Die Strategie der Qualitätsaktie der Woche dürfte zukunftsweisend sein

Vor allem die enormen Zuwachsraten auf den asiatischen Automärkten haben BMW in den letzten Jahren eine eindrucksvolle Geschäftsentwicklung beschert. Immerhin legten dabei die Erlöse des Konzerns im Schnitt um 5,5% zu. Das Qualitätsunternehmen überzeugt aber auch mit ausgesprochen starken Kennzahlen. Nach dem jüngsten Kursrückgang wird die Aktie allerdings nur noch mit einem KGV von 6 gehandelt. Für Kapitalanleger ergibt sich dazu eine ausgesprochen saftige Dividendenrendite von 5,3%.

Die Münchner BMW Group ist der weltweit einzige Hersteller von Automobilen und Motorrädern, der sich mit allen Marken ausschließlich auf das Premium-Segment konzentriert. Hierbei entwickelt, produziert und vermarktet das Unternehmen seine Produkte unter den Marken BMW, Rolls-Royce Motor Cars und MINI. Zusätzlich bietet BMW im Zusammenhang mit seinen Produkten umfassende Dienstleistungen an. Diese reichen von Finanzierungen über Leasing bis hin zum Flottengeschäft für Privat- und Geschäftskunden. Aktuell verfolgt der Autokonzern mit seiner Strategie NUMBER ONE > NEXT das Ziel, die Transformation der individuellen Mobilität aktiv zu gestalten und nachhaltig zu prägen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist der zügige Ausbau der Elektromobilität. Bis zum Jahr 2025 will BMW dabei insgesamt 25 voll- oder teilelektrische Modelle auf den Markt bringen.

Konzern will Kongo als verlässlichen Kobalt-Lieferanten gewinnen
Das Zeitalter der Elektromobilität kommt immer näher und sorgt gerade in der Autoindustrie für einen unaufhaltsamen Wandel. Dafür will sich BMW das zentralafrikanische Land Kongo als langfristig zuverlässige Bezugsquelle für Kobalt, das als Rohstoff für den Bau von Elektroauto-Batterien benötigt wird, erschließen. Zusammen mit BASF und dem Batteriehersteller Samsung SDI plant der Autobauer den Abbau von Kobalt unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen zu testen. Wie BMW dazu kürzlich mitteilte, soll die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) für die Konzerne 3 Jahre lang erproben, wie sich Arbeits- und Lebensbedingungen im Kleinstbergbau dort verbessern lassen. Die Einhaltung von Menschenrechten, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards sei dabei die größte Herausforderung. Für BMW kam der Kongo aufgrund von Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit als Lieferant bisher nicht infrage. Da in der Demokratischen Republik jedoch 60% der weltweiten Kobalt-Reserven liegen, sucht der Konzern nun nach Wegen, die Lage in dem Land zu verbessern. Wenn wir jemals dort Kobalt kaufen wollen, ist das nur möglich, wenn die Bedingungen anders sind als heute, sagte ein BMW-Sprecher. Wenn das Projekt erfolgreich ist, könne es auf weitere Minen übertragen werden.

Derzeit wird der Abbau im Kongo zu 80 bis 85% von ausländischen Konzernen beherrscht. Rund um die Anlagen graben jedoch Familien oder kleine Kooperationen unter oft lebensgefährlichen Bedingungen in kleineren Minen. Letztlich ist Kobalt neben Lithium für die Produktion von Batterien für die Auto- und Elektronikindustrie ein Schlüsselelement. BMW will Kobalt grundsätzlich aber selbst einkaufen, um die Lieferkette besser kontrollieren zu können. Zudem soll der Rohstoff von 2020 an den Batteriezell-Lieferanten CATL und Samsung bereitgestellt werden. Bisher beziehen die Münchner ihren Kobaltbedarf meist aus Nordafrika, Südamerika und Australien.

Dividende liegt wieder über 5%

Vor allem die enormen Zuwachsraten auf den asiatischen Automärkten haben BMW in den letzten Jahren eine eindrucksvolle Geschäftsentwicklung beschert. Immerhin hat sich seit 2012 der Gewinn von 5,1 Mrd. auf 8,6 Mrd. Euro im letzten Geschäftsjahr um fast 70% erhöht. Gleichzeitig legten die Erlöse des Konzerns im Schnitt um 5,5% zu. Das Qualitätsunternehmen überzeugt dabei aber auch mit ausgesprochen starken Kennzahlen. Neben der Eigenkapitalrendite im operativen Geschäft von 16% ist die zuletzt erzielte EBIT-Marge von 10% mehr als zufriedenstellend. Nach dem jüngsten Kursrückgang wird die BMW-Aktie nur noch mit einem KGV von 6 gehandelt, das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist mit 0,5 ebenfalls ungewöhnlich günstig. Für Kapitalanleger ergibt sich angesichts der für 2017 vom Management auf 4,00 Euro angehobenen Dividende eine ausgesprochen saftige Rendite von 5,3%.

Die BMW-Aktie befindet sich im Qualitäts-Auswahlindex QIX Deutschland. Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt. Die im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch hohe Gewinnspannen und Kapitalrenditen sowie stabile Wachstumsraten und solide Bilanzen aus. Auch Value-Kriterien wie Dividendenrendite, niedrige Kurs-Gewinn- und Kurs-Umsatz-Verhältnisse werden mit einbezogen.

Wenn Sie den QIX nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Deutschland von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Deutschland. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Fresenius – Ausgebombter Gesundheitskonzern mit bis zu 85 % Kurspotenzial

In dieser Korrektur sind so einige Werte extrem unter Druck geraten. Bei einigen sind die Kursverläufe nicht zu erklären – Sippenhaft in einem Bärenmarkt kann man dann als Erklärung bemühen. Bei anderen sind zur derzeitigen miesen Stimmung an den Märkten dann auch noch schlechte Geschäftszahlen als Faktor für den Abverkauf hinzugekommen. Meist wirken diese News dann als Beschleuniger der Talfahrt.

