DAX Analyse zum 19. März 2019: Lediglich eine kurze Verschnaufpause oder steckt hier mehr dahinter?

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

an meinem lokalen Top-Bildungsszenario halte ich weiterhin fest. Ich erwarte anschließend stärkere Gewinnmitnahmen, welche dem DAX allerdings auf mittelfristiger Basis lediglich als Verschnaufpause dienen sollen. Im mittelfristigen Kontext bleibe ich weiterhin bullisch eingestellt.

Nach dem starken Kursverlauf des DAX in der vergangenen Handelswoche legte er am gestrigen Handelstag eher eine Zurückhaltung aufs Parkett.  Zwar startete er noch mit einem minimalen Aufwärts-Gap in die neue Woche, doch konnte er keinen nachhaltigen Kaufdruck aufbauen. Letztendlich verlor der Index bis zum Tagesschlusskurs rund 0,2 Prozent. Vor allem die mögliche Fusion zwischen der Commerzbank und der Deutschen Bank begleiteten den Handelstag. Beide Parteien bestätigten die laufenden Fusionsgespräche, wodurch beide Aktien mit einem deutlichen Kursplus reagierten. Die Deutsche Bank legte rund vier Prozent und die Commerzbank rund sieben Prozent zu. Ebenfalls ging es wieder volatil beim Automobilzulieferer Leoni zu. Der Wert verlor nach einer erneuten Gewinnwarnung rund 20 Prozent seiner Marktkapitalisierung und rutschte damit auf den Tiefsten Stand seit 2010.

Darüber hinaus bleibt das weiter bestimmende Thema an der Börse der mögliche Brexit. Die britische Regierung möchte eine weitere Abstimmung über das mit der EU ausgehandelte Abkommen zum Brexit durchführen. Die britische Premierministerin möchte diesen bis spätestens Mittwoch den Abgeordneten vorlegen. Bislang steht der Brexit für den 29. März fest. Ein neues Referendum ist derzeit nicht geplant.

Ruhiger wird es jedoch im Handelsstreit zwischen den USA und China. Laut Trump erzielten beide Parteien sehr gute Fortschritte, doch wolle der Präsident nun weitere detailliertere Gespräche mit dem chinesischen Staatsoberhaupt Xi Jinping führen. Für den heutigen Handelstag steht vor allem die Veröffentlichung der ZEW-Konjunkturerwartungen für den Monat März in Deutschland auf der Agenda. Die Experten bleiben für die deutsche Konjunktur weiterhin pessimistisch eingestellt. Erwartet wird hierbei ein Wert von -11. Die Stimmung der institutionellen Anlegern ändert sich erst ab einem positiven Wert.

Wichtige Kursmarken

Unterstützungen: 11.533 & 11.052 Punkte

Widerstände: 11.691 bis 11.760 Punkte & 12.085 Punkte

Charttechnische Betrachtung – Tagesansicht

Der DAX notiert weiterhin am oberen Bollinger Band. Dieses verbindet sich mit dem massiven Widerstandsbereich von 11.691 bis 11.760 Punkten. In dieser Zone befindet sich sowohl das letzte lokale Hoch von Anfang November als auch der GD200 (daily, aktuell bei ca. 11.760 Punkten). Des Weiteren ist hier das wichtige 50% Fibonacci-Retracement der laufenden übergeordneten Abwärtsbewegung (ausgehend vom letzten Hoch bei ca. 13.171 Punkten) zu finden. Zwar bleibt die Slow Stochastik weiterhin bullisch, doch notiert der Oszillator allmählich wieder im oberen Extrembereich. D.h. sie signalisiert einen überkauften Zustand. Innerhalb dieses Zustands wird es schwierig sein, diesen Widerstandsbereich nachhaltig nach oben zu überwinden. Obwohl das MACD-Histogramm kurz vor einem Kaufsignal steht, gehe ich derzeit nicht von einem solchen direkten Kursverlauf aus. Vielmehr erwarte ich ein Unterbieten des ersten Unterstützungsbereichs von 11.533 Punkten. Hier notiert der GD20 (daily). Sollte dieser nachhaltig unterboten werden, ist mit einem Erreichen von 11.052 Punkten zu rechnen. Hier befindet sich meine zweite Unterstützungszone.

Das Szenario der Top-Bildung, von welchem ich derzeit ausgehe, wird jedoch erst aktiv, sofern der GD20 unterboten wird. Solange sich der DAX darüber aufhalten kann, ist mit einer laufenden Trendfortsetzung zu rechnen. Sollte der Index dementsprechend entgegen meiner Erwartungen den ersten Widerstandsbereich nachhaltig überwinden, befindet sich das nächste Kursziel im Bereich von 12.085 Punkten. Hier notiert das letzte entscheidende Fibonacci-Retracement der laufenden, übergeordneten Abwärtsbewegung.

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Greenblatt kauft weiter ein

Bei den meisten unserer Investoren konnten wir zuletzt beobachten, dass sie im letzten Quartal eher zurückhaltend agierten und von größeren Unternehmens-
beteiligungen vorerst Anstand nahmen. Greenblatt agiert im Vergleich zu diesen weitaus aggressiver und baut sein Depot weiter aus. Ganze 268 Titel hat er im letzten Vierteljahr dazugekauft. Was aber seine mit Abstand bedeutendste Transaktion ist, sehen wir uns nun wieder genauer an.

Unser Wallstreet-Guru Joel Greenblatt ist ein klassischer Value-Investor. Berühmt gemacht hat ihn seine Zauberformel, mit der er die Auswahl seiner potenziellen Kaufkriterien möglichst vereinfachen wollte. Seiner Meinung nach bedarf es eines strikten Regelwerks, welches den größten Feind des Anlegers ausstechen kann. Die Emotionen. Statt einer gründlichen Fundamentalanalyse achtet der Guru vor allem auf zwei Dinge. Eine hohe Gewinn- und Kapital-
rendite. Mit diesen Kriterien erstellt er ein Ranking, wobei die höchstplatzierten Aktien gekauft werden. Diese Strategie verhalf ihm in der Vergangenheit bereits zu beeindruckenden Erfolgen und ließ ihn mehrmals beweisen, dass er den Markt regelmäßig schlagen kann.

