DAX Analyse zum 16. Oktober 2018: Kein ernstzunehmender Stabilisierungsversuch

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich gehe für die nächsten Handelstage insgesamt von ersten Gewinnmitnahmen der Bären aus. Demnach erwarte ich leichte steigende Kurse. Im mittelfristigen Bild bleibe ich weiterhin bärisch eingestellt.

In der vergangenen Handelswoche musste der DAX herbe Verluste hinnehmen. Dabei steckte der Deutsche Leitindex einen Wochenverlust von rund 5 Prozent ein. Weiterhin löste er das vorherige Jahrestief bei ca. 11.700 Punkten ab. Die Sorge vor stärker steigenden Zinsen am US-Markt geben dem DAX zu schaffen und verbessern die Ausgangssituation im Handelsstreit zwischen den USA und China nicht gerade. Auch die Schuldenkrise in Italien zählt als großer Belastungsfaktor. Dennoch stieg der DAX nach einer solchen schwachen Handelswoche um ca. 0,8 Prozent an. Bis zum Tagesschlusskurs konnte er seine Tagesgewinne verteidigen und schloss am Tageshoch. Ist dies ein ernstzunehmender Stabilisierungsversuch? Kann die Berichtssaison neuen Auftrieb verleihen?

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Der DAX startete am heutigen Handelstag zunächst erneut mit einem Abwärtsgap in den Handel. Dies ist bereits das dritte Abwärtsgap innerhalb der letzten eineinhalb Wochen. Doch anstatt weiter abverkauft zu werden, generierte der DAX eine weiße/grüne Tageskerze. Handelt es sich bei dieser Kurslücke um eine Art Erschöpfungsgap, welche eine mehrtägige Erholungsbewegung einleitet? Die Chancen hierzu stehen gut. Die Slow Stochastik notiert bekanntlich massiv im überverkauften Bereich. Sie generierte auf diesem Niveau bereits ein erstes Kaufsignal. Sollte der Extrembereich durch die Signallinie per Tagesschlusskurs überwunden werden, befindet sich das nächste Kursziel bei 11.860 Punkten, eher jedoch am GD20 (daily, aktuell bei ca. 12.128 Punkten). Auch das obere Bollinger Band könnte allmählich die Richtung ändern, was ebenfalls für eine Stabilisierung der Kurse sprechen würde. Ich gehe von einem solchen bullischen Szenario für die nächsten Handelstage aus. Im mittelfristigen Kontext bleibe ich bärisch, solange der DAX unterhalb des mittelfristigen Abwärtstrends vom Allzeithoch notiert. Jegliche Erholungsbewegungen erachte ich bis dahin als Gewinnmitnahmen der Bären. Sollte der DAX unter das aktuelle Jahrestief bei ca. 11.400 Punkte fallen, erwarte ich eine Stabilisierung am 100er Fibonacci-Extension der vergangenen Abwärtsbewegung. Diese erstreckte sich vom Allzeithoch (13.600 Punkte) bis zum vorherigen Jahrestief (11.700 Punkte) bis zum Zwischenhoch (13.205 Punkte) und befindet sich bei ca. 11.330 Punkten.

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Trading-Strategie – Stundenansicht

Ich gehe davon aus, dass die Kursmarke von 11.700 Punkten entscheidend für das Long-Szenario der nächsten Handelstage ist. Erst wenn diese signifikant überwunden werden kann, erwarte ich einen weiteren Anstieg bis mind. 12.128 Punkte. Hier notiert derzeit der GD20 (daily). Ungültig wird diese Trading-Strategie sofern der DAX das letzte lokale Tief im Bereich von 11.400 Punkten nach unten verlässt.

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3 Charts als Antwort auf die Frage, warum Lachs-Aktien auch für Anleger ein Genuss sind

Wir befinden uns im Jahre 2018 n.Chr. Immer mehr Aktien weltweit werden von den Bären besetzt… Alle Aktien? Nein! Die Aktien von Fischzüchtern hören nicht auf, gegen die an der Börse zumeist ungeliebte Spezie der Bären Widerstand zu leisten. Einige der börsennotierten Fishfarming-Spezialisten haben auf die jüngste Kursschwäche an den Weltbörsen sogar mit eigenen neuen Kursrekorden reagiert.

Der Schweizer Spezialist für strukturierte Produkte, Leonteq hat im Zuge der Auflage eines Anlagevehikel zu norwegischen Fischaktien eine Ausarbeitung geschrieben, aus der anhand von 3 Grafiken hervorgeht, wieso die Titel aus diesem Bereich so angesagt sind an der Börse.

So ist es erstens einfach so, dass der Lachs für viele Menschen zum kulinarischen Pflichtprogramm zählt. Mit dem rosafarbenen Fleisch des Fischs lassen sich laut Leonteq die unterschiedlichsten Gerichte zubereiten – vom fein marinierten Tatar über das gegrillte Filet bis zur Pasta, um nur drei Beispiele zu nennen. Insofern überrasche es nicht, dass der Lachs den Fischmarkt in der Schweiz dominiere. 2017 verkaufte der Detailhandel mehr als 3.200 Tonnen. Auf dem zweiten Platz folgten erst die allseits beliebten Fischstäbchen (siehe Grafik). Die Begeisterung für Lachs ist dabei kein eidgenössisches Phänomen. Rund um den Globus nimmt der Verbrauch stetig zu, so Leonteq. Ein zentraler Treiber sei die stark wachsende Weltbevölkerung. Während derzeit rund 7.6 Mrd. Menschen auf dem Planeten leben, könnte ihre Zahl laut Schätzungen der Vereinten Nationen bis 2050 auf annähernd 9.8 Mrd. steigen – eine Zunahme um knapp 30 %.