So ist es beim Gesundheitskonzern Fresenius gewesen. Der einstige Liebling der Anleger kam gehörig unter Druck, nachdem die Konzernspitze kürzlich die Mittelfristziele aufgrund einer schwächer als erwarteten Geschäftsentwicklung und wegen hoher Investitionen im nächsten Geschäftsjahr gekappt hatte. Das war unerwartet. Bislang hatte man Fresenius in einem starken Wachstumsmarkt verbucht, der durch die alternde Weltbevölkerung und den steigenden Wohlstand und die damit verbundene Verbreitung chronischer Krankheiten reichlich Nahrung für die nächsten Jahrzehnte hat.

Womöglich hatte im Fall Fresenius der Abverkauf aber auch mit der Unsicherheit in Bezug auf die abgeblasene Übernahme des Wettbewerbers Akorn zu tun. Richtig wohl war Aktionären nicht bei dem Deal und zunächst war die Reaktion auf die Absage positiv. Dann begann die juristische Hängepartie, bis nun endlich ein Gericht in Delaware ein Urteil sprach und der DAX-Konzern den US-Generikahersteller definitiv nicht übernehmen muss. Denn der Richterspruch sei laut Der Aktionär eine Bestätigung einer ersten diesbezüglichen Entscheidung von Anfang Oktober und nun sei keine Berufung mehr möglich. Damit könne nun ein Schlussstrich unter den Streit wegen angeblich fehlerhafter Medikamententests bei Akron und den damit gescheiterten Übernahme-Deal gezogen werden. Nach dem Ausverkauf der Aktie bestehe daher nun eine Chance auf eine Erholung. Der Aktionär rät mit einem Kursziel von 57 Euro zum Einstieg (36 % Potenzial).

Nachdem Fresenius den Markt mit der Gewinnwarnung geschockt und die mittelfristigen Gewinnziele der Jahre 2018 bis 2020 gesenkt hatte, revidierte eine ganze Reihe von Analysten ihre Kursziele. Dennoch sehen weiterhin einige Institutionen hohes Potenzial für die Aktie des Gesundheitskonzerns. Warburg Research senkte beim Kursziel zwar den Daumen. Doch das von 77 auf 65 Euro gekürzte Ziel sieht immer noch ein Kurspotenzial von 58 % vor.

Auch die Privatbank Berenberg senkte das Kursziel für Fresenius von 81,85 auf 70,95 Euro, bestätigte aber das „Buy“ für den Titel (72 % Potenzial). Laut Analyst Tom Jones dürfte nach dem jüngsten Kurssturz die Sorge der meisten Marktbeobachter um die künftige Entwicklung des Medizinkonzerns mehr als eingepreist sein. Jones rät Anleger nun zu Geduld. Im Falle von Fresenius sei es keine Frage des „ob“, sondern des „wann“. Das Krankenhausgeschäft dürfe früher oder später zum nachhaltigen operativen Wachstum zurückfinden.

Das höchste Kursziel für die Aktie von Fresenius kommt derzeit vom US-Analysehaus Bernstein Research mit 76,50 Euro (85 % Potenzial). Der neue Ausblick des Gesundheitskonzerns hatte nichts an Kursziel noch Rating mit „Outperform“ geändert.

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Hinweis: Im  “aktien” Magazin” informieren wir unsere Leser Woche für Woche über die wichtigsten Kaufempfehlungen renommierter Analystenhäuser und Banken sowie aus Printmedien und Börsenbriefen. Unsere Leser lieben dabei unser Ranking der Top-Kursziele. Sie sehen sofort welche Aktien laut Analysten das derzeit höchste Kurspotenzial haben!


Bildherkunft: Fresenius

Trotz der aktuellen Tristesse: Warum der DAX bis 2028 auf 27.000 Punkte steigen kann.

An den Weltbörsen sieht es derzeit mau aus. Das lässt sich nicht leugnen und aktuell Optimismus zu verbreiten, hört sich irgendwie an wie das Pfeifen im Walde. Trotzdem fragen sich viele Anleger natürlich zum Jahresausklang, wo der DAX vermeintlich Ende 2019 stehen wird.

Relativ wenig von Prognosen dieser Art hält Peter E. Huber vom Asset Manager StarCapital AG. Denn hauseigene langfristige Auswertungen hätten eindeutig gezeigt, dass solche Prognosen absolut nichts taugen. Die berühmten Affen mit ihren Dartpfeilen hätten nachweislich eine größere Treffsicherheit als die selbsternannten Börsenauguren. Es mache deshalb wenig Sinn und sei für den Anleger sogar schädlich, wenn er sich daran orientiere.

Dies wiederum liege daran, dass die Märkte auf kurze bis mittlere Sicht sehr effizient seien. Alle bekannten Informationen seien genauso in den aktuellen Kursen bereits enthalten wie die Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der weiteren Entwicklung. Im Klartext, so Huber: Die Entwicklung an den Börsen wird von Faktoren bestimmt, die erst in der Zukunft eintreten. Leider kenne er aber niemanden, der eine Glaskugel besitze und deshalb entsprechend zuverlässige Prognosen abgeben könne.

Die Alternative zu einer prognosebasierten sei eine bewertungsorientierte Anlagestrategie. Dabei kauft man Aktien dann, wenn sie im historischen Vergleich unterbewertet sind und hofft, dass sie sich über kurz oder lang immer mal wieder ihrem Mittelwert annähern. Auf neudeutsch nenne man das „mean reversion“, erklärt Huber. Kostolany habe das einmal mit dem Spaziergänger verglichen, der mit seinem Hund unterwegs ist. Der Hund symbolisiere die Börse. Er springe einmal vorneweg und sei manchmal weit hinten, kehre aber immer mal wieder zu seinem Herrn zurück, der den fairen Wert verkörpere.