Gotham Asset Management
Ganze 965 Aktien befinden sich derzeit im Depot von Greenblatt. Der Gesamtwert des verwalteten Vermögens beläuft sich aktuell auf 6,44 Mrd. USD. Mit einer Gewichtung von 1,19 % ist der Technologiekonzern Honeywell International seine größte Unternehmensbeteiligung. Greenblatt diversifiziert sehr stark und schichtet regelmäßig um. Sein Q/Q-Turnover liegt im letzten Vierteljahr bei 36,4 %. Dieses liegt meistens in diesem Bereich. Was die Sektoren betrifft so liegen die Technologiewerte mit 21,3 % auf dem ersten Platz. Danach kommen mit 20,3 % die Industrievertreter und mit 17,7 % die zyklischen Konsumgüterhersteller. Neu hinzugekommen ist nun auch die Aktie von PayPal Holdings. Beim Zahlungsdienstleister war er zuletzt im Q3-2016 investiert. Nun schlägt Greenblatt wieder zu und kauft Anteile im Wert von 61,48 Mio. USD, was 0,96 % seines Depots entspricht. Weitere Käufe tätigt er bei Constellation Brands, Corning, General Motors, Goldman Sachs, u. v. m. Getrennt hat sich der Investor hingegen von AeroVironment, Bottomline Technologies, Alteryx, etc.

PayPal Holdings profitiert vom E-Commerce
PayPal ist eines der bedeutendsten, wenn nicht das bekannteste digitale Zahlungsunternehmen überhaupt. Derzeit weist dieses eine Markt-
kapitalisierung von 118,85 Mrd. USD auf. Das Online-Bezahlsystem wird über eine eigene Technologieplattform zur Verfügung gestellt und bietet seinen Kunden eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten. Besonders mit dem zunehmenden E-Commerce-Trend ergeben sich immer weitere Wachstums-
chancen. Die Kunden können ihr PayPal-Konto einfach mit ihrer Kreditkarte verknüpfen oder eine bequeme Bezahlung per Lastschrift durchführen. Der Vorteil dabei ist, dass auf der Website, auf welcher der Kauf getätigt wird, die eigenen Zahlungsdaten nicht angegeben werden müssen. Die Bezahlung wird voll und ganz über PayPal abgewickelt. Dies bietet den Kunden, gerade auch aufgrund der zunehmenden Vorfälle von Datendiebstählen, eine sichere Bezahllösung für das Internet, wovon letztlich auch die Einzelhändler profitieren können. Auch das Versenden von Geld und Aufladen eines Guthabens wird über die Payments-Plattform in verschiedenen Währungen ermöglicht.

Investitionen vergrößern die Reichweite
Die Online-Bestellvolumina nehmen immer weiter zu. Der E-Commerce-Bereich stand schon früh im Fokus des Geschäftsmodells. So wurde PayPal zwischen-
zeitlich vom Online-Marktplatz eBay aufgekauft und agiert erst seit 2015 wieder als eigenständiges Unternehmen. Dabei versucht sich der Konzern auch immer mehr die Verwendung von Smartphones zunutze zu machen. Die Venmo-App ermöglicht die Durchführung von Überweisungen auf mobilen Geräten. Sobald eine solche durchgeführt wurde, wird der Kunde per E-Mail benachrichtigt, wodurch ein Missbrauch in der Regel auch sehr schnell aufgedeckt werden kann. Das bestehende Händlernetzwerk soll immer weiter ausgebaut werden. Unter diesem Aspekt wurde erst kürzlich ein Investment in der Höhe von 750 Mio. USD beim Online-Händler MercadoLibre getätigt. Damit kann schlagartig der Marktführer im lateinamerikanischen Raum dazugewonnen werden. Mit MercadoPago verfügt das Unternehmen derzeit zwar selbst über eine Online-Bezahlfunktion, jedoch ist eine Umstellung auf das PayPal-System denkbar und sicher nicht ausgeschlossen. Etwa 240 Mio. Nutzer sind derzeit bei MercadoLibe registriert. Dies bietet PayPal Spielraum für weitere Wachstumsfantasie.

Die letzten Zahlen können überzeugen
Im letzten Quartal konnte der Konzern seinen Umsatz um 13 % auf 4,23 Mrd. USD steigern (Konsens: 4,24 Mrd. USD). Das EPS steigt um 35,5 % auf 0,69 USD je Aktie (Konsens: 0,67 USD). Mit den Übernahmen von Hyperwallet und iZettle konnten 2,9 Mio. aktive Nutzeraccounts dazugewonnen werden. Das gesamte Transaktionsvolumen steigt um 23 % auf 164 Mrd. USD. Die Venmo-App kann um 80 % zulegen und 19 Mrd. USD beisteuern. Derzeit nutzen 267 Mio. Privatkunden weltweit die Bezahllösungen. Das ist ein Plus von 17 % im Vergleich zum Vorjahr. 20,5 Mio. sind es allein in Deutschland. Bei 19 Mio. Händlern ist es PayPal-Nutzern bereits möglich sichere Transaktionen nur mittels der Eingabe von E-Mailadresse und Passwort durchzuführen. Auf Jahresbasis steigen die Erlöse um 18 % auf 15,45 Mrd. USD und das EPS legt auf 1,71 USD je Aktie zu. Für 2019 erwarten die Analysten bereits einen Anstieg auf 17,98 Mrd. USD bzw. 2,88 USD je Aktie. Das KGV19e liegt derzeit bei etwa 35.

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Die Aktie kann nach einem kurzen Rücksetzer auf den GD 50 die Trendfortsetzung einleiten. Die Wachstumsaussichten für die kommenden Jahre stimmen die Investoren weiterhin zuversichtlich.

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Verantwortlicher Redakteur: Andreas Zehetner, Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte. Der Autor dieses Artikels besitzt derzeit keine Aktien, die im Artikel erwähnt werden. Sollte der Autor in den nächsten 24 Stunden eine Position in der Aktie aufbauen, gilt ab dem Zeitpunkt der Positionseröffnung folgende Haltefrist: Keine.

6 wichtige Fragen und Antworten zur laufenden Kursrally sowie deren weiteren Aussichten

In der Vorwoche verzeichneten Aktien endlich wieder Zuflüsse. Das lässt hoffen, aber nach dem starken Kursanstieg seit Weihnachten stellen sich trotzdem viele Anleger die Frage, wie lange es mit den Notierungen noch weiter nach oben gehen kann.

Die Analysten bei der Bank of America Merrill Lynch (BofAML) gehen dieser und anderen Fragen in einer aktuellen Studie nach und geben darauf auch Antworten. Nachfolgend zitieren wir aus diesem Research-Papier:

Wie fällt eine aktuelle Bestandsaufnahme zum Marktgeschehen aus?

