DAX Analyse zum 25. Februar 2019: Kurz vor dem Ziel!

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich halte weiterhin an meinem bullischen Szenario für die nächsten Handelstage und -wochen fest. Eine kurzfristige Gegenbewegung sollte einkalkuliert werden, obwohl derzeit noch keine Signale hierfür vorliegen.

Der DAX konnte auch am Ende der vergangenen Handelswoche an seiner Aufwärtsbewegung anknüpfen. Bis zum Tagesschlusskurs legte er erneut um ca. 0,3 Prozent zu. Damit nähert er sich dem mittelfristigen Abwärtstrend. Kurstreiber bleiben vor allem positive Signale im Handelsstreit zwischen den USA und China. Zuletzt gab US-Präsident Donald Trump bekannt, dass die Verhandlungen gut verlaufen und bereits einige Teilerfolge erzielt werden konnten.  Bspw. boten die Chinesen an, die US-Agrarimporte um weitere 30 Mrd. USD zu erhöhen. Beide Seiten hatten sich ursprünglich ein Ultimatum bis zum 1. März gesetzt, um den Zollstreit beizulegen. Sollte dies nicht gelingen, würden Zölle noch weiter ausgeweitet und verschärft. Diese positiven Signale konnten die verschlechterte Stimmung zur deutschen Wirtschaft im Februar nochmals eindämmen.

Ebenfalls bekräftigte die EZB, dass bereits Analysen gestartet wurden, um einer Abkühlung der Konjunktur entgegenzuwirken. Für weitere Erleichterung sorgten die Aussagen der US-Notenbank Fed. Es bleiben zwar weiterhin vier Zinsanhebungen geplant, doch gilt derzeit eine Pause der Anhebung als wahrscheinlich. Vorsitzender Powell wird hierzu am Dienstag um 16:00 Uhr nochmals Stellung nehmen. Für neue Verunsicherung für die nächsten Wochen könnte jedoch ein Aufkochen des Handelsstreits zwischen den USA und der EU sorgen. Trump möchte auch hier weitere Gespräche aufnehmen, um das Handelsdefizit auszugleichen. Den Aussagen des US-Präsidenten zufolge gehen den USA dabei jährlich 15 Mrd. USD verloren. Sollte es hierbei zu keiner zufriedenstellenden Übereinkunft kommen, würden Strafzölle auf europäische Autos verhängt werden. Ziel ist es vor allem eine Öffnung des europäischen Agrarmarktes für Produkte aus den USA.

Wichtige Kursmarken

Unterstützungen: 11.221 & 11.052 Punkte

Widerstände: 11.568 & 11.691 Punkte

Charttechnische Betrachtung – Tagesansicht

Auf Tagesbasis touchierte der DAX bereits kurzzeitig den mittelfristigen Abwärtstrend vom letzten lokalen Hoch bei ca. 13.169 Punkten. Per Tagesschlusskurs konnte dieser jedoch bislang noch nicht überwunden werden. Für problematisch halte ich dies noch nicht. Ich halte weiterhin an einem Durchbruch fest. Mein nächster Widerstandsbereich erstreckt sich vom lokalen Hoch aus November und Dezember letzten Jahres. Diese Zone erstreckt sich von  ca. 11.568 bis 11.691 Punkte. Hier entscheidet sich, ob der Index in eine ggf. mehrwöchige Korrektur übergehen wird. Denn mittlerweile notiert die Slow Stochastik massiv im überkauften Bereich. Auch das MACD-Histogramm ist stark fortgeschritten. Doch solange der DAX entlang des oberen Bollinger Bandes nach oben wandert, bleibt die Trendrichtung nach oben intakt. Solange sich das untere Bollinger Band weiter ausweitet, das obere sich nicht verschließt und ansonsten kein Verkaufssignal generiert wird, halte ich an weiter steigenden Kursen fest.

Im Falle einer Korrektur befindet sich meine erste Unterstützung im Bereich von 11.221 Punkten. Hier notiert sowohl das letzte lokale Hoch von Anfang Februar als auch der GD20 (daily, aktuell bei ca. 11.218 Punkten). Wird diese nach unten durchbrochen, ist die nächste Unterstützung im Bereich von 11.052 Punkten zu finden. Erst bei einem nachhaltigen Verlassen dieser zweiten Zone werde ich im mittelfristigen Kontext bärisch eingestellt.

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Ausblick bis 2049: Wo in den nächsten 30 Jahren regional betrachtet die besten Anlageresultate mit Aktien winken

Wer hätte als Anleger nicht gerne eine Glaskugel, mit der sich treffsicher die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten vorhersagen lässt. Doch leider funktioniert so etwas nur in Märchen.

Aber mit Hilfe von speziellen Berechnungsmethoden lassen sich zumindest Annäherungsversuche unternehmen. Einer derartigen Aufgabe unterzieht sich jedes Jahr die britische Vermögensverwaltungsgesellschaft Schroders. Dabei versuchen die dortigen Finanzmarktexperten Renditeprognosen für verschiedene Anlageklassen für die nächsten 30 Jahre abzugeben.

In unserer jüngsten Aktualisierung dieses Jahreswerkes stellt Craig Botham, Emerging Markets Economist bei Schroders ganz allgemein fest, dass die Renditen auf liquide Mittel immer noch schlecht sind, während Aktien die Anlageklasse mit dem größten Renditepotenzial bleiben.

Die hauseigenen Prognosen deuten darauf hin, dass die langfristigen realen Cash-Renditen nach wie vor schlecht seien, während in Japan sogar weiterhin negative Renditen angeboten werden. Die US-amerikanischen und einige asiatische Märkte böten zwar eine positive Rendite, aber selbst risikoscheue Anleger könnten sich vor einer maximalen Rendite von 0,6% pro Jahr scheuen.

Man erwartet bei Schroders zwar, dass die Performance von länger laufenden Staatsschulden über einen Zeitraum von 30 Jahren besser ausfällt als mit Liquidität, aber die realen Renditen dürften nach wie vor enttäuschend bleiben. Die aktuellen Bewertungen von Anleihen, die als “sichere Anlagen” gelten, seien jedenfalls unattraktiv und deuteten auf niedrige Renditen hin.

Die Prognosen der Briten deuten weiterhin darauf hin, dass sich Unternehmensanleihen, Immobilien- und Aktien besser entwickeln werden als Staatsanleihen. Dabei dürften Aktien die Anlageklasse mit dem größten Renditepotenzial bleiben.

Gute Perspektiven für britische Nebenwerte

Die besten Ergebnisse seien dabei unter dem Strich bei britischen Nebenwerte gefolgt von den Schwellenländern im Allgemeinen und dem Pazifikraum ex Japan im Besonderen zu erwarten. Speziell Aktien aus den Emerging Markets seien zwar auch anfälliger in Krisenzeiten als ihre Pendants in entwickelten Ländern, aber die langfristig besseren Renditeaussichten dürften letztlich für die größere Volatilität und die eventuell zwischenzeitlich stärkeren Abwärtsbewegungen entschädigen.

