, der Teile der Karibik mit voller Wucht traf, unterzog die technologische Infrastruktur einen echten Härtetest. Laut Evertec gewährleistete aber eine robuste Betriebsstruktur den ununterbrochenen Betrieb. Geschäftlich litt man natürlich ebenfalls unter dem Hurrikan, weil vielerorts Strom und damit Internet völlig zusammengebrochen waren.

Ansprechende Quartalszahlen

Der Aktienkurs geriet daraufhin unter Druck, hat sich davon aber inzwischen wie eingangs skizziert eindrucksvoll erholt. Das passt auch zur Geschäftsentwicklung, denn die verlief zuletzt sehr gut. Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 9 % auf 112 Mio. USD. Das bereinigte EBITDA kam gleichzeitig um 24,9 % auf 52,1 Mio. USD voran und die EBITDA-Marge verbesserte sich von 40,6 % auf 46,5 %. Erwähnenswert an dem vorgelegten Zahlenwert war auch noch eine auf das 2,8-fache gesunkene Nettoverschuldung gemessen am angepassten EBITDA.

Gut kam ansonsten bei den Anlegern natürlich auch an, dass der Vorstand ein starkes viertes Geschäftsquartal in Aussicht gestellt hat. Den Jahresumsatz sieht man in einer Spanne von 448-452 Mio. USD, was einem Plus von 10-11 % entsprechen würde, und das bereinigte Ergebnis je Aktie zwischen 1,79 und 1,83 USD, was gleichbedeutend wäre mit einem Zuwachs von 22-24 %.

Entwicklung des angepassten EBITDA von 2013 bis zum 3. Quartal 2018

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Quelle: Evertec

Wenn sich die Grundannahmen als richtig erweisen, dann kann Evertec mit einer recht überzeugenden Anlagestory aufwarten. Eines der wichtigsten Argumente, das dafür spricht, ist die der nachfolgende Grafik zu entnehmenden Prognose, wonach die Region Lateinamerika in den Jahren 2016 bis 2022 im weltweiten Vergleich mit APAC, EMEA und Nordamerika das höchste Wachstum bei den Einnahmen aus Zahlungstranskationen verspricht.

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Quellen: Source: World Bank Financial Inclusion Database, Mastercard, The Nilson Report, 2017 World Payments Report., Evertec

Aussichtsreiche Positionierung und moderate Bewertung

Evertec könnte davon besonders profitieren, weil es sich um einen Transaktionsabwickler handelt, der sich ausschließlich auf Lateinamerika inklusive Karibik konzentriert. Auch allgemein sollten attraktive säkulare Branchentrends den Geschäften auf die Sprünge helfen. So gibt es in den beackerten Regionen noch eine relativ geringe Durchdringung des Kartenvolumens in % des Haushaltskonsums. Hinzu kommt, dass eine steigende Online-Präsenz und Smartphone-Nutzung das Wachstum von Mobile- und E-Payments fördern dürften.

Eine vermutlich steigende Kartennutzung dürfte außerdem zusätzlich getrieben werden durch das erwartete Wachstum der Anzahl der Händler, die berechtigt sind, Karten zu akzeptieren. Beim Versuch, sich das zu Nutze zu machen, kann Evertec auf ein umfassendes und skalierbares Serviceangebot vertrauen, auf bestehende Partnerschaften und ein solides Cash-Flow-Profil. Die Analysten beim US-Finanzdienstleister Morningstar billigen der Gesellschaft vor diesem Hintergrund einen breiten wirtschaftlichen Schutzgraben zu, der vor Konkurrenten schützt.

Analysten sehen den Gewinn je Aktie im laufenden Jahr bei 1,82 USD und damit innerhalb der vom Unternehmen vorgegebenen Spanne. Daraus ergibt sich ein geschätztes KGV von rund 15. Das ist relativ moderat und wird aber sogar noch etwas besser, wenn die Analystenprognosen passen, die für 2019 und für 2020 noch etwas höhere Gewinne je Aktie von 1,97 USD und 2,14 USD vorhersagen.