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Quellen Statista April 2018, Leonteq
Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen

Lachs sehr Proteinhaltig

Zu den zentralen, mit dieser Bevölkerungsprognose einhergehenden Herausforderungen zählt die Stillung des Proteinbedarfs. Global betrachtet werde dieser wichtige Nährstoff bis dato vor allem mittels Pflanzen wie Soja oder Bohnen aufgenommen. Allerdings könnten es sich immer mehr Menschen leisten, Fleisch zu essen. Noch griffen sie überwiegend zu Schwein, Geflügel und Rind – laut Berechnungen der Welternährungsorganisation FAO wurden 2017 mehr als 300 Mio. Tonnen dieser drei Fleischarten produziert. Die Erzeugung an Land stoße mittlerweile jedoch aus verschiedenen Gründen an ihre Grenzen. Neben den begrenzten Flächen zählten dazu der enorme Wasser- und Futtermittelverbrauch. Ein möglicher Lösungsansatz liege in den Weltmeeren. Obwohl die Erdoberfläche zu rund 70 % aus Wasser bestehe, habe der Fang von Wild- und Zuchtlachs im vergangenen Jahr trotz wachsender Absatzzahlen nur 3 Mio. Tonnen betragen. Insgesamt kämen lediglich 5 % des von Menschen aufgenommenen Proteins aus dem Meer. Dabei gilt vor allem Lachs als eine echte „Proteinmaschine“, so Leonteq.

Der norwegische Züchter Marine Harvest taxiere jedenfalls die so genannte «Protein Retention» für Zuchtlachs auf 31 %. Das bedeutet, nahezu ein Drittel der im Futtermittel enthaltenen Proteine fänden sich im Fisch wieder. Dem Unternehmen zufolge schneidet Lachs damit deutlich besser ab als Geflügel, Schwein und Rind. Somit gibt es einen zweiten wichtigen Vorteil zugunsten von Lachs. Ausdrücken lasse sich dieser Vorteil auch in der «Energy Retention». Diese Kennzahl zeige die Rückgewinnung der in Kilokalorie (kcal) ausgedrückten und dem Tier über das Futter zugeführten Energie. Der Hauptgrund für die effiziente Umwandlung von Proteinen und Energie in Körpermuskel und Gewicht sei die Tatsache, dass Lachse Kaltblüter sind. Sie müssen deshalb keine Energie aufwenden, um ihre Körper zu erwärmen, schreiben die Autoren des von Marine Harvest publizierten «Salmon Farming Industry Handbook 2018». Das Unternehmen argumentiert darüber hinaus mit einer klimafreundlichen Produktion und verweist auf CO2-Fussabdruck und Wasserverbrauch (siehe Tabelle). Frei von Problemen sei der Sektor aber nicht. Beispielsweise seien in einer chilenischen Zuchtfarm von Marine Harvest im Juli Tausende Lachse in die freie Wildbahn entkommen – mit unabsehbaren Folgen für andere Arten.

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Quellen Marine Harvest „Salmon Industry Handbook 2018, Leonteq

Solide Bewertungsrelationen

Beim Atlantischen Lachs, der wichtigsten Lachsart, ist das südamerikanische Land der weltweit zweitgrößte Erzeuger, wie Leonteq feststellt. An der Spitze steht Norwegen. Die Fischindustrie ist für die Skandinavier von zentraler Bedeutung. Sie ist nach der Öl- und Gasbranche der zweitgrößte Exportsektor des Landes. Entsprechend präsent sind die Branchenvertreter an der Osloer Börse. Jede fünfte der insgesamt 25 im Leitindex OBX enthaltenen Aktien kommt aus der Fischereibranche. Dabei ragt laut Leonteq Marine Harvest heraus. Der weltgrößte Fischzüchter zählt mit einem Börsenwert von umgerechnet 11.1 Mrd. CHF zu den Indexschwergewichten. Zum Start in das 3. Quartal habe Marine Harvest ein neues Allzeithoch markiert, was zeige, dass der Lachs nicht nur bei Genießern und Verfechtern einer gesunden Ernährung schwer angesagt ist. Auch immer mehr Investoren kämen auf den Geschmack.

Nach Angaben des Norwegian Seafood Council hat Norwegen im ersten Halbjahr 556.000 Tonnen Lachs exportiert. Damit nahm das Volumen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 um 7 % zu. Nachdem die Ausfuhren in den ersten 3 Monaten des Jahres noch zurückgegangen waren, zogen sie im 2. Quartal um ein Zehntel an. „Einige Faktoren haben positiv zu dem Rekordsemester beigetragen», zitiert Leonteq Paul T. Aandahl, Analyst beim Norwegian Seafood Council. Er verweist dazu auf die Währungssituation. Laut Aandahl wertete die norwegische Krone (NOK) im ersten Halbjahr in Relation zum USD um 7 % auf. Dagegen gab sie gegenüber dem Euro um 5 % nach. „Da zwei Drittel des norwegischen Lachses in EU-Gebiete gehen, blieben die Exportergebnisse positiv“, sagt Aandahl. Dazu passe, dass die in die EU gelieferten Mengen im ersten Halbjahr überproportional um 13 % zunahmen. Hier spielte den Skandinavier auch ein Rückgang der Produktion innerhalb der EU in die Hände. Mit Blick auf das 2. Semester geht der Experte davon aus, dass die norwegischen Lachsexporte ihren Wachstumskurs fortsetzen.

