Chartanalyse Alibaba: der chinesische E-Commerce-Riese ist aufgewacht!

Hallo Trader,

heute möchte ich euch die mit rund 472 Mrd. USD kapitalisierte Alibaba Group vorstellen, die am kommenden Montag ihren jährlichen Investorentag abhält. Der IT-Gigant nutzte diese Veranstaltung in der Vergangenheit, um die Jahresziele und Neuigkeiten zum operativen Geschäft zu verkünden. Jack Ma wird nach der Gründung von Alibaba vor 20 Jahren, nun seinen Nachfolger Daniel Zhang ins Rampenlicht rücken. Der Kauf von Kaola, der zweitgrößten chinesischen Online-Plattform für ausländische Markenprodukte, könnte für weitere Wachstums-Impulse sorgen. Auch mit den Content-Marketing Aktivitäten auf seiner Plattform Taobao wäre es möglich, dass der E-Commerce-Riese mit höheren Prognosen für Überraschung sorgt. Sogenannte Mega-Influencer spielen im chinesischen E-Commerce eine viel größere Rolle als in westlichen Ländern und können den Produkt-Absatz wesentlich beeinflussen. Innovative Kooperationen, wie mit Starbucks in China, bieten den Kunden immer mehr digitale Erlebnisse. Mit dem intelligenten Lautsprecher Tmall Genie von Alibaba, kann der Starbucks-Kunde in China von zuhause aus seine bevorzugten Starbucks-Produkte per Sprachbedienung bestellen. Diese werden dann innerhalb von 30 Minuten geliefert. Tmall Genie funktioniert ähnlich wie Alexa bei Amazons Echo. Wie könnte es anders sein, hört der Alibaba-Sprachassistent auf den Namen AliGenie. 

Laut Experten hat der chinesische Online-Handel seinen Höhepunkt noch nicht erreicht. Innerhalb der nächsten Jahre wird mit einer Verdoppelung des chinesischen E-Commerce-Marktes gerechnet. Alibaba sollte auch weiterhin zweistellig wachsen können. Der Handelsstreit zwischen den USA und China wie auch das verlangsamte Wachstum der chinesischen Wirtschaft bremste die Entwicklung. Der Internet-Riese expandiert daher verstärkt ins Ausland. Die Internationalisierung wird nicht in den USA, sondern in Europa beginnen. Um seine Bekanntheit bei den westlichen Konsumenten zu erhöhen, hat der chinesische Konzern Spanien als Tor zum Eintritt nach Europa auserkoren und einen physischen AliExpress Store in Madrid eröffnet. Im stationären Einzelhandel können die Kunden die Produkte von Alibaba anfassen und ausprobieren. Eine Strategie, die durchaus erfolgsvorsprechend sein könnte. Alibaba arbeitet an vielen Innovationen, die das Potenzial haben könnten, um als Katalysator für den Aktienkurs zu dienen. 

Sehen wir uns nun Alibaba (BABA) im Wochenchart an:

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Die Alibaba-Aktie hat vom Allzeithoch im Juli 2018 bei 211,69 USD  um rund 40 Prozent korrigiert. Danach erfolgte eine Erholungsbewegung bis fast an die 200,- USD Marke. Diese starke Erholungsbewegung wurde korrigiert und es hatte sich bei ca. 180,- USD ein Widerstandsbereich gebildet. Aus diesem ist die Aktie nun ausgebrochen. Sollte Alibaba weitere Stärke zeigen, möchte ich der Aktie folgen. Damit ich eine weitere Aufwärtsbewegung nicht verpasse, lege ich mir bei ca. 184,- USD einen Alarm direkt in den Chart.

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Liebe Trader, ich wünsche euch noch viele erfolgreiche Trades.

Bis zur nächsten spannenden Story, genießt einen entspannten Sonntag!

Wolfgang Zussner

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Portfoliocheck: Verliert jetzt auch Warren Buffett das Vertrauen in Kraft Heinz?

Warren Buffetts Performance ist atemberaubend. Er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von knapp 20 Prozent pro Jahr hinlegen. „Das Orakel von Omaha“, wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Sein Studium absolvierte er an der Columbia Universität, weil er unbedingt bei Benjamin Graham studieren wollte. Dieser war selbst Investor und hatte Buffett mit seinem Werk „Security Analysis“, das er gemeinsam mit David Dodd verfasst hatte, tief beeindruckt. Darin legte Graham seine Erkenntnisse aus dem Börsencrash und großen Depression der Weltwirtschaftskrise dar und bereitete den Boden für die fundamentale Analyse von Wertpapieren als Basis von Anlageentscheidungen. In seinem späteren Werk „Intelligent investieren“, einer etwas populärwissenschaftlicheren Version des Ursprungswerks, stellte Graham auf den inneren Wert der Aktien ab und legte sein Konzept der Sicherheitsmarge dar. Für Buffett waren diese Werke prägend und die Grundlage seiner eigenen Investorentätigkeit als „Value Investor“. Die er übrigens in der Investmentfirma von Benjamin Graham begann.

In späteren Jahren lernte Buffett dann den Anwalt und Investor Charlie Munger kennen und schätzen. Wie Buffett selbst, stammt auch Munger aus Omaha in Nebraska und beeinflusste ihn fast ebenso stark wie Graham; Munger lenkte Buffetts Blick auf die Qualität der Unternehmen und auf ihre Alleinstellungsmerkmale im Wettbewerb. In der Folgezeit wurde der Moat, der ökonomische Burggraben, das Schlüsselelement für Buffetts Anlageentscheidungen und trieb den Aktienkurs seiner Investmentholding Berkshire Hathaway von niedrigen zweistelligen Kursen, die er Anfang der 1960er Jahre dafür bezahlt hatte, auf zuletzt rund 300.000 Dollar. Sie ist damit die teuerste Aktie der Welt und wer Buffett zu Beginn in sein „Abenteuer Berkshire Hathaway“ gefolgt ist, kann sich an über 600.000 Prozent Rendite erfreuen.