Voraussetzung sei natürlich, dass es solche objektiven Bewertungsfaktoren gibt, die langfristig stark mit der Börsenentwicklung korrelieren. Und tatsächlich gebe es solche Einflussfaktoren. So wiesen langfristig sowohl die Entwicklung der ertragsorientierten Unternehmensgewinne als auch der substanzorientierten Buchwerte eine enge Korrelation zur Börsenentwicklung auf.

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Quellen: Robert J. Shiller, Yale University, Thomas Reuters Datastream sowie Berechnungen von StarCapital per 30.11.2018

Da die Unternehmensgewinne seit Erfassung der Daten um einen Wachstumspfad von 4,1 % nominal jährlich schwankten, lasse sich die künftige langfristige Gewinnentwicklung gut schätzen – auch wenn die jährlichen Schwankungen um den durchschnittlichen Gewinnanstieg konjunkturbedingt beachtlich seien. Die Schätzungen seien vergleichbar zuverlässig wie das Wachstum der Weltbevölkerung und die Veränderung der Lebenserwartungen, bei denen es auch nicht so leicht zu Trendänderungen komme.

Die von den hauseigenen Kapitalmarktforschung unter Leitung von Norbert Keimling entwickelten Zielbandbreiten in der Börsenentwicklung seien auf Sicht von 12 bis 15 Jahre somit recht zuverlässig. Daraus ließen sich allerdings leider keine kurz- und mittelfristigen Börsenprognosen ableiten, das heißt hoch bewertete Börsen können weiter steigen, niedrig bewertete Märkte durchaus weiter fallen.

Trotzdem seien die Projektionen sehr wertvoll und eine große Hilfe. StarCapital habe für den DAX bereits 2013 einen Korridor mit einem Kurspotential für deutsche Aktien bis 2028 bestimmt und auch regelmäßig veröffentlicht. In den vergangenen 5 Jahren habe der DAX zuverlässig innerhalb dieses Korridors um den rot markierten Mittelwert geschwankt. Man könne also trotz der nur langfristig gültigen Systematik auch für den kurz- und mittelfristigen Kursverlauf gewisse Aussagen ableiten: Danach sehe es für 2019 wie folgt aus:

1. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % werde sich der DAX in einem Korridor von 11.000 und 14.000 Punkten bewegen.

2. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 % werde sich der DAX in einem Korridor von 10.000 und 16.000 Punkten bewegen.

3. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % werde der DAX nicht unter 10.000 Punkte fallen.

4. Das mittlere Kurspotenzial per Ende 2019 (rot markiert) liege bei 13.000 Punkten.

5. Das langfristige Kurspotential per Ende 2028 liege, wie bereits 2013 definiert, bei einem Mittelwert von 27.000 Punkten.

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Wie oben erwähnt, beruhten die Berechnungen auf dem langfristig geglätteten Gewinntrend (Shiller-KGV) und der Entwicklung der Buchwerte. Schon aufgrund dieser sehr einfachen Bewertungsmodelle ergebe sich also ein extrem günstiges Chance/Risiko-Verhältnis für die Aktienmärkte. Diese Modelle könne man noch verfeinern. Nach wissenschaftlicher Definition errechne sich der Fair-Value von Aktien und Aktienmärkten als Barwert der künftigen Unternehmensgewinne. Neben den Unternehmensgewinnen, deren Anstieg langfristig sehr konstant und damit gut zu schätzen sei, spiele somit auch der Abzinsungsfaktor eine wichtige Rolle. Hier werde normalerweise der langfristige Zins in Form der Renditen zehnjähriger Bundesanleihen genommen.

In der Vergangenheit habe dieser Zinssatz um die 6 % geschwankt und werde deshalb als konstant angenommen. Nach dem FED-Modell berechne sich der Fair-Value eines Marktes, indem man 100 durch den 10-Jahres-Zins dividiere. Und tatsächlich: 100 : 6 = 16,7. Dies entspreche dem durchschnittlichen Shiller-KGV seit dem 2. Weltkrieg und könne deshalb durchaus als „Mittelwert“ angenommen werden.

In den vergangenen 30 Jahren habe allerdings parallel zu dem Anstieg der weltweiten Verschuldung ein beispielloser Zinsverfall eingesetzt. 10-jährige Bundesanleihen rentierten gerade noch mit 0,3 %. Ein Anstieg auf das frühere Normalniveau würde die Schuldentragfähigkeit aller großen Industrienationen komplett übersteigen. StarCapital geht deshalb davon aus, dass die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen künftig eher um 3 % als um 6 % schwanken werde – was schon einen phänomenalen Anstieg voraussetze. Der Fair-Value der Aktienmärkte würde sich unter dieser Voraussetzung verdoppeln.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der DAX den hausintern berechneten Bewertungskorridor nach oben verlasse sei somit viel größer als ein Ausbruch nach unten. Bei StarCapital nutze man deshalb ein mögliches Andauern der aktuellen Schwächephase konsequent zum weiteren Ausbau der Aktienpositionen. Denn nur wer gegen den Strom schwimme, komme zur Quelle. Nur tote Fische würden mit dem Strom schwimmen.

Neo Darvas-Aktie HMS Holdings hat seit Ende 2000 um 11.983 % zugelegt

Das Musterdepot unseres regelbasierten Anlagekonzepts Neo Darvas ist derzeit leergefegt. Das hat das Regelwerk bewirkt, das folgende Verkaufskriterien umfasst. Ein Rutsch bei der Gewichtung eines Einzeltitels auf unter 3 %, eine geringere Performance als 100 % seit dem Jahrestief, ein schlechterer Rangliste als 90 und kein neues Hoch in den vergangenen 40 Handelstagen.