Im Schnitt rechnen Analysten für die 8 im Norwegian Fishing Portfolio Index von Leonteq enthaltenen Aktien für 2018 und 2019 mit prozentual zweistelligen Steigerungsraten. Angesichts dieser positiven Aussichten falle die Bewertung der Lachszüchter trotz der jüngsten Kursrallye moderat aus, so das Urteil. Auf Basis der für 2019 erwarteten Gewinne zeigen die 8 Indexunternehmen ein durchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von weniger als 12. Sehen lassen kann sich auch die Dividendenrendite. Behalten die Analysten mit den für das laufende Jahr erwarteten Gewinnbeteiligungen Recht, würden sich die Aktien im Schnitt mit 3 % verzinsen (siehe Bewertungstabelle).

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Dividendenaktie U.S. Bancorp kauft eifrig eigene Aktien und erhöht fleißig die Dividende

In einem Umfeld mit steigenden Anleiherenditen, so wie das derzeit in den USA der Fall ist, haben Dividendenaktien nicht unbedingt den leichtesten Stand. Denn die Konkurrenz durch Anleihen nimmt in so einer Phase deutlich zu.

Die US-Unternehmen sind aber dennoch weiterhin in Zahllaune. Denn laut dem US-Finanzdienstleister beschlossen die S&P 500-Indexvertreter in den ersten 8 Monaten des laufenden Jahres 291 Dividendenerhöhungen, darunter 75, die im dritten Quartal erfolgten. Im dritten Quartal 2018 betrug die durchschnittliche Dividendenerhöhung laut S&P Dow Jones Indizes 17 %, gegenüber 14 % im zweiten Quartal 2018 und 11 % im Vorjahr zuvor.

Wir setzen mit den Dividendenaktien USA bei unseren regelbasierten Depotkonzepten ebenfalls auf Dividendenzahler. Ein Vorgehen, das sich von 1999 bis 2018 bezahlt gemacht hat, wie ein Plus von 14,47 % p.a. bestätigt, das sich laut Rückberechnung für diesen Zeitraum ergibt. Als Mitfavoriten kommen hierbei unter den größten 1.800 US-Unternehmen Titel in Frage, die bei der Gewinnrendite sowie der 1- und 3-Jahresvolatilität gut abschneiden. Die Gewinnrendite ergibt sich dabei aus der Summe von Dividendenausschüttungen und Mittelaufwendungen für Aktienrückkäufe abzüglich der Erlöse aus Kapitalerhöhungen geteilt durch die aktuelle Marktkapitalisierung.

Fünftgrößte Bank in den USA

In der Rangliste der Dividendenaktien USA belegen die Aktien der U.S. Bancorp (ISIN: US9029733048) den elften Platz, wobei der Titel bisher nicht den Sprung in das zugehörige Musterdepot geschafft hat. Bei dem Institut handelt es sich um eine klassische Geschäftsbank, die etwa in der Kontoführung, der Kreditvergabe und in der Vermögensverwaltung tätig ist, aber auch Services für Unternehmen anbietet. Zu den Kerngeschäftstätigkeiten gehören etwas anders formuliert das Konsumenten- & Geschäfts- Banking, das Corporate & Commercial Banking, Zahlungsdienstleistungen sowie das Wealth Management & Investment-Dienstleistungen.

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Überblick zur Bedeutung der einzelnen Geschäftsbereiche

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Quelle: U.S. Bancorp

Die Wurzeln reichen bis in das Jahr 1863 zurück, als die First National Bank of Cincinnati ihr Geschäft aufnahm. In den Folgejahren wurden auch andere Regionalbanken aus dem Boden gestampft, die sich im ganzen Land ausbreiteten. Nach einer Reihe von Fusionen rund um die Wende zum 21. Jahrhundert gab man sich offiziell den Namen U.S. Bancorp und legte als Firmensitz Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota fest. Heutzutage ist das Institut mit rund 74.000 Mitarbeitern und Aktiva von 461 Mrd. USD zum 30. Juni 2018 die fünftgrößte Bank in den USA.

Daten zur Marktstellung im Überblick

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Quelle: U.S. Bancorp, Bloomberg

Analysten sehen Gewinn je Aktie bis 2020 steigen

Der Aktienkurs hat sich nach einem sehr herben Einbruch während der Finanzkrise rund um das Jahr 2008 seit März 2009 mit einem Anstieg von 8,82 USD bis in der Spitze auf 58,11 USD stark entwickelt. Seit Ende 2016 hat sich aber letztlich ein Seitwärtstrend entfaltet. Dieses Kursverhalten hat vermutlich nicht zuletzt mit den allgemeinen Bedenken zu tun, die Anleger dem Bankensektor mit Blick auf die Fähigkeit entgegenbringen, sich in Zeiten des Wandels aussichtsreich langfristig zu positionieren. Außerdem sind etliche Marktteilnehmer bisher enttäuscht darüber, dass trotz einer robusten Volkswirtschaft mit steigenden Zinsen, was normalerweise den Banken helfen sollte, die Kreditvergabe noch nicht wie erhofft angesprungen ist.