Qualitätsaktie Securitas profitiert von der steigenden Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen

Beim Studium der Anlagestrategie von Warren Buffett ist uns aufgefallen, dass der Erfolgsinvestor einige Grundprinzipien bei seiner Aktienauswahl treu bleibt. Diese bestehen darin, bevorzugt auf Aktien zu setzen, die seit vielen Jahren stabile Umsatz- und Gewinnzuwächse aufzuweisen haben, über hohe Kapitalrenditen und hohe Nettogewinnmargen verfügen, über gesunde Bilanzen und deren Kurse eine geringe Volatilität zeigen.

Diese Kriterien beherzigen wir auf der Suche nach geeigneten Aktien für unser regelbasiertes Depotkonzept High-Quality-Stocks Europe. Offenbar gelingt uns das mit einem ganz guten Erfolg. Denn in dem für die meisten europäischen Börsen schwierigen Jahr hat es das Musterdepot seit dem Start in unserem Magazin am 03.04.2018 immerhin auf ein Plus von 3,75 % gebracht. Das entspricht einer Outperformance zum DAX von 9,39 %-punkten.

Weltweit führender Sicherheitsdienstleister

In die bisher in ihrer Zusammensetzung sehr stabile Top-20-Rangliste haben sich neuerdings die Aktien von Securitas AB (ISIN: SE0000163594) vorgekämpft. Die volle Punktzahl können die Schweden übrigens in Sachen Rentabilität einfahren und auch beim stabilen Wachstum schneidet man sehr gut ab.

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Verbesserungsbedarf gibt es allerdings bei der Sicherheit als Auswahlfaktor. Letzteres entbehrt im übertragenen Sinne nicht einer gewissen Ironie, denn hinter Securitas steckt ein Sicherheitsdienstleister. Die Gesellschaft hat sich dabei ausgehend von 3 Mitarbeitern im Jahr 1934 zu einem globalen Sicherheitsunternehmen mit mehr als 345.000 Mitarbeitern in 59 Ländern und rund 150.000 Kunden entwickelt. Der Konzern ist in Nordamerika, Europa, Lateinamerika, Afrika, dem Nahen Osten und Asien vertreten. In Deutschland, wo man die Aktivitäten 1996 aufnahm, stuft man sich selbst beispielsweise als größter Anbieter professioneller Sicherheitslösungen ein und diesen Status als Nummer eins beansprucht man für sich auch mit Blick auf den Weltmarkt.

Ein Kernprodukt des Unternehmens ist die spezialisierte Bewachung. Dabei bietet die Securitas individuelle Sicherheitslösungen für verschieden Geschäftsbereiche, wie etwa Finanzwesen, Einzelhandel, Energieversorgung, Gesundheitswesen oder auch für öffentliche Veranstaltungen. Die Dienstleistungen werden dabei jeweils an den Standort und die Situation angepasst.

Außerdem bietet Securitas AB mobile Dienste für kleine und mittelständische Unternehmen, die einen 24-Stunden-Schutz benötigen, aber weniger bezahlen möchten als für eine permanente Lösung. Ein weiteres Angebot des Unternehmens ist das Monitoring. Dabei bietet die Securitas Alarmüberwachung für Unternehmen, Eigenheime und Privatpersonen an. Das Unternehmen übernimmt die Alarmüberwachung und -bearbeitung und das Eingreifen in Notfällen. Die 100-prozentige Tochter Pinkerton Consulting & Investigations bietet außerdem Sicherheitsberatung und Ermittlungsdienste an.

Technologieeinsatz ein Pluspunkt für Securitas

Beim Versuch, das von Securites betriebene Geschäft zu verstehen, ist es wichtig, sich zu vergegenwärtigen, dass die Sicherheitsbranche in den vergangenen 10 Jahren einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen hat. Mit einem Fitness-gestählten Türsteher ist es jedenfalls längst nicht mehr getan. Stattdessen ist heutzutage viel mehr Technologie mit im Einsatz.