Außerdem gibt es einen generellen Kaufstopp, wenn der S&P 500 Index unter seiner 200-Tages-Durchschnittlslinie notiert, so wie das beim letzten turnusmäßigen Umschichtungstermin der Fall gewesen ist. Auch dank dieser Vorsichtsmaßnahmen hat es das Neo Darvas-Depotkonzept laut Rückberechnung von 1999 bis 2018 zu einem Plus von 20,72 % p.a. gebracht. Das heißt, es kann richtig lohnend sein, auf Aktien von Unternehmen zu setzen, deren Kurse bereits seit einiger Zeit so richtig unter Dampf stehen. Denn genau das tun wir letztlich bei den regelbasierten Neo-Darvas-Depotkonzepten.

Starke Kursentwicklung in diesem Jahr

Gäbe es keinen Kaufstopp, wären die Aktien der HMS Holdings Corp. (ISIN: US40425J1016) zuletzt eindeutig ein Kandidat für eine Aufnahme in das zugehörige Musterdepot gewesen. In der entsprechenden Rangliste belegt der Titel jedenfalls Platz 4. Zu verdanken ist das einem am 08. November markierten Rekordhoch von 37,38 USD sowie einem gegenüber dem Jahrestief von 15,06 USD verbuchten Anstieg von in der Spitze 148,2 %.

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Nimmt man den Stand vom 06. August 2015 von 8,24 USD als Basis für eine Performance-Berechnung, dann ergibt sich auch beim aktuellen Niveau von 35,04 USD ein sattes Plus von gut 325 %. Kaum zu toppen ist natürlich der Wertzuwachs, der seit Dezember 2000 zu Buche steht. Denn verglichen mit dem damals gültigen Rekordtief von 0,29 USD errechnet sich ein sagenhaftes Plus von 11.983 %. Am insgesamt guten Chartbild stört damit aktuell eigentlich nur, dass es bisher noch nicht gelungen ist, das frühere Rekordhoch von 36,71 USD vom August 2012 nachhaltig zu überwinden.

Weil die Gesellschaft hierzulande nicht überall bekannt sein dürfte, zunächst einige Erläuterungen dazu, was das Unternehmen macht. Ganz allgemein ist HMS Holdings mit seinen 2.300 Mitarbeiter in mehr als 20 Niederlassungen als ein Anbieter von Abrechnungsdienstleistungen und anderen Services rund um den Gesundheitssektor einzustufen. Eigenen Angaben zufolge bietet man die breiteste Palette an Kostendämpfungslösungen im Gesundheitswesen an. Das damit verbundene Ziel lautet, den Kostenträgern zu helfen, die Leistungen zu verbessern. HMS liefert dabei die Koordination von Leistungen, Zahlungsintegrität und Datenlösungen für Krankenkassen, staatlichen Behörden, Bundesprogrammen und Arbeitgebern.

Langfristiger Wachstumskurs

Mit innovativer Technologie durch leistungsstarke Datendienste und Analysen arbeitet man bisher ausschließlich in den USA daran, unzulässige Zahlungen im Zusammenhang mit Betrug, Verschwendung und Missbrauch zu verhindern. Außerdem macht man unzulässig bezahlte Forderungen rückgängig und fördert Präventivmedizin. Es geht also darum, unnötige medizinische Leistungen zu reduzieren, Ineffizienzen bei der Erbringung von Dienstleistungen zu beseitigen, Verwaltungskosten zu senken, die Verbraucher enger einzubinden und Mitglieder im Gesundheitssystem in Risikoklassen einzugliedern. Als Ergebnis der offerierten Dienstleistungen erhalten die Kunden jedes Jahr Milliarden von USD zurück und sparen durch die Vermeidung von Fehlzahlungen weitere Milliarden.

Von 2008 bis zum Vorjahr ist es dem Unternehmen gelungen, den Umsatz von 184,50 Mio. USD auf 521,21 Mio. USD nach oben zu schrauben. In diesem Jahr dürften 595-600 Mio. USD herausspringen, wobei der Vorstand diese Zielvorgabe jüngst nach der Vorlage der Drittquartalsergebnisse von 575-585 Mio. USD angehoben hat. Der Analystenkonsens rechnet derzeit mit 598,33 Mio. USD, wobei man im Schnitt bis 2022 weitere satte Zuwächse auf 984,00 Mio. USD unterstellt. HMS beziffert die jährlichen Zahlungsfehler, Verschwendung und Ineffizienzen auf insgesamt schätzungsweise 1 Bio. USD. Das ist eine Summe, die enorme Wachstumschancen birgt. HMS arbeitet jedenfalls daran, die steigende Kostenkurve im US-Gesundheitswesen etwas abzuflachen. Wohin die Reise geht zeigt die nachfolgende Grafik mit den nationalen Gesundheitsausgaben.

Entwicklung und Prognose der nationalen Gesundheitsausgaben 1970-2026 (Bio. USD)

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Quelle: HMS Holdings

Vorstand sieht sich gut aufgestellt

Hinzu kommen ein günstiges makroökonomisches Umfeld, eine alternde Bevölkerung mit kostenintensiven, chronischen Erkrankungen sowie das Wachstum der staatlichen Gesundheitsprogramme. So dürfte Medicare von 2018 bis 2026 voraussichtlich um 24,2 % bei den Einschreibungen und um 82,5 % bei den Ausgaben wachsen. Bei Medicaid rechnet man gleichzeitig mit einem Anstieg der Einschreibungen von 10,3% und bei den Ausgaben von 59,8 %. Laut HMS dürfte mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung von arbeitgeberfinanzierten Gesundheitsplänen abgedeckt bleiben. Die Kostenträger konzentrierten sich außerdem zunehmend auf die Verbesserung der klinischen Ergebnisse und die Verbesserung der Verbrauchererfahrung bei gleichzeitiger Kostensenkung.

Das Tagesgeschäft von HMS besteht unter anderem darin, die Leistungen zu koordinieren. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe kann man auf einen einzigartigen Datenpulk bauen sowie auf ausgefeilte Matching-Algorithmen. Aus Sicht der Verantwortlichen handelt es sich dabei um entscheidende Wettbewerbsvorteile beim Kampf mit der Konkurrenz um Marktanteile. Für Kunden seien die angebotenen Dienstleistungen attraktiv, weil sich das Ergebnis der Investition lohne, wobei dazu auch ein erfolgsbasiertes Honorar beitrage. Zusammen mit stetigen Innovationen verhalf das in den vergangenen Jahren zu stetigen Renditeverbesserungen, soliden Gewinnspannen und einen starken Cash Flow.

