Qualitätsaktien mit steigenden freien Cashflows sind laut Goldman Sachs die besseren Qualitätsaktien

Qualitätsaktien stehen an der Börse hoch im Kurs. Auch bei TraderFox spielen Titel, die unter diese Kategorie fallen, eine wichtige Rolle. Das lässt sich schon alleine daran erkennen, dass es mit den High Quality Stocks USA und den High Quality Stocks Europe 2 regelbasierte Depotkonzepte gibt, die sich solchen Werten widmen. Und die starke Performance dieser Portfolio-Strategien erklärt auch, warum Qualitätsaktien so beliebt sind bei vielen Anlegern.

In einer aktuellen Studie widmet sich auch Goldman Sachs wieder einmal dem Thema. Die US-Investmentbank erinnert darin zunächst einmal daran, dass man Qualität hausintern seit langem daran festmacht, inwieweit Unternehmen dauerhaft in der Lage sind, höhere Kapitalrenditen zu erzielen. Nach Ansicht der Studienautoren werden nachhaltige Geschäftsmodelle durch den Zugang zu Wachstum, nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen und Effektivität bei Management und Aufsicht aufrechterhalten.

Wie es weiter heißt, ist der Ansatz, Qualitätsaktien zu halten sinnvoll, weil gute Unternehmen in der Lage sind, ihre eigene Erfolgsgeschichte zu schreiben und sie gleichzeitig weniger wahrscheinlich Wettbewerbs-, Betriebs- oder Reputationseinbußen erleiden. Zu erklären ist das nicht zuletzt mit einer relativ starken Positionierung und einer guten Führung. In der Praxis funktioniere der Qualitätsansatz letztlich vor allem deshalb, weil Investoren die Erträge, die große Unternehmen am Ende erwirtschaften, insbesondere über längere Zeiträume hinweg oft unterschätzen.

Überzeugende risikobereinigten Renditen

Zudem vertritt man bei Goldman Sachs die Ansicht, dass qualitativ hochwertige Unternehmen ihren eigenen Erfolg mit Hilfe von Effizienzsteigerungen, starken Bilanzen und reduziertem Franchise-Risiken generieren und verlängern können. Eine eigene Analyse zeigt demnach auch, dass Unternehmen mit nachhaltig hohen Cash-Renditen auf das investierte Kapital (CROCI) über die vergangenen 10 Jahre hinweg ein durchschnittliches annualisiertes Alpha von 7,6 % über rollierende 3-Jahreszeiträume erwirtschaftet haben. Zudem hätten Werte nach dieser Machart langfristig gesehen die besten risikobereinigten Renditen erzielt.

Trotzdem gebe es bei vielen Anlegern derzeit Vorbehalte gegenüber Qualitätsaktien, weil deren Bewertungsaufschlag gegenüber dem Gesamtmarkt im historischen Vergleich relativ hoch ist. Allerdings war letzteres für die vergangenen 4 Jahre auch eine typische Konstellation, wie die nachfolgende Grafik zeigt.

Konkret handeln demnach Unternehmen mit branchenführenden Kapitalrenditen (Top-Quartil im 3-Jahres-Durchschnitt beim CROCI) mit einer mittleren Prämie von 18 % gegenüber einer Durchschnittsprämie von 9 % seit 2007. Dennoch hätten nachhaltig hohe Kapitalrenditen die Anleger bisher weiterhin belohnt, insbesondere wenn sie mit einem dauerhaften Wachstum und einem positiven Renditeentwicklung einhergingen.

EV/EBITDA-Multiplikator für Premium-Qualitätsaktien auf Median-Basis und auf Sicht von 12 Monatsschätzungen gegenüber dem Weltaktienindex MSCI ACWI (MSCI All Country World Index)

q1

Quellen: FactSet, Datastream, Goldman Sachs Global Investment Research

Wachstum und Kapitalrenditen als wichtigste Performance-Treiber

Die Berechnungen von Goldman Sachs zeigen dabei, dass sich die Performance auf 2 wesentliche Arten steigern lässt. Erstens durch ein stärkeres säkulares Wachstum und zweitens durch eine steigende Dynamik bei den Kapitalrenditen. Diese beiden Faktoren können dazu führen, dass die Ergebnisse langfristig besser ausfallen als von den Anlegern im Schnitt erwartet.

Auf der Suche nach interessanten Aktien basierend auf dem skizzierten Ergebnis hat Goldman Sachs nach Unternehmen mit im Branchenvergleich hohen CROCIs sowie vorteilhaftem Wachstumsaussichten gesucht. Nicht für die Favoritenliste in Frage kamen Gesellschaften mit sinkenden operativen Margen im Prognosezeitraum sowie Unternehmen, die bei den Nachhaltigkeitskriterien wie Umwelt, Soziales und Unternehmensführung schlecht abschnitten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt jene Qualitätstitel mit der besten Kombination aus freier Cashflow-Rendite und Umsatzwachstum, die zudem auch noch mit einer Kaufempfehlung der Analysten von Goldman Sachs versehen sind.

Ausgewählte Qualitätsaktien nach Goldman Sachs-Lesart: Titel mit steigendem freien Cashflow

q2

Excludes companies with CROCI >100% and sales CAGRs <7%; **Defined as Price-to-FCF (CY20) divided by sales CAGR (FY1-FY3); ***E&S score shown as ‘nm’ where disclosure is <40% on material metrics
Quelle: Goldman Sachs Global Investment Research, Stand: 11.07.2019

Tipp: Im Premium-Bereich unserer Website führen wir regelbasierte Portfolios. Das Portfolio “High-Quality-Stocks USA” einbehaltet 10 ausgewählte Burggraben-Aktien. Die Rendite ist extrem gut. Wir starteten das Depot am 12.06.2015. Seitdem beträgt die Rendite +97,5 %. Das entspricht einer Outperformance von 40,94 % gegenüber dem S&P 500 Total Return. Das Musterdepot ist nachbildbar. Alle Transaktionen werden vorab bekanntgegeben:

-> aktien Investment-Package abonnieren und Zugriff auf unsere regelbasierten Portfolios erhalten.

punkt-3-performance

Chartanalyse NVIDIA: Mit dem Megatrend autonomes Fahren auf dem Weg zum Allzeithoch!