Buffett erteilt gerne und guten Ratschlag und kommuniziert sehr offen über seine Investments. Und auch seine Fehlgriffe, die er bereitwillig öffentlich darlegt, damit andere aus seinen Fehlern lernen können. Auch deshalb stoßen seine Anlageentscheidungen auf so großes Interesse.

Top Transaktionen im zweiten Quartal 2019

Im zweiten Quartal des Jahres 2019 hat Buffett erneut kaum agiert an den Aktienmärkten und seine Turnoverrate lag mit nur noch 1% auf rekordverdächtig niedrigem Niveau. Er scheint sich hier an die weisen Worte seines Kompagnons Charlie Munger zu halten:

„Du machst kein Geld, wenn du Aktien kaufst. Du machst kein Geld, wenn Du Aktien verkaufst. Du verdienst Geld, wenn Du abwartest.“
(Charlie Munger)

Dem entsprechend kurz ist die Liste seiner Transaktionen.

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Mit der USG Corp. verabschiedet sich ein Unternehmen aus Buffetts Portfolio, das dort viele Jahre beheimatet war. USG wurde von der deutschen Knauf Gruppe übernommen und Warren Buffett hatte sich auf die Seite der Deutschen geschlagen, nachdem diese ihr Angebot erhöht hatten; die USG-Aktien wurden nun ausgebucht.

Erneut leicht reduziert hat Buffett bei Charter Communications und zwar um knapp 5 Prozent.

Aufgestockt hat Buffett bei den Finanzwerten Bank of America und US Bancorp. und auch seinen Amazon-Bestand hat er weiter ausgebaut, nachdem er im ersten Quartal erstmals in den Online-Giganten investiert hatte

Bei Red Hat kaufte er ebenfalls weitere Aktien zu; die Firma war ja Gegenstand eines Übernahmeangebots seitens IBM zu 190 Dollar und vor wenigen Wochen ist die Transaktion abgeschlossen worden.

Top Positionen zum Ende des zweiten Quartals 2019

Buffetts Aktienportfolio kommt auf einen Wert von 208 Milliarden Dollar, doch es steht lediglich für rund 40 Prozent der Vermögenswerte von Berkshire Hathaway. Denn hinzu kommt sein Cash-Berg von inzwischen rund 120 Milliarden Dollar und die vielen nicht börsennotierten Tochterunternehmen, die ebenfalls rund 40 Prozent ausmachen. Und ein paar Anleihen hat Buffett ebenfalls im Depot sowie einige ausländische Aktienbeteiligungen, wie u.a. bei Lanxess, die aber nicht in seinen 13F-Formularen auftauchen. Auf der jüngsten Berkshire-Hauptversammlung wurde er darauf angesprochen, weshalb er hierzu keinerlei Informationen herausgebe und Buffett rechtfertigte dies mit dem Hinweis auf „Betriebsgeheimnisse“. Mit anderen Worten: da außerhalb der USA viele Unternehmen deutlich geringer börsenkapitalisiert sind, will Buffett sich hier die Preise von möglichen Kandidaten nicht selbst kaputt machen, sofern er nicht, wie bei Lanxess, Meldeschwellen berührt und dies dann melden muss.

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Weiterhin die mit Abstand größte Depotposition ist Apple; der Iphone-Konzern bringt es trotz der anhaltenden und zuletzt deutlich zunehmenden Probleme in China und damit einhergehender Kursschwäche auf fast ein Viertel von Buffetts Portfolio. Buffetts durchschnittlicher Einstandskurs liegt um die 141 Dollar und er hatte Apple auch im großen Ausverkauf Ende 2018 nicht aufgestockt, so dass es nicht wirklich verwundert, dass er auf den deutlich höheren Niveau nicht weiter aufstockt. Muss er aber auch gar nicht, denn Apple kauft in zweistelliger Milliardenhöge eigene Aktien zurück, wodurch sich Buffetts Anteil von aktuell 5,5 Prozent von alleine weiter erhöht.

Ansonsten dominieren weiter die Finanzwerte in Buffetts Portfolio. Hier legte er schon früh einen Schwerpunkt auf die Versicherungsbranche. Dabei hält er heute ganze Versicherungskonzerne, wie den Auto-Direktversicherer Geico oder den Rückversicherer General Re (der heute Berkshire Hathaway Re heißt) und einige Erstversicherer. Und Buffetts Vorliebe für Versicherungen kommt nicht von ungefähr. Einerseits lassen sich Chancen und Risiken des Geschäfts gut kalkulieren und auf der anderen Seite bekam Buffett Zugriff auf den Float, sobald er die Kontrolle über eine Versicherung übernahm. Er konnte also die monatlich eingehenden Versicherungsprämien investieren, bevor sie irgendwann als Versicherungsleistungen ausgezahlt werden mussten, und erzielte so mit einem enormen Hebel außerordentliche Gewinne. Für Buffett stellt der Float einen zinslosen Kredit dar.

Neben Versicherungen hat Buffett auch eine Reihe von Banken im Portfolio, so dass der Anteil des Sektors „Financial Services“ in seinem Portfolio auf 47,2 Prozent zugelegt hat. An zweiter Stelle folgt bereit der Technologiesektor mit inzwischen fast 25,7 Prozent, der vor allem durch Apple geprägt ist, zu dem aber auch VeriSign, Red Hat und Amazon gehören. Defensive Konsumwerte folgen mit 15,2 Prozent Anteil, gefolgt von Industriewerte mit gut 4,8 Prozent.

Aktie im Fokus: Kraft Heinz

So wirklich überhaupt keine Freude dürfte Warren Buffett an seinem Engagement in Kraft Heinz haben. Nicht mehr jedenfalls. Denn der Aktienkurs hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren mehr als gedrittelt und ins Buffetts Portfolio hinterlässt dies eine tiefrote Schneise. Aktuell bringt es seine Kraft Heinz-Beteiligung bei einem Kurs von knapp 29 Dollar auf einen Wert von rund 10 Milliarden Dollar, doch Anfang 2017, als der Kurs fast schon der Marke von 100 Dollar schnupperte, waren es gut 20 Milliarden Dollar mehr. Zum Vergleich: 20 Milliarden Dollar bringt momentan Coca Cola als drittgrößte Position ins Depot auf die Waage. Der Bewertungsverfall ist also durchaus als dramatisch zu bezeichnen.