Laut Schroder wurden die Renditeprognosen in der diesjährigen Studienausgabe mit Ausnahme von Japan weltweit angehoben. Zu erklären sei das mit günstiger gewordenen Aktienbewertungen, was wiederum zu höheren Dividendenrenditen führe. Außerdem sei es in den USA auch zu einer Aufwärtsrevision bei den Produktivitätsprognosen gekommen und damit im Gefolge bei der erwarteten Ertragsentwicklung.

Allgemein seien die Revisionen in den meisten Märkten aber relativ bescheiden ausgefallen. Wie der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen ist, winkt trotz des zuvor beschriebenen positiven Effektes in den USA in den nächsten 30 Jahren mit plus 3,6 % p.a. die regional betrachtet geringste Realrendite. Am besten sieht es dagegen wie bereits erwähnt mit geschätzten 7,0% p.a. für britische Nebenwerte aus. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen mit die Emerging Markets und die Region Pazifik ex Japan mit 6,3 % bzw. 6,1 %.

Die von Schroders erwarteten regionalen Aktienrenditen von 2019 bis 2049

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Recht konstruktiv sieht es im internationalen Vergleich laut Schroders mit Blick auf die erwarteten Aktienrenditen in den nächsten 30 Jahren in Asien aus. Bei den beurteilten Ländern hat den Vorhersagen zufolge Taiwan mit einem realen Durchschnittsplus von 7,5 % p.a. die Nase vorne. Mit 5,0 % fällt die erwartete Realrendite in Singapur dagegen am geringsten aus.

Die von Schroders für Asien erwarteten Aktienrenditen von 2019 bis 2049

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Gordon-Growth-Modell dient als Berechnungsbasis

Die Berechnungen zu den erwarteten Aktienrenditen basieren auf dem so genannten Gordon-Growth-Modell, bei dem die Berechnung des Wertes einer Investition unter der Annahme eines gleichbleibenden Wachstums der Dividenden erfolgt, wobei letzteres wiederum mit dem erwarteten Gewinnwachstum zusammenhängt. Das erwähnte Ergebniswachstum entwickelt sich laut unterstellter Grundannahme im Gleichklang mit der Produktivität, wobei sich deren Prognose am Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gemessen an der Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter anstatt an der Gesamtbevölkerung orientiert. Die zuletzt beschriebene Vorgehensweise hilft dabei, demografische Effekte zu eliminieren.

Die Prognosen zum BIP-Wachstum im Überblick

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Während diese skizzierte Produktivitätsprognose die Grundlage für die Annahmen von Schroders zum Ertrags- und Dividendenwachstum bildet, nimmt der Vermögensverwalter Anpassungen für Regionen vor, in denen Ergebnisse und Trendproduktivität in der Vergangenheit nicht linear verlaufen sind. Dies war etwa der Fall in den Schwellenländern, wo Produktivitätssteigerungen in früheren Jahren noch nicht vollständig in Gewinnwachstum umgesetzt wurden, weshalb dort das Gewinnwachstum nach unten korrigieren wurde. Ähnliches gelte auch für Europa, wo das Gewinnwachstum tendenziell das Produktivitätswachstum übersteige und weshalb dort eine Aufwärtsskalierung vorgenommen wird.

Portfoliocheck: Tom Russo bevorzugt defensive Konsumwerte. Und stockt ausgerechnet bei Alphabet auf?

Value Investor Tom Russo gehört quasi zur Enkelgeneration von Benjamin Graham, dem Urvater der Fundamentalanalyse, bei dem auch Warren Buffett in die Lehre ging. Russo in den letzten 32 Jahren für seine Investoren eine durchschnittliche Jahresrendite von 15,2 Prozent erzielen. Und das mit relativ wenig Aufwand, könnte man meinen. Denn er zeichnet sich durch einen unaufgeregten und wenig aktiven Investmentstil aus und folgt dabei der Empfehlung von Charlie Munger, Warren Buffetts kongenialem Partner bei Berkshire Hathaway.

„Du machst kein Geld, wenn du Aktien kaufst. Du machst kein Geld, wenn du Aktien verkaufst. Du verdienst Geld, wenn du abwartest“
(Charlie Munger)

Dieses Herumsitzen schlägt sich bei Russo in einer ungewöhnlich niedrigen Turnover-Rate nieder. Von Quartal zu Quartal wechselt er selten mehr als 3 Prozent seines Portfolios aus; er agiert also sehr zurückhaltend und ist dabei langfristig orientiert. Diese geringe Handelsaktivität ist allerdings nicht auf einen Mangel an Ideen zurückzuführen, sondern auf seine Überzeugung, immer nur die besten Unternehmen auszuwählen und an diesen dann festzuhalten.

Auch in einem anderen Charakterzug folgt er einem legendären Investor, nämlich Philip Carret, dem Gründer des Pioneer Fonds.

„Ich habe nicht genug Gefühl dafür, wann ich Bargeld anlegen soll, deshalb ist unser gesamtes Vermögen immer in Aktien angelegt.“
(Philip Carret)

Diesem Motto folgend ist Tom Russo stets mit 100 Prozent seines Anlagekapitals im Markt investiert. Er unterlässt jeden Versuch, den Markt zu timen und/oder Krisen vorwegzunehmen und setzt stattdessen auf die langfristige Wertschöpfungskraft der Börsen. Mit anderen Worten: er reitet den Zinseszinseffekt wie kaum ein zweiter. Und seine Performance über mehr als drei Jahrzehnte und mehrere Börsencrashs hinweg gibt ihm Recht!

Tom Russos Käufe und Verkäufe im vierten Quartal 2018

Seine geringe Umtriebigkeit zeigt sich auch bei seinen Depotveränderungen; im sehr volatilen vierten Quartal bringt Russo es gerade mal auf eine Turnover-Rate von 0,31 Prozent.

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Dabei hat auch Russos Depot in den letzten drei Monaten des Jahres 2018 deutlich gelitten und der Portfoliowert sank von 13,83 auf 12,05 Milliarden Dollar.

Blick man auf die Übersicht der größten Depotveränderungen, könnte man meinen, Tom Russo hätte flächendeckend Positionen reduziert. Hat er auch, aber das war wohl kaum seinem eigenen Antrieb geschuldet, sondern vielmehr der Tatsache, dass er ja immer voll investiert ist und daher nur eine verschwindend geringe Cash-Quote zur Verfügung hat. Und in einem einbrechenden Markt wie in den letzten Monaten sind viele Anleger nervös geworden und haben Gelder bei ihren Asset Managern und aus Aktienfonds abgezogen. Um diese Anleger auszahlen zu können, benötigt man Cash und das dürfte der Grund gewesen sein, weshalb Tom Russo querbeet Positionen verringert hat. Im Grund hat er damit an seinem Portfolio nicht viel verändert, so dass wir den Verkäufen eigentlich nicht allzu viel Bedeutung beimessen sollten.