Hallo Trader,

heute stelle ich euch die mit rund 101 Mrd. USD kapitalisierte Aktie von NVIDIA vor. Der Aktienkurs von NVIDIA hat seit Oktober 2018 erheblich gelitten, als nach dem Platzen der Krypto-Blase die Lagerbestände an Grafikkarten zu groß wurden. Das Management hatte die Nachfrage falsch eingeschätzt. Der Abbau der Lagerbestände hat sich negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. NVIDIA ist aber nicht nur auf superschnelle Grafikprozessoren spezialisiert, die von Gamern, großen Cloud-Anbietern und Krypto-Minern bevorzugt eingesetzt werden. Mit GeForce Now bietet NVIDIA die Cloud-Infrastruktur für das Streaming von Video-Spielen an. NVIDIA stellt hier die Hard- und Software zur Verfügung, damit auch auf älteren Rechnern die Spiele in maximaler Grafikqualität erlebt werden können. Ermöglicht wird dies dadurch, dass heute schnelles Internet verfügbar ist. NVIDIA bietet hier bereits eine Beta-Version des Streaming-Dienstes an. Cloud-Gaming könnte sich in Zukunft ähnlich wie Video-Streaming durchsetzen. NVIDIA setzt auch auf Mega-Trends wie Deep Learning (DL), Künstliche Intelligenz (KI) und Virtuelle Realität (VR). Bei Deep Learning geht es einfach ausgedrückt darum, das ein High-Performance-Computer einem anderen Computer komplexe Fertigkeiten wie z.B. das Autofahren beibringt. NVIDIA hat bereits 10 Jahre intensiv an der Technologie für autonome Fahrzeuge gearbeitet. Seine beherrschende Stellung untermauert NVIDIA durch die Software-Unterstützung seiner Grafikprozessoren (GPU`s) beim Deep Learning und beim Algorithmus-Training. Der IT-Riese ist auch eine Partnerschaft mit Baidu eingegangen, einem führenden Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, und hat die Entwicklung einer Cloud-Plattform für autonome Fahrzeuge angekündigt. Im Juni hat NVIDIA-CEO Jen-Hsun Huang bekannt gegeben, dass man mit Volvo einen selbstfahrenden LKW entwickeln wird. In ein paar Jahren wird es einen riesigen neuen Markt für autonom fahrende Fahrzeuge geben. NVIDIA möchte den Autobauern dazu ein passendes Chip Angebot für ihre Fahrzeuge anbieten. NVIDIA will zu den Top-Playern in diesem gigantischen Zukunftsmarkt gehören. Die Partnerschaft mit großen Automobilherstellern könnte NVIDIA nutzen, um als First-Mover seine Produkte einzuführen. Durch die Bereitstellung von GPU`s und Softwarelösungen, sollte es NVIDIA gelingen, höhere Gewinne zu erzielen. Volkswagen, Toyota, ZF und Continental sind nur einige, der rund 80 Mobilitätspartner aus der Automobilbranche, die auf Lösungen des Grafikspezialisten vertrauen. High-Performance-Computing (HPC) wird für viele Industriebereiche immer wichtiger, und stellt einen weiteren Wachstumstrend für NVIDIA dar. Um keinen Trend zu verpassen, sondern bei den Mega-Trends ganz vorne mit dabei zu sein, investiert NVIDIA jedes Jahr 20% seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Sehen wir uns dazu den Wochenchart von NVIDIA (NVDA) an:

nvid

Die Aktie von NVIDIA ist seit 2016 bis zu ihrem Allzeithoch um sagenhafte 1.000% gestiegen. Danach hat NVIDIA vom Allzeithoch bis zum Tief Ende Dezember 2018 fast 60% korrigiert. Nun hat die Aktie ein höheres Tief gebildet. Wenn NVIDIA auf 195,- USD steigt, würde sich auch ein neues, höheres Hoch bilden. Die Aktie hätte nach diesem Kaufsignal gute Chancen um wieder das Allzeithoch bei rund 295,- USD zu erreichen. Um über einen Ausbruch auf ein neues Hoch sofort informiert zu werden, lege ich mir einen Alarm bei ca. 195,- USD direkt in den Chart. Das TraderFox System informiert mich zuverlässig in Echtzeit per Push Notifications am Handy oder per E-Mail, sollte die Alarmlinie durchbrochen werden.

Liebe Trader, ich wünsche euch noch viele erfolgreiche Trades.

Bis zur nächsten spannenden Story,

Wolfgang Zussner

Tipp:

Registriert euch kostenlos auf https://www.traderfox.de für das TraderFox Trading-Desk, um Kursalarme im Chart einzurichten und diese dann per Email oder per Push-Notification zu erhalten.

Qualitätsaktie Nike ist fit wie ein Turnschuh

Qualitätsaktien performten in den USA im zweiten Quartal praktisch so wie der Gesamtmarkt. Für die vergangenen Jahre steht aber im relativen Vergleich eine deutlich bessere Wertentwicklung zu Buche. Das gilt insbesondere auch für unser regelbasiertes Depotkonzept Quality Stocks USA. Seit dem Start im Magazin am 12.06.2015 beläuft sich hier das Plus auf 97,45 %. Das bedeutet eine Outperformance gegenüber dem Vergleichsmaßstab S&P 500 Total Return Index von 40,94 %-punkten.

Noch besser ist die Bilanz von 1999 bis 2019. Denn laut Rückberechnung beträgt die Durchschnittsrendite pro Jahr in diesem Zeitraum 15,69 %. Allerdings schlägt sich das auch in den Bewertungsrelationen nieder. Denn wie Goldman Sachs erklärt, liegt der aktuelle Bewertungsaufschlag gemessen am Verhältnis von Unternehmenswert zum EBITDA basierend auf den Schätzungen für die nächsten 12 Monate deutlich über dem Durchschnittswert seit 2007.

Platz 19 in der Rangliste

Bei der Auswahl der für das Musterdepot in Frage kommenden Einzelaktien setzen wir als Auswahlkriterien auf stabile Umsatz- und Gewinnzuwächse seit vielen Jahren, auf hohe Kapitalrenditen und hohe Nettogewinnmargen, auf gesunde Bilanzen sowie auf eine geringe Kursvolatilität.

Zwar noch nicht ins Musterdepot geschafft haben es die Aktien von Nike Inc. (ISIN: US6541061031), der Titel ist in der zugehörigen Rangliste aber auf Platz 19 zu finden. Laut unserer Datenbank kommt die Gesellschaft für die vergangenen 5 Jahre im Schnitt auf eine Nettogewinnmarge von 10,0 %, auf ein Umsatzwachstum von 7,0% sowie auf ein Gewinnwachstum von 8 %.

4b075518e963477d6b2410523406441bc88e5583

Das Mitglied aus dem Dow Jones Industrial Average zählt unter den größeren Standardwerten zu den Lieblingen der Börsianer. Das kommt in einem Kursanstieg von 3,32 USD auf 89,20 Dollar zum Ausdruck, der sich von Februar 2000 bis April 2019 ergibt. Aktuell ist die Notiz dicht dran am letztgenannten Rekordhoch und ein Vorstoß auf eine neue Bestmarke würde den Status als charttechnischer Dauerläufer bestätigen.

Marktführer bei Sportartikeln

Bei Nike handelt es sich bekanntlich um den weltweit führenden Anbieter von Sportartikeln. Die Produktpalette umfasst Schuhe, Sport- und Fitnessbekleidung sowie ein umfangreiches Sortiment an Sport-Equipment und Accessoires. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der Nähe von Beaverton im US-Bundesstaat Oregon.

Nike bezeichnet sich selbst als weltweit führender Designer, Vermarkter und Vertreiber von authentischem Sportschuhwerk, Kleidung, Ausrüstung und Zubehör für eine Vielzahl von Sport- und Fitnessaktivitäten. Zu den hundertprozentigen Tochtergesellschaften gehören Converse, ein Anbieter, der athletische Lifestyle-Schuhe, -Bekleidung und -Accessoires entwirft, vermarktet und vertreibt, sowie Hurley, ein Anbieter, der Surf- und Jugend-Lifestyle-Schuhe, -Bekleidung und -Accessoires entwirft, vermarktet und vertreibt.

Die Vermarktung der Nike-Produkte erfolgt weltweit über Groß- sowie Einzelhändler, Brand-Stores, über das Internet und Zwischenhändler. Die unterschiedlichen Produkte des Sortiments werden von externen Vertragspartnern produziert, vorwiegend außerhalb der USA. Ausrüstungsgegenstände werden sowohl außerhalb als auch in den USA gefertigt. Nike ist zwar am besten für seine Schuhdominanz bekannt, aber auch eines der größten Bekleidungsunternehmen der Welt mit einem hierbei erzielten Umsatz von über 10 Mrd. USD.

Auf Wachstum programmiert

Die oben erwähnte historisch starke Kursbilanz lässt sich mit der ebenfalls starken Geschäftsentwicklung erklären. So ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen, dass sich der 1964 gegründete Konzern auf einem anhaltenden Wachstumspfad befindet. So ist der Umsatz von 2009 bis 2018 von 18,358 Mrd. auf 38,095 Mrd. USD gestiegen. Der operative Gewinn kam gleichzeitig von 2,397 Mrd. auf 4,803 Mrd. USD voran. Die Margen erwiesen sich dabei im Zeitablauf als relativ stabil. 2018 bewegte sich dabei die Bruttogewinnspanne beispielsweise bei 43,8 %.