Risikoaktiva präsentieren sich in widerstandsfähiger Verfassung. Auf Waffenstillstandsnachrichten zum Handelsstreit zwischen den USA und China, den schlechten asiatischen Exportdaten, der Zinserhöhungs-Kapitulation der EZB gab es als Reaktionen nur minimale Gewinnmitnahmen. Das spreche dafür, dass der „Pain-Trade“, also der Kursrichtung, bei der es vielen Anlegern im eigenen Geldbeutel noch weh tut, nach wie vor steigenden Kurse seien.

Gleichzeitig seien neue Höchststände bei den Anleihekursen von Emittenten mit Investmentgrad-Rating und im hochverzinslichen Bereich zu beobachten. Volatilitäts-Barometer wie etwa der MOVE-Index würden dagegen neue Tiefststände markieren. Das spreche dafür, dass die Zentralbanken mit einer wieder moderateren Zinspolitik den Taktstock schwingen und die Marktteilnehmern noch nicht zu der Auffassung gelangt sind, dass die Geldpolitik inzwischen impotent sein könnte.

Die zyklischen Frühindikatoren geben gemischte Signale und in den Schwellenländern sind erste Risse zu beobachten.

Was sind die Hoffnung machenden Sprossen?

Das Prognosemodell der BofAML zum Gewinn je Aktie ist bereits von -2 % auf -10 % gesunken, was vor dem Hintergrund zu sehen ist, dass die Exporte aus Asien im Februar dramatisch stark zurückgegangen sind und sich der globale Einkaufsmanagerindex verschlechtert hat. Der Konsens der Analystenschätzungen zum Gewinn je Aktie bewegt sich noch bei 1 %.

Globales EPS-Wachstumsmodell der BofAML

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Japan und die Eurozone sind rezessive Wirtschaftssignale, wobei sich der BofAML European Composite Macro Indicator aber nach 12 aufeinander folgenden Monaten des Rückgangs zuletzt stabilisiert hat.

In China sind die Geldmenge M1 als auch die Auftragseingänge im Februar zum ersten Mal seit 9 Monaten gestiegen, Im März erhöhten sich die Exporte dort außerdem in den ersten 20 Tagen um 39 % und der Stromverbrauch um 11 %; die Investitionen in staatlichen Unternehmen nahmen im Januar und Februar um 6 % zu, der erste große Anstieg seit 2 Jahren.

Die BofAML geht davon aus, dass die Konjunkturdaten im ersten Quartal noch schlecht ausfallen. Abwärtsrisiken für das Wachstum gehe derzeit eher von den USA aus, wo der Konsens das Bruttoinlandsprodukt jedoch im zweiten Quartal 2019 von geschätzten 1 % im ersten Quartal auf 3 % anziehen sieht. Die jüngste Erholung der Risikoaktiva dürfte laut BofAML aber enden, wenn das zweite Quartal mit einem Wachstum von weniger als 2 % hereinkommen sollte. Als gute Nachrichten seien aber die im Februar stabilisierten US-Umfragedaten zu werten, da diese konsistent seien mit einer Wachstumsrate von 2-3 %.

US-Umfragedaten versus BIP-Wachstum

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Wer kauft Aktien?

Die Kurse an den globalen Aktienmärkten sind in diesen Jahr bisher deutlich gestiegen, obwohl es zu Abflüssen aus Aktien in Höhe von 46 Mrd. USD gekommen ist und der BofAML Fund Manager Survey einen Rückgang der Gewichtung von Aktien im Rahmen der Asset Allocation anzeigt.

Dennoch gibt es 3 Käuferschichten: Erstens Unternehmen, die bisher 286 Mrd. USD an Aktienrückkäufen tätigten verglichen mit 197 Mrd. USD im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zweitens institutionelle Käufer von Call-Optionen, denn das um das Delta angepasste Open Interest beim US-Aktienindex bewege sich mit 544 Mrd. USD nahe an den Jahreshöchstständen. Drittens investieren Privatanleger über Einzelaktien. Demnach kauften etwa vermögende BofAML-Kunden Einzelaktien im Wert von 13,2 Mrd. USD nach 5,7 Mrd. USD im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Rekordwert von 286 Mrd. USD an Aktienrückkäufen

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US-Index-Optionskäufe nahe YTD-Höchstständen

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Wann sollte verkauft werden?

Sobald sich der BofAML Bull & Bear Indicator auf einen Stand von über 8 bewegt. Zu einer solchen Entwicklung könnten in den nächsten 4-6 Wochen folgende Faktoren führen: a) Zuflüsse in Aktien von >50 Mrd. USD in den nächsten 4 Wochen, b) wenn beim BofAML Fund Manager Survey die ausgewiesenen Barmitteln auf unter 4,5% sinken und die Übergewichtung von Aktien auf einen Stand von mehr als 30 % steigen sollte, c) eine CTFC Hedgefonds-Positionierung mit risikoreichen Anlegen mit einer langfristigen Standardabweichung von mehr als 0,5.

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BofAML B&B Indicator (scale 0 to 10)

Negativ zu werten sei außerdem eine Kombination aus höheren Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung und höheren Credit Spreads, weil das auf den Beginn einer Rezession und einer Schuldendeflation hinweisen könnte. Oder bei einer Kombination aus höheren Renditen bei den US-Staatsanleihen und einem niedrigerem USD, weil das auf Inflationsrisiken und Fed-Politikfehler hinweisen könnte.

Welches Segment ist derzeit am gefährdetsten?

Aktien und Anleihen aus Schwellenländern: Im Februar war die am stärksten frequentierte Handelsaktivität Wette auf steigende Kurse in den Emerging Markets. Im Februar habe sich die Performance bei Anleihen aus der Region mit 0,4 % und bei Aktien mit 0,3 % aber bereits in Grenzen gehalten

Zu beachten sei in diesem Zusammenhang, dass sich die Wertentwicklung von Assets, die in einem Monat besonders beliebt waren, anschließend oft enttäuschend ausfällt, wie etwa die früheren Beispiele FAANG+BAT-Aktien nach dem 18. August, Bitcoin nach dem 17. Dezember oder der US-Dollar nach dem 17. Januar gezeigt hätten.

Warum sind die Anleiherenditen so niedrig?