Auf der Kaufseite hingegen sticht ein Wert auffallend heraus: Alphabet. Nicht nur, weil es der einzige Wert ist, den er aus der Gruppe seiner 20 größten Positionen aufgestockt hat, sondern auch, weil Alphabet eigentlich so gar nicht in Russos Beuteschema passt.

Tom Russos Portfolio zum Ende des vierten Quartals 2018

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Denn wenn wir uns Tom Russos Portfolio ansehen, fällt sofort die starke Fokussierung auf Konsumwerte auf. Zwar hat sich der Anteil der defensiven Konsumwerte um 1,5 Prozent reduziert, macht aber mit 49,3 Prozent noch immer annähernd die Hälfte der Gewichtung aus. Zusammen mit den drittplatzierten zyklischen Konsumwert mit gut 10,5 Prozent stellen die Konsumwerte in Summe also 60 Prozent von Russos Portfolio. Halbwegs mithalten kann da nur der zweitplatzierte Finanzsektor mit 34 Prozent Anteil. Technologiewerte finden sich erst auf Platz sechs wieder mit einem Anteil von nun 0,8 Prozent – dank des Aufstockens bei Alphabet.

Weiterhin stark gewichtet hat Russo die Bereiche Luxus, Brauereien und Spirituosen. Daneben setzt er mit Mastercard auf einen hoch profitablen Zahlungsabwickler und mit Wells Fargo auf die skandalgeschüttelte Bank, die auch Warren Buffett sehr hoch gewichtet hat in seinem Portfolio.

Man kann hier feststellen, dass Russo innerhalb seiner größten Positionen von Quartal zu Quartal nur marginale Anpassungen vornimmt; man könnte das sogar so interpretieren, dass er je nach Kursverlauf innerhalb dieser Positionen in bescheidenem Maße tradet, um diese Kursschwankungen auszunutzen und seine Rendite etwas zu trimmen.

Seine drei größten Positionen Mastercard, Berkshire Hathaway und Nestlé machen zusammen 34 Prozent seines Depots aus und bei Einbeziehung von Pernod Ricard und Heineken bringen diese Top 5 zusammen knapp 50 Prozent auf die Waagschale.

Russo blieb sich also auch im vierten Quartal treu und umso interessanter ist, weshalb er ausgerechnet beim Google-Mutterkonzern Alphabet seine Position um 60 Prozent ausgebaut hat, während er ansonsten überall seine Positionen leicht verringerte.

Aktie im Fokus: Alphabet

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Alphabet ist kein Technologiewert mehr, zumindest wenn man nach der neuen Sektoreinteilung an der Wall Street geht. Vor einigen Monaten erlebten die Sektorindizes für den wichtigsten Börsenplatz der Welt die größte Umstellung seit 1999. So wurde das Regelwerk des Global Industry Classification Standard (GICS) angepasst, um die Entwicklung in verschiedenen Branchen nachzuvollziehen. Unter den 27 betroffenen Aktien waren auch Schwergewichte wie Facebook und Alphabet, die immerhin zu den zehn größten US-Börsenkonzernen gehören. Bei sind nun nicht mehr dem IT-Branchenindex zugeordnet, sondern dem neu definierten Sektor „Communication Services“. Dies dürfte aber kaum Ursache für Tom Russos neu gewecktes Interesse an der Google-Mutter sein.

Schauen wir also einfach mal, was Russo denn so bevorzugt, wie sein Circle of Competence so definiert ist. Er bevorzugt defensive Konsumwerte, also die großen Marken unter den Spirituosenherstellern, den Zigarettendrehern und den Kosmetikkonzernen. Das tut er, weil diese Unternehmen ein relativ beständiges und Konjunktur resistentes Geschäft betreiben. Denn wird bei den Menschen das Geld knapp, schieben sie den Kauf eines neuen Hauses, eines Neuwagens oder des nächsten iPhones durchaus mal einige Zeit auf. Aber an Zigaretten, ihrem Feierabendbier oder den Windeln fürs Baby sparen sie zuletzt. In diesem Bereich ist die Markentreue besonders stark ausgeprägt und ob die Waren nun über das Internet oder im Laden vor Ort eingekauft werden, ist dabei relativ egal.

Gleichen wir als Alphabet mit diesen Eigenschaften ab, finden wir auf den ersten Blick kaum Überschneidungen. Beim genaueren Nachdenken können wir allerdings den einen oder anderen interessanten Vergleich ziehen.

Alphabet ist eine Holding und in dieser Form gibt es das Unternehmen erst gute fünf Jahre. Zuvor hieß es einfach Google, wie die von ihm betriebene Suchmaschine. Da man aus dem steigenden Cashflow in immer mehr Zukunftsfelder investierte und zwar in Milliardenhöhe, wurde das Konglomerat immer unübersichtlicher und da bei den neuen Themenfeldern durchaus auch Pleiten mit einzuplanen waren, wollte man diese von der Suchmaschine trennen. Gesagt, getan, aus Google wurde eine Sparte von Alphabet und um den Einfluss der Gründer zu sichern schuf man gleich auch noch unterschiedliche Aktienkategorien mit einfachem und mehrfachem Stimmrecht.

Der Name Alphabet steht nicht nur für das ABC, sondern kann im Englischen auch als „Erste Wette“ verstanden werden (wobei Alpha natürlich aus dem Griechischen kommt). Dem entsprechend heißen die sonstigen Aktivitäten von Alphabet, die anderen Wetten, nun „Other Bets“. Hierunter findet sich zum Beispiel Waymo, das wohl führende Unternehmen im Bereich des autonomen Fahrens oder „Deep Mind“ (künstliche Intelligenz) und CapitalG (Wachstumskapital). Access ist die Alphabet-Tochter von Google Fiber, die über Glasfaserkabel Hochgeschwindigkeits-Breitbandzugang zu neuen Städten bietet. Access bietet Google Fiber inzwischen in zwölf Ballungsräumen in den USA an und seinen drahtlosen Webpass-Dienst in weiteren acht US-Metropolen. Des Weiteren möchte man entlegene Gegenden der Welt via Satelliten und Drohnen mit schnellem Internet versorgen. Nest stellt eine Reihe von Smart-Home-Geräten her, mit denen das Haus und zu einer vernetzten Einheit werden soll. Nest bietet Thermostate an, Video-Türklingeln, Outdoor-Überwachungskameras Nest Cam IQ und Alarmsysteme. Verily entwickelt Tools zum Sammeln und Organisieren von Gesundheitsdaten, um diese für ein ganzheitlicheres Pflege-Management-System zu nutzen.

Der rote Faden, der alle diese unterschiedlichen Aktivitäten miteinander verbindet, sind die Daten. Genauer gesagt die Datenströme und das Vernetzen der Daten miteinander, um hieraus neue Erkenntnisse zu gewinnen, mit denen man den Kunden dann mehr Lebensqualität bieten kann.