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Andererseits liegt Buffetts Investment noch nicht wirklich tief unter Wasser. Denn Buffett besitzt etwa 27 Prozent an Kraft Heinz und hat diese Position in zwei Transaktionen erworben. 2013 investierte er rund 4 Milliarden Dollar für die Hälfte von Heinz und 2015 dann weitere 5 Milliarden bei der Übernahme der börsennotierten Kraft Foods Group. Beide Transaktionen bestritt Buffett an der Seite des brasilianischen Finanzinvestors 3G, der auch beim weltgrößten Brauereikonzern AB Inbev Großaktionär ist. Bezogen auf diese Beträge liegt Buffetts Einstiegspreis je Aktie also rund 30 Dollar. Und ein paar Taler kamen auch noch durch zwischenzeitliche Dividenden zusammen, auch wenn Kraft Heinz diese zuletzt deutlich zusammenstreichen musste.

Doch nur weil das Investment bisher keinen großen Verlust gebracht hat, ist Buffett noch lange nicht zufrieden. Er spricht gerne von Opportunitätskosten, also den Erträgen, die sein Geld nicht erwirtschaftet hat, weil es woanders gebunden war. Und angesichts ständig neuer Allzeithöchststände beim S&P 500-Index wäre jenseits von Kraft Heinz viele Aktien lohnender gewesen.

„Man kann jede Investition in ein schlechtes Geschäft verwandeln, indem man zu viel bezahlt.“
(Warren Buffett)

Folgerichtig bezeichnet Buffett Kraft Heinz inzwischen auch als eines seiner größten Fehlinvestments, denn er habe zu viel für die Anteile bezahlt. Das sagt er nicht, weil der Kurs gefallen ist, sondern weil er eingesehen hat, dass er die Marken im Portfolio der beiden Unternehmen Heinz und kraft deutlich überschätzt hat. Sie haben einen geringeren Burggraben, eine geringere Kundentreue als angenommen und verlieren deshalb Marktanteile und damit auch an Wert. Hohe Milliardenabschreibungen waren die Folge und bisher ist keine Umkehr des Negativtrends zu erkennen.

Buffett singt gerne ein Loblied auf 3G und lässt von denen die Schmutzarbeit erledigen, also das Kostensenken und Synergien heben. Aus dem operativen Geschäft hält sich Buffett fast immer vollständig heraus, so auch bei Kraft Heinz. Doch wie es aussieht, ist auch 3G langsam mit seinem Latein am Ende. Denn Personalabbau und Kostenkontrolle bringen zwar bis zu einem gewissen Grad eine höhere Effizienz, aber es fehlt dann eben auch an den nötigen Investitionen in Marketing und neue Produkte. Die Kraft der Marken schwindet in vielen Bereichen und wer seine Marke nicht verteidigt und stärkt, verliert besonders stark im zunehmenden Wettbewerb.

Antworten blieb Kraft Keinz bisher schuldig. Es wurde bisher nur öffentlich über eine mögliche Übernahme von Mondelez spekuliert, die früher ein Teil von Kraft waren, und der kurzzeitige Übernahmeflirt mit Unilever ging voll nach hinten los. Fast wirkt es schon ratlos und perspektivlos, was Kraft Heinz momentan an Performance abliefert und am Markt ist ein weiterer Dividendenschnitt kein Tabuthema mehr. Im August hatte Kraft Heinz seine Jahresprognosen senken müssen.

Umso unerfreulicher ist die Meldung, dass 3G ein großes Aktienpaket von Kraft Heinz auf den Markt geworfen hat. Die Tochter 3G Global Food Holdings gab bekannt, dass 25,1 Millionen Aktien zu einem Preis von 28,44 Dollar je Aktie verkauft wurden. Der Aktienverkauf in Höhe von 712,95 Mio. Dollar senkt den Anteil von 3G Capital von 22,14 auf 20,1 Prozent an Kraft Heinz, womit 3G dennoch zweitgrößter Aktionär hinter Warren Buffetts Berkshire Hathaway bleibt, die nach wie vor 26,7 Prozent hält.

Für den Markt ist das ein negatives Signal, auch wenn im direkten Gegenzug Jorge Paulo Lemann, Mitbegründer von 3G Capital und Vorstandsmitglied von Kraft Heinz, den Kauf von rund 3,5 Millionen Aktien für rund 100 Millionen US-Dollar bekannt gab. Es ist fraglich, ob dies für Beruhigung am Markt sorgen kann.

Und was macht Buffett?

Von Warren Buffett sind bisher keine Aktiendispositionen bekannt geworden. Und es ist auch eher unwahrscheinlich, dass er sich von seinen Anteilen trennt. Andererseits dürfte Buffett auch kein großes Interesse daran haben, seinen Anteil aufzustocken. Denn er setzt ja bevorzugt auf gut geführte Erfolgsunternehmen und beides Attribute kann Kraft Heinz seit einiger Zeit nicht mehr für sich in Anspruch nehmen. Und die Zeit der Turnaround-Spekulationen ist für Buffett längst vorbei.

Mit einem Anteil von mehr als einem Viertel hat Buffett auch genügend Geld im Feuer und der Hebel auf sein Depot wäre im Erfolgsfall große genug. Würde Kraft Heinz zu alter Stärke zurückfinden und sich der Kurs wieder Richtung 100 Dollar aufmachen, läge der Wert mit 30 Milliarden solide auf dem zweiten Platz in Buffetts Portfolio hinter Apple. Doch nach Trendwende sieht es bei Kraft Heinz noch nicht aus. Bis dahin wird wohl noch einige Zeit vergehen. Doch eine der größten Tugenden von Warren Buffett ist Geduld. Und die wird er brauchen, damit Kraft Heinz vielleicht doch noch zu einem seiner Erfolgsinvestments wird.