Was das Megathema Digitalisierung angeht, unternimmt das Unternehmen viele Anstrengungen, um sich zu rüsten. Passend dazu hat man beispielsweise jüngst eine neue, vollständig digitale Option für kleine Unternehmen geschaffen, um ein Darlehen oder eine Kreditlinie in Höhe von bis zu 250.000 USD zu beantragen und zu erhalten. Der Antrag kann auf jedem Gerät – ob Handy, Tablett oder Computer – ausgefüllt werden, und wenn er genehmigt wird, kann der Darlehensnehmer seine Darlehensdaten einsehen und seine Abschlussunterlagen elektronisch unterschreiben.

Erwähnenswert ist auch, dass es der U.S. Bancorp von 2009 bis 2017 gelungen ist, den Gewinn je Aktie von 0,97 USD auf 3,51 USD zu erhöhen. Geht es nach dem Analystenkonsens, dann soll sich das Ergebnis bis 2020 weiter bis auf 4,71 USD verbessern. Auf letztgenannter Basis wäre das gleichbedeutend mit einem geschätzten KGV von 10,8.

Ansehnliche Rentabilität

Allgemein spricht für das Institut, dass es mit soliden Fundamentaldaten aufwarten kann und vorsichtigen Zeichnungspraktiken folgt sowie auf Produktebene und geografisch gesehen über eine gute Diversifizierung verfügt. Die Analysten beim US-Finanzdienstleister CFRA billigen dem Unternehmen im Kampf mit den Konkurrenten einen breiten wirtschaftlichen Schutzgraben zu. Dieser basiere auf nachhaltigen Kostenvorteilen und relativ hohen Wechselkosten.

Vorteile wie diese hätten es der Bank auch ermöglicht, seit 2001 Eigenkapitalrenditen zu erwirtschaften, die sich über dem Niveau von Vergleichsgesellschaften bewegen und die Eigenkapitalkosten von 9 % übersteigen. Einzige Ausnahme sei das Jahr 2009 gewesen, als die Eigenkapitalrendite auf 8,3% sank. Sehen lassen kann sich auf die generierte Rendite auf das eingesetzte Kapital, wie die nachfolgende aus einer Präsentation des Unternehmens entnommene Grafik zeigt.

Rendite auf das eingesetzte Kapital im Branchenvergleich (rot –Zielvorgabe, dunkelblau: Vorjahrswert)

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Quelle: U.S. Bancorp

Dividenden steigen seit 2011

Was die Dividendenzahlungen angeht, so hat man gerade am 15. Oktober die nächste Quartalszahlung in Höhe von 0,37 USD je Aktie geleistet. Im Zuge der Finanzkrise hatte das Institut die Ausschüttung von 0,425 USD auf 0,05 USD je Anteilsschein gesenkt. Doch seitdem wurde die Dividende wieder 8 Mal erhöht, jüngst um 23 % auf die zuvor genannten 0,37 USD.

Für 2017 sind insgesamt 1,16 USD geflossen und Analysten rechnen im Schnitt bis 2020 mit einer Anhebung der Zahlung bis auf 1,82 USD. Mit Blick auf Aktienrückkäufe ist es so, dass die Zahl der ausstehenden Aktien seit 2011 von 1,92 Mrd. auf 1,65 Mrd. gesunken ist. Der aktuelle Kapitalplan beinhaltet ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 3 Mrd. USD über einen Zeitraum von 4 Quartalen, der am 1. Juli 2018 begann. Zu ergänzen ist abschließend noch, dass die nächsten Quartalszahlen schon am 17. Oktober anstehen.

DAX Analyse zum 15. Oktober 2018: Die Fallhöhe ist groß!

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

bislang ist noch kein nachhaltiges Umkehrsignal im DAX zu erkennen. Ich erwarte daher sowohl im mittelfristigen als auch im kurzfristigen Kontext weiter fallende Kurse.

Die vergangene Handelswoche war wieder einmal sehr unangenehm für bullisch-orientierte Anleger. Insgesamt verlor der DAX rund 5 Prozent gegenüber der Vorwoche. Dieser starke Wochenverlust spiegelt im Grund die derzeit vorherrschende Unsicherheit in sämtlichen Bereichen wider. Auf der einen Seite sollen die US-Leitzinsen künftig stärker angehoben werden als bisher erwartet. Andererseits belastet die Schuldenkrise in Italien sowie der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump äußerte sich zuletzt wieder negativ über die chinesische Regierung, wolle allerdings beim G20 Gipfel das Gespräch mit China suchen. Am Montag sollen um 14:30 Uhr die Einzelhandelsumsätze aus den USA veröffentlicht werden. Womöglich können diese stabilisieren.

Ausblick für die nächsten Handelswochen – Wochenansicht

Jetzt ist es amtlich. Der DAX durchbricht nachhaltig den langfristigen Abwärtstrend aus dem Jahre 2009. Dies könnte durchaus der Auslöser einer jahrelangen Abwärtsbewegung darstellen. Hiervon gehe ich vom aktuellen Stand allerdings noch nicht aus. Ich erwarte lediglich, dass sich der Index einen neuen, weniger steilen Aufwärtstrend suchen wird. Derzeit befindet sich der DAX unmittelbar am GD200 (weekly, aktuell bei ca. 11.458 Punkte). In meinen vorangegangenen Analysen erwartete ich, dass er sich im Falle eines Unterbieten des langfristigen Aufwärtstrends nicht nachhaltig an dieser Unterstützung stabilisiert. Daran halte ich weiterhin fest. Ich erwarte vielmehr eine weiter Abwärtsbewegung bis zum Unterstützungsbereich von 10.700 bis 10.200 Punkte. Sollte der DAX hier nicht nachhaltig drehen, gehe ich von einem Erreichen des Jahrestiefs von 2016 aus. Dieses notiert bei ca. 8.700 Punkten. Ich erwarte jedoch eine Wideraufnahme der übergeordneten Aufwärtsbewegung in der Zone von 10.700 bis 10.200 Punkte. Aus mittelfristiger Sicht wird der DAX erst wieder bullisch, sofern der Abwärtstrend vom Allzeithoch nachhaltig nach oben überwunden werden kann. Derzeit bedarf es hierzu ein Überwinden des Widerstandes von 12.460 Punkten. Im Vorfeld befindet sich die nächste entscheidende Hürde bei 11.700 Punkten.