Zur Begründung verweist die BofAML hier auf die betriebene Zentralbankpolitik sowie auf die immer noch sinkenden globalen Konsensschätzungen zum BIP, den Unternehmensgewinne und den Zinsen
.
Wichtiger als das sei aber vermutlich der folgende Punkt: Der aktuelle Zyklus ist kein normaler Zyklus; die Renditen sind niedriger als sie es normalerweise wären, weil die politischen Entscheidungsträger in Japan und der Eurozone aus längerfristiger Sicht völlig ohne monetäre Munition sind.

Hinzu komme, dass die politischen Entscheidungsträger in China auf mittlere Sicht ein niedrigeres und ausgewogenes Wachstum anstreben und sich zukünftige Fed-Zinssenkungen angesichts der Höhe der US-Unternehmensverschuldung als weniger potent erweisen dürften. So gesehen laute die von Staatsanleihen ausgehende Botschaft, dass wir in einer Welt leben, in der die strukturelle Deflation weiterhin das wichtigste Umfeld für die Finanzmärkte darstellt.

Trendfolger-Aktie Pfizer punktet auf Basis der Gewinnschätzungen mit einer moderaten Bewertung

Aufwärtstrends bei konservativen Aktien ist eine Anlagestrategie, die auch im aktuellen Börsenumfeld Früchte trägt. Das beweist unser Portfolio-Konzept mit dem Namen “Conservative Trend-Following”. Denn hier steht seit dem Start im Magazin am 11.01.2018 eine Performance von 11,67 % zu Buche. Das entspricht einer Outperformance gegenüber dem S&P 500 Total Return Index von 7,26 %-punkten.

Sehen lassen kann sich auch die Entwicklung von 1999 bis 2019. Denn laut Rückberechnung beträgt da die Durchschnittsrendite pro Jahr 14,43 %. Zudem fiel der maximale Kursrückgang mit 28,56 % deutlich geringer aus als beim S&P 500 Total Return Index mit 55,25 %. Ermöglicht haben dieses Ergebnis Titel, die folgenden Ausleseprozess überstanden: Aus den 1.000 höchstkapitalisierten US-Aktien werden die 500 mit der niedrigsten Performance auf 52-Wochensicht gestrichen. Bei den verbliebenen Aktien werden dann 2 Ranglisten nach Gewinnrendite und Volatilität erstellt und das Ergebnis dann in der finalen Rangliste zusammengeführt.

Intakter charttechnischer Aufwärtstrend

Bei der alle 3 Monate anstehenden Aktualisierung des 10-köpfigen Musterdepots haben die Aktien von Pfizer Inc. (ISIN: US7170811035) eine gute Chance auf eine Aufnahme. Denn der Vertreter aus dem Dow Jones Industrial Average belegt in der zugehörigen Rangliste derzeit den 9. Platz.

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Die Erholungsrally an den Weltbörsen hat der Titel zwar nicht mitgemacht, in dem an der US-Börse seit März 2009 laufenden Bullenmarkt kommt der Wert aber in der Spitze auf einen Anstieg von 11,66 USD auf 46,23 USD. Der dabei ausgebildete Aufwärtstrend ist als nach wie vor intakt einzustufen, was charttechnisch gesehen ein Pluspunkt ist.

170-jährige Tradition

Geschäftlich gesehen forscht der Pharmakonzern seit der Gründung im Jahr 1849 an neuen Arzneimitteln. Heutzutage wirken bei dieser Aufgabe mehr als 10.000 Forscher und über 97.000 Mitarbeiter mit. Das heißt, sie entwickeln und vertreiben innovative Medikamente und Impfstoffe sowie einige der weltweit bekanntesten rezeptfreien Produkte wie ThermaCare, VitaSprint und Centrum. Zu den bekanntesten Produkten zählen ansonsten das Potenzmittel Viagra und das Schmerzmittel Celebrex. Seit 2006 wurden eigenen Angaben zufolge 1,2 Mio. Menschen mit Pfizer-Medikamenten behandelt.

Zu den Schwerpunkten der Forschung gehören unter anderem Krebserkrankungen, Schmerz, Entzündungskrankheiten und Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Bei der Entwicklung von neuen Wirkstoffen und Behandlungsmöglichkeiten erschließt die Pfizer-Forschung das große Potenzial von Biotherapeutika und setzt auch auf zielgerichtete und personalisierte Behandlungen. Diese greifen gezielt in den Zellstoffwechsel ein und sind auf die biomolekulare Beschaffenheit der Zellen von bestimmten Patientengruppen ausgerichtet.

In Deutschland beschäftigt Pfizer derzeit übrigens mehr als 2.500 Mitarbeiter an drei Standorten: Berlin, Freiburg und Karlsruhe. In der Unternehmenszentrale von Pfizer Deutschland in Berlin sitzen die Bereiche Humanarzneimittel und Consumer Healthcare. Außerdem steuert Pfizer von Berlin aus die Onkologie für rund 50 Länder – von Europa über Japan und Südkorea bis nach Australien und Neuseeland. In Karlsruhe liegt das Distributionszentrum und in Freiburg werden Arzneimittel für den Weltmarkt produziert und verpackt.

Verhaltener Geschäftsausblick auf 2019

Die weiter oben erwähnte relative Kurs-Schwäche der Pfizer-Aktien lässt sich mit den jüngsten Angaben zum Geschäftsverlauf erklären. Die für das vierte Quartal 2018 ausgewiesenen Ergebnisse bewegten sich zwar im Rahmend der Erwartungen, mit dem abgegebenen Ausblick für das Geschäftsjahr 2018 war der Markt aber nicht ganz zufrieden. Denn konkret sprachen die Verantwortlichen von Spannen beim Umsatz von 52,0 bis 54,0 Mrd. USD und von einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,82 bis 2,92 USD. Das vergleicht sich mit Vorjahreswerten von 53,6 Mrd. USD und 3,00 USD.

Von Seiten der Analysten bei der DZ Bank hieß es dazu, Krebsmedikamente und Impfstoffe seien die Lichtblicke im breiten Portfolio. Auf Umsatz und Ergebnis drückten jedoch die anhaltend schwache Entwicklung vor allem im als Wachstumsgaranten eingekauften Bereich Infusionslösungen und dass beim Umsatzträger LYRICA (Umsatz 2018: 4,6 Mrd. USD) ab Mitte 2019 generische Konkurrenz ins Haus stehe. Der zu Jahresbeginn neu angetretene CEO habe damit gleich eine ganze Reihe von Baustellen zu bewältigen. Dieser könnte sich im Übrigen, wenn er die Zeit hat, auch dafür einsetzen, auf den eigenen Investor-Relations-Seiten mehr aussagekräftige Grafiken zur Beschreibung der Geschäfte zur Verfügung zu stellen, als das aktuell der Fall ist.