So will man im Bereich Smart Home mittels Nest ein vernetztes Heim schaffen, in dem Mensch und Geräte miteinander interagieren. Am besten über Sprachsteuerung, wie sie Alphabet durch sein Google Home-System anbietet. Lässt man sich auf diesen Gedanken ein und spinnt ihn etwas weiter, kann man dahinter durchaus ähnliche Strukturen erkennen, wie sie Markenprodukten, Spirituosen oder Zigaretten vorherrschen. Wer sich einmal festgelegt hat, wechselt eher selten wieder. Da muss schon etwas Gravierendes geschehen. Wer sein Haus vernetzt über Google Home und die Produkte von Nest, wird nicht auf Geräte von Apple oder Amazon zurückgreifen, wenn er weitere Services andocken will. Google versucht hier, ein eigenes Ökosystem zu schaffen, wie es Apple mit Iphone, Ipad, Itunes und Apple Watch usw. bereits gelungen ist. Und auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten wird man kaum darauf verzichten, sein vernetztes Haussystem zu nutzen und die Servicegebühren dafür nicht mehr zu bezahlen. Eher schiebt man den Kauf neuer Möbel auf.

Die Other Bets haben noch kein Gewicht

So zukunftsträchtig diese Aktivitäten auch sein mögen, zurzeit spielen sie noch keine maßgebliche Rolle im Alphabet-Ensemble. Auch wenn Waymo als eigenständiges Unternehmen seitens Analysten eine Bewertung von bis zu 175 Milliarden Dollar zugetraut wird. Momentan dominiert die Suchmaschine Google alles. Vor allem das Zahlenwerk.

So haben die Other Bets in 2018 insgesamt einen operativen Verlust von 3,4 Milliarden Dollar angehäuft. Der Gesamtkonzern hat im letzten Jahr 137 Milliarden Dollar umgesetzt und damit 23 Prozent mehr als 2017. Der operative Cashflow betrug 48 Milliarden Dollar, der Free Cashflow liegt bei 23 Milliarden Dollar und der Cash-Bestand summiert sich inzwischen auf 119 Milliarden – während Alphabet nur 4 Milliarden Dollar an Schulden ausweist. Diese Zahlen zeigen, dass die Bilanz mehr als robust ist und das Unternehmen sich seine Other Bets sehr wohl leisten kann. Im Gegensatz zu Wettbewerbern wie Apple oder Microsoft schüttet Alphabet weder eine Dividende aus noch kauft man eigene Aktien zurück. Der Cashflow steht also vollumfänglich für das Business zur Verfügung.

Und damit sind wir beim Kerngeschäft, der Suchmaschine Google. Die ist der absolute Dominator im Bereich der Browser-Suche. Dank des Google-eigenen Betriebssystems Android, das man frei zur Verfügung stellt, konnte man sich hier eine absolute Marktdominanz sichern. Android läuft auf 85 Prozent aller Smartphones, den Rest besetzt Apple mit seinem iOS. Bei PCs und Notebooks hat Windows als Betriebssystem die Nase weiterhin ganz weit vorn, aber Microsofts eigene Suchmaschine Bing erzielt kaum Marktanteile. Auch auf Windows-Systemen ist Google die unangefochtene Suchmaschine. Wenn man sich nun fragt, wofür Google viele Milliarden im Jahr ausgibt, so sind das auch Zahlungen an Apple und andere, damit sie Google auf ihren Systemen als bevorzugte Suchmaschine promoten. Trotz Konkurrenz sichert sich Google so seine Marktstellung. Und diese Traffic Acquisition Costs summieren sich immerhin auf 23 Prozent von Googles Werbeeinnahmen.

Die wirklichen Konkurrenten sind Facebook, die über ihre Seiten eine eigene Suchmaschine am Start haben und versuchen, diese auf das Internet „extern“ auszuweiten, und dann Amazon. Eric Schmidt, der ehemalige Google-CEO, nannte bereits vor fünf Jahren Amazon als Googles größten Herausforderer. Was daran liegt, dass Amazon inzwischen von rund der Hälfte aller Kaufwilligen in den USA als erste Seite angesteuert wird – diese Interessenten suchen also direkt auf Amazon nach Produkten und nicht mehr über Google. Und Amazon weitet dieses Business gerade massiv aus und erzielt in diesem Segment bereits 11 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr.

Russos Beuteschema

Noch hat Google die Nase vorn und daran wird sich so bald auch nichts ändern. Bleibt die Frage, inwieweit das Suchmaschinen-Business ins Raster des Konsumgüter-Investoren Tom Russo passen könnte.

Alphabet hat acht Dienste mit mehr als einer Milliarde aktiver Nutzer: Search, Maps, Gmail, Android, Chrome, YouTube, den Google Play Store und Google Drive. Alle diese Dienste haben gemein, dass sie nach Abschluss ihrer erstmaligen Entwicklung relativ wenig Kosten verursachen für Wartung und Pflege, aber Alphabet ein sehr wertvolles Gut einbringen: Daten. Denn nach wie vor verdient man hiermit sein Geld, indem man zielgerichtet Werbung platziert; rund 83 Prozent seiner Umsätze erzielt Alphabet mit Werbung.

In Alphabets sonstigen Erlösen verstecken sich allerdings weitere interessante „Perlen“, wie das Cloud-Business. In diesem Markt ist Amazon der Platzhirsch mit knapp unter 35 Prozent Marktanteil und damit so viel, wie die nächstplatzierten Microsoft, Google, IBM und Alibaba zusammen. Aus dieser Gruppe verliert alleine IBM Marktanteile, während alle andere zulasten der sonstigen Anbieter hinzugewinnen. Google konnte im letzten Quartal sogar erstmals IBM von Platz drei verdrängen. Und hat angekündigt, alleine 2019 mehr als 13 Milliarden Dollar in diesem Bereich investieren zu wollen, also den Großteil aller seiner Investitionen.

Das Cloud-Business richtet sich überwiegend an Geschäftskunden, weniger an Privatanwender. Die sind wiederum bei der Alphabet-Tochter YouTube die Zielgruppe, der beliebtesten Videoplattform der Welt. Hier verdient Alphabet über Werbeeinblendungen und ersucht, den Dienst zunehmend zu monetarisieren. So bietet man über YouTube Premium ein werbefreies Produkt an und über YouTube Music startete man einen Music-Streamingdienst, um Marktführer Spotify Konkurrenz zu machen.

Darüber hinaus generiert Alphabet steigende Einnahmen über seinen Google Play App Store. Auch hier hilft die enorme Verbreitung von Android als Basis für stetiges Kundenwachstum.

Google ist der absolute Marktführer bei Suchanfragen und Online-Werbung und generiert hier enorme Cashflows und Gewinne. Diese Position wird aber zunehmend angegriffen durch ein verändertes Nutzerverhalten. Die Menschen nutzen zunehmend Sprachassistenten anstelle einer Tastatur und das bedeutet, dass die Suche zunächst von der Software des Sprachassistenten gesteuert wird. Hier ist Amazon mit seinem Echo absoluter Marktführer und Suchanfragen über Alexa landen nicht bei Google. Das führt absehbar dazu, dass Google Marktanteile verliert und auch deshalb setzt man so stark auf die eigenen Sprachassistenten.