Cloud-basierte Technologieplattform soll Geschäfte weiter ankurbeln

Größere Hoffnungen setzt der Vorstand beim Ausbau der Geschäfte auch auf Eliza, einer Cloud-basierten Technologieplattform, die personalisierte Lösungen für das Gesundheitswesen anbietet, um klinische Ergebnisse zu verbessern und Kosten zu senken, indem sie die Mitglieder dazu motiviert, ein gewünschtes Verhalten zu zeigen. Die Plattform hilft dabei, die 3 wichtigsten Assets des Unternehmen – Daten, Analysen und eine umfangreiche Kundenbasis – besser zu nutzen und mit den Kostenträgern bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien zur Verbesserung des Verbraucherservices noch besser zusammenzuarbeiten.

Die Verantwortlichen hoffen mit Hilfe von Eliza auf noch mehr Kundenzufriedenheit und -bindung, wobei man auch sonst bestrebt ist, künstliche Intelligenz sowie daten- und technologiebasierten Analytik in das Angebot noch mehr als bisher einfließen zu lassen. Wie es heißt, kann Eliza zum Beispiel soziale Determinanten bei Aktivitäten zur Mitgliederbetreuung oder zur Gesundheitsrisikobewertung identifizieren und den Kunden umsetzbare Erkenntnisse liefern, damit sie ihre Mitglieder zu angemessener Hilfe und Betreuung anleiten können. Dies ist wichtig, da Sozioökonomie, Bildungsniveau, Beschäftigungsstatus und soziale Netzwerke Faktoren sind, die sich erheblich auf die allgemeine Gesundheit auswirken, aber nicht anhand einer Einschreibungsakte oder eines medizinischen Anspruchs beurteilt werden können.

Gute Gewinnaussichten laut Analysten

Analysten sind offensichtlich der Ansicht, dass sich die von HMS unternommenen Anstrengungen nicht nur wie bereits erwähnt positiv auf den Umsatz auswirken werden, sondern auch auf die Gewinne. Jedenfalls rechnet der Konsens von 2017 bis 2022 beim Gewinn je Aktie mit einem Anstieg von 0,71 USD auf 2,33 USD. Auf letztgenannter Basis würde sich das derzeit optisch hohe KGV auf überschaubarere reduzieren. Die Analysten von Canaccord Genuity erhöhten übrigens in dieser Woche ihr Kursziel für den Titel von 33,00 USD auf 39,00 USD.

DAX Analyse zum 13. Dezember 2018: Index setzt Gewinnserie fort – startet jetzt die verzögerte Jahresendrally?

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich erwarte für die nächsten Handelstage weiterhin steigende Kurse. Allerdings gehe ich derzeit noch nicht von einem vollständigen Turnaround aus. Im mittelfristigen Kontext halte ich an fallenden Kursen fest.

An der Börse häufen sich derzeit die positiven Nachrichten. Auch am heutigen Handelstag konnte der DAX wieder deutlich zulegen. Bis zum Tagesschlusskurs stand erneut ein Gewinn von über einem Prozent zu Buche. Beflügelt wurde der deutsche Leitindex von den Entspannungssignalen im Handelsstreit zwischen den USA und China. Die chinesische Regierung kündigte eine Senkung der US-Autozölle von 40 auf 15 Prozent an. Weiterhin wurde die Finanzchefin Meng von Huawei  gegen eine Kaution von umgerechnet 6,6 Mio. EUR freigelassen. Des weiteren entspannt sich der Haushaltsstreit zwischen dem hochverschuldeten Italien und der Europäischen Union. Die italienische Regierung machte der EU Zugeständnisse bei der Neuverschuldung und würden diese im kommenden Jahr lediglich um 2,04 Prozent der Wirtschaftsleistung erhöhen. Zuletzt waren noch 2,4 Prozent geplant. Seit dem Jahrestief konnte sich der DAX innerhalb zwei Handelstage um rund 400 Punkte erholen. Damit setzt der Index seine Gewinnserie fort. Startet jetzt die verzögerte Jahresendrally?

Am morgigen Handelstag findet erneut ein EU-Sondergipfel zum Brexit-Abkommen statt. Theresa May wollte zu diesem Abkommen nochmals in die Nachverhandlungen gehen. Hierbei sollen jedoch keine weiteren Zugeständnisse gemacht werden. Um 13:45 Uhr findet der Zinsentscheid der EZB statt.

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Aus charttechnischer Sicht gehe ich davon aus, dass diese Erholungsbewegung insgesamt fortgesetzt wird. Die Slow Stochastik generierte im überverkauften Bereich ein erstes Kaufsignal, indem die Signallinie den langsameren GD von unten nach oben kreuzte. Kann diese Signallinie einen Wert von 30 per Tagesschlusskurs überwinden, folgt das nächste. Auch das MACD-Histogramm baut den negativen Zustand weiter ab. Hier könnte ebenfalls in den nächsten Tagen ein Kaufsignal folgen. Darüber hinaus verschließt sich das obere Bollinger Band. Ändert das der Bewegung entgegengesetzte Band die Richtung, ist mit einer Kursberuhigung bzw. mind. einem Rücklauf zur Mitte der Bänder zu rechnen.

Aktuell notiert der DAX unmittelbar vor der Unterkante des kurzfristigen Trends der vergangenen Tiefpunkte. Dieser Widerstand verstärkt sich nochmals durch den Bereich der Jahrestiefs bei ca. 11.051 Punkte. Insgesamt erwarte ich ein Überwinden dieser Zone, könnte mir jedoch eine ein- bis zweitägige Gegenbewegung vorstellen. Sollte der DAX hingegen mit einem Aufwärts-Gap in den Handel starten, erwarte ich einen direkten Anstieg zum GD20 (daily, aktuell bei ca. 11.155 Punkte). Der Index schloss unmittelbar am Tageshoch, dadurch ist ein solches Aufwärts-Gap nicht unwahrscheinlich.