Entwicklung von Umsatz, Bruttomarge, operativer Gewinn und operative Marge im Überblick

zahlen

Quelle: Morningstar

Trotz seiner beachtlichen Größe und Marktführerschaft verzeichnet Nike auch weiterhin überdurchschnittliche Wachstumsraten, die auf kontinuierliche Innovationen bei athletischen Produkten, Marktanteilsgewinne in etablierten Gebieten wie Nordamerika und Westeuropa sowie die Expansion in Schwellenländern wie China, Brasilien und Mexiko zurückzuführen sind, wie die Analysten bei der US-Investmentbank Jefferies erklären.

Zuletzt hat das Quartalsergebnis jedoch etwas enttäuscht (es war das erste Mal seit sieben Jahren, dass die Gesellschaft die Marktprognose beim Gewinn je Aktie verfehlte.), weil die Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie der Steueraufwand überdurchschnittlich stark anzogen. Analysten sehen aber den Gewinn je Aktie von 2018/19 bis 2023/24 () von 2,49 USD auf 5,33 USD steigen. Stimmt diese Prognose, würde sich auch die derzeit optisch hohe KGV-Bewertung ermäßigen. Wobei aber auch Konkurrenten wie Adidas eine ähnlich hohe Bewertung zugestanden wird.

Megatrend stützen die Geschäftsaussichten

Zur jüngsten Enttäuschung beim Quartalsergebnis vertreten die Analysten bei der australischen Investmentbank Macquarie die Ansicht, dass Nike zuletzt unter höher als erwarteten Investitionen verhalten, sich das langfristig aber auszahlen wird. Außerdem sei der Branchentrend nach wie vor gesund. Passend dazu habe der Vorstand bei der Ergebnisvorlage die ausgezeichneten Wachstumschancen hervorgehoben, die sich aus der anhaltenden Gesundheits- und Fitnessbewegung weltweit, auf internationalen Märkten (insbesondere China) ergeben.

Hinzu komme das zunehmende Geschäft mit Frauen- und im E-Commerce-Segment als auch beim stationären Einzelhandel. Weitere Möglichkeiten gebe es auch in den Bereich Bekleidung, im Schuhsegment, durch die verstärkte Nutzung von Daten und von Speed-to-Market-Initiativen. Alles das seien Megathemen, von denen auch Konkurrenten wie Adidas und Puma profitieren.

Bei Jefferies heben die Analyten ebenfalls die gesunde Verfassung der Branchen hervor sowie die Stärke der Marke Nike. Auch dort heißt es, das Frauen- und Jugendgeschäfte gewinne zusätzlich an Schwung und biete Umsatz- und Margenvorteile. Investitionen in die Lieferkette würden dazu beitragen, die Effizienz im Unternehmen zu steigern, da Nike sein globales Vertriebsmodell skaliere, um besser mit dem erhöhten digitalen Kanal-Mix umgehen zu können.

Breiter wirtschaftlicher Schutzgraben

Beim US-Finanzdienstleister Morningstar billigen die Analysten Nike einen weiten wirtschaftlichen Schutzgraben gegenüber den Konkurrenten zu. Entscheidend trage dazu der immaterielle Markenwert bei. Das Unternehmen setze außerdem weiterhin erfolgreich auf den Direktvertrieb, Produktinnovationen und Verbesserungen in der Lieferkette. Das digitale Geschäft von Nike sieht man als Schlüsselfaktor, da es dem Unternehmen die Kontrolle über das Marketing und eine Preissetzungsmacht ermögliche und gleichzeitig die Abhängigkeit von den Händlern verringere.

Die DZ Bank lobt ebenfalls die qualitativ hochwertigen Produkte sowie die hohe Margen, die dortigen Analysten wittern aber erhebliche Belastungen für den Fall eines sich weiter verschärfenden Handelsstreits zwischen den USA und China. Dazu muss man wissen, dass China für Nike der zweitgrößte Produktionsstandort ist. Obwohl der erwähnte Handelskonflikt nicht erst seit gestern schwelt, notiert der Aktienkurs nahe an seinem Rekordhoch. Folglich setzen die Marktteilnehmer bisher darauf, dass es zu einer Lösung im Handelsstreit kommen wird.

Tägliche DAX-Analyse zum 15.07.2019: Korrekturbewegung steuert auf GD 50 zu

Liebe DAX-Trader,

hier ist die DAX-Analyse zum 15.07.2019 vor Handelsbeginn (Aktueller Punktestand des DAX um 7:45 Uhr ist 12.340 Punkte). Unsere Einschätzung:

  • Am Freitag wurde ein Doji unter dem GD 20 geformt
  • Short mit Zielzone am GD 50 bei 12.185 Punkten
  • Vorschlag für ein Short-Derivat: DZ Bank Endlos Turbo Short (WKN DF1TTZ)

DAX-Analyse zum 15. Juli 2019 per Video

Tipp: DAX-Signale per WhatsApp-Newsletter
dzbank-dax

Support-Zone bei 12.185 Punkten im Visier
Nachdem Daimler am Freitag eine Gewinnwarnung bekanntgegeben hat, blicken die Anleger wieder mit Sorge auf die bevorstehende Berichtssaison. Zwar konnten sich Daimler und andere Automobilhersteller und -zulieferer im Tagesverlauf stabilisieren, doch die Furcht vor Prognosesenkungen bei weiteren DAX-Titeln bleibt bestehen. Dies spiegelte sich auch im deutschen Leitindex wider, welcher auf Tagesbasis einen Doji formte. Zum Wochenauftakt dürften besser als erwartete ökonomische Indikatoren aus China die Kursentwicklung stützen, doch ob sich diese vorbörsliche Stärke auch über einen längeren Zeitraum halten kann, bleibt fraglich. Wir gehen für den DAX von einer Fortsetzung der Korrekturbewegung bis zum GD 50 bei 12.185 Punkten (Unterstützung 1) aus. Von diesem Kursniveau startete am 18. Juni eine dynamische Aufwärtsbewegung, welche bis zum Ausbruch auf ein neues Jahreshoch führte. Ein nachhaltiges Unterschreiten des GD 50 wäre bearisch zu bewerten und könnte den Verkaufsdruck bis zum Verlaufstief vom 18. Juni bei 11.986 Punkten (Unterstützung 2) ausdehnen. Diese Kursmarke befindet sich derzeit im überverkauften Bereich unterhalb des Bollinger Bandes, weswegen die Abwärtsbewegung mit der ersten Berührung des Haltebereichs zumindest temporär ins Stocken geraten dürfte. Vorbörslich wird der DAX mit einem Kursanstieg von +0,3% getaxt. Das Short-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig über die Kursmarke von 12.656 Punkte (Widerstand 2) steigt.dax

Präferiertes Szenario: Verkaufsdruck führt zu neuem Verlaufstief

Seit anderthalb Wochen befindet sich der DAX mittlerweile in einer Abwärtsbewegung, welche ihn um rund 320 Punkte vom bisherigen Jahreshoch bei 12.656 Punkten nach unten gedrückt hat. Diese Korrekturbewegung wird ein seit dem 05. Juli intaktes Verkaufssignal der Slow Stochastik sowie das zwischen 01. Juli und dem 09. Juli etablierte Island Gap bestätigt.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Gap Up“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 51%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursrückgang von 3% zu rechnen.