Noch kann sich Alphabet die hohen Investitionen leisten, denn der Cashflow verbleibt ansonsten ja im Unternehmen, weil er weder für Dividenden noch Aktienrückkäufe verwendet wird. Der Aufbau neuer Geschäftsfelder ist daher sinnvoll und birgt einige große Chancen in Zukunftsmärkten. Momentan ist Alphabet allerdings noch eine Wette auf den Erfolg von Google und dessen Dominanz. Die auch relativ Rezessionssicher ist, denn neben dem ohnehin bestehenden Trend, immer größere Anteile der Werbebudgets weg von Print- und TV-Werbung hinzu Online-Medien zu verlagern, dürfte dies bei einer Wirtschaftsflaute eher noch zunehmen. Da wird der Kostenvorteil eine große Rolle spielen, aber auch die Affinität der jüngeren Menschen zu den „neuen Medien“ – und diese Zielgruppe ist die mit der höchsten Kaufkraft.

Nimmt man alle Faktoren zusammen, so weist Alphabet durchaus Parallelen zu den von Tom Russo bevorzugten defensiven Konsumwerten auf. Und das dürfte der Grund sein, weshalb er sich ausgerechnet bei diesem Technologiewert engagiert.

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NVIDIA will nicht lange Trübsal blasen

NVIDIA bereitete Börsianern in den vergangenen Jahren sehr viel Freude. Der Spezialist für Grafikprozessoren hatte es zuletzt allerdings alles andere als einfach. Diese Delle will das Unternehmen dank der Konzentration auf Zukunftsfelder wie Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren oder Robotik jedoch schnell überwinden und zum Wachstumskurs früherer Tage zurückkehren.

Wenn man bedenkt, welche Euphorie NVIDIA noch vor wenigen Monaten mit hervorragenden Geschäftszahlen und optimistischen Wachstumsaussichten entfachen konnte, fallen die jüngsten Ergebnisse recht dürftig aus. Trotzdem nahmen Anleger die Zahlen für das Schlussquartal und Gesamtjahr 2018/19 (Ende 27. Januar 2019) positiv auf. Nach der jüngsten Prognosesenkung und den deutlichen Kursverlusten der NVIDIA-Aktie hatten sich einige Marktteilnehmer auf sehr schwache Ergebnisse eingestellt. NVIDIA machte zuletzt unter anderem das schwächere Wachstum in China zu schaffen. In diesem Zusammenhang zeigten sich chinesische Konsumenten verunsichert und bescherten dem Unternehmen schwächere Geschäfte mit Grafikchips für Videospiele.

Während schwache Quartalsergebnisse bereits im Aktienkurs eingepreist gewesen sein dürften, fielen diese letztlich nicht ganz so schlecht wie befürchtet aus. Zudem könnten einige Investoren der Ansicht sein, dass NVIDIA die jüngste Delle hinter sich lassen dürfte, was ebenfalls zu den positiven Marktreaktionen auf die jüngste Zahlenbekanntgabe beigetragen haben dürfte.

Im vierten Quartal 2018/19 lagen die Umsatzerlöse laut Konzernangaben vom 14. Februar bei 2,21 Mrd. US-Dollar. Ein Rückgang um 24 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dafür konnte NVIDIA auf Gesamtjahressicht einen Anstieg um 21 Prozent auf 11,72 Mrd. US-Dollar verkünden. Ein neuer Rekordwert. Auch in den einzelnen Segmenten wie Videospiele, Datenzentren oder im Geschäft mit der Autoindustrie wurden neue Bestwerte erzielt. Im Gegensatz dazu wurde der Nettogewinn im Schlussquartal gegenüber dem Vorjahr auf 567 Mio. US-Dollar in etwa halbiert. Im Gesamtjahr lag der Gewinn jedoch bei 4,14 Mrd. US-Dollar und damit 36 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Außerdem will NVIDIA auf den Wachstumspfad zurückkehren.

Zwar rechnet das Management für das laufende Geschäftsjahr mit stagnierenden oder leicht fallenden Erlösen, die Prognose impliziert jedoch ein anziehendes Wachstum in der zweiten Jahreshälfte. Während Analysten laut Refinitiv für das erste Quartal (Ende April) im Schnitt Umsätze in Höhe von 2,28 Mrd. US-Dollar erwarten, rechnet NVIDIA lediglich mit 2,20 Mrd. US-Dollar plus/minus 2 Prozent. Für das Gesamtjahr gehen die Marktexperten von einem Wert von 10,8 Mrd. US-Dollar aus, während es sich das NVIDIA-Management sogar zutraut, den Vorjahreswert von 11,72 Mrd. US-Dollar zu erreichen.

Da sich NVIDIA in vielen Wachstumsbereichen wie Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren, Datenzentren oder Robotik bewegt, geht man auf Unternehmensseite davon aus, dass die derzeitige Delle schnell überwunden werden kann. Allerdings wird die Geschäftsentwicklung von vielen Aspekten bestimmt, die NVIDIA nicht beeinflussen kann. Dazu zählen derzeit vor allem der Handelsstreit zwischen China und den USA sowie die erwartete Konjunkturabkühlung. Möglicherweise wird es doch nicht so einfach sein, zu alter Stärke zurückzufinden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der NVIDIA-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN DS8LVE, Laufzeit bis zum 18.12.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 16,09. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN DS9CNB, aktueller Hebel 13,59; Laufzeit bis zum 18.12.2019) auf fallende Kurse der NVIDIA-Aktie setzen.

Stand: 18.02.2019

© Deutsche Bank AG 2019
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Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

Das Management bei der Neo-Darvas-Aktie Benefitfocus gibt sich sehr zuversichtlich

Das Geschehen an der Börse kann für außenstehende Beobachter oft sehr konfus und kompliziert wirken. Doch es gibt auch ganz einfache Ansätze, um bei der Geldanlage mit Aktien zum Erfolg zu kommen. Und zum Glück kennen wir diese bei Traderfox und wenden diese auch aktiv erfolgreich an. Sehr leicht nachzuvollziehen ist etwa die Vorgehensweise bei unseren so genannten Neo-Darvas-Depotkonzepten.

Hier setzen wir wie zum Beispiel beim allgemeinen Neo Darvas-Portfoliokonzept auf Aktien, die bereits sehr stark gestiegen sind. Konkret geht es bei einem Auswahluniversum mit den größten 1.800 US-Unternehmen darum, Titel herauszufiltern mit mindestens einer Performance von 100 % seit dem 62-Wochentief sowie einem neuen Jahreshoch in den vergangenen 20 Handelstagen. Mit Aktien nach diesem Strickmuster ist es laut Rückberechnung von 1999 bis 2019 gelungen, eine Durchschnittsrendite pro Jahr von 20,51 % einzufahren.