Securitas hat diesen Trend rechtzeitig erkannt und sich durch umfangreiche Investitionen zukunftsträchtig aufgestellt. Der Anspruch lautet, mit moderner Technologie, großen Datenmengen, Digitalisierung und künstliche Intelligenz den Tätern das Leben schwer zu machen. Wie es heißt, habe man in der Vergangenheit als Sicherheitsbeauftragter meist nur auf bereits aufgetretene Vorfälle reagieren können. Indem man aber moderne Technologie, Intelligenz und Know-how einsetze, könnten heutzutage besser als früher Verbrechen bereits vorbeugend verhindert werden. Und eine auf 92 % bezifferte Verbleibquote spricht dafür, dass die meisten Kunden mit dem Dienstleistungsangebot in der Tat zufrieden sein.

Auf anhaltenden Erfolg lässt auch das im Vorjahr eingefahrene Rekordergebnis schließen. Der Umsatz belief sich da auf 92,196 Mrd. SEK, was vergleich mit den 2013 generierten 65,70 Mrd. SEK eine deutliche Verbesserung bedeutet. Das seit 2013 verfolgte Konzept, das Angebot von der Vor-Ort-Bewachung auf Schutzdienste auszuweiten, hat sich somit bezahlt gemacht. Auch mit dem Gewinn je Aktie ging es in dieser Zeit von 5,07 SEK auf 7,49 SEK (7,83 SEK, bei einer Bereinigung um Positionen, welche aus Sicht von Securitas die Vergleichbarkeit beeinträchtigen) voran.

Entwicklung von Umsatz, operativem Gewinn und Gewinn je Aktie von 2013 bis 2017

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Quelle: Securitas

Weitere Wachstumsmöglichkeiten sieht die Gesellschaft mit Hilfe des verstärkten Einsatzes von Technologien, der Entwicklung maßgeschneiderter und kostengünstigerer Dienstleistungen, der Bereitstellung von mehr Risikomanagement-Dienstleistungen, einer Fortsetzung der Expansion in den Entwicklungsländern sowie der Schaffung von Diensten zur Unterstützung von Behörden.

Analysten beurteilen Gewinnaussichten positiv

Finanziell betrachtet haben sich die Schweden speziell zwei Ziele gesetzt. Zum einem strebt man eine jährliche durchschnittliche Steigerung des Gewinns pro Aktie von 10 % an sowie ein Verhältnis von freiem Cashflow zur Nettoverschuldung von mindestens 0,20. Beide Ziele hat man im Vorjahr nicht ganz erreicht, denn beim Ergebnis je Aktie stand letztlich ein Anstieg von 9 % zu Buche und das Verhältnis von freiem Cashflow zur Nettoverschuldung erhöhte sich von 0,13 auf 0,19.

Überblick zur Zielerreichung bei den beiden wichtigsten Finanzzielen von 2013 bis 2017

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Quelle: Securitas

Mit Blick auf das Ergebnisziel je Aktie sind Analysten für 2018 und 2019 aber zuversichtlich gestimmt, dass die Vorgabe sogar komfortabel erreicht werden kann. Zumindest sprechen dafür Schätzungen für die Gewinne in diesen beiden Jahren von 8,90 SEK und 10,30 SEK. 2020 sollen der Konsensvorhersage zufolge dann 11,17 SEK herausspringen. Nach 9 Monaten im laufenden Jahr reichte es bei dem um Wechselkursveränderungen und anderen verzerrenden Faktoren bereinigten Ergebnis je Aktie übrigens zu einem Anstieg von 14 %.

Stimmen die skizzierten Annahmen der Analysten, würde sich das KGV am Ende des genannten Zeitraums bei einem aktuellen Kurs von 151,475 SEK auf 13,56 belaufen, was vernünftig erscheint. Zumal sich Aktionäre laut dem Analystenkonsens für die Geschäftsjahre 2018 bis 2020 je Aktie noch auf die folgende Dividendenzahlungsreihe freuen dürfen: 4,44 SEK, 4,89 SEK und 5,33 SEK (2017 sind 4,00 SEK geflossen). Somit winken auch ganz respektable Dividendenrenditen.