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Die gefundenen Aktien können in verschiedenen Ansichten übersichtlich dargestellt werden.

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Daimler stellt Kerngeschäft auf den Kopf

Nimmt man nur die IAA 2019 als Maßstab könnte man meinen, dass es Daimler nicht ganz so ernst mit dem Thema Elektromobilität meint. Allerdings steht auch der DAX-Konzern bereit, um von dem Wandel in der Autoindustrie zu profitieren.

Genauso wie viele andere Autohersteller setzt auch Mercedes-Benz auf die Elektromobilität. Dies wollten die Schwaben im Rahmen der diesjährigen IAA in Frankfurt unter Beweis stellen. Mit im Gepäck hatte die Daimler-Pkw-Marke die neue V-Klasse mit Elektroantrieb unter dem Namen EQV. Das Luxussegment wurde mit dem Showcar Mercedes-Benz VISION EQS abgedeckt. Darüber hinaus waren voll elektrisch fahrende Modelle eher Mangelware. Lediglich im Bereich Plug-in-Hybride hatte Mercedes-Benz noch einiges in Sachen Elektromobilität zu bieten.

Dass es Daimler jedoch in Sachen Elektromobilität ernst meint, zeigt ein Blick auf die weiteren Aktivitäten des Konzerns. Im Moment dominieren die beiden Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Valtteri Bottas die Formel 1. Gleichzeitig macht sich Mercedes-Benz für den Start der neuen ABB FIA Formel E Meisterschaft bereit. Ende November werden zum ersten Mal zwei vollelektrische Rennwagen des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams an den Start gehen. Auch die von Managementseite im Rahmen der IAA noch einmal kommunizierten Ziele im Bereich Elektromobilität sprechen dafür, dass Mercedes-Benz im Bereich E-Mobilität angreifen möchte.

Bis zum Jahr 2039 ist eine komplett CO2-neutrale Neuwagenflotte angedacht. Bis 2030 sollen mehr als 50 Prozent der verkauften Neuwagen mit Elektroantrieb ausgestattet sein. Die europäische Fahrzeugproduktion soll wiederum bis 2022 CO2-neutral organisiert sein. Kurz gesagt: Elektromobilität wird bei Mercedes-Benz zum Kerngeschäft. Dass der Umstieg auf die Elektromobilität nicht zum Nulltarif zu haben ist, zeigte sich anhand der jüngsten Daimler-Geschäftsergebnisse. Neben verschiedenen Sonderbelastungen wie den Kosten für die Bewältigung der Dieselaffäre und Rückstellungen in Zusammenhang mit Problemen mit Takata-Airbags machten sich auch die Investitionen in Zukunftstechnologien bemerkbar.

Laut Unternehmensangaben vom 24. Juli fuhr Daimler im zweiten Quartal operativ einen Verlust in Höhe von 1,6 Mrd. Euro ein, nachdem das EBIT im Vorjahr noch bei plus 2,6 Mrd. Euro gelegen hatte. Der Konzern musste seine Prognosen innerhalb kurzer Zeit bereits zwei Mal senken. Das EBIT im Geschäftsjahr 2019 wird von Managementseite deutlich unter dem Vorjahresniveau erwartet. Nach mehreren Negativschlagzeilen scheinen Anleger inzwischen jedoch der Ansicht zu sein, dass in dieser Hinsicht nicht mehr viel kommen kann. Möglicherweise ein Grund, warum die Daimler-Aktie in den vergangenen Wochen eine Erholungsrallye startete. Ein anderer Grund dürfte die Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA gewesen sein. Schließlich zittert man insbesondere in der Autobranche vor einer sich weiter drehenden Zollspirale.

Darüber hinaus kam Daimler zuletzt relativ gut mit den schwierigen Marktbedingungen zurecht. Mercedes-Benz konnte sein zweistelliges Absatzwachstum im August fortsetzen, während andere Hersteller mit Absatzeinbußen leben mussten. Laut Unternehmensangaben vom 6. September wurden im abgelaufenen Monat 177.819 Fahrzeuge von Mercedes-Benz weltweit ausgeliefert – ein neuer Bestwert für den Monat August und ein Anstieg von 14,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Mit solchen Erfolgen lassen sich die derzeitigen Herausforderungen besser meistern.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX8LLG) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,31, die Barriere bei 38,05 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DS47Q8, aktueller Hebel 4,05, Barriere bei 56,25 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen.

Stand: 19.09.2019

© Deutsche Bank AG 2019
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Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

Tägliche DAX-Analyse zum 20.09.2019: Bärenfalle schnappt zu und weckt Kaufinteresse

Liebe DAX-Trader,

hier ist die DAX-Analyse zum 20.09.2019 vor Handelsbeginn (Aktueller Punktestand des DAX um 7:45 Uhr ist 12.438 Punkte). Unsere Einschätzung:

  • Bullische Tendenzen sprechen für Kurssteigerungen
  • Wellenförmige Aufwärtswelle eingeleitet
  • Long mit Zielzone bei 12.601 Punkten (Widerstand 1)
  • Vorschlag für ein Long-Derivat: DZ Bank Endlos Turbo Long (WKN DDX2QT)