Kurs seit einem Jahr deutlich im Aufwind

Eine Chance auf eine Aufnahme in das zugehörige Musterdepot haben bei der nächsten Überprüfung zumindest zum aktuellen Stand die Aktien von Benefitfocus Inc. (ISIN: US08180D1063). Der Titel rangiert in der entsprechenden Rangliste auf dem 13. Platz und hat erst am 19. Februar mit 59,00 USD ein neues Zwischenhoch markiert, das dem höchsten Stand seit März 2014 entsprach.

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Am Mittwoch geht der Wert mit einem Stand von 58,04 USD aus dem Handel. Gemessen an dem 52-Wochentief von 23,30 USD bedeutet das einen Anstieg von rund 149 %. Die zuletzt demonstrierte Kursdynamik passt somit.

Zu erwähnen ist allerdings, dass die Performance gemessen an dem zum Börsengang im September 2013 auf 26,50 USD festgezurrten Ausgabepreis lange zu wünschen übrig gelassen hat. Nach dem IPO ging es bis Januar 2014 zwar in der Spitze bis auf 76,00 USD nach oben, doch anschließend folgte ein Abstieg bis auf 20,24 USD (12. Februar 2015). Erst dank dem fulminanten Anstieg in den vergangenen 12 Monaten hat es die Aktie geschafft, sich wieder auf Notierungen deutlich über dem Ausgabepreis vorzuarbeiten.

Vielfältiges Angebot

Hinter dem Unternehmen steckt ein führender Anbieter von Cloud-basierten Softwarelösungen für Verbraucher, Arbeitgeber, Versicherungen und Makler. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina unterstützt mit seinen Lösungen die wichtigsten Leistungspläne, einschließlich Kranken-, Zahn-, Lebens- und Invaliditätsversicherung. Die Gesellschaft hat zwei Segmente, das Arbeitgebersegment und das Carrier-Segment, die jeweils etwa die Hälfte des Umsatzes ausmachen. Benefitfocus verkauft seine Lösungen auf Abonnementbasis, in der Regel durch Jahresverträge mit Arbeitgebern und Mehrjahresverträge mit Versicherungsgesellschaften. Man erwirtschaftet die gesamten Einnahmen in den USA.

Zu den Produkten des Unternehmens für Versicherungsgesellschaften gehören Marktplätze, die Online-Shoppingumgebungen sind; eEnrollment, das die Online-Einschreibung von Leistungen ermöglicht; eBilling, eine Lösung zur elektronischen Rechnungspräsentation und -zahlung; eExchange, eine Lösung für die Kommunikation; eSales für Spediteure und Makler, um Konten zu organisieren und zu verwalten, Leads zu verfolgen, Angebote zu generieren und Produktvorschläge zu erstellen; und Core & Advanced Analytics, eine Datenanalyselösung.

Zu den Angeboten für Arbeitgeber zählen Benefitfocus Marketplace, das die Online-Einschreibung, die Mitarbeiterkommunikation und die Leistungsverwaltung optimiert; Communication Portal, ein Portal für das Mitarbeiterengagement; BenefitStore, eine Lösung für Mitarbeiter zur Inanspruchnahme verschiedener Nebenleistungen; ACA Management and Reporting, eine Lösung für Arbeitgeber zur Verwaltung der ACA-Konformität; Billing & Payment, eine elektronische Rechnungspräsentation und Zahlungsanwendung; Consumer-Directed Healthcare Accounts, eine Lösung für die Verwaltung von Gesundheitssparkonten; sowie eine konsolidierte Omnibus-Budgetabstimmungsgesetz-Verwaltungslösung.

Darüber hinaus bietet das Unternehmen professionelle und kundenorientierte Supportleistungen, zu denen Implementierungsdienstleistungen wie Discovery, Konfiguration, Bereitstellung, Integration, Test, Schulung und technischer Support, HR-Supportdienste und Videobibliotheksservices gehören. Darüber hinaus bietet es Partnerangebote wie RedBrick Health, das Zugang zu individuell anpassbaren Gesundheitsbewertungen, digitalem Coaching, Tracking und Herausforderungen bietet; LifeLock, das es Mitarbeitern ermöglicht, Identitätsdiebstahl zu schützen; und SAP SuccessFactors, das Lösungen für das Mitarbeiter-Performance-Management sowie Certified Carrier-Programme anbietet.

Starkes Wachstum, aber noch keine Gewinne

Von 2010 bis 2017 ist es der Gesellschaft gelungen, den Umsatz von 67,12 Mio. USD auf 256,74 Mio. USD zu erhöhen. Allerdings ist es so, dass es bisher nicht gelungen ist, Gewinne auszuweisen. Auch im Vorjahr dürfte sich daran nichts geändert haben. Genauere Angaben zu den 2018 erwirtschafteten Zahlen gibt es am 26. Februar nach US-Börsenschluss. Analysten rechnen dabei im Schnitt mit einem Verlust von 0,62 USD für das Vorjahr. Beim Umsatz hatte das Unternehmen selbst ein Plus von 8% angestrebt.

Am 18. Dezember hatte das Unternehmen einen Investorentag abgehalten, nachdem es anschließend zunächst deutlich mit dem Kurs nach unten ging. Doch wenige später besannen sich die Marktteilnehmer und beurteilten die weiteren Aussichten doch wieder positiv, wie die Wiederaufnahme des im Februar 2018 aufgenommenen charttechnischen Aufwärtstrend belegt.

Ehrgeizige Finanzziele

Im Anschluss an die zuvor erwähnte Veranstaltung berichteten die Analysten vom US-Finanzdienstleister Wedbush, dass Benefitfocus mit der weltweit größten Nutzerplattform, die 150.000 Arbeitgeber und mehr als 13 Mio. Verbraucher mit Brokern und Carriern verbindet, darauf ausgerichtet, seinen Anteil an den rund 50 Mrd. Dollar einzustreichen, die auf seiner Plattform bewegt werden. Wie es weiter hieß, sprach das Management ausführlich über die März 2018 gestartete Plattform BenefitsPlace, die über 150.000 Arbeitgeber, 30 medizinische Träger, 29 Lieferanten und 250 Makler verbindet, um den Vertrieb freiwilliger Produkte an Kunden zu automatisieren, wobei der Makler der Provisionsverdiener für freiwillige und andere Nebenprodukte bleibt und Benefitfocus direkt von den Produktanbietern bezahlt wird. Den gemachten Angaben zufolge soll die BenefitsPlace-Plattform zu 2x-4x höheren Beteiligungsergebnissen führen, als es das Unternehmen in der Vergangenheit auf der Plattform BenefitsStore gesehen hat.

Die Verantwortlichen in dem Unternehmen sehen unter anderem dadurch weitere Wachstumschancen, indem sie den Vertrieb verbessern, die Umsatzmöglichkeiten erweitern, Produktneuheiten einführen und das Kerngeschäft stärken. Die konkreten Ziele zum Umsatzwachstum, zur Bruttogewinnspanne und zur angepassten EBITDA-Marge im laufenden Jahr sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen. Auch die diesbezüglichen mittelfristigen Ziele sind darin genannt, wie etwa eine angepasste EBITDA-Marge von mehr als 25 %. Wobei sich dieser Zielwert mit geschätzt 3 % im Vorjahr vergleicht, was signalisiert, wie viel Verbesserungspotenzial der Vorstand in Sachen Profitabilität sieht.