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Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

In der vergangenen Handelswoche versuchte der DAX zwei Umkehrsignale zu etablieren. Hierbei bildete der Index zwei Tageskerzen in Form eines Dojis. Beide wurden bis zum Ende des Folgetags vereitelt, obwohl die Slow Stochastik massiv im überverkauften Bereich notiert. Der DAX befindet sich inmitten einer starken Abwärtstrend-Phase. Demnach ist es derzeit nicht sinnvoll die Slow Stochastik als seine Entscheidungsgrundlage zu wählen. Oszillatoren sind effektiv in seitwärts-gerichteten Börsenphasen. Dennoch kann die Slow Stochastik als Zusatzinformation hinzugezogen werden, sofern erste Kaufsignale gebildet werden. Ein erstes Kaufsignal wäre das Überwinden des Widerstandsbereichs von 11.700 Punkten. Hier befindet sich die Zone des vorherigen Jahrestiefs. Ein anderes mögliches Umkehrsignal wäre eine Tageskerze in Form eines freistehenden Hammers am 100% Fibonacci-Extension der vergangenen Abwärtsbewegung (vom Allzeithoch (ca. 13.600) zum Jahrestief (ca. 11.700) zum Zwischenhoch (ca. 13.205)). Dieses notiert bei ca. 11.330 Punkten. Anschließend sollte dieser mit einer weißen/grünen Tageskerze bestätigt werden. In diesen beiden Fällen würde voraussichtlich das obere Bollinger Band seine Richtung ändern und sich somit schließen. Tritt ein solcher Fall ein, ist ebenfalls mit -zumindest- einer Kursberuhigung zu rechnen.

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Trading-Strategie – Stundenansicht

Bislang sehe ich noch keinen Grund für die Eröffnung einer Position im DAX. Erst wenn der Index das ehemalige Jahrestief im Bereich von 11.700 Punkten deutlich überwinden kann, könnte sich ein Long-Einstieg lohnen. Hierzu darf er – aus jetziger Sicht- nicht das vorangegangene Tief bei ca. 11.398 Punkten unterbieten.

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Die zehn am schnellsten wachsenden Aktiengesellschaften der USA

Liebe Trader,

in schwachen Börsenphasen ist es der beste Zeitpunkt, um sich mit Wachstumsfirmen zu beschäftigen. Interessant sind nicht diejenigen Titel, die zusammen mit den Leitindizes in die Tiefe gerissen werden, sondern unser Hauptaugenmerk gilt den Aktien, die mitten in der Börsenkrise neue Hochs markieren. Nach diesen Titeln halten wir Ausschau. Denn in scharfen Börsenkorrekturen geben sich oft die neuen Bullenaktien zu erkennen. Aktien, die gegen den Markttrend nach oben gekauft werden, stehen meist auf den Kauflisten gut informierter und kapitalstarker Marktteilnehmer.

Heute kennt jeder die großen Tech-Firmen Amazon, Apple, Facebook, Netflix oder Alphabet. Sie dominieren ihre Märkte. Als Aktionär konnte man dann die höchsten Renditen erzielen, wenn man schon frühzeitig auf die Wachstumsstorys aufmerksam wurde.

Wir bei TraderFox haben uns auf die softwaregestützt Ermittlung von starken Wachstumsaktien konzentriert. Wir screenen den gesamten amerikanischen Markt, um aufstrebende und schnell wachsende Firmen frühzeitig aufzuspüren.

In diesem Video schildere ich wie ein systematisches Screening aussehen kann:

-> Simon Betschinger nutzt die TraderFox Börsensoftware, um systematisch Kaufsignale in den stärksten Wachstumsaktien zu finden.

In dem heutigen Artikel stellen wir 10 Aktien von Unternehmen vor, die sich durch hohe prozentuale Umsatz- und Gewinnzuwächse auszeichnen. Die besprochenen Aktien haben wir durch ein regelbasiertes Screening systematisch identifiziert. Wir führen dieses Screening Woche für Woche durch.

Regenxbio (RGNX), Platz 1

Der 2004 in Rockville, Maryland, ins Leben gerufene Biotechnologiekonzern ist auf die Entwicklung von Gentherapien spezialisiert. Ein Schwerpunkt sind sogenannte Adeno-assoziierte Viren (AAV). Diese sind von einem Helfervirus abhängig, welches in dieselbe Zelle eindringen, wodurch schwere Krankheiten wie durch die Fehlfunktion von Enzymen verursachte Stoffwechselstörungen behandelt werden. Der Umsatz stieg im 2. Fiskalquartal wegen einem kräftigen Zuwachs der Lizenzerlöse von 6,6 auf 40 Mio. USD. Nach einem Verlust von 14,5 Mio. USD sprang der Konzern mit +10,6 Mio. USD in die Gewinnzone. Erfreulich fielen auch die ersten Daten für den Gentherapie-Wirkstoff RGX-314 aus. Dieser soll Patienten mit altersbedingten Augenerkrankungen zukünftig Abhilfe liefern. Das klinische Programm wird nun um eine Phase-II-Studie erweitert. Die Marktkapitalisierung liegt bei 2,4 Mrd. USD. Das KGV für 2018 beträgt 33.