Eine Zielerreichung könnte dem Aktienkurs im Idealfall mittelfristig endlich dazu verhelfen, einen seit mehr als 2 Jahren bestehenden Seitwärtstrend zu beenden. Die Bewertungsrelationen würden das bei erfüllten Prognosen jedenfalls durchaus zulassen.

MorphoSys will sämtliche Hürden aus dem Weg räumen

Auf einmal ging alles ganz schnell. MDAX-Aufnahme, positive Studiendaten und vom Markt erfreulich aufgenommene Quartalsergebnisse. Damit machte sich die MorphoSys-Aktie in kurzer Zeit in Richtung Jahreshöchststände auf. Allerdings sollten sich Anleger in Bezug auf die Aussichten des Biotechnologieunternehmens aus Martinsried bei München nicht zu sicher fühlen. Auf dem Weg zu einem gestandenen Pharmaunternehmen warten noch einige Hürden.

Nach einem Zwischenhoch im Sommer dieses Jahres, folgte im Fall der MorphoSys-Aktie ein deutlicher Kurssturz. Das turbulente Börsenumfeld und Gewinnmitnahmen nach einem steilen Kursanstieg in der ersten Jahreshälfte brachten den TecDAX- und MDAX-Wert unter Druck. Allerdings hat es MorphoSys dank einer Reihe von positiven Nachrichten geschafft, für eine beeindruckende Wende zu sorgen. Nach der Bekanntgabe positiver Studiendaten folgten überzeugende Quartalsergebnisse. Für Anlegerfantasien sorgt vor allem die Aussicht auf die Zulassung des ersten eigenen Medikaments.

Besonders vielversprechend ist dabei der Wirkstoffkandidat MOR208. Am 1. November teilte MorphoSys mit, dass der Wirkstoff im Rahmen einer Studie mit 81 schwerkranken Blutkrebs-Patienten noch bessere Zwischenergebnisse erzielt hätte als bisher bekannt. Die genauen Ergebnisse will MorphoSys auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2018 vorstellen. Diese findet vom 1. bis 4. Dezember in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien statt. Die positiven Studiendaten haben der MorphoSys-Aktie kurzfristig Flügel verliehen. Zumal das Unternehmen inzwischen die Kosten für die teure Forschung & Entwicklung offenbar besser als zuletzt im Griff zu haben scheint.

Laut Unternehmensangaben vom 5. November schossen die Umsatzerlöse für das September-Quartal von 15,0 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 55,0 Mio. Euro. Hauptgrund für diesen Anstieg war eine Lizenzzahlung in Höhe von 47,5 Mio. Euro des Schweizer Pharmakonzerns Novartis. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von -23,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 30,1 Mio. Euro. Zudem wurden die gesamten betrieblichen Aufwendungen sowie die F&E-Aufwendungen für die Entwicklung eigener Produkte und die Technologieentwicklung gegenüber dem Vorjahr deutlich gesenkt.

Dank der positiven Geschäftsentwicklung zeigte sich MorphoSys etwas optimistischer. Die 2018er-Umsätze werden von Managementseite am oberen Rand der Spanne zwischen 67 und 72 Mio. Euro gesehen, während das EBIT zwischen -55 bis -65 Mio. Euro liegen soll. Die F&E-Aufwendungen für die firmeneigenen Programme sowie die Technologieentwicklung werden im Korridor von 87 bis 97 Mio. Euro gesehen.

Trotz der positiven Nachrichten der vergangenen Wochen, könnte Anlegern in Bezug auf MorphoSys eine Enttäuschung drohen. Selbst die vielversprechendsten Wirkstoffkandidaten können immer noch auf dem Weg zur Marktzulassung scheitern. Die Unwägbarkeiten sind groß. Außerdem bleibt der finanzielle Einsatz hoch. Entsprechend stark fielen auch die Kursbewegungen der MorphoSys-Aktie in den vergangenen Jahren aus. Anleger sollten in jedem Fall starke Nerven mitbringen. Es könnte auch in Zukunft mit den Kursen ein kräftiges Auf und Ab geben.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der MorphoSys-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DS8X66) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,70, die Barriere bei 82,50 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DS489G, aktueller Hebel 2,85, Barriere bei 124,55 Euro) auf fallende Kurse der MorphoSys-Aktie setzen.