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Quelle: Benefitfocus

Extrem hohe Shortpositionen

Analysten rechnen zwar im Geschäftsjahr 2020 erstmals mit einem Gewinn und zwar in Höhe von 0,31 USD je Aktie und der Umsatz soll sich da dann den Durchschnittsprognosen zufolge auf 345,74 Mio. USD belaufen. Zu beachten ist allerdings, dass am Markt offenbar nicht alle Teilnehmer davon überzeugt sind, dass bei Benefitfocus wirklich alles rund laufen wird. Denn nach Angaben des US-Finanzdienstleisters Morningstar gibt es derzeit Short-Wetten auf 2,98 Mio. Aktien. Bei 31,96 Mio. ausstehenden Anteilsscheinen und frei handelbaren Aktien von 7,51 Mio. ist das eine ungewöhnlich hohe Quote.

Allerdings bedeutet das auch, dass sich im Falle von weiter steigenden Kursen der Zwang zur Eindeckung dieser Positionen deutlich erhöhen könnte, was wiederum den Kursaufschwung zusätzlich anfeuern könnte. Für Spannung ist also gesorgt bei Benefitfocus im Vorfeld der in der kommenden Woche anstehenden Ergebnisvorlage.

Sind Amazon und Jeff Bezos plötzlich Buhmänner?

Die Amazon-Aktie kam zuletzt kaum vom Fleck, nachdem das Papier jahrelang fast nur den Weg nach oben kannte. Die jüngste Kursschwäche hat jedoch nicht unbedingt etwas mit mangelndem Geschäftserfolg zu tun.

Über ein Jahr lang suchte Amazon in den USA nach einem Standort für ein „zweites Hauptquartier“ neben dem Firmensitz in Seattle im US-Bundesstaat Washington. Am Ende entschied man sich für zwei Standorte, in Long Island City im New Yorker Stadtteil Queens und in Arlington im US-Bundesstaat Virginia in der Nähe der Hauptstadt Washington. Doch nun wird das New Yorker Projekt aufgrund von Widerständen in der Bevölkerung und der lokalen Politik nicht realisiert. Vor Ort wird befürchtet, dass dem Unternehmen für die Ansiedlung zu große Steuergeschenke unterbreitet wurden. Außerdem könnten die vielen hochbezahlten Fachkräfte aus dem Technologiebereich für einen Anstieg der Immobilienpreise sorgen, ähnlich wie es in einigen Gegenden an der US-Westküste der Fall ist.

Auch aus einem anderen Grund ist Amazon derzeit nicht nur an den Finanzmärkten ein Thema. Diskutiert wird neben der anstehenden Scheidung von Konzernchef und Gründer Chef Jeff Bezos, dem reichsten Menschen auf diesem Planeten, auch sein Streit mit dem US-Boulevardmagazin „National Enquirer“. Wenn man sich den Kursverlauf der Amazon-Aktie in den vergangenen Tagen und Wochen anschaut, wird man das Gefühl nicht los, dass diese Nachrichten auch auf die Anlegerstimmung gedrückt haben.

Besonders gut kam auch ein zu Jahresbeginn 2019 an Microsoft verlorener Auftrag der US-Regierung nicht an. Das US-Verteidigungsministerium meldete am 11. Januar, dass ein rund 1,76 Mrd. US-Dollar schwerer Auftrag zur Lieferung von Dienstleistungen im Cloud-Bereich für das Pentagon, die Küstenwache und die Nachrichtendienste an Microsoft gegangen sei. Amazon ging dagegen leer aus.

Trotz dieses Rückschlags bleibt der Cloud-Bereich (Amazon Web Services, AWS) für Amazon ein wichtiger Wachstumstreiber. Zumal das Cloud-Geschäft sehr profitabel ist und dafür sorgt, dass Amazon seit langer Zeit endlich auch auf der Ergebnisseite einige Erfolge einfahren kann. Laut Unternehmensangaben vom 31. Januar 2019 wuchsen die AWS-Umsätze im Schlussquartal 2018 gegenüber dem Vorjahr um 45 Prozent auf 7,4 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis des Bereichs wurde sogar um 61 Prozent auf 2,2 Mrd. US-Dollar verbessert.

Konzernweit lagen die Umsatzerlöse bei 72,4 Mrd. US-Dollar und damit 20 Prozent höher als im Vorjahr, während der operative Gewinn von 2,1 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf nun 3,8 Mrd. US-Dollar verbessert wurde. Für diese positive Entwicklung sorgte nicht nur AWS, sondern auch der Online-Handelsplatz. Dieser lief zu Weihnachten auf Hochtouren. Ein weiterer Grund, warum sich Amazon auf einem guten Weg befindet, obwohl das Unternehmen zuletzt mit ein wenig Gegenwind fertig werden musste. Jahrelang wurde Amazon dafür kritisiert, Milliarden zu investieren und dafür die Gewinne zu vernachlässigen. Inzwischen scheinen sich diese hohen Investitionen jedoch auszuzahlen, nicht nur im Cloud-Geschäft.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Amazon-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN DS4WY3, Laufzeit bis zum 18.12.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 11,93. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN DS2RQ1, aktueller Hebel 11,64; Laufzeit bis zum 18.12.2019) auf fallende Kurse der Amazon-Aktie setzen.

Stand: 18.02.2019

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Trader Race Jahresauftakt 2019 von TraderFox: Die wesentlichen Erfolgsfaktoren am Aktienmarkt – Interview mit Spieler #7282

trader-race-jahresauftakt-2019-von-traderfox-die-wesentlichen-erfolgsfaktoren-am-aktienmarkt-interview-mit-spieler-7282

Schöner als unser Mit-Spieler #7282 im Trader Race Börsenspiel Jahresauftakt 2019 kann man die wesentlichen Eigenschaften für den langfristigen Erfolg an der Börse kaum zusammenfassen: Disziplin, Geduld und Flexibilität. Disziplin ist notwendig bei der Marktbeobachtung, Recherche und täglichen Routine. Geduld ist gefragt, um nicht überhastet Positionen zu eröffnen oder einer Story nicht genug Zeit zum Entfalten zu geben. Wer das nicht glaubt, der sollte sich mal ein bisschen näher mit der Börsenlegende Warren Buffett beschäftigen. Der hat mit seinen Positionen oft so viel Geduld, dass sein Sitzfleisch Schwielen bekommen muss. Flexibilität hört sich so einfach an. Doch daran scheitern oft Anfänger. Sie entscheiden sich für den Kauf einer Aktie und dann kennt man das Phänomen, dass sie sich in den Titel verlieben und blind werden für veränderte Rahmenbedingungen. Viel zu spät wird dann die Reißleine gezogen. Meist ist dann ein Verlust angelaufen, der sich nicht wieder egalisieren lässt. Frustriert wenden sich diese Marktteilnehmer von der Börse ab. Lasst es nicht soweit kommen. Seid offen für sich ändernde Marktbedingungen, Neueinschätzungen eurer Depotpositionen und reagiert entsprechend auf diese sich ändernden Rahmenbedingungen.