STAAR Surgical (STAA), Platz 2

Der Medizintechniker widmet sich seit über 30 Jahren der Augenchirurgie und entwickelt Intraokularlinsen für das Auge. Häufig werden diese nach Entfernung der natürlichen Linse im Rahmen der Operation des Grauen Stars implantiert. Es ist aber auch möglich, sie zusätzlich zur natürlichen Linse zu tragen. Die Linsen sind faltbar, was es dem Chirurgen ermöglicht, sie durch einen kleinen Einschnitt ins Auge einzuführen. Mehr als 800.000 Linsen des Konzerns wurden bisher implantiert. STAAR, dass in Monrovia, Kalifornien, beheimatet ist, beschäftigt 350 Mitarbeiter. Der Umsatz stieg im 2. Fiskalquartal um 55 % auf einen Höchstwert von 33,9 Mio. USD. Am besten lief es in Japan und China, wo sich die Erlöse mehr als verdoppelten. Nach einem Verlust von zuvor 1 Mio. USD wurde ein Gewinn von 1,8 Mio. USD erzielt. Die Marktkapitalisierung liegt bei 1,9 Mrd. USD. Die KGVs für 2018/2019 betragen 1700 und 200.

Eldorado Resorts (ERI), Platz 3

Eldorado Resorts ist ein Casino-Entertainment-Unternehmen, das 28 Immobilien in dreizehn US-Staaten besitzt und betreibt. Darunter sind Colorado, Florida, Illinois, Indiana, Iowa, Louisiana, Mississippi, Missouri, Nevada, New Jersey, Ohio, Pennsylvania und West Virginia. Die Gründung erfolgte 1973 in Reno, Eldorado. Insgesamt verfügt Eldorado über rund 27.500 Spielautomaten wie einarmige Banditen und rund 800 Spieltische. Da man auch über 12.500 direkt an die Casinos angeschlossene Hotelzimmer besitzt, können die Spieler während ihres Aufenthaltes die ganze Zeit im Ökosystem des Konzerns verbleiben. Der Umsatz stieg im 2. Fiskalquartal auch dank mehrerer Casino-Zukäufe von 375,6 auf 456,8 Mio. USD. Der Gewinn betrug 57 Mio. USD. Das Jahr zuvor hatte man mit einem Verlust von 45 Mio. USD abgeschlossen. Die Marktkapitalisierung liegt bei 3,8 Mrd. USD. Die KGVs für 2018/ 2019 betragen 30 und 19.

Advanced Micro Devices (AMD), Platz 4

Der Chip-Entwickler wurde 1969 in Sunnyvale, Kalifornien, gegründet. Dort entwickelt ein Teil der 9.000 Mitarbeiter Mikroprozessoren, Chipsätze, Grafikchips und Chip-Lösungen für die Computer- und Kommunikationsbranche. Seit der Ausgründung der Halbleiterherstellung 2009 arbeitet man ohne eigene Fertigungsstätten. Der Erlös stieg im 2. Fiskalquartal um 53 % auf 1,7 Mrd. USD. Die neuen Ryzen-CPUs, die seit April im Handel sind, entpuppten sich als Hit und verkauften sich noch besser als von den Analysten erwartet. So sorgten die Ryzen-Chips in der Sparte Computing and Graphics für 60 % der Erlöse. Der Mining-Boom ist aber abgeflacht. So sank der Umsatzanteil an Produkten für Blockchain-Anwendungen von 10 % auf 6 %. Nach einem Verlust von 42 Mio. USD, wurde ein Gewinn von 116 Mio. USD eingefahren, der höchste seit 7 Jahren. Der Börsenwert beträgt 30,6 Mrd. USD. Die KGVs für 2018/2019 liegen bei 91 und 58.

Ligand Pharmaceuticals (LGND), Platz 5

Die 1987 mit Hauptsitz in San Diego, Kalifornien, gegründete Biotech-Firma ist nur in die Frühphase der Wirkstoff-Entwicklung involviert. Die Wirkstoffe werden dann später an größere Pharmakonzerne lizenziert, welche sich um das Studiendesign und die Kommerzialisierung kümmern. Mit der teuren regulatorischen Arbeit und dem zeitaufwendigen Zulassungsverfahren hat man nichts zu tun. Die Risiken eines endgültigen Fehlschlags des Wirkstoffs muss man auch nicht tragen. Aktuell forschen die 50 Mitarbeiter an 170 Wirkstoffen. Die Lizenzpartner haben bisher für 18 Mittel die Zulassung erhalten. Darunter sind Medikamente gegen Krebs, Osteoporose, Pilzinfektionen und verschiedene Blut-Krankheiten. Der Umsatz stieg im 2. Quartal von 28 auf 90 Mio. USD. Der Gewinn wuchs von 6,1 auf 73,2 Mio. USD. Die Marktkapitalisierung liegt bei 5,6 Mrd. USD. Das laufende KGV ist bei 44. Nächstes Jahr steigt es auf 79.