Stand: 13.11.2018

© Deutsche Bank AG 2018
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Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

DAX Analyse zum 14. November 2018: Wendet sich jetzt doch das Blatt?

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich halte weiterhin an meinem Korrekturszenario für die nächsten Handelstage fest. Untergeordnete Erholungsbewegungen sind jedoch einzuplanen. Im übergeordneten Kontext bleibe ich ebenfalls bärisch eingestellt. Ich gehe noch nicht davon aus, dass der DAX die Korrektur abgeschlossen hat.

Am heutigen Handelstag startete der DAX mit einem Aufwärts-Gap in den Handel. Damit konnte der deutsche Leitindex bereits im außerbörslichen Handel um 40 Punkte zulegen. Während des Tages zeigte er dann ein komplett anderes Verhalten als noch am Vortag. Als er noch am Vortag mit massiven Kursverlusten zu kämpfen hatte, ging es heute in die entgegengesetzte Richtung. Bis zum Tagesschlusskurs legte der Index um weit über ein Prozent zu. Dabei gab es im Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU keinerlei Einigung. Im Gegenteil, die italienische Regierung stellte sich weiter auf stur. Allerdings kam es im Handelsstreit zwischen den USA und China zu einem weiteren Schritt für eine Annäherung. Für den Anstieg sollte jedoch die gestiegene Hoffnung auf eine Brexit-Einigung ausschlaggebend gewesen sein. Britischen Medien zufolge haben sich die Unterhändler Großbritanniens und der EU auf den Text eines Austrittabkommens geeinigt. War dies der Startschuss für eine Jahresendrally? Kann sich das Blatt jetzt doch noch wenden?

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Spannend ist das Kursverhalten, da der DAX die Gegenbewegung direkt am 61,8er Fibonacci-Retracement der jüngsten Erholung eingeleitet hatte. Damit könnte der Index grundsätzlich an einer zuverlässigeren Bodenbildung arbeiten, als die bisherigen zuvor. Hierzu darf er jedoch nicht mehr unter das letzte lokale Tief im Bereich von 11.302 Punkten fallen. Trotz dieser heutigen Erholungsbewegung bleibe ich prinzipiell Short eingestellt. Diese Haltung bleibt solange bestehen, bis der DAX den mittelfristigen Abwärtstrend vom lokalen Hoch bei ca. 13.170 Punkten überwinden kann. Ein kurzfristiges Erholungspotenzial wäre grundsätzlich bis zum Widerstandsbereich bei ca. 11.700 Punkten denkbar. Allerdings ist in der Slow Stochastik weiterhin das Verkaufssignal aktiv, wodurch vielmehr mit einer weiteren Abwärtsbewegung zu rechnen ist. Das Ziel dieser fortgeführten Korrektur befindet sich beim derzeitigen Jahrestief von ca. 11.051 Punkte. Danach steht das letzte lokale Hoch von Oktober 2016 bei ca. 10.831 Punkten an.

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Trading-Strategie – Stundenansicht

Solange sich der DAX unterhalb des kurzfristigen Abwärtstrends auf Stundenbasis befindet, bleibt die Grundrichtung Short. Ich suche für den morgigen Handelstag nach Short-Einstiegen. Mein erstes mehrtägiges Kursziel befindet sich beim aktuellen Jahrestief. Inaktiv wird dieses Szenario, sofern der DAX das letzte lokale Hoch bei ca. 11.600 Punkten überwinden kann.

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Sie wollen ein stabiles Depot im schwachen Marktumfeld?

Bei TraderFox werden täglich die spannendsten Aktien identifiziert und live gehandelt. Profitieren Sie von der Expertise unserer Profi-Trader und stabilisieren Sie gerade in einem schwachen Marktumfeld Ihr Depot.

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