DAX-Analyse zum 20. September 2019 per Video

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Aufwärtstrend visiert 12.601 Punkten an
Die FED hat am Mittwochabend zwar die vom Markt erwartete Zinssenkung durchgeführt, konnte die Investoren mit dem Ausblick allerdings nicht komplett zufrieden stellen. So wurde der DAX nach einem um -0,1% schwächeren Handelsstart im Verlauf des Vormittags bis unter das Vortagestief gedrückt. Diese bearische Tendenz wurde dann allerdings schnell wieder negiert und die Bullen haben ihre Falle zuschnappen lassen. Bis zum Handelsende konnte der DAX bis auf +0,4% steigen und damit die %K-Linie der Slow Stochastik nach oben drehen lassen. Noch hat die Signallinie die %D-Linie des Oszillators nicht geschnitten, wodurch das Verkaufssignal derzeit noch intakt ist. Sollte das Börsenbarometer heute allerdings an die gestrige Stärke anknüpfen können, dürfte im Tagesverlauf ein bestätigendes Kaufsignal getriggert werden. Diese bullische Tendenz dürfte sich heute in weiteren Kurssteigerungen bemerkbar machen, wodurch die Kursentwicklung sich der ersten charttechnischen Barriere bei 12.601 Punkten (Widerstand 1) weiter annähern dürfte. An diesem Kursniveau liegt das Hoch vom 25. Juli, welches zugleich das letzte lokale Maximum vor dem Jahreshoch anzeigt. Das am 04. Juli bei 12.656 Punkten (Widerstand 2) markierte Jahreshoch stellt anschließend das nächste Kursziel der laufenden Aufwärtsbewegung dar. Für den heutigen Handelstag steht vor allem der dritte große Verfallstag an den Terminbörsen im Fokus der Investoren. Vorbörslich wird der DAX mit einem Kursrückgang von -0,2% getaxt. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig unter die Kursmarke von 12.104 Punkte (Unterstützung 2) fällt.

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Präferiertes Szenario: Wellenförmig verlaufende Aufwärtswelle eingeleitet

Seitdem der DAX im August eine inverse S-K-S-Formation im Chartbild etablieren konnte, befindet sich das Börsenbarometer in einem Aufwärtstrend. Dieser war bis vor einer Woche durch dynamische Kursanstiege mit täglich neuen Hochs und höherliegenden Tiefs verbunden. Diese schnelle Aufwärtsbewegung hat dafür gesorgt, dass der Index zeitweise sogar tief in eine überkaufte Marktlage eingetreten ist, welche selten über längere Zeiträume aufrecht gehalten werden kann. So kam es dann in dieser Woche zu einer bereinigenden technischen Gegenreaktion, welche mit dem Doji am Dienstag die Ausgangsbasis für die nächste Aufwärtswelle gelegt hat. Mit dem gestrigen Kursanstieg dürfte die neue Wellenbewegung bestätigt worden sein. Damit dürften in den kommenden Handelstagen weitere Anschlusskäufe einsetzen.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Doji“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 53%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursanstieg von 3% zu rechnen.

Für den heutigen großen Verfall an den Terminbörsen ist mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen, welche die bullischen Tendenzen bestätigen sollte. Die Trendentwicklung steuert derweil zielstrebig auf die erste markante Distributionszone bei 12.601 Punkten (Widerstand 1) zu. Sobald das dort liegende Verlaufshoch vom 25. Juli auf Tagesschlusskursbasis überschritten wurde, ist der Weg in Richtung des Jahreshochs frei. Es wurde am 04. Juli bei 12.656 Punkten (Widerstand 2) getriggert. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO LONG 10.395,48 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DDX2QT)* mit einem Basispreis von 10.395,48 Punkten. Der Hebel liegt am 20.09.2019 um 07:15 Uhr bei 6,08. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX die Unterstützung bei 12.104 Punkten nachhaltig unterschreitet. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

Gegenszenario: Lokale Topbildung in Vorbereitung
Am Donnerstag ist der DAX am Vormittag unter das Vortagestief gefallen, was einer bearischen Tendenz entsprach. Bis zum Handelsende konnte er sich allerdings wieder über diesem Kursniveau stabilisieren, wodurch die Bestätigung für die Bären zunächst wieder negiert wurde. Dennoch ist das Verkaufssignal der Slow Stochastik weiterhin eine wichtige Bestätigung für ein Short-Szenario. Erst wenn die grüne Signallinie des Oszillators über die rote Linie steigt, wird ein neues Kaufsignal generiert.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Doji“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 19%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursrückgang von 3% zu rechnen.

Sobald das Chartbild eine lokale Topbildung andeutet, sollte eine untergeordnete Korrekturbewegung starten. Sie findet ihre erste Zielzone am Verlaufshoch des 01. August bei 12.257 Punkten (Unterstützung 1). Seit dem charttechnischen Breakout vom 10. September wurde dieses Kurslevel nicht mehr berührt. Ein Unterschreiten wäre dementsprechend bearisch zu bewerten. Das zweite markante Support-Niveau liegt am GD 20, welcher seit Ende August täglich auf höhere Kursmarken steigen kann. Derzeit notiert er bei 12.104 Punkten (Unterstützung 2). Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO SHORT 14.289,30 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF1TT0)* mit einem Basispreis von 14.289,30 Punkten. Der Hebel liegt am 20.09.2019 um 07:15 Uhr bei 6,65. Das Short-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig über 12.656 Punkte steigt. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

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Chartanalyse Wirecard: folgt jetzt der nächsten Rally-Schub?

Hallo Trader,

heute stelle ich euch die Aktie von Wirecard vor, die am Mittwoch morgen ihre Partnerschaft mit der japanischen SoftBank besiegelt hat. Die Kooperation sichert entsprechende Vorteile im Zugang zum weltweiten Beteiligungsnetzwerk der Japaner. Das Beteiligungsportfolio besteht aus über 80 internationalen Unternehmen. Durch die SoftBank-Beteiligungsgesellschaften konnte Wirecard bereits im Vorfeld mit Auto1 aus Deutschland, Brightstar aus Japan und Oho aus Indien Verträge abschließen. Vorstandschef Markus Braun hat am Mittwoch nachmittag eine Anhebung der längerfristigen Ziele der „Vision 2025“ in Aussicht gestellt. Bereits am Montag teilte Wirecard mit, die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Kreditkarten-Riesen UnionPay auszubauen. UnionPay ist mit 7,6 Mrd. ausgestellten Kreditkarten der weltweit größte Anbieter. 