Dexcom (DXCM), Platz 6

Das 1999 in San Diego, Kalifornien, gegründete Unternehmen entwirft und produziert mit 2.300 Mitarbeitern Blutzuckermesssysteme für das Diabetesmanagement. Das erste von der FDA (US-Gesundheitsbehörde) zertifizierte Instrument, das Dexcom STS Continuous Glucose Monitoring System, wurde 2006 auf den Markt gebracht und konnte 288 Messungen innerhalb eines Tages vornehmen. Mittlerweile vertreibt Dexcom die 6. Generation der Geräte, die mobil nutzbar sind und eine kontinuierliche Messung über den gesamten Tag zulassen. Der Erlös stieg im 2. Fiskalquartal 2018 um 42,5 % auf 242,5 Mio. USD, wobei die Auslandsnachfrage um 78 % zulegte, jene in den USA um 35 %. Der Nettogewinn verzehnfachte sich auf 30 Mio. USD. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet der Vorstand ein Umsatzplus von 68 %, allerdings auch noch einen Verlust von 0,51 USD je Aktie. An der Börse kostet Dexcom 10,7 Mrd. USD. Das KGV für 2019 liegt bei 10.

Amazon (AMZN), Platz 7

Amazon ist als weltweit größter Online-Händler auf den Verkauf von digitalen Inhalten und eigenen Elektronikprodukten spezialisiert. Der 1994 gegründete Konzern mit Sitz in Seattle, Washington, beschäftigt weltweit 570.000 Mitarbeiter. Neben der Cloud-Sparte (AWS) wächst das Geschäft mit der Werbung sehr kräftig. So werden im Amazon-Shop zunehmend Anzeigen mit vorgeschlagenen Artikeln gelistet, wofür die Verkäufer höhere Prämien zahlen. Mit Amazon Prime wurde 57 % mehr erlöst als im Vorjahr. Allein am Prime Day im Juli wurden 100 Mio.  Artikel verkauft und damit an nur einem Tag 1,5 Mrd. USD umgesetzt. Am stärksten nachgefragt wurden eigene Produkte wie der Fire TV Stick mit Alexa Voice Remote und Echo Dot.  Der Umsatz stieg im 2. Fiskalquartal um 39 % auf 52,9 Mrd. USD, der Gewinn legte von 0,2 auf 2,5 Mrd. USD zu. Der Börsenwert beträgt 978 Mrd. USD. Die KGVs für 2018/2019 betragen 116 und 80.

Medpace (MEDP), Platz 8

Medpace ist ein Auftragsforschungsinstitut, das für seine Kunden vor allem Dienstleistungen rund um die Phase III-IV Entwicklungen von medizinischen Geräten und Medikamenten erbringt. Das 1992 in Connecticut, Ohio, gegründete Unternehmen übernimmt darüber hinaus mit 2.700 Mitarbeitern in 36 Ländern notwendige Laborarbeiten und kümmert sich um die regulatorische Bearbeitung der Tests. Hauptumsatzträger sind die USA und Europa, größere Zuwächse erhofft sich der Konzern vor allem in Asien. Der Umsatz legte im 2. Fiskalquartal 2018 um 24,6 % auf 170,1 Mio. USD zu. Der Nettogewinn stieg um 58.9 % auf 24,6 Mio. USD. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet der Vorstand einen Umsatzzuwachs zwischen 19 und 22 %, der Gewinn je Aktie soll bei 2,58 bis 2,62 USD liegen und damit nochmals 5 % über der ursprünglichen Prognose. Die Marktkapitalisierung von Medpace beträgt 1,93 Mrd. USD, die KGVs für 2018/19 liegt bei 37 und 23.

AeroVironment (AVAV), Platz 9

Der Technologiekonzern mit Sitz in Monrovia, Kalifornien, gehört zu den führenden Herstellern für militärische Drohnen und spezialisiert sich auf Nischenbereiche der Luftfahrt wie taktische Raketensysteme und Ladestationen für Elektroautos. 1971 gründete der Luftfahrtpionier Paul MacCready, der nicht nur ein passionierter Physiker und Ingenieur war, sondern auch einen Weltmeistertitel im Segelfliegen gewann, das Unternehmen. Mit der 4,2 Pfund leichten Raven-Drohne hat man die am weitesten verbreitete Drohne ihrer Art im Programm, welche u. a. für Überwachungsflüge in geringer Höhe entwickelt wurde. Das US-Verteidigungsministerium ist der größte Einzelkunde des 700 Mitarbeiter großen Konzerns. Im 1. Fiskalquartal 2019 erwirtschaftete man ein Umsatzplus von 127 % auf 78 Mio. USD. Der Gewinn wuchs von 0,5 auf 9,3 Mio. USD. Der Börsenwert liegt bei 2,6 Mrd. USD. Die KGVs für 2018/19 betraget 82 und 74.

Grubhub (GRUB), Platz 10

Der 1999 in Chicago, Illinois, gegründete Konzern hat sich mit rund 2.200 Mitarbeitern zur größten Food-Delivery-Plattform in den USA entwickelt. Durch Apps und Internet-Plattformen kann in 1.600 US-Städten aus rund 85.000 Restaurants rund um die Uhr Essen geordert werden. Grubhub tritt dabei vorrangig als Vermittler auf, d. h. die Auslieferung nehmen die Restaurants dann selbst vor. Neben der Kernmarke Grubhub tritt man am Markt auch unter den Namen Seamless, Eat24, AllMenus und MenuPages auf. Zurzeit hat das Unternehmen 15,6 Millionen aktive Kunden. Dies sind fast 70 % mehr als noch vor 12 Monaten. Folglich gab es im 2. Fiskalquartal auch einen Umsatzanstieg um 51 % auf ein Rekordniveau von 240 Mio. USD. So viele Neukunden wie nie zuvor nutzten erstmals den Service. Der Gewinn verdoppelte sich auf 30,1 Mio. USD. Der Börsenwert liegt bei 12,4 Mrd. USD. Die KGVs für 2018/2019 betragen 118 und 90.