Aus mittelfristiger Sicht werde ich jedoch erst wieder bullisch eingestellt, sofern der DAX den Abwärtstrend vom letzten lokalen Hoch bei ca. 13.170 Punkten nachhaltig nach oben überwindet. Solange er darunter notiert, erwarte ich ein Ansteuern des letzten Jahrestiefs bei ca. 10.562 Punkten, gefolgt von 10.170 Punkten.

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Trading-Strategie – Stundenansicht

Auf untergeordneter Basis setzt der DAX bereits zu ersten Gewinnmitnahmen an. Die Slow Stochastik befindet sich massiv im überkauften Bereich. Ich halte nach möglichen Long-Einstiegen im Bereich von 10.700 Punkten Ausschau. Anschließend erwarte ich eine technische Gegenbewegung bis 11.195 Punkte. Diese Strategie ist solange aktiv, bis der DAX unter 11.600 Punkte fällt.

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Darum ist die Rendite bei Dividendenaktie der Woche so einzigartig

Erst Mitte des Jahres hatte Energias de Portugal (EDP) mit der für 2017 erfolgten Dividendenausschüttung seine Verpflichtungen gegenüber den Aktionären bekräftigt. Trotz jahrelang hoher Investitionen wurden sie in der Vergangenheit aber mit stattlichen Renditen von im Schnitt 7,0% verwöhnt. Aber auch aktuell ergibt sich eine lukrative Dividende von 6,1%. Das insgesamt robuste Geschäftsmodell des Versorgers und der damit verbundene hohe Cashflow macht dies letztendlich möglich.

Energias de Portugal (EDP) hat sich in den letzten Jahren von Lissabon aus zu einem der größten Energieversorger auf der iberischen Halbinsel entwickelt. Neben der Energiegewinnung aus Kohle und Gas konzentriert sich die Unternehmensgruppe verstärkt auch auf alternative Energien wie Wind- und Wasserkraft. In der Region ist EDP inzwischen auch einer der größten Windenergieerzeuger. Bei der Strom- und Gaserzeugung sowie im Vertrieb ist der portugiesische Energiekonzern zudem in mehreren europäischen Ländern aktiv. Neben den Geschäften in Spanien und Portugal werden Tochtergesellschaften und Energieanlagen in Frankreich, Belgien und Rumänien betrieben. Darüber hinaus ist EDP auch auf dem amerikanischen und brasilianischen Markt stark präsent.

Übernahme durch chinesischen Staatskonzern verzögert sich

Die derzeitigen Verhandlungen um eine mögliche Komplettübernahme von EDP durch den chinesischen Staatskonzern China Three Gorges (CTG) sind ins Stocken geraten. Bereits im Mai hatten die Chinesen mit einer 9,1 Mrd. Euro schweren Offerte angekündigt, die Mehrheit an dem portugiesischen Energieversorger übernehmen zu wollen. Angesichts regulatorischer Hürden, die noch geklärt werden müssen, dürften sich die Gespräche bis Anfang 2019 hinziehen, räumte der EDP-Vorstand vergangene Woche gegenüber Journalisten ein. Es sei zwangsläufig ein längerer Prozess, da mehrere Länder wie die USA und die EU sowie deren Behörden involviert sind. Mit dem bestehenden Anteil von derzeit 23% ist CTG bereits der größte Aktionär des Konzerns. Seitens der Chinesen ist auch eine Aufstockung auf mehr als die Hälfte geplant. Der EDP-Aufsichtsrat hat allerdings das Übernahmeangebot von 3,26 Euro als deutlich zu niedrig zurückgewiesen. Auch der Vorstand der Konzerntochter Renovaveis hatte Bedenken angemeldet, da eine Übernahme in der bisher geplanten Form das US-Geschäft gefährden würde. EDP besitzt immerhin gut 83% an der Windkrafttochter und ist mit dieser Sparte vor allem auf dem amerikanischen Windmarkt aktiv.

Kurz nach der Offerte kontaktierte CTG dann auch verschiedene europäische Energieversorger und sprach mit ihnen dabei über den Erwerb der auf erneuerbare Energien spezialisierten EDP-Tochter. Damit sollen vor allem die US-Aufsichtsbehörden ruhig gestellt werden, da der Deal aufgrund des laufenden Handelsstreits zwischen China und den USA bereits unter besonderer Beobachtung steht. Aber auch in Europa dürfte es schwierig werden die Transaktion so ohne weiteres durchzuziehen. Gerade weil der chinesische Staat bereits eine bedeutende Beteiligung an dem portugiesischem Stromnetzbetreiber REN hält, wäre dies mit EU-Regularien unvereinbar.

Fürstliche Rendite dank hohem Cashflow

Erst Mitte des Jahres hatte Energias de Portugal mit der für 2017 erfolgten Dividendenausschüttung seine Verpflichtungen gegenüber den Aktionären bekräftigt. Trotz jahrelang hoher Investitionen in das Geschäft mit Erneuerbarer Energien wurden die Anleger in der Vergangenheit mit stattlichen Dividenden verwöhnt. Zwar hat das Management bei EDP die Gewinnausschüttung von 2011 bis heute mit 0,19 Euro unverändert belassen. Dennoch lag die Kapitalrendite allein in den letzten 5 Jahren bei durchschnittlich 7,0%. Aber auch aktuell ergibt sich eine lukrative Rendite von 6,1%. Vor allem das insgesamt robuste Geschäftsmodell des Versorgers und der damit verbundene hohe Cashflow hat dies letztendlich ermöglicht.