Wirecard bekommt durch die SoftBank-Kooperation verbesserte Wachstumschancen.  Der innovative Zahlungsdienstleister könnte auch ein potentieller Übernahmekandidat sein. Ein kritischer Artikel der Wochenzeitung “Die Zeit” hat am Mittwoch mittag böse Erinnerungen an die Bilanz-Vorwürfe der “Financial Times” im Frühjahr geweckt. Trotz der starken operativen Entwicklung sind die Anleger durch die Berichterstattung immer wieder verunsichert. Wirecard steht aber nicht nur bei den Anlegern im Fokus, immer mehr renommierte Firmen werden auf den Zahlungsdienstleister aufmerksam. Das Unternehmen sollte sein Wachstum weiter beschleunigen können. Details zur Prognose-Erhöhung will der Payment-Konzern im Zuge eines Kapitalmarkttages am 8. Oktober nennen. Diesen Termin sollten sich Anleger notieren, da hier mit den nötigen Impulsen für die weitere Kursbewegung zu rechnen ist. 

Werfen wir einen Blick auf die Aktie von Wirecard (WDI) im Tageschart:

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Die Aktie von Wirecard hat den Ausbruch aus der längerfristigen Abwärtstrendlinie Anfang September vollzogen. Bei 160,- EUR hat sich ein hartnäckiger Widerstandsbereich gebildet. Im Mai gab es bereits einen Fehlausbruch bei dieser Marke. Wenn Wirecard nach oben ausbricht, möchte ich der Aktie folgen. Damit ich über den nächsten Breakout-Versuch sofort informiert werde, lege ich mir bei ca. 160,- EUR einen Alarm direkt in den Chart.

Das Traderfox System informiert mich zuverlässig in Echtzeit per Push Notifications am Handy oder per E-Mail, sollte eine Alarmlinie durchbrochen werden.

Liebe Trader, ich wünsche euch noch viele erfolgreiche Trades.

Bis zur nächsten spannenden Story,

Wolfgang Zussner

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Tägliche DAX-Analyse zum 19.09.2019: Bullen leiten neue Aufwärtswelle ein

Liebe DAX-Trader,

hier ist die DAX-Analyse zum 19.09.2019 vor Handelsbeginn (Aktueller Punktestand des DAX um 7:45 Uhr ist 12.386 Punkte). Unsere Einschätzung:

  • Doji bereitet Ausgangsbasis für neue Aufwärtswelle
  • Weitere Kurssteigerungen in den nächsten Tagen zu erwarten
  • Long mit Zielzone bei 12.601 Punkten (Widerstand 1)
  • Vorschlag für ein Long-Derivat: DZ Bank Endlos Turbo Long (WKN DF1TSS)

DAX-Analyse zum 19. September 2019 per Video

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Kursziel bei 12.601 Punkten rückt näher
Am Mittwoch konnte der deutsche Leitindex seine Kursstabilisierung nach einer untergeordneten technischen Gegenreaktion weiter forcieren. So ist der DAX mit einem marginalen Verlust von -0,1% in den Handel gestartet, konnte sich bis zum Handelsende allerdings wieder in den Buchgewinn bewegen und den Handel mit einem Plus von +0,2% beenden. Mit dem Überschreiten des Vortageshochs haben die Bullen ein wichtiges Zeichen für die Etablierung einer neuen Aufwärtswelle gelegt. Das Verkaufssignal in der Slow Stochastik konnte derweil keinen neuen Verkaufsdruck erzeugen. Für den heutigen Handelstag gehen wir von weiteren Kurssteigerungen aus, welche den DAX in den kommenden Handelstagen bis in Richtung unseres ersten Kursziels bei 12.601 Punkte (Widerstand 1) führen sollten. Dort trifft die Kursentwicklung dann auf das lokale Maximum vom Juli, welches eine technische Gegenreaktion auslösen könnte. Erst ein nachhaltiger Durchbruch über diese Distributionszone könnte die Rallybewegung bis in Richtung des Jahreshochs führen. Es wurde am 04. Juli bei 12.656 Punkten (Widerstand 2) markiert. Stützend könnte sich heute die gestern Abend angekündigte Leitzinssenkung der amerikanischen Notenbank um 0,25% auf eine Spanne von 1,75% bis 2,00% auswirken. Vorbörslich wird der DAX mit einem Kursrückgang von -0,2% getaxt. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig unter die Kursmarke von 12.068 Punkte (Unterstützung 2) fällt.

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Präferiertes Szenario: Aufwärtstrend visiert neue Hochs an

Das deutsche Börsenbarometer hat in dieser Woche mit einer zwei tägigen technischen Gegenreaktion die Ausgangsbasis für eine neue Aufwärtswelle gelegt. Diese Tendenz wurde am Dienstag durch einen Doji bekräftigt und mit dem gestrigen Überschreiten des Vortageshochs bestätigt. Folglich dürfte die Trendbewegung in den kommenden Handelstagen wieder in Richtung neuer Verlaufshochs tendieren. Die bestehende Divergenz durch das Verkaufssignal in der Slow Stochastik kann die Aufwärtsbewegung derzeit noch nicht stoppen, was ebenfalls ein bullisches Merkmal ist.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Doji“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 53%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursanstieg von 3% zu rechnen.

Der erste Zielbereich der bullischen Kursentwicklung befindet sich am lokalen Maximum vom 25. Juli bei 12.601 Punkten (Widerstand 1). Dieses Kurslevel stellt die letzte markante Hürde vor dem Hochpunkt des Jahres 2019 dar. Ein nachhaltiger Breakout wäre dementsprechend bullisch zu bewerten und könnte Anschlusskäufe bis zum Hoch vom 04. Juli bei 12.656 Punkten (Widerstand 2) einleiten. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO LONG 10.814,95 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF1TSS)* mit einem Basispreis von 10.814,95 Punkten. Der Hebel liegt am 19.09.2019 um 07:15 Uhr bei 7,70. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX die Unterstützung bei 12.038 Punkten nachhaltig unterschreitet. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

Gegenszenario: Verkaufssignal der Slow Stochastik belastet Aufwärtstrend
In der aktuellen Kalenderwoche konnte der DAX nach dem dynamischen Kursanstieg der vorherigen beiden Wochen keine neue Stärketendenzen zeigen. Die überkaufte Marktlage in der Slow Stochastik sowie das intakte Verkaufssignal des Oszillators belasten die Aufwärtsbewegung. Zwar blieb eine charttechnische Formation, welche die lokale Topbildung bekräftigen könnte, noch aus. Doch auch heute oder in den kommenden zwei Handelstagen könnte ein niedrigeres Verlaufshoch durch einen Shooting Star oder einen Doji eine Kehrtwende andeuten.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Doji“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 19%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursrückgang von 3% zu rechnen.