Sobald die vorbörslichen Stärketendenzen im Tagesverlauf abverkauft wurden, dürfte die Kursentwicklung vom deutschen Börsenbarometer weiter in Richtung eines neuen Verlaufstiefs tendieren. Dabei dient den Bären der GD 50 bei 12.185 Punkten (Unterstützung 1) als erster charttechnischer Haltebereich. Erst wenn dieser auf Tagesschlusskursbasis unterschritten wurde, sollte der Verkaufsdruck eine Beschleunigung bis unter das Bollinger Band annehmen können. Dort befindet sich bei 11.986 Punkten (Unterstützung 2) das Verlaufstief vom 18. Juni, welches die Korrekturbewegung zumindest kurzfristig aufhalten dürfte. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO SHORT 13.871,13 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF1TTZ)* mit einem Basispreis von 13.871,13 Punkten. Der Hebel liegt am 15.07.2019 um 07:15 Uhr bei 7,93. Das Short-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX nachhaltig über 12.656 Punkte steigt. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

Gegenszenario: Doji markiert Wendepunkt der Korrekturbewegung 

Am Freitag konnte der DAX sich nach dem Kursverlust in Höhe von 354 Punkten in sieben Handelstagen in der Kursregion von 12.302 Punkten stabilisieren. Dabei wurden erste bullische Tendenzen durch das Kursverhalten erkennbar. Zum einen konnte das Vortagestief auf Tagesschlusskursbasis verteidigt werden. Zum anderen war die Tagesschwankung mit 48 Punkten sehr eng, wodurch die auf Tagesbasis geformte dojiähnliche Tageskerze die Ausgangsbasis für eine stärkere Kursbewegung in dieser Handelswoche sein könnte. Das Verkaufssignal der Slow Stochastik stellt zwar weiterhin eine Divergenz zum bullischen Szenario dar, doch die Signallinien des Oszillators steuern auf eine überverkaufte Marktlage mit Werten zwischen 20 bis 30 zu. Solche Situationen werden selten über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten. Ein Kaufsignal wird generiert sobald die grüne Signallinie über die rote Linie steigt.

Statistisch ist in den nächsten 10 Handelstagen nach der Ausbildung eines „Gap Up“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 29%, seit dem 02.01.2000, mit einem Kursanstieg von 3% zu rechnen.

Wenn die Kursentwicklung sich heute über dem Tagestief von Freitag festigen kann, wäre die Ausgangsbasis für eine neue Aufwärtswelle im seit Dezember 2018 laufenden Aufwärtstrend vorstellbar. Die Kursentwicklung müsste dann zunächst den GD 20 bei 12.388 Punkten überwinden, um das Tageshoch vom 11. Juli bei 12.427 Punkten (Widerstand 1) zu erreichen. Dieses dürfte eine erste markante Distributionszone darstellen, weil sich der Verkaufsdruck an jenem Tag erhöhte. Ein nachhaltiges Überwinden der Barriere wäre bullisch zu bewerten und könnte Anschlusskäufe bis zum Jahreshoch vom 04. Juli bei 12.646 Punkten (Widerstand 2) ermöglichen. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der ENDLOS TURBO LONG 10.773,54 OPEN END: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DF1TSS)* mit einem Basispreis von 10.773,54 Punkten. Der Hebel liegt am 15.07.2019 um 07:15 Uhr bei 7,89. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX die Unterstützung bei 12.185 Punkten nachhaltig unterschreitet. Bitte beachten Sie die Produktrisiken, welche unten im Dokument beschrieben sind.produkte

Tipp: DAX-Signale per WhatsApp-Newsletter
dzbank-dax

Hinweis: Dies ist ein Werbebeitrag!

Chartanalyse Goldman Sachs: Mit eigener Kryptowährung zu neuen Höhen?

Hallo Trader,

heute stelle ich euch die mit rund 76 Mrd. USD kapitalisierte Aktie von Goldman Sachs vor. Auf Goldman Sachs wurde ich durch die Bekanntgabe des CEO`s David Solomon aufmerksam, der ankündigte, dass Goldman seine eigene Kryptowährung herausgeben könnte. Goldman Sachs baut bereits am New Yorker Hauptquartier eine eigene Blockchain-Truppe auf. Das Investmenthaus möchte eine entscheidende Rolle in der Veränderung der traditionellen Finanzsysteme durch Kryptowährungen spielen. Facebook treibt mit seiner Kryptowährung Libra offensichtlich die notwendigen Reformen im Bankensektor voran. Es geht dabei um die Tokenisierung, also die Umwandlung von Währungen und Vermögenswerten in digitale Verträge. Mit Hilfe der Blockchain-Technologie sollen diese dann gehandelt werden. Alle großen Finanzinstitute auf der ganzen Welt dürften sich bereits mit Kryptowährungen beschäftigen. Goldman Sachs Zahlungssystem wird auf blockchainbasierten „stable coins“, die an reale Währungen gebunden sind, basieren. Goldman Sachs hat bereits eine bestehende Kreditkartenpartnerschaft mit Apple, für die in diesem Sommer in den USA angekündigte Apple-Card. Mit der Apple-Card kann man besonders einfach Rechnungen bezahlen, und hat durch die Verbindung zum iPhone einen stetigen Kostenüberblick. Die Banken müssen sich weiterentwickeln und an die neuen Trends anpassen, da klassische Dienstleistungen immer weniger profitabel sind. Wenn Tech-Unternehmen mit Banken zusammenarbeiten, hätte dies wohl den Vorteil, dass sich diese Unternehmen nicht den selben regulatorischen Beschränkungen wie Banken unterwerfen müssten. Wenn Goldman seine Kryptowährung auf der Apple Plattform bereitstellen würde, hätte das Bankhaus Zugang zu fast 1 Milliarde iPhone Nutzern weltweit.

Sehen wir uns nun den Wochenchart von Goldman Sachs (GS) an:

chart

Die Aktie von Goldman Sachs läuft seit 2019 seitwärts. Aktuell ist die Aktie aus dem Abwärtstrend nach oben ausgebrochen und lieferte ein Kaufsignal. Ausbrüche aus schrägen Linien werden oft noch einmal getestet. Ich möchte hier einen möglichen Pullback als Einstieg nutzen. Damit ich über den Pullback sofort informiert werde, lege ich mir bei ca. 203,- USD einen Alarm in den Chart. Mein mittelfristiges Kursziel ist der Widerstandsbereich bei ca. 233,- bis 240,- USD. Langfristig könnte die Aktie auch das Allzeithoch bei rund 275,- USD wieder anlaufen. Das Traderfox System informiert mich zuverlässig in Echtzeit per Push Notifications am Handy oder per E-Mail, sollte die Alarmlinie durchbrochen werden.

Liebe Trader, ich wünsche euch noch viele erfolgreiche Trades.

Bis zur nächsten spannenden Story,

Wolfgang Zussner

Tipp:
Registriert euch kostenlos auf https://www.traderfox.de für das TraderFox Trading-Desk, um Kursalarme im Chart einzurichten und diese dann per Email oder per Push-Notification zu erhalten.

Portfoliocheck: CVS Health wird immer billiger. Und Primecap greift dankbar zu!

Primecap Management erzielt seit seiner Gründung 1985 durchschnittlich 2 Prozent mehr Rendite pro Jahr als der S&P 500 abwirft. Das ergibt nach 34 Jahren dank des Zinseszinsfaktors eine Überrendite von 2.700 Prozent. Kein Wunder, dass Vanguard weiterhin auf die Expertise von Primecap setzt. Und Vanguard ist immerhin der zweitgrößte Vermögensverwalter der Welt.

Howard B. Schow, Mitchell J. Milias und Theo A. Kolokotrones gründeten 1983 Primecap Management und führen das Unternehmen noch heute gemeinsam. Primecap betreut einige Fonds für Vanguard, wie den Vanguard Primecap Core Fund, den Vanguard Capital Opportunity Fund und den Vanguard PRIMECAP Core Fund. Darüber hinaus „leisten“ die sich drei eigene Primecap Odyssey Fonds, mit denen sie ihre eigenständigen Anlagestrategien verfolgen.