Energias de Portugal befindet sich im Dividenden-Auswahlindex QIX Dividenden Europa. Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

 

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Evonik – Spezialchemiehersteller mit über 70 % Kurspotenzial

„What goes up – must come down“ lautet eine Volksweisheit im Englischen. Und im Prinzip handelt es sich bei Korrekturen am Aktienmarkt auch um nichts anderes. Titel steigen eine Zeitlang wie verrückt (wir waren nun alle Zeugen eines sehr langen Bullenmarktes, der in einer der tiefsten Krisen seinen Ausgangspunkt gefunden hatte) und irgendwann kommen die Kurse aber wieder zurück – zurück zu langjährigen Durchschnittslinien und Bewertung. Das ist praktisch ein Naturgesetz, das leider aber niemand mehr wahrhaben will am Ende einer solchen epochalen Hausse.

Aber diese Korrekturen schaffen Einstiegsgelegenheiten bei Titeln, die einem zuletzt einfach zu teuer erschienen. Weil es aber Kaufmöglichkeiten wie im Sommer- und Winterschlussverkauf gleichzeitig gibt, stellt sich manch einem die große Frage, was sie/er kaufen soll. Zu viel Auswahl kann zu Blockkaden führen. Bei Kindern kann man das schön beobachten. Reizüberflutung führt zum Absturz aller Entscheidungen: Ich kann mich nicht entscheiden!

Wie gut, dass es immer wieder Vorschläge für diese Fälle gibt. Börse Online meint, dass man bei der Aktie von Evonik auf dem aktuellen Kursniveau erste Käufe tätigen könnte. Der letzte Kursrutsch um weitere 15 % habe die Aktie des Spezialchemieherstellers auf den tiefsten Stand seit dem Listing im April 2013 geführt. Das Sonderangebot hätte auch die Insider auf den Plan gerufen. Das Konzernmanagement habe die Kursabschläge selbst zu Käufen mit sechsstelligen Beträgen genutzt.

Wer sich die Mühe mache und die Aktie einem Langfristvergleich unterzeihe, der könne laut Börse Online sehen, dass es eine Diskrepanz zwischen Kurs- und Geschäftsentwicklung bei Evonik gebe. Die Notierungen seien auf historischem Tief, obwohl der Konzern den Umsatz seit 2013 um rund 2 Mrd. Euro habe steigern können. Das Nettoergebnis habe Evonik im gleichen Zeitraum um rund 50 % verbessern können.

Selbst die jüngsten Zahlen zum 3. Quartal seien gut gewesen. Evonik habe den Umsatz um 7 % steigern können. Beim Betriebsergebnis sei ein Plus von über 10 % realisiert worden. Weil der Großteil des Evonik-Geschäfts weniger konjunkturanfällig sei als das von Wettbewerbern, müsste dem Titel eigentlich eine Prämie im Branchenvergleich zugestanden werden. Doch davon sei nichts zu sehen. Die Aktie werde für 2019 mit einem KGV von 9,4 bewertet. Zudem wisse Evonik mit einer Dividendenrendite von über 5 % zu überzeugen. Für Börse Online ist der Titel daher mit einem Kursziel von 30 Euro ein Kauf (30 % Potenzial).

Die Deutsche Bank hat sogar ein Kursziel von 40 Euro für die Aktie des Spezialchemieherstellers (74 % Potenzial). Analyst Tim Jones begründete seine jüngste Einschätzung mit personellen Änderungen in der Führung der Sparten Nutrition & Care sowie Performance Materials. Das könnten Hinweise auf eine stärkere Konzentration auf die dort erwirtschafteten Barmittel sein. Auch nicht von schlechten Eltern ist das Kursziel von 39 Euro des Analysehauses Warburg Research (70 % Potenzial).

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Hinweis: Im  “aktien” Magazin” informieren wir unsere Leser Woche für Woche über die wichtigsten Kaufempfehlungen renommierter Analystenhäuser und Banken sowie aus Printmedien und Börsenbriefen. Unsere Leser lieben dabei unser Ranking der Top-Kursziele. Sie sehen sofort welche Aktien laut Analysten das derzeit höchste Kurspotenzial haben!


Bildherkunft: Evonik

George Soros schichtet gerne um

Der Investor George Soros wurde im Jahr 1930 in Budapest geboren. Seine Meinung über die Finanzmärkte ist, dass diese regelrecht chaotisch sind. Die Kurse von Aktien, Anleihen und Währungen werden ausschließlich von den Emotionen der Menschen beeinflusst und führen aufgrund deren unüberlegten Entscheidungen oftmals zu Übertreibungen. Soros versucht die einzelnen Werte von einem objektiven Standpunkt aus, mit logischen Berechnungen zu untersuchen. So möchte er Vermögenswerte finden, die aktuell nicht ihren wahren Marktpreis widerspiegeln.

Der Wallstreet-Guru studierte zuerst in London Philosophie und machte dort seinen Bachelor- sowie den Master of Science-Abschluss. Danach war es jedoch nicht einfach für ihn einen Job zu finden. Dies veranlasste ihn eine Flut an Bewerbungen zu verschicken, wodurch er mit ein wenig Glück die Chance erhielt, bei einer Bank zu arbeiten. Bei Singer and Friedlander in London blieb er anschließend einige Jahre, bevor er in weiterer Folge 1956 zur New Yorker Bank F.M. Mayer wechselte. Dadurch war er gezwungen in die Vereinigten Staaten zu übersiedeln. Dort sammelte er seine ersten Erfahrungen mit Wertpapieren, wobei er sich hier auf den europäischen Markt spezialisierte. Sein letzter Wechsel fand im Jahr 1959 zu Wertheim & Co. statt wo er als Analyst tätig war. Nachdem einige Jahre später seine ersten Erfahrungen beim Managen eines Fonds gesammelt hatte, entschloss er sich schlussendlich 1969 dazu, gemeinsam mit dem Investor Jim Rogers, den mittlerweile weltweit bekannten Hedgefonds Quantum Fund zu gründen.