Plus- und Minuspunkte im Überblick

Was eine allgemeine Analyse der Plus- und Minuspunkte im Konzernverbund angeht, kommen die Analysten bei der Bayerischen Landesbank zu den folgenden Schlüssen:

Als Schwächen hat man demnach den hohen Umsatzanteil einzelner Medikamente ausgemacht, Umsatzrückgänge bei wichtigen Produkten, eine starke Abhängigkeit von regulatorischen Entscheidungen sowie Nachholbedarf bei eigener Forschung und Entwicklung. An Risiken kommen den Angaben zufolge außerdem ein zunehmender Wettbewerb durch Nachahmerprodukte hinzu, wachsender Kostendruck in den Gesundheitssystemen, Fehlschläge in der Forschung und Entwicklung, Integrations- und Restrukturierungsrisiken infolge von Zukäufen und politischer Druck in den USA auf Medikamentenpreise.

Im Gegenzug verweist man dafür an Stärken auf eine global führende Marktpositionen, auf ein wenig konjunktursensitives Geschäftsmodell, auf Kooperationen bei innovativen Therapieansätzen, auf hohe, stabile Cashflows und eine große finanzielle Schlagkraft. Chancen biete darüber hinaus ein Ausbau des Engagements in der Onkologie, ein Ausbau der Präsenz in den Wachstumsmärkten, Impulse durch Akquisitionen sowie Aktienrückkäufe.

Breiter wirtschaftlicher Schutzgraben

Was die allgemeine Aufstellung angeht, billigen die Analysten beim Finanzdienstleister Morningstar Pfizer außerdem einen breiten wirtschaftlichen Schutzgraben zu, der beim Kampf mit der Konkurrenz um Marktanteile hilft. Patente, Größenvorteile und ein leistungsfähiges Vertriebsnetz unterstützten diesen breiten Graben, wie es heißt.

So verfügten die patentgeschützten Medikamente über eine starke Preismacht, die es dem Unternehmen ermöglich, Renditen auf das investierte Kapital zu erzielen, die über die Kapitalkosten hinausgehen. Zudem geben die Patente dem Unternehmen Zeit, die nächste Generation von Medikamenten zu entwickeln, bevor es zu generischer Konkurrenz kommt. Während Pfizer über ein diversifiziertes Produktportfolio verfüge, gebe es zudem eine gewisse Produktkonzentration, wobei das größte Produkt Prevnar etwas mehr als 10 % des Gesamtumsatzes ausmache. Man erwartet jedoch keine typische generische Konkurrenz für den Impfstoff aufgrund dessen komplexer Herstellung und des relativ niedrigen Preises.

Abgesehen davon sollten neue Produkte den eventuell entstehenden Wettbewerb durch Generika bei anderen wichtigen Medikamenten abschwächen helfen. Zudem ermögliche die operative Struktur von Pfizer Kostensenkungen nach Patentverlusten, um den Margendruck durch verlorene margenstarke Arzneimittelumsätze zu verringern. Insgesamt generiere die etablierte Produktlinie von Pfizer die enormen Cashflows, die zur Finanzierung der durchschnittlichen Entwicklungskosten von 800 Mio. US-Dollar für jedes neue Medikament erforderlich seien. Außerdem mache das leistungsstarke Vertriebsnetz die Gesellschaft zu einem starken Partner für kleinere Pharmaunternehmen, denen die Ressourcen von Pfizer fehlen.

Analysten sehen Gewinne bald wieder steigen

Abgesehen von alledem dürfte bei den Pfizer-Aktien bereits ein Erreichen der derzeitigen Analystenprognosen ausreichen, um eine passable Wertentwicklung zu ermöglichen. Denn im Schnitt sieht man den Gewinn je Aktie nach der voraussichtlich kleinen Delle im kaufenden Jahr von 2019 bis 2023 von 2,88 USD auf 4,20 USD steigen. Auf letztgenannter Basis ergibt sich damit ein geschätztes KGV von rund 10.

Hinzu kommt eine für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 erwartete Ausschüttungsreihe von 1,44, 1,51, 1,58, 1,73 und 1,84 Euro je Aktie. Daraus ergeben sich recht ansehnliche Dividendenrenditen zwischen 3,45 % und 4,4 %.

Baidu: Ein riskantes Manöver?

Baidu hat ambitionierte Pläne. Das chinesische Internetunternehmen möchte sich in einigen vielversprechenden Wachstumsfeldern wie Künstliche Intelligenz breitmachen und kräftig investieren. Allerdings ist man bei diesem Vorhaben nicht allein. Die Konkurrenz ist sowohl national als auch international sehr schlagkräftig.

Der Kurs der Baidu-Aktie litt zuletzt unter dem Handelsstreit zwischen China und den USA. Die chinesische Regierung möchte insbesondere den heimischen Technologieunternehmen dazu verhelfen, sich auch auf dem Weltmarkt eine führende Position zu erkämpfen. So etwas gefällt vor allem der führenden Technologienation, den USA, nicht. Dies kann man zum Beispiel am Fall Huawei sehen. Der weltweit führende Netzwerkausrüster ist der US-Regierung ein Dorn im Auge. Die Hoffnungen auf eine Beilegung des Handelsstreits haben jedoch dazu geführt, dass sich die Baidu-Aktie in den vergangenen Wochen stabilisieren konnte. Für mehr hat es noch nicht gereicht. Zumal sich das chinesische Wirtschaftswachstum zuletzt verlangsamt hat.

Trotz dieser Verlangsamung blieb Baidu auf seinem Wachstumskurs. Schließlich ist das Unternehmen die größte Internetsuchmaschine Chinas und damit auch gleich die zweitgrößte Suchmaschine weltweit hinter Google. Zudem profitierte Baidu von steigenden Wachstumszahlen, vor allem im mobilen Bereich. Laut Unternehmensangaben vom 21. Februar 2019 wuchs die Zahl der täglichen Nutzer der Baidu-App im Schlussquartal 2018 um 24 Prozent auf 161 Millionen. Die konzernweiten Umsatzerlöse kletterten im vierten Quartal 2018 um 22 Prozent auf 27,2 Mrd. Yuan (umgerechnet 3,6 Mrd. Euro). Im Gesamtjahr 2018 lagen die Erlöse bei 102,3 Mrd. Yuan, ein Anstieg von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn kletterte in 2018 um 51 Prozent auf 27,6 Mrd. Yuan.