Dabei geht Primecap Management stets nach einem festen Anlageschema vor:

1. Zunächst erfolgt der Blick auf das Fundamentale. Weniger auf die rückwärtsgewandte Bewertung, sondern vielmehr auf die langfristigen Wachstumsaussichten, die durch neue Produkte, Veränderungen der Branchenbedingungen oder ein neues Management befeuert werden können. Hier suchen sie dann nach einer Diskrepanz zu den aktuell vorherrschenden Erwartungen des Marktes gegenüber den „wahren“ Perspektiven.

2. Primecap Management zielt nicht auf kurzfristige Chancen, sondern investiert mittel- und langfristig. Mindestens drei bis fünf Jahre sollten es schon sein und sie kaufen sich daher bei Unternehmen ein, von denen sie sich in diesem Zeitraum eine Outperformance gegenüber dem Markt erwarten.

3. Einen besonderen Wert legt man auf eine individuelle Entscheidungsfindung. Man sucht einen Macher an der Spitze des Zielunternehmens, nicht ein Komitee oder eine gemeinsam verantwortliche Gruppe.

4. Am Ende steht, ganz selbstverständlich, die Frage der Bewertung. Sie ist der Schlüssel für erfolgreiche Investitionsentscheidungen und Primecap sucht nach einer möglichst hohen Diskrepanz zwischen dem ermittelten fairen Wert des Unternehmens und der gegenwärtigen aktuellen Marktbewertung. Ein gutes Unternehmen wird nur dann zu einem guten Investment, wenn man es auch günstig genug kaufen kann.

Primecap Managements Käufe und Verkäufe

pri

Primecap hat im ersten Quartal 2019 einige kleinere Veränderungen im Portfolio vorgenommen und dabei generell etwas Geld vom Tisch genommen. Bei den High-Tech-Werten hat man sich anteilig von ein paar Aktien von Chiphersteller NVIDIA getrennt und auch bei Adobe, Cisco Systems, Intuit, Microsoft und NetApp war man moderat auf der Verkäuferseite.

Die stärkste Auswirkung hatte die 18-prozentige Reduzierung bei Roche und auch die 4-prozentige Reduzierung bei Amgen fiel stärker ins Gewicht, nachdem man hier bereits im Vorquartal den Bestand deutlicher verringert hatte. Auf der anderen Seite hat man im Pharma- und Gesundheitsbereich Bei Bristol-Myers Squibb um 17 Prozent aufgestockt, bei Novartis um 4,25 Prozent und bei CVS Health um fast ein Drittel.

Primecap Managements Portfolio

Zum Ende des ersten Quartals 2019 war das Portfolio von Primecap Managament vor allem von fünf Sektoren geprägt. Technology war mit 34 Prozent der stärkste Brocken, gefolgt von Healthcare (26%) und Industrials (18%). Die Plätze wieder getauscht haben die zyklischen Konsumwerte (10%) und Financial Services (9,5%) und Consumer Cyclical (9%).

pri2

Das Portfolio ist breit aufgestellt und Eli Lilly ist mit gut 4 Prozent weiterhin die größte Position. Adobe folgt mit 3,8 Prozent und es schließen sich Microsoft (3,3%) und SouthWest Airlines (2,8%) an. Amgen ist mit 2,65% etwas abgerutscht und Biogen deutlicher auf 2,54%. Damit gab es keine Veränderung bei den größten Positionen, abgesehen von der Reihenfolge.

CVS Health gehört trotz der Aufstockung nicht zu den größten Positionen im breit aufgestellten Portfolio von Prime Cap. Würde der Kurs sich wieder in Richtung seines vor vier Jahren erreichten Allzeithochs aufmachen, wäre das sicherlich anders. Denn dazu müsste er sich in etwa verdoppeln.

Aktie im Fokus: CVS Health Corp.

Die Gründung des Ursprungsunternehmens Melville Corp. liegen 56 Jahre zurück und seitdem hat sich CVS Health durch Fusionen und Übernahmen zu einem der dominierenden US-Gesundheitskonzerne entwickelt. Es ist eine wirklich Wachstums- und Erfolgsgeschichte und wirft seit vielen Jahren stattliche Gewinne und Dividenden ab. Daher zählt CVS Health auch bei den Dividendenfans und Einkommensinvestoren zu den beliebtesten Aktien.

42c323f323660385f3781860ccfaae48758a8730

Allerdings zählen am Ende nicht nur vereinnahmte Dividenden, sondern die Gesamtrendite aus Kursentwicklung und Dividenden entscheidet, ob sich ein Investment gelohnt hat. Und da trüben sich Ergebnisse merklich ein, denn seit dem Allzeithoch im Jahr 2015 hat sich der Kurs mehr als halbiert. Das ist für Anleger eine neue Erfahrung, denn zuvor konnte sich der Kurs in zwölf Jahren annähernd verzehnfachen. Was also ist passiert?

Genau diese Frage wird sich Primecap auch gestellt haben, denn die Value Investoren sind nicht dafür bekannt, sich wegen des Prinzips Hoffnung einzukaufen, sondern nur nach gründlicher Analyse und darauf aufbauenden berechtigten Aussichten auf deutliche Kurssteigerungen auf mittlere und lange Sicht.

CVS ist in einem wachsenden Markt aktiv. Die Menschen werden immer älter und ihre Ausgaben für Nahrungsergänzungsmittel, Vitaminpräparate und Medikamente steigen stetig an. In den USA steigen zudem die Bevölkerungszahlen weiter an, so dass es immer mehr Menschen gibt und diese leben immer länger.

Über Jahre gab es eine starke Konzentrationswelle im Apotheken und Drogeriemarkt und CVS gehörte zu den aktivsten Konsolidierern. Die Länden unter dem Namen CVS/pharmacy schossen wie Pilze aus dem Boden und bieten neben verschreibungspflichtigen auch freiverkäufliche Medikamente an, Nahrungsergänzungsmittel, Vitaminpräparate und ähnliches. Das Angebot ist eine Mischung aus Apotheke und Drogerie und selbst Socken und Nahrung kann man in vielen Läden kaufen. CVS ist damit zu einer Art gesundheitseinzelhandelsunternehmen geworden.

Doch es stößt zunehmend an die Grenzen des Wachstums uns sieht sich mit ganz ähnlichen Problemen konfrontiert wie Starbucks oder McDonalds. Denn irgendwann haben die Läden den Markt durchdrungen und jeder neue Standort gewinnt nicht mehr nur neue Kunden hinzu, sondern nimmt den bestehenden Läden einen Teil ihrer Kunden weg. Diese Kannibalisierungseffekt reduziert die Margen und den Umsatz je Fläche und macht das Unternehmen auch für die Franchisenehmer unattraktiver.

Mit der Ausweitung des Angebotsspektrums hat CVS gegengesteuert, aber nun ist es ja nicht gerade so, als hätte der Einzelhandel nur auf einen weiteren Anbieter gewartet, der eine Art Supermarktkonzept anbietet mit angeschlossener Apotheke. Das ist weder innovativ noch besteht hier große Nachfrage, denn dieses Spektrum haben die Einzelhandelskonzerne bereits für sich selbst entdeckt und CVS würde nur in einen weiteren hart umkämpften, margenschwachen Markt vordringen.