Quantum Fund – Performancerekord bei den Hedgefonds
Als George Soros seinen Fonds gründete, hatte dieser lediglich ein Kapital von 1.000 USD zur Verfügung. Mit seinem Geschick und durchdachten Transaktionen, konnte dieses bis zum Jahr 2000 bereits auf unglaubliche 4 Mio. USD gesteigert werden. Hierbei konnte er in diesem Zeitraum eine jährliche Durchschnittsrendite von 32 % erzielen. Der Guru ist bekannt dafür gerne Short-Positionen zu eröffnen. Seinen Durchbruch hatte er 1992, als er gegen das britische Pfund wettete und damit an nur einem Tag über 1 Mrd. USD erwirtschaften konnte. Derzeit hält der Guru eine große Short-Position auf den S&P 500 Index. Er glaubt nicht an eine vierjährige Amtszeit des US-Präsidenten Donald Trump und gewichtet diese Position mit über 2 % seines Portfolios. Seine Handelsaktivitäten sind generell um einiges höher als die seiner Kollegen. Das Q/Q-Turnover lag im Q3-2018 bei 19 %. Dieses liegt im Regelfall selten unterhalb der 20 %-Marke. Teilweise schichtet er sogar die Hälfte seines Portfolios um. Derzeit setzt er mit 20,23 % seines Portfolios vor allem auf die Telekommunikationsdienstleister. Diesem folgen mit 16,44 % die zyklische Konsumgüterbranche und mit 15,69 % die Finanzdienstleister. Sein derzeitiges Kapital beträgt aktuell bereits 4,02 Mrd. USD. Sein derzeit größtes Engagement liegt mit ganzen 15,28 % in dem Pay-TV-Anbieter Liberty Broadband Corp. Aber auch Schwergewichte wie Microsoft, Amazon und JPMorgan findet man unter seinen Long-Positionen. Aktuell befinden sich 169 verschiedene Werte in seinem Depot. Dies klingt im ersten Moment nach sehr viel, jedoch senkt der Guru diese Zahl über die letzten Jahre nach und nach. Im Q2-2014 waren es noch 357 Investments. Trotzdem kauft Soros nun 49 neue Kandidaten im letzten Viertel Jahr. Dazu zählt u. a. der Medienkonzern Walt Disney Co. Diesen Wert sehen wir uns heute etwas genauer an.

Walt Disney baut sein Geschäft weiter aus
Das weltweit bekannte und international führende Familienunterhaltungs- und Medienunternehmen weist eine Marktkapitalisierung von 169,65 Mrd. USD auf. Unser Guru kaufte im letzten Quartal Unternehmensanteile in der Höhe von knapp 350 Mio. USD. Mit einzigartigen Filmproduktionen und verschiedenen Erlebnisparks, wie Disneyland, hat sich der Konzern bereits viele Kinderherzen höherschlagen lassen. Aber auch das Erwachsene Publikum soll immer mehr auf seine Kosten kommen. Unter anderem wurde unter diesem Gesichtspunkt im Jahr 2012 die Firma Lucasfilm samt den dazugehörigen Rechten an der berühmten Krieg der Sterne-Saga erworben. Über die Marken Disney, ABC, Freeform und ESPN werden verschiedene Fernseh-, Radio- und digitale Inhalte produziert und vertrieben. Zu diesen gehört auch der bekannte Disney Channel. Dieses Geschäft soll nun erweitert werden. Bereits seit Ende 2017 wird mit dem Konkurrenten 21st Century Fox verhandelt. Kürzlich wurde bekannt, dass für den Deal für die Übernahme des Film- und Fernsehgeschäfts von 21st Century Fox grünes Licht gegeben wurde. Ganze 71,3 Mrd. USD will Disney hierfür auf den Tisch legen. Mit den hierdurch erworbenen Fox-Sendern kann das Angebot weiter ausgebaut werden. Nun soll 2019 auch noch ein Disney+ Streaming-Dienst eingeführt werden. Damit soll Amazon und Netflix der Kampf angesagt werden. Das Angebot der Disney-Produktionen wurde bereits aus dem Sortiment von Netflix gestrichen.

Weiteres Wachstum voraus
Walt Disney ist eine absolute Qualitätsaktie, die ein stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum aufweisen kann. Auch die Dividenden werden zur Freude der Anleger regelmäßig weiter erhöht. Am 08.11. wurde der Abschluss des Geschäftsjahres 2018 präsentiert. Der Umsatz konnte im Jahresvergleich um 8 % auf 59,4 Mrd. USD gesteigert werden. Die Analysten rechneten mit einem Ergebnis von 58,91 Mrd. USD. Auch beim Nettogewinn konnten mit einem Plus von 40 % auf 12,6 Mrd. USD starke Zuwächse verzeichnet werden. Im letzten Quartal stieg der Gewinn je Aktie auf 1,48 USD. Dabei konnten die Erwartungen von 1,33 USD je Aktie klar übertroffen werden. Auf Jahressicht stieg dieses sogar um 24% auf 7,08 USD. Erwartet wurden nur 6,95 USD. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Erfolgsstory weiter fortsetzen wird. 2021 soll der Umsatz schon bei 65,40 Mrd. USD liegen. Das EPS bei 7,87 USD je Aktie. Das KGV18 liegt derzeit bei knapp 16.

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Die Aktie bewegt sich im Big-Picture seit dem Jahr 2015 seitwärts. Das Allzeithoch liegt bei 122,08 USD. Der übergeordnete Aufwärtstrend und die Wachstumstreiber sind völlig intakt.

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Verantwortlicher Redakteur: Andreas Zehetner, Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte. Der Autor dieses Artikels besitzt derzeit keine Aktien, die im Artikel erwähnt werden. Sollte der Autor in den nächsten 24 Stunden eine Position in der Aktie aufbauen, gilt ab dem Zeitpunkt der Positionseröffnung folgende Haltefrist: Keine.