Rund 80 Prozent der Baidu-Umsätze werden immer noch mithilfe des Bereichs Online-Marketing erzielt. Dazu zählen die Internetsuchmaschine oder Nachrichtenseiten. Allerdings hat sich das Wachstum in diesem Bereich zuletzt abgeschwächt. Auch ein Grund, warum Baidu immer mehr Geschäftsfelder abseits der Internetsuche erobern möchte. Als besonders wachstumsstark erwies sich zuletzt der Streamingdienst iQiYi. Im vierten Quartal verbuchte dieser einen Umsatzsprung um 55 Prozent auf 7,0 Mrd. Yuan. Gleichzeitig wurden jedoch die Ausgaben für neue Inhalte, vor allem für iQiYi, nahezu verdoppelt.

Die Investitionen dürften in den kommenden Jahren sogar noch deutlicher ansteigen. Dabei hat Baidu nicht nur Inhalte für iQiYi im Visier. Neben der Künstlichen Intelligenz beschäftigt sich das Unternehmen mit vielen weiteren Zukunftsthemen wie Sprachassistenten, dem autonomen Fahren, Smart Home, intelligenten Transportmöglichkeiten oder Cloud Computing. Während die hohen Investitionen in diesen Bereichen die Gewinnsituation belasten dürften, ist es nicht abzusehen, wie gut sich Baidu im harten Wettbewerb behaupten kann. Schließlich hat man es auf dem heimischen chinesischen Technologiemarkt bereits mit Branchengrößen wie Alibaba oder Tencent zu tun, während international Konzerne wie die Google-Muttergesellschaft Alphabet, Amazon & Co in vielen Bereichen einen Vorsprung haben und es Baidu nicht leicht machen dürften.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Baidu-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN DS8LMC, Laufzeit bis zum 18.12.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 9,66. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN DS8Q1H, aktueller Hebel 13,65; Laufzeit bis zum 18.12.2019) auf fallende Kurse der Baidu-Aktie setzen.

Stand: 12.03.2019

© Deutsche Bank AG 2019
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Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

Neues Scoring-System “High-Growth-Investing-Score” nach Stefan Waldhauser: Finde die besten Wachstums-Aktien!

Liebe Anleger,

in unserer Software aktien RANKINGS steht seit dieser Woche ein neues Scoring-System zur Verfügung. Es heißt „High-Growth-Investing-Score“. Das Punktesystem zur Bewertung von Wachstumsaktien wurde von Stefan Waldhauser auf seinem Blog „high-tech-investing.de“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Stefan Waldhauser hat Wirtschaftsmathematik und Informatik studiert. Sein eigenes Software-Unternehmen konnte er 12 Jahre nach der Gründung im Jahr 2013 ins Silicon Valley verkaufen. Stefan Waldhauser möchte Anlegern mit seinem Scoring-System zur Aktienbewertung ein Hilfsmittel an die Hand geben, um erfolgreich in Technologieaktien zu investieren. Waldhauser gehört auch zum Team von „The Digital Leaders Funds“, einem Fonds, der langfristig in Unternehmen investiert, die nach Einschätzung der Experten die Gewinner des digitalen Zeitalters sein werden.

Wir von TraderFox halten immer Ausschau nach erfolgreichen Anlagestrategien, die in Form von mathematischen Regeln und Algorithmen quantifizierbar sind und die wir dann in unseren Software-Tools bereitstellen. An dem Scoring-Modell von Stefan Waldhauser gefällt uns insbesondere die exakte mathematische Definition für die Ermittlung der Punktzahl, die eine Aktie bekommt und die nachvollziehbare Sachlogik hinter den Regeln.

Die Anlagestrategie lässt sich von Anlegern mit unserem frei parametrisierbaren Aktien-Screener aktien RANKINGS gut nachbauen. Weil uns das Konzept besonders gut gefallen hat, stellen wir das Scoring-System „High-Growth-Investing-Score“ bereits vordefiniert bereit. Anleger können in unserer Software nach Aktien screenen und dabei angeben wie viele Punkte eine Aktie erreichen muss, um in der Treffermenge angezeigt zuw erden.

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Datengrundlage von aktien RANKINGS ist eine mächtige Morningstar-Datenbank. Anleger können über 15.000 amerikanische und europäische Aktien systematisch nach fundamentalen und technischen Eigenschaften durchsuchen.

Das Scoring-System „High-Growth-Investing“ bewertet jede Aktie in einer Spanne von 0 bis 16 Punkten. In aktien RANKINGS kann zu jeder Aktie die Punktzahl abberufen werden. So sieht das im Falle von Facebook aus. Die Facebooik-Aktie erreicht 15 von 16 Punkten.
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Unter den 1.000 größten US-Aktien nach dem durchschnittlichen Handelsvolumen findet unser Screener derzeit 70 Akien, die einen High-Growth-Investing-Score von mindestens 12 Punkten haben. Nur noch 30 Aktien haben einen Score von über 13 Punkten. Die Treffermenge kann in Form von Tabellen und Profilboxen visualisiert werden. Hier ist ein Ausschnitt:

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Und so sieht die Visualisierung über Profilboxen aus. Mit den Profiboxen lässt sich das Wachstumsprofil einzelner Aktien mit einem Blick erkennen.

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Wie funktioniert das Scoring-System „High-Growth-Investing“?

Am 26. Februar 2019 stellte Stefan Waldhauser im Blog high-tech-investing.de seine Anlagestrategie High-Growth-Investing vor. Mit Hilfe der Strategien sollen aussichtsreiche Wachstumsaktien identifiziert werden.

Im ersten Schritt werden 6 Aktien-Eigenschaften überprüft und es können für jede Aktie insgesamt bis zu 16 Punkte vergeben werden.

Kriterium 1: Enterprise Value / Sales -Verhältnis (EV/Sales)
Mit diesem Kriterium wird überprüft, ob die Bewertung einer Technologieaktie akzeptabel ist.  Eine Aktie erhält 3 Punkte wenn die Kennzahl kleiner gleich 8 ist. Eine Aktie erhält 2 Punkte, wenn die Kennzahlen größer 8 und kleiner gleich 10 ist. Eine Aktie erhält nur 1 Punkt, wenn die Kennzahl größer als 10 und kleiner gleich 12 ist.