Doch CVS sieht sich weiteren Herausforderungen gegenüber. Da sind zum einen die politischen Implikationen, denn nicht erst seit dem letzten US-Präsidentschaftswahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton sind die hohen und steigenden Gesundheitskosten in den Fokus politischer Auseinandersetzungen geraten. „Obama Care“, wie die staatliche Gesundheitsvorsorge betitelt wird, ist in den USA noch ein eher unbekanntes Konzept und auch nur in Grundzügen mit unserer gesetzlichen Krankenversicherung zu vergleichen. Und steht immer wieder unter Beschuss seitens der Republikaner und Präsident Trump, die dieses System am liebsten ganz abschaffen wollen. Zumindest unternehmen sie immer wieder neue Anläufe, es zu unterminieren und auszuhöhlen. Politische Reformen sind daher eine ständige Bedrohung, denn sie sind ein angenehmes Mittel für Politiker, da sich kaum ein Bürger über sinkende Medikamentenpreise aufregen würde.

Nun sind die Angebote von CVS nicht gerade unique und die Wettbewerber bieten ganz ähnliche Angebote. Der starke Konkurrenzdruck führt zu Margenerosion und zu allem Überfluss wächst der Marktanteil durch den Onlinehandel kontinuierlich an. Vor allem die Übernahme der Versandapotheke Pillpack durch Amazon jagte geradezu eine Schockwelle durch die Branche, denn Amazon sichert sich zumeist schnell einen erheblichen Marktanteil, wenn man denn erstmal ernsthaft angetreten ist. Einfach, indem man mit sehr niedrig bepreisten Angeboten die Platzhirsche überrollt und ihnen die Kunden abluchst – zumal durch die Prime-Mitgliedschaft ohnehin schon viele Kunde bei Amazon sind und sich somit gar nicht erst an einen anderen Anbieter gewöhnen müssen. Sie kaufen lediglich weitere Produkte bei ihrem bevorzugten Onlinehändler ein. Soweit ist es bei Amazon und seinen Pharmaplänen noch nicht, aber die Bedrohung schwebt wie ein Damoklesschwert über der Branche.

„Deine Marge ist meine Chance.“
(Jeff Bezos)

Die alternde Gesellschaft bietet aber für CVS nicht nur Vorteile und Chancen, sondern bringt auch Risiken und Probleme mit sich. Eines dieser Probleme heißt LTC, Long-Term-Care. Im Bereich der Langzeitpflege steigen die Kosten schneller an, als sie durch Einnahmen gedeckt werden können. Ob Krankenkassen, Versicherungsanbieter oder andere Gesundheitsanbieter, sie stehen alle vor diesem Problem und auch bei CVS hat diese Sparte vor einigen Monaten wieder einmal die Quartalsergebnisse verhagelt. Wann immer Abschreibungen und Rückstellungen erforderlich wurden, haben sie sich bisher immer nur als Ad-hoc-Lösungen und allenfalls kurzfristige Pflaster herausgestellt. Sie stellen eine dauerhafte Herausforderung dar und diese Aussichten belasten den Kurs zusätzlich.

CVS und der gewagte große Schritt

Was man nicht behaupten kann ist, dass CVS sich nicht um Lösungen bemühen würde. Und so hat man viel Geld in die Hand genommen und den Krankenversicherungsanbieter Aetna übernommen. Dabei werden zwei völlig unterschiedliche Angebote miteinander kombiniert, die allerdings zumindest aus derselben Branche kommen. Am Ende soll aus CVS ein breiter aufgestellter Gesundheitskonzern werden und durch die Integration und Ergänzung von Abläufen erwartet man hohes Einsparpotenzial sowie eine Verbesserung der Angebots- und Dienstleistungspalette für die Kunden. Für das erste Quartal vermeldet CVS hier, dass man sich in der Spur befinde, das gesetzte Ziel von 300 bis 350 Millionen Dollar zu erreichen und darüber hinaus möglicherweise sogar das angepeilte Ziel von 750 Millionen Dollar für 2020 übertreffen könnte.

Was auf der einen Seite vernünftig klingt, hapert an der Umsetzung. Noch. Denn die Integration gestaltet sich schwieriger als gedacht und nimmt mehr Zeit in Anspruch, als man sich vorgestellt hatte. Zumal die anderen Herausforderungen sich ja nicht einfach eine Auszeit nehmen und auf CVS warten. Und dann ist da noch die hohe Verschuldung, die sich CVS für die Übernahme aufgebürdet hat. Und hohe Schulden sind immer eine Achillesferse. Denn sie müssen auch dann bedient werden, wenn die Geschäfte schlechter laufen und die Umsätze und Gewinne hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die Aussicht auf sinkende Zinsen in den USA wirkt hier als entspannend, auf der anderen Seite ist der Grund für die neu entflammte Zinssenkungsphantasie, dass die Konjunktur zunehmend Bremsspuren aufweist. Ein erkennbar zweischneidiges Schwert…

CVS Health Hub

Größte Hoffnungen setzt CVS auf das neue Angebot CVS Health Hub, das erst durch die Kombination mit Aetna überhaupt möglich wurde. Nach erfolgreichen Pilotversuchen an mehreren Standorten sollen bis 2021 etwa 1.500 solcher Gesundheitsknotenpunkte entstehen.

Das Konzept umfasst das Angebot von Gesundheitsdiensten, Wellnessprodukten und personalisierter Pflege, das an die CVS-Apotheke vor Ort angedockt ist.

Die Angebote zielen auf chronischen Konditionsmangel, Diabetes, Bluthochdruck, Schlafprobleme und weitere Probleme, wo ein Arztbesuch etwas „overdessed“ erscheint. Hinzu kommt eine lizenzierte Ernährungsberatung, was besonderen Sinn macht, da einige der vorgenannten Probleme auf Essstörungen zurückzuführen sind. Besonderen Charme bietet das Ganze, weil es ergänzend auch als Onlineangebot an die Kunden gebracht werden soll.

Die teure Übernahme von Aetna ist daher auf kurze Distanz betrachtet ein großer Brocken, der nur schwer zu schultern ist und die Bilanz auf Jahre negativ belastet. Als Gegenpart zu der drückenden Verschuldung stehen aber signifikante Einsparpotenziale und ein gegenüber der Konkurrenz breiteres Angebotsspektrum als integrierter Gesundheitsanbieter. Auf mittlere und lange Sicht dürfte sich der Schachzug für CVS auszahlen und am Ende zu höheren Margen und Gewinnen führen.

Die Risiken bei CVS sind bekannt und offensichtlich, die Chancen werden noch unterschätzt bzw. nicht gewürdigt. Primecap positioniert sich frühzeitig, um die sich auf mittlere und lange Sicht abzeichnenden überdurchschnittlichen Renditen einfahren zu können. Und genau für diese ist Primecap Management seit Jahrzehnten bekannt…

Tipp: Im Kundenbereich des aktien Magazins kommentieren wir die Portfolios und Transaktionen der erfolgreichsten Portfolio-Manager der Wall Street.

aktien Magazin bestellen und Zugriff auf die Guru-Portfolio erhalten

 

 

Shop Apotheke – Krasses Kurspotenzial von bis zu 54 %

Die Welt geht zunehmend online. Wer will, kann ja gerne mal das Experiment machen und einen Monat überhaupt nicht mehr aus dem Haus gehen. Solange das Internet funktioniert und die Paketdienste liefern, sollte das überhaupt kein Problem sein. Essen wird geliefert, Getränke auch … und im Zweifelsfall kümmert sich Amazon um den ganzen Rest. Vielleicht mal abgesehen von Medikamenten. Aber dafür gibt es ja Online-Apotheken.

Und Online-Apotheken dürften laut Börse Online vor einem Wachstumsschub stehen. Erst Ende Juni habe der Bundesrat ein Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung verabschiedet. Seit Inkrafttreten am 1. Juli sind daher alle Beteiligten im Gesundheitswesen (Ärzte, Krankenkassen etc.) damit gefordert, innerhalb der kommenden 7 Monate den erforderlichen Rahmen für elektronische Verschreibungen umzusetzen. Was wie Amtsdeutsch klingt, bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass Online-Apotheken von dem neuen Gesetz profitieren sollten.