Das erste Kursziel einer Korrekturbewegung notiert am Verlaufshoch des 01. August bei 12.257 Punkten (Unterstützung 1). Von diesem Kurslevel ging zum damaligen Zeitpunkt eine neue Abwärtswelle aus, wodurch ein Unterschreiten in den kommenden Handelstagen den Verkaufsdruck erneut erhöhen könnte. Das zweite markante Support-Niveau liegt am GD 20. Der gleitende Durchschnitt befindet sich derzeit bei 12.068 Punkten (Unterstützung 2). Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO SHORT 13.797,70 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF1TTZ)* mit einem Basispreis von 13.797,70 Punkten. Der Hebel liegt am 19.09.2019 um 07:15 Uhr bei 8,94. Das Short-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig über 12.656 Punkte steigt. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

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Cancom – IT-Dienstleister hebt ab

Was früher ein reiner IT-Reseller für Hard- und Software war, ist ein monatliche Gebührenmaschine geworden. Die Münchener kassieren feste Beträge von ihren Kunden für Beratung, Betrieb, Outsourcing. Im Fokus steht die Ausgliederung der IT in die Cloud.

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Das Gute an den wiederkehrenden Einnahmen ist, es verstetigt das Geschäft. Es verbessern sich die Margen. Der Dienstleister stieg angesichts des Erfolgs in den MDAX auf, Axel Springer machte den Platz frei. Das Unternehmen profitiert vom Megatrend Digitalisierung. Es bieten sich schier grenzenlose Wachstumsmöglichkeiten. Ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau dürfte sich längerfristig auszahlen.

3.700 % Kursplus

In den vergangenen zehn Jahren legte der Kurs um über 3.700 % zu. Aktuelle Notiz 53,40 Euro. Allzeithoch! Bei dem Unternehmen lief es aber nicht immer so gut. Cancom stieg wie Phönix aus der eigenen Asche auf. Während der Wirtschaftskrise vor gut 11 Jahren stürzte das IT-Haus auf 68 Cent ab. Es handelt sich seither um einen der Top-Performer auf dem Börsenparkett. Es ist auch kein Wunder. Der Handel mit Hard- und Software (Microsoft, Apple, Cisco etc.) brummt, ebenfalls die nötigen Dienstleistungen, damit die EDV auch richtig läuft. Durch die Fokussierung auf den margenstarken Service und das Outsourcing kann eigentlich wenig anbrennen. Viele Firmen haben Nachholbedarf. Dank neuer Trends wie künstliche Intelligenz oder Automatisierung steigen die IT-Ausgaben auf unermessliche Höhen. Wer nicht investiert, bleibt im Wettbewerb auf der Strecke.

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Rekordzahlen zum Halbjahr

Cancom meldet Rekordzahlen am laufenden Band. Mitte August hob Vorstandschef Thomas Volk die Jahreserwartung an. Er nannte zwar keine konkreten Zahlen, versprach aber einen „sehr deutlich steigenden Konzernumsatz“. Das EBITDA sieht er ebenfalls mit einer „sehr deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr“. 2018 kamen rund 1,4 Mrd. Umsatz und ein EBITDA von 114 Mio. Euro zusammen. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 30 %, das EBITDA um 21 %. Wenn man das Wachstum um die Zukäufe bereinigt, kommt noch immer über 20 % aus eigener Kraft. Cancom läuft auf allen Zylindern.

London wird ausgebaut

Die fast 4.000 Mitarbeiter tummeln sich in Österreich, Belgien, Großbritannien und den USA. Der Vorstand stellt im Schnelldurchlauf neue Mitarbeiter ein. Im Herzen Londons eröffneten die Bayern Ende Juli ihre britische Zentrale, wo über 100 Mitarbeiter arbeiten. Sie sollen die Insel aufrollen. „Wir haben insbesondere im 2. Quartal von überaus hohen IT-Investitionen unserer Kunden profitiert. Aktuell verbuchen wir in der Gesundheitsbranche und im öffentlichen Sektor deutliches Wachstum. Aber auch in allen anderen Branchen sehen wir aufgrund der Digitalisierung anhaltenden Bedarf in IT zu investieren”, sagt CEO Thomas Volk. Die Cloud sorgt für Schubkraft. Die Datenwolke ist eine Cashcow. Mit einem Plus von 38 % lag der wiederkehrende Umsatz zum Juni 2019 bei 146 Mio. Euro (Juni 2018: 106 Mio. Euro).

Kampf den Hackern

Cybersecurity ist ein Goldesel. Cancom bietet einen Cyber-Defense-Dienst an. Er richtet sich an Kunden, die sich selbst keine 24/7-Angriffsüberwachung und -abwehr aufbauen können oder es aufgrund des hohen internen Aufwands nicht wollen. Das Security-Operations-Center unterstützt Unternehmen bei der Cyberabwehr, um so die Sicherheit im Betrieb auf höchstem Niveau zu halten. Zur Erreichung des Ziels hat es Experten, marktführende Tools und Technologien. Eine Studie der Researchfirma ISG stufte Cancom auf Platz 2 (von 14 Plätzen) der besten IT-Sicherheitsdienstleister im deutschen Mittelstand. Die Studie sieht Stärken beim Angebotsumfang, den maßgeschneiderten Sicherheitskonzepten und dem in Deutschland betriebenen Security-Operations-Center. Bewertet wurde nach den zwei Kategorien Angebotsattraktivität und Wettbewerbsstärke. Zusätzlich lobten die Forscher Cancom für die IT-Sicherheits-Arbeiten für Großunternehmen. „Das Geschäftsfeld IT-Sicherheit ist für Cancom äußerst wichtig, denn hier müssen Kunden ihrem Dienstleister absolutes Vertrauen entgegenbringen. Es entstehen sehr enge Kundenbeziehungen, von denen beide Seiten profitieren können“, so Thomas Volk.