Kriterium 2: Gross-Margin TTM
Mit dieser Kennzahl wird überprüft welcher Anteil des Umsatzes nach Abzug der direkten Herstellungskosten beim Unternehmen verbleibt. Je höher desto besser. Eine Aktie erhält 3 Punkte, wenn die Gross-Margin TTM größer gleich 75 % ist. Eine Aktie erhält 2 Punkte, wenn die Gross-Margin TTM kleiner als 75 % und größer gleich 65 % ist. Eine Aktie erhält nur 1 Punkt, wenn die Gross-Margin TTM kleiner als 65% und größer gleich 50 % ist.

Kriterium 3: Rule of 40 TTM
Mit dieser Kennzahl soll die Güte des Geschäftsmodell abgeschätzt werden. Wachstum sollte effizient vonstatten gehen. Es sollte eine gesunde Balance zwischen Wachstum und Profitabilität geben. Effizienz ist hierbei als Wachstumsrate plus Freier-Cashflow-Marge definiert. Bei Firmen, die schnell wachsen, zum Beispiel mit 100 %, wäre auch noch eine negative Cashflow-Rate von 60 % akzeptabel. Eine Aktie erhält 3 Punkte, wenn die Rule of 40 TTM größer gleich 60 % ist. Eine Aktie erhält 2 Punkte wenn die Rule of 40 TTM kleiner 60 % und größer gleich 50 % ist. Eine Aktie erhält nur 1 Punkt, wenn die Rule of 40 TTM kleiner 50 % und größer gleich 40 % ist.

Kriterium 4: Umsatzwachstum TTM
Gesucht werden Firmen mit hohem Umsatzwachstum. Je höher das Umsatzwachstum, desto besser. Eine Aktie erhält 3 Punkte, wenn das Umsatzwachstum TTM größer gleich 40 % ausfällt. Eine Aktie erhält 2 Punkte, wenn das Umsatzwachstum TTM kleiner als 40 % und größer gleich 30 % ist. Eine Aktie erhält, nur einen Punkt, wenn das Umsatzwachstum TTM kleiner als 30 % und größer gleich 20 % ist.
Kriterium 5: Verschuldungsgrad (Debt/Equity Ratio)
Je niedriger die Verschuldung eines Unternehmens ist, desto besser. Eine Aktie erhält 3 Punkte, wenn der Verschuldungsgrad kleiner gleich 0,5 ist. Eine Aktie erhält 2 Punkte, wenn der Verschuldungsgrad größer als 0,5 und kleiner gleich 1 ist. Eine Aktie nur 1 Punk, wenn der Verschuldungsgrad > 1 und kleiner gleich 1,5 ist.

Kriterium 6: PEG-Ratio TTM
Eine Aktie erhält 1 Punkte, wenn das PEG-Ratio TTM größer 0 und kleiner 1 ist.

Im zweiten Schritt werden nun all diejenigen Aktien betrachtet, die einen High-Growth-Investing-Score von über 12 Punkten haben. Zusätzlich müssen die Aktien nun folgende Bedingungen erfüllen:
–    Die Wachstumsrate der letzten 3 Jahre beträgt jeweils über 10 %
–    Der Umsatz der letzten 12 Monate beträgt über 100 Mio. €
–    Die Marktkapitalisierung liegt bei über 300 Mio. €

In einem dritten Schritt können nun besonders vielversprechende Aktien aus der Treffermenge gekauft werden!

Event-Hinweis: Die sachlogische Bedeutung dieser Regeln erläutere ich nächste Woche im Webinar

Mi, 20.03.2019 um 18:00 Uhr
Intensiv-Kurs aktien RANKINGS mit den 5 wichtigsten Aktien-Screenings!
Direkte Anmeldung bei GotoWebinar
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Am Donnerstag werde ich hier in den Artikel die Videoaufzeichnung einstellen.

Tipp: Die Software aktien RANKINGS inklusive dem „TraderFox Morningstar-Datenpaket“ gibt es noch bis zum 31.03.2019 für Privatanleger für 12,90 € pro Monat. Das entspricht einem Rabatt in Höhe von 87 % auf dem Preis, den Institutionelle bezahlen müssen. Warum so günsig? Wir von TraderFox wollen mit unserer Software einen hohen Marktanteil erreichen.

DAX Analyse zum 18. März 2019: Kursziel erreicht – folgt die lokale Topbildung?

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

grundsätzlich halte ich auf Sicht von mehreren Wochen und Monaten an meinem Szenario der Aufwärtsbewegung fest. Allerdings erwarte ich vorerst eine lokale Topbildung mit einer anschließenden Verschnaufpause, ehe die derzeit laufende Erholungsbewegung fortgesetzt wird.

In der vergangenen Handelswoche beschäftigte vor allem die Abstimmungen im britischen Parlament zum Brexit den Kursverlauf des DAX. Zunächst wurde eine Abstimmung über das von Theresa May ausgehandelte Brexit-Abkommen durchgeführt, welches mit einer deutlichen Mehrheit abgelehnt wurde. Ebenfalls entschied sich das britische Parlament am Folgetag gegen einen ungeregelten Brexit sowie ein erneutes Referendum über den eigentlichen EU-Austritt. Die Briten wollen den Austritt aus der Europäischen Union verschieben. Diesem muss die EU lediglich noch zustimmen. Bisher steht der Brexit für den 29. März fest. Am Freitag fand dann wie bereits angesprochen eine erhöhte Volatilität aufgrund des ersten Hexensabbats in diesem Jahr statt. Bei diesem sind Terminkontrakte wie Futures und Optionen verfallen. Hierbei legte der DAX bis zum Tagesschlusskurs um rund 0,8 Prozent zu. Als weiterer Kurstreiber entpuppte sich die Nachricht aus China, dass hier am 1. April die Mehrwertsteuer gesenkt werden soll. Weiterhin keimen weiterhin die Hoffnungen auf ein baldiges Ende im Handelsstreit zwischen den USA und China. Trump gab zuletzt bekannt, dass weitere Annäherungen erzielt werden konnten, es jedoch weitere Zeit benötigen wird. Ansonsten drohe ein No-Deal. Weitere Gespräche sollen mit dem chinesischen Staatsoberhaupt Xi Jinping persönlich geführt werden.

Am heutigen Handelstag steht vor allem um 11:00 Uhr die Veröffentlichung der ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland für März auf der Agenda. Erwartet wird hierbei ein Wert von -11. Solange dieser unter 0 liegt, weist dies auf Pessimismus unter den institutionellen Anlegern für die deutsche Wirtschaft hin.