Spieler #7282 hat in vielen Jahren an der Börse diese drei Erfahrungen machen können. Wer nur den ewigen Bullenmarkt seit 2009 kennt, der hat in den letzten Monaten eine vage Vorstellung davon bekommen können, was Spieler #7282 mit „allen Höhen und Tiefen“ meint. Aktuell liegt Spieler #7282 mit einer Performance von gut 36 % auf Platz 14 im Trader Race Jahresauftakt, obwohl zwei Spekulationen auf Wirecard total in die Hose gegangen sind.

depot-spieler-7282-am-20feb2019Depot von Spieler #7282 am 20. Februar 2019

 

TraderFox: Seit wann bist du an der Börse aktiv?
Spieler #7282: Seit vielen Jahren mit allen Höhen und Tiefen.

Kannst du uns kurz erklären, welche Strategie/n du verfolgst?
Meine Strategie ist Disziplin, Geduld und flexibel zu sein. Außerdem beobachte ich den Markt immer, um vor allem Aktien die z. B. neue Jahreshochs oder Chart-Break-Outs haben als neue Positionen ins Depot zu nehmen, wenn sie sich dafür eigen. Wichtig ist die News beispielsweise über dpa-AFX etc. zu verfolgen.

Wie gehst du mit dem aktuell herausfordernden Marktumfeld um?
Zurzeit ist der Markt in einem Aufwärtstrend, wo sich viele Trades ergeben, um das Depot zu erhöhen.

Hast du eine tägliche Routine, wie sieht diese aus?
Meine tägliche Routine besteht aus News lesen, Top Trendstabilität im Auge zu behalten und neue Aktien zu identifizieren.

Setzt du dein Vorgehen auch in der Realität um?
Ich setzte beim Aktienhandel auf Erfahrung, tägliche Marktentwicklung, News und Charttechnik. Trendstärke und Stabilität sind das A und O was sehr hilfreich ist beim Aktienhandel aber d. h. auch Geduld und Disziplin.

Vielen Dank für die Interviews und viel Erfolg im weiteren Verlauf des TraderFox Trader Race Jahresauftakts 2019!

 

Mach selbst mit – mess dich mit den Besten und gewinn tolle Preise!

Wer sich selbst mit seinen Strategien und Ideen an der Börse versuchen möchte, der sollte sich jetzt für die neue Runde im Trader Race Jahresauftakt 2019 anmelden. Die Depots der anderen Spieler könnt ihr dabei in Echtzeit verfolgen. Gewinnt ein Apple iPad, eine Apple Watch oder eines von zahlreichen Börsenbüchern.

> Kostenlos Anmelden beim Trader Race Börsenspiel Jahresauftakt 2019

Wenn du bereits angemeldet bist, kannst du auf www.traderfox.com über Börsenspiele direkt auf die Trader Race Handelsoberfläche zugreifen.

Natürlich kannst du auch mit der TraderFox-App am Börsenspiel teilnehmen und handeln. > Download: iOS | Android


Bildherkunft: Photo by Thao Le Hoang on Unsplash

DAX Analyse zum 21. Februar 2019: Mittelfristiges Kaufsignal in greifbarer Nähe!

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich bin weiterhin bullisch für den DAX eingestellt. Ich erwarte insgesamt weiter steigende Kurse. Sowohl auf Sicht von mehreren Tagen als auch für die nächsten Wochen. Kurzfristig sollte jedoch mit ersten Gegenbewegungen gerechnet werden.

Wie erwartet gelang dem DAX am gestrigen Handelstag der Breakout über den ehemaligen Widerstandsbereich bei ca. 11.373 Punkten. Damit setzt der Index seine Erholungsbewegung der vergangenen Handelswochen fort. Bis zum Tagesschlusskurs legte er erneut ca. ein Prozent zu. Beflügelt wurde der DAX vor allem von der Hoffnung auf eine Lockerung der Geldpolitik in den USA bzw. zumindest einer Zinspause. Vor allem profitierte der Markt allerdings von den Veröffentlichungen der Quartalszahlen von Fresenius und Fresenius Medical Care. Beide Werte konnten im Tagesverlauf jeweils um ca. fünf Prozent zulegen. Weiterhin hellt sich die generelle Grundstimmung aufgrund der Fortschritte im Handelsstreit zwischen den USA und China etwas auf. Medienberichten zufolge konnten beide Parteien in der vergangenen Woche bereits Einigungen in vielen Punkten erzielen. Eine generelle Übereinkunft steht jedoch bislang noch aus.

Für den heutigen Handelstag steht um 9:30 Uhr die Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland auf der Agenda. Erwartet wird hierbei ein Wert von 50. Über 50 weist dies auf eine Erweiterung, darunter auf eine Verkleinerung des Aktivitätslevels der Erwerbsmanager hin. Ebenso veröffentlicht um 13:30 Uhr die EZB den Bericht zum geldpolitischen Treffen.

Wichtige Kursmarken

Unterstützungen: 11.221 & 11.052 Punkte

Widerstände: 11.494 & 11.691 Punkte

Charttechnische Betrachtung – Tagesansicht

Aus charttechnischer Sicht war das Überwinden des ehemaligen Widerstandsbereichs bei ca. 11.373 Punkten ein wichtiger Schritt. Hierbei ließ der Index den Bären keinen Grund zur Hoffnung. Das nächste Ziel befindet sich jetzt beim mittelfristigen Abwärtstrend ausgehend vom letzten lokalen Hoch bei ca. 13.169 Punkten. Dieser notiert aktuell bei ca. 11.494 Punkten. Von einem nachhaltigen Breakout gehe ich im ersten Zuge noch nicht unbedingt aus. Vielmehr erwarte ich eine kurzfristige Korrektur in dieser Zone, auch in Hinblick auf die Slow Stochastik. Der Oszillator signalisiert mittlerweile einen stark überkauften Zustand. Sowohl Signallinie als auch der langsamere GD notieren im oberen Extrembereich. Das Ziel dieser Korrekturbewegung notiert bei ca. 11.221 Punkten. Hier befindet sich mein erster Unterstützungsbereich.

Insgesamt gehe ich allerdings nicht davon aus, dass meine zweite Unterstützungszone bei ca. 11.052 Punkten nachhaltig unterboten wird. Sollte dies dennoch geschehen, erwarte ich eine Fortsetzung des mittelfristigen Abwärtstrends. Davor bleibe ich bullisch und gehe von einem Breakout aus. Das erste Kursziel befindet sich danach bei ca. 11.691 Punkten. Hier notiert das letzte lokale Hoch von Anfang November 2018. Das mittelfristige Kaufsignal ist in greifbarer Nähe! Es entsteht, wenn der mittelfristige Abwärtstrend überwunden werden kann.

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