Fazit: In schwachen Börsenphasen verfolgt die TraderFox-Redaktion täglich die Entwicklung der 50 führenden Wachstumsaktien der USA. Wenn einer dieser Titel trotz des Bärenmarktes auf neue Hochs vorstoßen kann und wir ein nachhaltiges Geschäftsmodell erkennen können, dann werden wir die Aktie in unser Musterdepot aufnehmen. Wir haben unser Vorgehen dahingehend schon seit Jahren perfektioniert. Im TraderFox Musterdepot USA befindet sich zum Beispiel NVIDIA mit einer Performance von +724 %.
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Simon Betschinger überzeugt schon seit Jahren in der Disziplin, die Top-Performer an Börsen frühzeitig ausfindig zu machen. In den letzten 3 Monaten ist sein AMD-Trade von 12 auf 30 USD hervorzuheben. In diesem Video erklärt er wie er die AMD-Aktie bei 12 USD schon systematisch als Kauf identifiziert hat.

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Deutsche Autobranche: Hochmut kommt vor dem Fall

Liebe Leser,

der Wandel wird kommen und der Wandel wird drastisch sein. Die Aktienkurse der Autokonzerne liefern einen ersten Eindruck davon was uns bevorsteht. Elringklinger, einst ein stolzer Zulieferer aus dem baden-württembergischen Dettingen mit Produkten rund um den Verbrennungsmotor wie Zylinderkopfdichtungen, kennt an der Börse nur den Weg Richtung Süden. Von über 45 € seit den Hochs auf nur noch 8,70 € heute ging es bergab. Ich werde bald auf eine technische Erholungsbewegung setzen, die die Aktie vielleicht auf 12 € führen wird. Mehr Erholungspotenzial sehe ich aber nicht, denn die Firma hat den Wandel der Zeit verschlafen.

Wie konnte das meiner Meinung nach passieren? Elringklinger wird von einem CEO geführt, der nicht als Unternehmer agiert, sondern als Verwalter. Auf öffentlicher Bühne spottete er über einst über Tesla. Elringklinger tritt in der Autobranche nicht als Gestalter auf, sondern akzeptiert den Epochenwechsel zum Elektromotor nur widerwillig. Der Wandel wird der Firma aufgezwungen. Sie gestalten den Wandel nicht. Jetzt, da der Aktienkurskurs am Boden liegt, will die Firma stärker in Zukunftsbereiche Elektromobilität investieren. Aber meine Prognose ist: Die neue Autoindustrie rund um die Elektromobilität wird Elringklinger nicht benötigen. Der Marktführer für Elektroautos, Tesla, kann nun ebenfalls spotten, falls die Schwaben versuchen sollten, Geschäfte aufzunehmen. Hochmut kommt vor dem Fall.

Schon Schumpeter fand dafür die richtigen Worte. „Innovationen treten vorwiegend bei den jungen auf, und die alten zeigen in der Regel Symptome einer Haltung, die man euphemistisch als Konservatismus bezeichnet.“ Etablierte Großkonzerne neigen dazu, lediglich adaptive Anpassungen vorzunehmen, den technischen Fortschritt in Forschungsabteilungen zu automatisieren und sich auf die Verbesserung bestehender Produkte zu konzentrieren. Die Platzhirsche haben keine Anreize, eine revolutionäre Umwälzung der Wirtschaftsstruktur zu unterstützen. Man stelle sich nur einmal vor wie groß das Interesse eines Produzenten von Pferdekutschen an der Einführung des Automobils gewesen sein mag.

Als Martin Winterkorn, ehemaliger Volkswagen-CEO, im Jahr 2014 die Elektromobilität als Nischenthema abtat, wies ich bereits auf den großen Denkfehler hin. Elektromobilität hält die Emissionen und Schadstoffe aus Städten fern. Elektromobilität ist darum politisch gewünscht, vor allem auch in China. Ein Konzern wie Volkswagen hätte sich als Dogma setzen müssen: Das Elektroauto mit der größten Reichweite muss aus unserem Haus kommen. Die Ingenieure, die bei den Autokonzernen beschäftigt sind, hätten das bestimmt hinbekommen, wenn die Weichen früh genug gestellt worden wären. Nun ist aber zu befürchten, dass im Jahr 2020 Tesla der einzige Hersteller sein wird, der am deutschen Markt Elektroautos in nennenswerten Stückzahlen anbieten kann. Der Tesla-Marktanteil im Jahr 2020 bei Elektroautos dürfte meiner Schätzung nach bei über 50 % liegen.

Viele Grüße
Simon Betschinger

Die aktuelle Ausgabe des aktien Magazins hat das Thema “NEO-DARVAS”.  Die NEO-DARVAS-Methode ist ein offensiver Trendfolge-Ansatz, der hervorragende Arbeit dabei leistet, die Superperformer der Wall Street frühzeitig zu identifizieren. Aktien wie Netflix, Apple, Amazon wurden nach der NEO-DARVAS-Methode schon frühzeitig zu Beginn ihrer Aufwärtstrends aufgegriffen. Wir haben uns für die aktuelle Ausgabe des aktien Magazins die Aktien genauer angeschaut, die die NEO-Darvas-Kriterien erfüllen.

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