Cancom im Visier der Großen

Gründer Klaus Weinmann denkt laut Insidern darüber nach, Cancom zu verkaufen. Es gibt Übernahmeinteresse von mehreren Seiten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, es habe mehrere Gespräche mit Interessenten über eine mögliche Übernahme gegeben. Das Interesse kühlte aber ab, seit die Aktie Fahrt aufgenommen hat. Die drei Gründer halten zusammen etwa 10 % des Grundkapitals. Interesse signalisiert haben die Finanzinvestoren EQT und Permira, die in Technologieunternehmen in Europa investieren. Ebenso hat der IT-Dienstleister Bechtle mit Cancom gesprochen. Weitere Gespräche gab es offenbar mit der japanischen Telefongesellschaft Nippon Telegraph & Telephone (NTT). Jedenfalls hat das Bloomberg aus informierten Kreisen erfahren. Gründer Klaus Weinmann bestätigte, über einen Verkauf nachzudenken und im Interesse des Unternehmens und der Aktionäre zu handeln.

KGV etwas höher

Der Börsenwert beträgt 1,9 Mrd. Euro. Das KGV beläuft sich auf 25 (2020). Das ist nicht wenig. Doch der langfristige Erfolg rechtfertigt eine höhere Bewertung. Mit zuletzt 50 Cent ist die Dividende nicht gerade üppig. Die Dividendenrendite beträgt etwa 1,1 %, sofern die Dividende leicht steigen sollte. Anleger müssen berücksichtigen: Es handelt sich um einen Wachstumswert, nicht um ein Value-Papier. Daher muss man als Aktionär etwas tiefer in die Tasche greifen und auf etwas Dividende verzichten.

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Deals, Deals, Deals

Die Wachstumsstory dürfte in Takt bleiben. 2016 knackte Cancom die Eine-Milliarde-Umsatzmarke, der Gewinn stapelte sich damals auf 34 Mio. Euro nach Steuern. Nun marschiert der Konzern auf die Zwei-Milliarden-Marke in einigen Jahren zu. Der Überschuss dürfte auf über 100 Mio. Euro springen. Zum Vergleich: 2006 gingen erst 240 Mio. Euro durch die Bücher, das Nettoergebnis betrug lediglich 2,9 Mio. Euro. Seit 2005 ist der Umsatz jährlich im Durchschnitt prozentual zweistellig gewachsen, der Gewinn erhöhte sich überproportional. Zahllose Akquisitionen trugen zum Erfolg bei.

Der Gründer und der langjährige Vorstandschef Klaus Weinmann hat die richtigen Weichen gestellt. Er brachte einen Zukauf nach dem nächsten in trockene Tücher. Mit den Deals erweiterte er sowohl die räumliche Präsenz als auch die Angebotspalette. Weitere Akquisitionen sind zu erwarten.

Der Börsengang 1999

Der Hoffnungsträger ging 1999, auf dem Höhepunkt der Interneteuphorie, an die Börse. Nur ganz wenigen Neuer-Markt-Gesellschaften gelang eine ähnlich positive Gesamtbilanz. Kurstreiber ist seither das hohe Wachstumstempo. Klaus Weinmann hat seine ehrgeizigen Ziele in die Tat umgesetzt. Seine Vision war es von Anfang an, um jährlich grob 15 % die Erlöse auszubauen. Das schaffte er je zur Hälfte durch Zukäufe und inneres Wachstum. In seinem Übernahmevisier landete die ebenfalls börsennotierte Gesellschaft Pironet. Die Münchener nutzten zuweilen zur Finanzierung solcher Deals Kapitalerhöhungen. Sie gingen mit der Ausgabe neuer Aktien jedoch vorsichtig um.

canc3Quelle: https://www.cancom.de/cancom-feiert-20-jaehriges-boersenjubilaeum/241/

Skaleneffekte helfen

Dank der Synergien zahlten sich die Zukäufe aus. So verleibte sich Cancom den kleinen Wettbewerber On Line Datensysteme GmbH in Berlin 2013 ein, das Objekt der Begierde hatte sich auf Angebote für den Öffentlichen Dienst spezialisiert. So öffnete sich für den Konzern die Tür zu Ämtern und Behörden. Es war wie bei der Zauberformel „Sesam, öffne dich“ – eben clever durchdacht. Durch den stärkeren Vertrieb kam der Rubel ins Rollen. Im Sommer 2018 rissen sie sich den britischen IT-Serviceanbieter OCSL unter den Nagel, so gelang die Cloud-Expansion ins englischsprachige Ausland. Bereits im Frühjahr 2018 übernahm Cancom den britischen UCC- und Managed-Services-Anbieter Ocean Intelligent Communications, der inzwischen unter dem Namen Cancom Collaboration and Communication agiert.

Das Management verspricht sich die größten Wachstumsmöglichkeiten durch das Cloud-Computing. Ein wichtiger Trend der Branche besteht darin, dass Unternehmen die Verarbeitung ihrer Daten auf externe Rechenzentren auslagern und dort auf Software unterschiedlichster Art zugreifen.

Fazit:

Die Aktie befindet sich im Höhenflug. Kein Wunder, Cancom begleitet seine Kunden in die digitale Zukunft. Es besteht Nachholbedarf. Für Unternehmen, Organisationen und den öffentlichen Sektor bietet Cancom alles, was nötig ist, um im Wettbewerb zu bestehen. Fairerweise muss erwähnt werden, dass die Bewertung kein Schnäppchen mehr ist. Aber dank der Digitalisierung dürfte die Erfolgsgeschichte weiter gehen. Natürlich ist die Vergangenheit keine Garantie für die zukünftige Entwicklung. Es spricht jedoch viel dafür, dass die Gewinne in Fahrt bleiben werden. Unter den Großaktionären sind Allianz, BlackRock, BNP Paribas und der norwegische Staatsfonds.