Zu diesen Profiteuren dürfte Shop Apotheke zählen. Beim Versand von rezeptpflichtigen Medikamenten seien die Margen höher als im Vergleich zu rezeptfreien OTC-Produkten, die ohne Verschreibung über die Ladentheke bzw. durch den Warenkorb des Online-Shops gehen. Aus anderen Ländern, die bereits seit längerem den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten haben, sei seit der Einführung des elektronischen Rezepts der Marktanteil von Versandapotheken um ein Vielfaches gestiegen. Es sei davon auszugehen, dass der Marktanteil von Versandapotheken bei verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland von derzeit 2 auf rund 10 % zulegen könne. Bei Shop Apotheke dürfe also ein Wachstumsschub anstehen. Börse Online rät mit einem Kursziel von 46 Euro zum Kauf (36 % Potenzial).

Nach den Zahlen für das 1. Quartal hatte die Privatbank Hauck & Aufhäuser im April die Einstufung mit „Buy“ und das Kursziel mit 51 Euro bestätigt (51 % Potenzial). Analyst Christian Salis hob die starken Finanzkennziffern von Shop Apotheke hervor. Dadurch sei der anhaltend starke Trend des Online-Medikamentengeschäfts noch einmal unterstrichen worden.

Ende Mai hatte die Privatbank Berenberg nach einer enthusiastischen Präsentation von Shop-Apotheke-Chef Stefan Feltens auf einer Investorenkonferenz das „Buy“ und das Kursziel von 50 Euro bekräftigt (48 % Potenzial). Laut Analyst Gerhard Orgonas habe sich bereits da gezeigt, dass der Konzern zu den Hauptnutznießern der Einführung von Online-Rezepten zählen darf.

Nach der Verabschiedung der Reform zur Arzneimittelversorgung bestätigte im Juni die Deutsche Bank das Kursziel von 52 Euro und die Einstufung mit „Buy“ für die Aktie von Shop Apotheke (54 % Potenzial). Auch Analyst Alexander Thiel nahm die Einführung von elektronischen Rezepten in Deutschland als Begründung für diese Einschätzung zum Anlass.

 shopapothekechartjuli19

 

Hinweis: Im „aktien Magazin“ informieren wir unsere Leser Woche für Woche über die wichtigsten Kaufempfehlungen renommierter Analystenhäuser und Banken sowie aus Printmedien und Börsenbriefen. Unsere Leser lieben dabei unser Ranking der Top-Kursziele. Sie sehen sofort welche Aktien laut Analysten das derzeit höchste Kurspotenzial haben!


Bildherkunft: © john9595 – stock.adobe.com

Der Aktienscreener – Ein Wachstumswert aus Russland mit Verdoppelungspotential?

Hallo Trader, hallo Investoren

Um wachstumsstarke Aktien zu finden, können wir auf verschiedene Weise vorgehen. Allerdings ist es nicht immer ganz einfach, aus der Vielzahl von Aktien die richtigen auszuwählen. Vor allem wenn man nicht den ganzen Tag am Computer verbringen und recherchieren kann, bieten sogenannte Scoring-Systeme eine gute Vorauswahl. Dabei werden alle Aktien eines Universums in Bezug auf bereits vordefinierte Kriterien geprüft. Aufgrund dieser Kriterien werden ihnen dann Qualitätspunkte zugewiesen. Wir bei TraderFox haben in unserem Tool AKTIEN-RANKINGS bereits vordefinierte Templates erstellt die uns Tradern die Arbeit enorm erleichtern können.

Das Template, das ich euch heute vorstellen will, heißt „High-Growth-Investing“ und wurde 2019 von Stefan Waldhauser entwickelt. Mit diesem Ansatz sollen aussichtsreiche Wachstumsaktien identifiziert werden.

a1

So funktioniert der High-Growth-Investing-Score

Der Überprüfungsprozess des Aktienuniversums findet bei diesem Socringansatz in drei Schritten statt.

Es werden im ersten Schritt sechs Aktieneigenschaften überprüft. Dabei können insgesamt 16 Punkte vergeben werden. Die Eigenschaften sind:

– Enterprise Value / Sales-Verhältnis (EV/Sales): Mit diesem Kriterium wird überprüft, ob die Bewertung einer Technologieaktie akzeptabel ist. Eine Aktie erhält 3 Punkte wenn die Kennzahl kleiner gleich 8 ist. Eine Aktie erhält 2 Punkte, wenn die Kennzahlen größer 8 und kleiner gleich 10 ist. Eine Aktie erhält nur 1 Punkt, wenn die Kennzahl größer als 10 und kleiner gleich 12 ist.

– Gross-Margin TTM: Mit dieser Kennzahl wird überprüft welcher
Anteil des Umsatzes nach Abzug der direkten Herstellungskosten beim Unternehmen verbleibt. Je höher desto besser. Eine Aktie erhält 3 Punkte, wenn die Gross-Margin TTM größer gleich 75 % ist. Eine Aktie erhält 2 Punkte, wenn die Gross-Margin TTM kleiner als 75 % und größer gleich 65 % ist. Eine Aktie erhält nur 1 Punkt, wenn die Gross-Margin TTM kleiner als 65% und größer gleich 50 % ist.

– Rule of 40 TTM: Mit dieser Kennzahl soll die Güte des
Geschäftsmodell abgeschätzt werden. Wachstum sollte effizient von statten gehen. Es sollte eine gesunde Balance zwischen Wachstum und Profitabilität geben. Effizienz ist hierbei als Wachstumsrate plus Freier-Cashflow-Marge definiert. Bei Firmen, die schnell wachsen, zum Beispiel mit 100 %, wäre auch noch eine negative Cashflow-Rate von 60 % akzeptabel. Eine Aktie erhält 3 Punkte, wenn die Rule of 40 TTM größer gleich 60 % ist. Eine Aktie erhält 2 Punkte wenn die Rule of 40 TTM kleiner 60 % und größer gleich 50 % ist. Eine Aktie erhält nur 1 Punkt, wenn die Rule of 40 TTM kleiner 50 % und größer gleich 40 % ist.

– Umsatzwachstum TTM: Gesucht werden Firmen mit hohem Umsatzwachstum. Je höher das Umsatzwachstum, desto besser. Eine Aktie erhält 3 Punkte, wenn das Umsatzwachstum TTM größer gleich 40 % ausfällt. Eine Aktie erhält 2 Punkte, wenn das Umsatzwachstum TTM kleiner als 40 % und größer gleich 30 % ist. Eine Aktie erhält, nur einen Punkt, wenn das Umsatzwachstum TTM kleiner als 30 % und größer gleich 20 % ist.

– Verschuldungsgrad (Debt/Equity Ratio): Je niedriger die Verschuldung eines Unternehmens ist, desto besser. Eine Aktie erhält 3 Punkte, wenn der
Verschuldungsgrad kleiner gleich 0,5 ist. Eine Aktie erhält 2 Punkte, wenn der Verschuldungsgrad größer als 0,5 und kleiner gleich 1 ist. Eine Aktie nur 1 Punkt, wenn der Verschuldungsgrad > 1 und kleiner gleich 1,5 ist.

– PEG-Ratio TTM: Eine Aktie erhält 1 Punkte, wenn das PEG-Ratio TTM größer 0 und kleiner 1 ist.

Als Zweites werden nur noch die Aktien betrachtet die mindestens zwölf Punkte erhalten haben. Des weiteren müssen die Aktien noch drei weitere Bedingungen erfüllen:

– Die Wachstumsrate der letzten 3 Jahre beträgt jeweils über 10 %
– Der Umsatz der letzten zwölf Monate liegt bei über 100 Mio. €
– Die Marktkapitalisierung liegt bei über 300 Mio. €

Im dritten Schritt werden die besonders vielversprechenden Aktien
ausgewählt und gekauft.