Wichtige Kursmarken

Unterstützungen: 11.514 Punkte & 11.052 Punkte

Widerstände: 11.691 bis 11.746 Punkte & 12.106 Punkte

Charttechnische Betrachtung – Tagesansicht

Der DAX legte innerhalb weniger Handelsmonate eine Kurserholung von insgesamt rund 1.500 Punkten aufs Parkett. Hierbei fand noch keinerlei nachhaltige/mehrwöchige Korrektur an. Prinzipiell ging es innerhalb dieser Erholungsbewegung nahezu ausschließlich steil nach oben. Dabei durchbrach der DAX sogar den mittelfristigen Abwärtstrend vom letzten lokalen Hoch bei ca. 13.171 Punkten. Aktuell notiert der Index am 50er Fibonacci-Retracement diese kompletten Abwärtsbewegung. Dieses verbindet sich mit dem GD200 (daily, aktuell bei ca. 11.766 Punkten) sowie dem letzten lokalen Hoch von Anfang November 2018. Somit erstreckt sich mein erster Widerstandsbereich von 11.691 bis 11.746 Punkte. Ich erwarte, dass der DAX in dieser Zone ein lokales Top bildet und anschließend eine mehrwöchige Korrektur anstrebt, ehe die ursprüngliche Erholungsbewegung fortgesetzt wird.

Im Zuge dieser potenziellen Korrekturbewegung erwarte ich ein Unterbieten des ersten Unterstützungsbereichs. Dieser notiert derzeit beim GD20 (daily, aktuell bei ca. 11.514 Punkten). Insgesamt gehe ich von einem Erreichen der Unterstützung von 11.052 Punkten aus. Hier befindet sich unter anderem das letzte lokale Tief von Ende Oktober. Sollte der DAX entgegen meiner Erwartungen den ersten Widerstandsbereich nachhhaltig überwinden, ist mit einem Ansteuern von 12.106 Punkten zu rechnen. Hier befindet sich das nächste entscheidende Fibonacci-Retracement der breits angesprochenen Abwärtsbewegung.

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Ewiges Aktien-Börsenspiel von TraderFox: Spring über deinen Schatten – Interview mit Dreamer

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Was ist der Sinn und Zweck von Börsenspielen? Anleger dazu zu sensibilisieren, dass es weit bessere Anlagemöglichkeiten gibt als das Sparbuch. Untersuchungen zeigen es immer wieder, dass die Aktie als Anlageform langfristig Anleihen, Tagesgeld und das berühmte Sparbuch um Längen abhängt. Doch viele Anleger scheuen den Schritt, ein Depot zu eröffnen und ihre Vermögensverwaltung in die eigene Hand zu nehmen. Das ewige Aktien-Börsenspiel ist bestens dazu geeignet, sich mit der Börse vertraut zu machen. Es werden nur Aktien gehandelt und keine Hebelprodukte, wie in vielen anderen Börsenspielen, wo der Gewinner meist nur der glücklichste Zocker ist, aber nicht der langfristig erfolgreiche Stratege.

Selbst an der Börse aktiv zu werden, ist ein bisschen so wie aus dem Schatten treten – oder über seinen eigenen Schatten springen. Man muss sich einfach nur informieren und die Sache mit einem Plan angehen. Wie schön, wenn man diesen Plan dann auch noch in einer realistischen Simulation wie dem ewigen Aktien-Börsenspiel auf Herz und Nieren testen kann. Für unseren Mitspieler Dreamer ist das ewige Aktien-Börsenspiel zu genau dieser Spielwiese geworden – und das durchaus mit Erfolg. Dreamer liegt aktuell auf Rang 24 im Börsenspiel und sein Depot komfortabel mit 25,8 % im Plus. Das Depot ist eine schöne Mischung aus „grundsolide“ (Berkshire Hathaway, Coca-Cola, Münchener Rück) und „spekulativ“ (Take-Two Interactive, Netflix) – und damit genau so, wie Dreamer es in unserem Interview auch beschreibt.

depotvondreamer-am-15mrz19Depot von Dreamer am 15. März 2019

TraderFox: Seit wann bist du an der Börse aktiv/Wie bist du zur Börse gekommen?

Dreamer: Ich verfolge das Börsengeschehen seit längerem. Schon als Kind habe ich gerne die Tabellen eingesehen in den Zeitungen. Aktiv an der Börse bin ich jedoch erst seit ca. 5 Jahren. Der erste Versuch war vor ca. 6 oder 7 Jahren. Dann bin ich aber wieder weggekommen. Nun bin ich aber seit 1 oder 2 Jahren wieder deutlich aktiver.

Kannst du uns kurz erklären, welche Strategie/n du verfolgst?

Ich bin ein ziemlicher „Buy-and-Hold-Anleger“. Im Börsenspiel versuche ich ab und an einen Zock. Im Realen handle ich ab und an einen ETF oder einen Einzelwert. Bin mich noch am Informieren über das Weltportfolio.

Hast du eine tägliche Routine? Wie sieht diese aus?

Ich versuche nicht täglich ins Depot zu schauen – erwische mich aber doch ab und an dabei. Ich schaue mir gerne die Berichterstattungen von börse.de an oder bei CNBC vorbei. Außerdem folge ich diversen YouTubern, z. B. Aktien mit Kopf und natürlich aktien-mag.de.

Setzt du dein Vorgehen auch in der Realität um?

Momentan nicht. Ich bin derzeit dabei, Kapital aufzubauen für die Zukunft.

Kannst du dich mit Familie, Freunden oder Bekannten über Aktien unterhalten?

Ja, in der Familie in der Tat – mit Freunden und Bekannte eher weniger. Dann eher in diversen Gruppen bei Facebook. Dort bin ich aber eher stiller Mitleser.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg im weiteren Verlauf des ewigen Aktien-Börsenspiels!

 

Mach selbst mit:

Das nächste Quartal hat gerade erst begonnen, die Karten werden nun wieder neu gemischt und somit erhalten auch neue Spieler im  ewigen Aktien-Börsenspiel oder Spieler, die in den letzten drei Monaten Rückschläge einstecken mussten, eine frische Chance auf einen Quartalsgewinn.

 TIPP:
Zeige dein Talent für erfolgreichen Aktienhandel. In unserer ewigen Aktien-Rangliste werden deine langfristigen Leistungen dokumentiert. In den Quartals- und Jahresrankings kannst du tolle Preise gewinnen.

>Das ewige Aktien-Börsenspiel ist ein absolut realistisches Börsenspiel!


Bildherkunft: Photo by Steve Halama on Unsplash