Und so gehe ich vor!

Als erstes melde ich mich bei www.traderfox.de an. Dann klicke ich auf das Tool AKTIEN-RANKINGS. Nun gehe ich auf den Reiter „Templates“ und wähle „High-Growth-Investing“ aus. Jetzt muss ich nur noch das Template laden und schon wird mir alles nach den oben erklärten Regeln angezeigt, ohne dass ich noch selbst etwas eingeben muss. Als Universum ist hier USA 2000 (v) eingestellt, wobei „v“ für Volumen steht.

a2

Nun scrolle ich weiter nach unten dann gehe ich auf „scannen“. Nun werden mir noch 63 Aktien, wie unten zu sehen ist, angezeigt.

a3

In der Smart View-Ansicht erhalte ich einen guten visuellen Überblick, über die einzelnen Aktien…

a4

… während ich in der Tabellenansicht einen schnellen Überblick über die einzelnen Kennzahlen erhalte.

a5

Wie immer bei diesen Screenings tauchen eine Menge spannender Unternehmen auf. Auf Platz vier findet sich z.B. Kirkland Lake Gold, über das ich erst kürzlich geschrieben habe. Den Artikel findet ihr hier. Allerdings werden wir uns nur ein Unternehmen genauer ansehen. Und zwar das Unternehmen auf Platz eins. Dies hat zwei Gründe: Erstens befindet es sich mit einem Gesamtscore von 99,90 auf Platz eins und zweitens finde ich den Chart äußerst spannend.

Yandex NV (YNDX) ist ein russisches Internetunternehmen mit Hauptsitz in Moskau. Die Marktkapitalisierung liegt bei 813,26 Mrd. Rubel (12,91 Mrd. USD). In Russland gilt die Internetseite des Konzerns als eine der am meist besuchten und populärsten Suchmaschinen des Landes. Die auf der Website des Unternehmens angebotenen Blog-Suchen umfassen Feeds von führenden Blog-Hosting- und Social-Networking-Websites in Russland, darunter LiveJournal, Vkontakte und Facebook. Das Unternehmen bietet
unter dem Motto „Alles wird sich finden“ auch eine breite Palette spezialisierter Such-, personalisierter und standortbezogener Dienste an. Als erste kyrillische Suchmaschine gilt das Portal außerdem als zweitgrößte nicht-englischsprachige Webseite. Das Portal hat wie Google in viele unterschiedliche Bereiche expandiert und bietet umfangreiche lokale, nationale und internationale Inhalte zu unterschiedlichsten Themen. Ergänzt wird das Angebot durch den inzwischen wichtigsten Fahrdienst in Russland, Kartendienste, ein Online-Gaming-Portal, einen Staumelder, ein Wörterbuch sowie ein Musik-Streamingangebot.

Nun schaue ich mir auf dem Aktien-Terminal von TraderFox noch die Umsatz- und Gewinnentwicklung an. Zu beachten ist, dass die Beträge in Rubel ausgewiesen sind.

a6

Wie zu sehen, konnte der Umsatz im Zeitraum von 2013 bis 2018 von 39,50 Milliarden Rubel ( (627 Mio.USD) auf 127,66 Mrd. Rubel (2,026 Mrd. USD) gesteigert werden. Der Gewinn stieg in diesem Zeitraum von knapp 13,47 Mrd. Rubel auf 47,59 Mrd. Rubel. Die Earnings per Share verbesserte sich ebenfalls stark in diesem Zeitraum: Von 41,25 Rubel in 2013 auf 145,67 Rubel 2018. Das Zuwächse steigen stetig. Innerhalb von fünf Jahren bei allen drei Kennzahlen um über das dreifache. Die Analysten sehen beim Umsatz auch in den nächsten Jahren weiteres Wachstum, ebenso wie das Management. Der erwartete Rückgang des Gewinns liegt an den erwarteten Investitionen, die vor allem in der Medien- und Shoppingsparte in den kommenden zwei Jahren getätigt werden sollen.

Am 29. April meldete das Unternehmen die Zahlen zum ersten Quartal 2019. Der Gewinn pro Aktie konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal von 7,28 Rubel auf 10,83 Rubel zulegen. Der Umsatz kletterte von 26,57 Mrd. Rubel In Q1 2018 auf 37,28 Mrd. Rubel in Q1 2019. In beiden Fällen wurden die Analystenschätzungen übertroffen. Die Zugewinne lagen vor allem an der Wachstumsdynamik im Suchmaschinenmarkt. Die Klickrate für Bezahldienste konnte um 11 % im Berichtsquartal gesteigert werden. Die gesamten Online-Werbeeinnahmen beliefen sich auf 27,04 Mrd. Rubel (73% der Gesamteinnahmen), was einem Wachstum von 18,4% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

a7

Weiter trug das starke Wachstum der Segmente Taxi, Kleinanzeigen und Mediendienste zu den guten Zahlen bei. Für das laufende Geschäftsjahr erhöhte das Management die Umsatzprognosen von 28-32 % auf 30-34 %. Die Zahlen für das erste Halbjahr werden am 26.07.2019 erwartet.

Bei Yandex sehe ich durchaus ein Alleinstellungsmerkmal in Bezug darauf, dass es die Geschäftsmodelle von Amazon, Google, Netflix und Uber anbietet, eine enorm starke Stellung auf dem russischen Internetmarkt erreicht hat und vor globaler Konkurrenz insofern geschützt ist, da es die Services in kyrillischer Schrift und speziellen dafür zugeschnittenen Algorithmen anbietet. Das Wachstum könnte somit rasant weitergehen und der Kurs sollte dem Wachstum folgen.

Nun schaue ich mir noch die Kursentwicklung an:

a8

Anfang des Jahres 2019 notierte die Aktie noch bei 26,45 USD. Seither konnte sie 50 % zulegen und befindet sich gerade in einer spannenden charttechnischen Situation. Yandex probt gerade einen bedeutenden Ausbruch auf ein neues Jahreshoch. Gelingt der Ausbruch dürfte es schnell auf das Allzeithoch bei 44,64 USD gehen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, bei einem Ausbruch über den Widerstand mitzugehen. Einen Ausstieg würde ich ins Auge fassen, sollte die Aktie das letzte Tief bei 37,20 USD unterschreiten. Das stellt ein Risiko von gut 7 % dar.

Der russische RTS-Index, der die 50 größten russischen Werte beinhaltet ist in diesem Jahr bereits um über 30 % gestiegen und zeigt damit eine klare Outperformance gegenüber vielen anderen europäischen Indizes. Dies hat zum einen damit zu tun, dass Russland weniger vom Handelskrieg, sollte er denn kommen, betroffen wäre, als manche andere Länder inklusive Zentraleuropa. Zum anderen hängt Russlands Wirtschaft enorm am Ölpreis und solange der Ölpreis den Rubel stützt, stützt er auch den Wert der
Unternehmen die ihre Umsätze in Rubel erzielen. Yandex NV gehört hier dazu.

In meinem Videobeitrag zeige ich euch noch einmal schrittweise den Auswahlprozess.

Tipp:
Wenn ihr keine Webinaraufzeichnungen und Videos mehr verpassen wollt, dann abonniert jetzt unseren Youtube-Kanal und drückt das Glockensymbol. Damit bekommt ihr eine Benachrichtigung, wenn von uns ein neues Video erscheint!

Ich wünsche euch einen erfolgreichen Handelstag

Bis zum nächsten Mal
Andreas Haslinger

Verwendete Tools:

TraderFox Trading-Desk: https://www.traderfox.de
Aktien-Rankings: https://rankings.traderfox.com
Aktien-Terminal: https://aktie.traderfox.com